Wiener Linien

10 Dinge, die ihr über die Wiener Linien noch nicht wusstet

Donnerstag, 17. Mai 2018 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

10 Dinge, die ihr über die Wiener Linien noch nicht wusstet

Donnerstag, 17. Mai 2018 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Mit welcher Höchstgeschwindigkeit ist eigentlich eine Straßenbahn unterwegs? Wie viele Passagiere werden jährlich mit den Wiener Linien befördert? Und in welcher U-Bahn-Station gibt es die meisten Rolltreppen? Diese und viele weitere spannende Fragen stehen in unserem Blogbeitrag im Mittelpunkt, denn wir widmen uns unseren täglichem Wegbegleiter den Wiener Linien und präsentieren 10 Dinge, die ihr so bestimmt noch nicht wusstet.

von Marie Amenitsch

Als unser täglicher Wegbegleiter sind uns die Wiener Linien zwar gut bekannt und gleichzeitig doch recht fremd. Denn wer weiß eigentlich, mit welcher Geschwindigkeit die U-Bahn unterwegs ist, warum es bisher keine U5 gab und wie viele Kilometer täglich zurückgelegt werden? Wir präsentieren euch 10 Dinge, die ihr über die Wiener Linien noch nicht gehört habt.

Die Wiener Linien-Minute

Wir kennen es wohl alle ziemlich gut: Man steht an der Haltestelle und die Wartezeit auf die nächste Bim, U-Bahn oder den Bus beläuft sich laut elektronischer Anzeige auf zwei Minuten. Da sich nach über zwei Minuten ungeduldigen Wartens jedoch nichts an der Anzeige geändert hat, folgt mal wieder ärgerliches Kopfschütteln und die Schlussfolgerung, dass die Anzeigetafel wohl kaputt sein muss. Denkste! Die Anzeigetafel zeigt nämlich nicht die Wartezeit in der Station an sondern die errechnete Fahrzeit, die das Verkehrsmittel von der jeweiligen Haltestelle entfernt ist. Diese Zeit stimmt nur dann mit der tatsächlichen Fahrzeit überein, wenn alles nach Plan läuft. Verzögerungen durch längere Aufenthalte, Stau oder Falschparker können die tatsächliche Fahrzeit folglich verlängern. Das Fahrzeug ist dann zwar rein rechnerisch weiterhin eine Minute Fahrzeit von der Haltestelle entfernt, die Weiterfahrt kann aber mehrere Minuten lang verzögert werden. Nächstes Mal also nicht gleich los schimpfen, auch wenn es dem Wiener Grant entspricht, sondern seinen Begleiter lieber mit diesem Fakt verblüffen.

Barrierefreiheit

Die Wiener U-Bahn ist zu 100% barrierefrei. Dafür sorgen 293 Aufzüge und 352 Rolltreppen, die in den Stationen zum Einsatz kommen. Die Station mit den meisten Rolltreppen ist die Station Karlsplatz, Wiens bislang einziger Knotenpunkt, wo drei U-Bahnlinien zusammenführen und 26 Rolltreppen, die Passagiere transportieren. Die längste Rolltreppe Wiens findet man hingegen mit einer Länge von 53 Metern in der U3-Station Zippererstraße. Die Rolltreppen der Wiener Linien werden zudem mit einer Maximalgeschwindigkeit von 0,65 Metern pro Sekunde, was umgerechnet 2,34 km/h entspricht, betrieben.

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(c) Johannes Zinner, bildstrecke.at

Verkehrsmuseum Remise

Die Wiener Linien haben ihr eigenes Museum und das Verkehrsmuseum Remise erwartet euch mit spannenden Einblicken in die Welt von U-Bahn, Bim & Co. In den Räumlichkeiten der ehemaligen Tramway-Remise Erdberg erzählen die Wiener Linien 150 Jahre Öffi-Geschichte und von der ersten Fahrt der Pferdetramway bis hin zum futuristischen Ausblick in die Zukunft der Öffis geht es auf vielseitige Zeitreise. Der Audioguide Hearonymus versorgt mit den wichtigsten Infos und kann praktisch als App aufs Smartphone geladen werden.

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(c) bildstrecke.at

Einsturz der Reichsbrücke

Als frühmorgens am Sonntag, dem 1. August 1976 die Reichsbrücke einstürzte, befanden sich vier Fahrzeuge auf dieser. Eines davon war der Linienbus GU 230, Nr 8084 der Wiener Linien, der zum Glück noch ohne Fahrgäste unterwegs war. Der Bus wurde dabei in die Tiefe gerissen und stürzte in die Fluten. Wie durch ein Wunder blieb der Fahrer beinahe unverletzt. Die Bilder des 16,6 Meter langen „Donaubus“ – wie er in den Medien genannt wurde – gingen um die Welt. Nach einigen Tagen im Wasser konnte der Bus per Schwimmkran geborgen werden und blieb nach der Restaurierung sogar noch über zehn Jahr im Einsatz. Der Bus ist im Verkehrsmuseum Remise zu besichtigen und 40 Jahre nach seinem Unfall beim Einsturz der Reichsbrücke gab es noch eine denkwürdige Ausfahrt über die heutige Reichsbrücke.

