10 Dinge, auf die man in Österreich stolz ist

Montag, 31. Oktober 2016 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

10 Dinge, auf die man in Österreich stolz ist

Montag, 31. Oktober 2016 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Ein schönes Fleckchen im Herzen Europas, das mittlerweile 8,9 Millionen Menschen ihr zu Hause nennen und in dem Kängurus zwar nicht in freier Wildbahn, aber immerhin im Zoo begutachtet werden können. Ja, die Rede ist von Österreich. Was unser Land so schön und vor allem so besonders macht, stellen wir euch nun an Hand von 10 Dingen vor, auf die man in Österreich stolz ist.

von Lisa Panzenböck

UPDATE: Oktober 2019

Wir sind zwar klein und werden oft als „das andere Deutschland“ gesehen, doch es gibt so einiges wofür wir international bekannt sind und auf das wir auch – vollkommen verdient – mächtig stolz sind.

Land der Berge, Land am Strome

Egal ob Sommer oder Winter: Die österreichische Landschaft hat für alle immer und überall was zu bieten. Man könnte fast schon meinen, die Seen und Berge liefern sich ein regelrechtes Wettrennen um die Auszeichnung als schönster Ort im ganzen Land. Während wir mit dem Großglockner, dem Großvenediger, der Wildspitze und anderen Bergen einige Wander- und Schneesport-Paradiese mit über 3.000 Höhenmetern haben, versetzen uns auch die schönsten Badeplatzerl im Sommer ins Staunen. Der Grüne See, der Reedsee, der Attersee – sie alle liefern uns eine spektakuläre Naturkulisse, die nicht nur zum Baden und Entspannen einlädt, sondern auch hervorragend für Spaziergänge in der Gegend und für Picknicks genutzt werden kann.

Musiker und Musikerinnen der Vergangenheit

Ein Tribut den großen Helden der klassischen Musik, die mittlerweile zwar schon vor einiger Zeit verstorben sind, uns dennoch auch noch Jahrzehnte – und in manchen Fällen auch Jahrhunderte – später mit ihrer Musik berühren und unterhalten. Allen voran die Herrschaften der Wiener Klassik: Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Jaja, Letzterer ist kein Österreicher, aber er hat einige Jahre kreativen Schaffens bei uns verbracht und seine letzte Ruhe schließlich am Wiener Zentralfriedhof gefunden. Aber auch Musiker und Musikerinnen beziehungsweise eine gewisse Musikrichtung wollen wir hervorheben, die ganz besonders in den 1980ern Welterfolge feierten: den Austropop. Unser erster deutschsprachiger Rapper Falco hatte einige internationale Hits, doch auch die Gruppen EAV und STS stürmten weltweit die Charts.

Man bringe den Spritzwein (und das Bier)

Mit 22 weißen und 13 roten Rebsorten ist es durchaus angebracht, uns den Titel „Weinland“ selbst zu verleihen. Schon mehrere Jahrhunderte lang wird in Niederösterreich, dem Burgenland, in Wien und in der Steiermark Wein angebaut, der die Gaumen von Weinliebhabern auf der ganzen Welt zum Singen bringt. Auch das Bier schmeckt uns im eigenen Land tendenziell besser, als wenn wir auf Reisen sind und hier gibt es über die letzten Jahre eine interessante Entwicklung: Mini- und Mikrobrauereien schießen wie die Schwammerln aus dem Boden, da immer mehr Gasthäuser ihr eigenes Bier herstellen. Na dann: Proooost!

Die Traditionsküche

Eine Frittaten-Suppe, ein Schnitzel mit Erdäpfelsalat und abschließend ein richtig flaumiger Kaiserschmarren. Geil oder geil? Unsere – teilweise sehr deftige, deshalb aber nicht weniger gute – Traditionsküche hat eine Vielzahl köstlicher Speisen zu bieten, die in herkömmlichen Gasthäusern verzehrt werden kann. In vielen Lokalen schmeckt es sogar fast oder genauso gut wie der der Omi zu Hause.

Ein Hoch auf unsere Wintersportler!

Wir sind zwar nicht so gut im Fußball, aber hey, wir haben halt andere Talente, Skifahren zum Beispiel. So ein kleines Land, so viele Berge und noch mehr erfolgreiche Skirennläufer, denn wir belegen mit Hermann Maier, Marcel Hirscher, Benni Raich und Stephan Eberharter gleich vier Männer unter den Top 10 der erfolgreichsten männlichen Alpin-Skifahrer aller Zeiten. Wir sind außerdem, sowohl bei den Herren als auch bei den Damen, die international erfolgreichste Ski-Nation im Ländervergleich. Bei all diesen Erfolgszahlen freut man sich ja direkt jetzt schon auf die Wintersportsaison.

And the Oscar goes to…

… Stefan Ruzowitzky, Christoph Waltz, noch einmal Christoph Waltz und Michael Haneke. Seit der Jahrtausendwende haben wir es bereits viermal geschafft, einen der begehrten Academy Awards mit nach Hause zu nehmen. Stefan Ruzowitzky für den Spielfilm Die Fälscher und Michael Haneke für Liebe konnten als Regisseure je einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film abräumen und auch andere Preise weltweit entgegennehmen. Christoph Waltz gelang es als Darsteller in gleich zwei Filmen – Inglorious Basterds und Django Unchained – in kurzem zeitlichen Abstand einen Oscar in der Kategorie Bester Nebendarsteller verliehen zu bekommen. Wir sind schon gespannt, wann wir die nächste Trophäe des ersten Filmpreises der Welt bekommen.

via GIPHY

Highlight 2019: Wir stehen vor der EM-Qualifikation

Juhuuu, vielleicht steht ja eine österreichische Trendwende bevor. Nachdem wir es 2016 immerhin in die Vorrunde der Europameisterschaft geschafft haben, winkt womöglich die nächste Chance für die Nationalelf, sich zu beweisen. Im November stehen noch zwei Qualifikationsspiele bevor – gegen Nordmazedonien und Lettland. Wenn die österreichische Nationalmannschaft auch nur einen Punkt holt, sind wir 2020 live dabei.

via GIPHY

Immerwährende Neutralität

Am 26. Oktober feiern wir ja unseren Nationalfeiertag, an dem wir nicht die Tatsache feiern haben, dass an jenem 26. Oktober 1955 der letzte alliierte Soldat das Land verlassen hat, sondern unsere aus freien Stücken beschlossene immerwährende Neutralität. Diese war, nun folgt ein kleiner Exkurs in den Geschichtsunterricht, vor allem zur Zeit des Kalten Krieges von großer Wichtigkeit. „Neutralität im Kriegsall, kein Bündnis, keine Militärbasen“ sind die in der sogenannten Avocado-Doktrin von Franz Cede bezeichneten Hard-Facts unserer Neutralität. Ach ja, ohne dieses kleine feine Detail in unserer Verfassung wären wir vermutlich auch nicht einer der vier Standorte der Vereinten Nationen geworden.

View this post on Instagram

Der Österreichische Fotograf Erich Lessing ist verstorben. Berühmt wurde er u. a. mit einer Serie zur Unterzeichnung des Staatsvertrags 1955, wie dem bekannten Bild mit dem damaligen Außenminister Leopold Figl und den Außenministern der Alliierten am Balkon des Belvedere in Wien. Die hier gezeigte Aufnahme vermittelt währenddessen einen Eindruck von der jubelnden Menge vor dem Balkon. In der Sammlung „Bildarchiv und Grafiksammlung“ werden über 60.000 Bilder Lessings aufbewahrt, die er der Österreichischen Nationalbibliothek als Schenkung überreicht hat und die Sie zum Teil online abrufen können. ? www.bildarchivaustria.at #ErichLessing #photographer #inmemoriam #magnumphotos #staatsvertrag #belvedere #canalettoblick #nationalbibliothek #nationallibrary #ÖsterreichischeNationalbibliothek #AustrianNationalLibrary

A post shared by Österr. Nationalbibliothek (@nationalbibliothek) on

Jetzt ist schon wieder was passiert.

Danke, Wolf Haas, für zahlreiche Kriminalromane, stundenlanges Lesevergnügen und Spannung bis zum Schluss. Die österreichsche Literatur hat eine große Bandbreite an richtig guter Lektüre zu bieten, die von Arthur Schnitzlers Reigen bis Stefan Zweigs Schachnovelle einiges an Schmankerln für Bücherwürmer beherbergt. Es gab nahezu keine Epoche, in der Österreich nicht mit zumindest einem Werk einen internationalen Erfolg für sich verbuchen konnte. Und auch wenn ganz große Highlights der heimischen Literatur in der Vergangenheit liegen, etwa Franz Grillparzers Drama Der Traum ein Leben im Biedermeier, oder Hugo von Hofmannsthals Jedermann, können wir mit Elfriede Jelinek, Thomas Glavinic, Christoph Ransmayr und noch vielen mehr in eine vielversprechende literarische Zukunft blicken.

Alles Walzer!

Die Tradition des Wiener Opernballs reicht zurück in die Zeit des Wiener Kongresses 1814/15. Er gilt seit seinem Auftakt als Hofopern-Soirée 1877 vielen als gesellschaftlicher Höhepunkt der Ballsaison. Jedes Jahr wird der Ball von Stars und Sternchen aus aller Welt in prächtigen bis absurden Abendroben besucht. Mit der Aufforderung „Alles Walzer!“ wird nach der opulenten Eröffnungszeremonie zu musikalischer Untermalung mit Werken von Johann Strauß und Co. das Tanzbein geschwungen. Als Höhepunkt der Ballnacht gilt neben dem von Richard Lugner jährlich mitgebrachten Überraschungs-VIP-Gast auch die Mitternachtsquadrille, der Radetzky-Marsch und Brüderlein fein.

via GIPHY

Du glaubst, du bist ein wahrer Experte wenn’s um Österreich geht? Teste dein Wissen mit unserem Mundart-Quiz. Wir verraten euch außerdem, welche witzigen österreichischen Faschingsbräuchen es gibt. Übrigens können wir auf unsere Mehlspeisen auch mächtig stolz sein.

×
×
×
Blogheim.at Logo