Mythos von der geheimen U-Bahn-Station

Immer wieder hört man Geschichten von einem geheimen U-Bahn-Tunnel, der den Mitgliedern der Regierung im Falle einer Katastrophe zur Evakuierung dienen soll. Doch wie viel Wahrheit steckt in diesem Mythos? Fakt ist, dass es im Wiener Untergrund tatsächlich zahlreiche „geheime“ Tunnel und Gleise gibt. Diese dienen jedoch der Beförderung von Zügen von den Betriebsbahnhöfen auf unterschiedliche Linien. Folglich können sie für den regulären Fahrgastbetrieb nicht befahren werden. Ein eigenes geheimes Gleis für die Regierung gibt es im U-Bahn-Netz aber nicht. Wer jedoch neugierig ist und mehr über die versteckten Tunnel und wo sie sich befinden erfahren möchte, findet am Blog der Wiener Linien alle Infos dazu.

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(c) Manfred Helmer / bildstrecke.at

Geschwindigkeiten

„Steigen Sie nicht mehr ein!“ Nach Erklingen des Signals nimmt die U-Bahn Fahrt auf und das mit einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 32,47 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit der Wiener U-Bahnen beläuft sich auf 80 km/h. Die Straßenbahn – oder liebevoll auch Bim genannt – ist mit durchschnittlich 15 km/h deutlich langsamer unterwegs. Dafür beläuft sich der mittlere Haltestellenabstand der Wiener U-Bahn auf 754,6 Meter, wohingegen die Stationen der Straßenbahn mit durchschnittlich 397,2 Metern deutlich dichter zusammenliegen.

(c) 1000things.at / Jan Poeltner

Der doppelstöckige 13A

Bis 1990 lag ein Hauch von London-Feeling in den Straßen Wiens, zumindest mit Blick auf die Busse der Linie 13A. Diese waren nämlich bis zum Jahr 1990 noch als Stockautobus unterwegs. Kinder der 80er Jahre werden sich wohl noch wehmütig an den fabelhaften Blick erinnern, den man aus dem großen Panoramafenster in Reihe 1 im Oberdeck genossen hat. Die meisten Fahrgäste mieden jedoch die steile Stiege hinauf, denn es wollte niemand riskieren, nicht rechtzeitig aussteigen zu können.

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(c) bildstrecke.at

Die fehlende U5

2018 fiel der Startschuss für das Projekt U5 und bis 2024 soll es nun endlich soweit sein und die sechste U-Bahnlinie U5 als erste vollautomatische U-Bahn im Wiener Öffi-Netz unterwegs sein. Aber warum wurde bisher die Zahl fünf in der Nummerierung übersprungen und es erfolgte der Sprung von U4 auf U6? Im Laufe der Planung des Wiener U-Bahnnetzes wurde eine U5 immer und immer wieder angedacht. Doch der Bau der U5 wurde jedes Mal verworfen, da sich andere Linienführungen schlicht und einfach als wichtiger herausgestellt haben. So zeichnete sich Wien im Laufe der Jahre durch die Eigenart einer „fehlenden“ U-Bahnlinie aus. Alle Infos zum Projekt U2/U5 könnt ihr übrigens unter diesem Link nachlesen.

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(c) Wiener Linien

Wiener U-Bahn-Tag

Die Wiener Linien feiern 40-jähriges Jubiläum der U-Bahn und laden aus diesem Grund all ihre Fahrgäste zum ersten U-Bahn-Tag am 26. Mai 2018.(LINK zum Event / Wiener Linien-Website)
Am Bahnhof Erdberg und im Verkehrsmuseum Remise erwarten euch spannende Einblicke  und abwechslungsreiche Programmpunkte. Von 10:00 bis 18:00 Uhr dreht sich hier alles rund ums Motto „Vom Silberpfeil zum X-Wagen“. Egal, ob ihr euch selbst als U-Bahn-FahrerIn versuchen, mit der Dampflock auf Zeitreise gehen, oder euch der Otto Wagner Instagram-Austellung widmen wollt: Ein ereignisreicher Tag ist euch sicher. Musikalisch umrahmt wird das Programm von DaWeana, den U-Bahn-Stars und Wiener Blond. Nichts wie hin!

Skurrile Fakten

Zu guter Letzt dürfen auch ein paar außergewöhnliche Zahlen und Fakten der Wiener Linien nicht fehlen, mit denen ihr eure Mitmenschen garantiert beeindrucken könnt. So ist beispielsweise die U-Bahn Station Donauinsel die einzige Station, in deren Namen alle fünf Vokale genau einmal vorkommen. Die Gesamtlänge der gelben Sicherheitslinien in den U-Bahn-Stationen beläuft sich auf über 25.000 Metern und ein Meter U-Bahn-Schiene wiegt um die 50 Kilogramm. 2017 haben die Fahrzeuge der Wiener Linien zudem mehr als 77 Millionen Kilometer zurückgelegt, das entspricht 210.000 Kilometer täglich. In anderen Worten: Die Fahrzeuge der Wiener Linien fahren täglich fünf Mal rund um die Erde.

(c) 1000things.at / Marie Amenitsch

*gesponserter Beitrag – in freundlicher Zusammenarbeit mit den Wiener Linien.

Übrigens: Wir haben uns umgesehen, welche Events dieses Monat steigen und welche ihr davon auf keinen Fall verpassen solltet! Neugierig geworden? Dann schaut doch mal in unserer Programmvorschau für den Mai vorbei.

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