1000 Moments: Rom, die ewige Stadt

Freitag, 13. November 2020 / Lesedauer: ca. 7 Minuten

1000 Moments: Rom, die ewige Stadt

Freitag, 13. November 2020 / Lesedauer: ca. 7 Minuten

Auf geht’s nach Rom! Ein Citytrip in die sogenannte ewige Stadt gehört auf jede Bucket List und das nicht nur wegen der Hülle und Fülle in Sachen Kultur und Geschichte. Denn in Rom lässt es sich bekanntlich auch bestens gustieren und entspannen. Wir haben uns mit ENIT, der italienischen Zentrale für Tourismus, zusammengetan und für euch mit der Wahlrömerin Susanne gesprochen, um einige vielversprechende Insider-Tipps herauszufinden.

von Lukas Lindmeier

*Wir wollen euch auch während des zweiten Lockdowns inspirieren und versuchen, unsere Artikel laufend Covid-konform upzudaten. Bitte haltet euch weiterhin an die Maßnahmen. Nur wenn wir jetzt zusammenhalten und aufeinander schauen, können wir möglichst bald wieder all diese Inspiration gemeinsam genießen und zu einem halbwegs normalen Alltag zurückkehren.

Ein perfekter Caffè hier, unglaublich gutes Essen da und wirklich überall geschichtsträchtige Bauwerke, die das Lebensgefühl von la Dolce Vita perfekt unterstreichen. Was wie eine Aufzählung der kitschigsten Klischees rund um die italienische Hauptstadt klingt, soll in Wirklichkeit erfreuliche Realität sein. Um dieser Behauptung auf den Grund zu gehen, haben wir gemeinsam mit ENIT mit der Reise- und Stadtführungsexpertin Susanne über ihre Wahlheimat Rom unterhalten. Dabei haben wir neben einer gehörigen Portion Fernweh auch einige Insider-Tipps für euch gesammelt. Denn vor allem während der Ausgangsbeschränkungen können wir ein wenig Vorfreude auf die Zeit danach nur zu gut brauchen.

Alle Wege führen nach Rom

Der Spruch ist nicht nur eine schöne Metapher, sie hat auch einen geschichtlichen Hintergrund. Immerhin war das antike Rom bekanntlich der Ausgangspunkt Europas für so einiges: Kultur, Politik, Wirtschaft – und unter anderem für das damalige Straßennetz. Es führten also tatsächlich so einige Wege nach Rom. Und heute? Heute könnt ihr auf viele Arten nach Rom reisen, zum Beispiel mit dem Auto. Dafür solltet ihr allerdings von Wien aus mehr als 11 Stunden Fahrtzeit einplanen und ob des römischen Verkehrs eine mittelgroße Portion Mut mitbringen. Eine ganze Spur schneller geht es dagegen mit dem Flugzeug – vom Flughafen Wien seid ihr in nur einer Stunde und 40 Minuten am Flughafen Fiumicino, von wo aus ihr mit dem Zug oder Bus in etwas mehr als 30 Minuten in die Stadt reisen könnt. Der Flughafen Rom Fiumicino ist übrigens in Sachen Corona-Sicherheitsmaßnahmen ein Aushängeschild. Er erhielt als erster weltweit von der internationalen Luftfahrtagentur Skytrax die „COVID-19 5-Star Airport Rating“-Auszeichnung sowie als erster Flughafen in der EU die „Airport Health Accreditation“ vom Airport Council International. Besonders entspannt und günstig geht es mit dem Nachtzug von Wien direkt das Herz Roms. In nur knapp 14 Stunden und je nach Wunsch im Schlafwagen und mit Frühstück.

(c) bereitgestellt

Colosseum, Vatikan und Pantheon: War das schon alles?

Okay, das ist vielleicht eine etwas freche Frage – immerhin hat Rom auch in Sachen klassischer Sehenswürdigkeiten allerhand zu bieten. Nicht umsonst steckt in dem Sprichwort „Roma non basta una vita“, das so viel bedeutet wie „Rom kann man nicht einmal in einem ganzen Leben vollständig erkunden“ ein ziemlich heller Funken Wahrheit. Und weil den meisten von uns für einen Rom-Besuch wohl kein ganzes Leben, sondern eher ein verlängertes Wochenende zur Verfügung steht, haben wir nachgefragt: Und zwar bei der gebürtigen Deutschen und Wahlrömerin Susanne Kosian. Sie lebt nicht nur schon seit über 30 Jahren in Rom, sondern hat ihre Liebe zur Stadt auch zu ihrem Beruf gemacht. Immerhin organisiert sie mit ihrem Unternehmen Roma-Mia Stadtführungen und ganze Reisen. Für unseren Artikel verrät sie uns ihre Highlights – und zwar nicht nur als Reiseführerin, sondern vor allem als Römerin mit Herz und Seele.

(c) William Perry _ AGF foto

First things first: die weltberühmten Schönheiten der Stadt erkunden

Wer träumt nicht davon, mit Strohhut, Bermudashorts, eleganter Sandalen-Socken-Kombination und Stadtkarte durch Rom zu laufen und sich dabei an den schier endlosen Schlangen vor den Sehenswürdigkeiten einzureihen? Unser Local Susanne hat dafür einen Tipp parat – also für das Sightseeing, nicht für eure Geschmacksverwirrung: Am besten geht ihr sehr früh morgens durch das historische Altstadtviertel und erkundet ganz ohne Menschenmassen die historischen Gebäude. Besonders sehenswert ist dabei der sonst so überlaufene Trevibrunnen, der in den Morgenstunden noch in aller Ruhe vor sich hinplätschert. Außerdem ist die Spanische Treppe – einer der Hotspots für Touris, die das eine oder andere instagramtaugliche Foto abstauben möchten – geradezu menschenleer. In die Attraktionen hinein kommt ihr ganz früh morgens zwar nicht, aber Susanne versichert uns, dass man trotzdem genug zu sehen bekäme: „Immerhin ist Rom ein einziges, riesiges Freilichtmuseum und es gibt selbst nach 30 Jahren immer wieder Neues zu entdecken.“ Momentan sind auch in Rom weitaus weniger Touris als gewohnt anzutreffen. In diesem Fall also Glück im Unglück und ihr könnt viele der weltberühmten Touristenattraktionen ganz für euch genießen.

(c) Brian Jannsen –AGF-foto

Apropos Sightseeing: Bei einem Rom-Trip solltet ihr auch ein bisschen Kultur genießen, davon gibt es hier nämlich jede Menge. So zum Beispiel das Museo MACRO, ein Museum mit laufend zeitgenössischen Ausstellungen oder das Chiostro del Bramante, ein Renaissancegebäude, das heute spannende Sammlungen ausstellt, aktuell beispielsweise jene von Banksy. Wer die römische Kultur lieber mit allen Sinnen erlebt, sollte auch dem Mercato Centrale beim Bahnhof Termini einen Besuch abstatten. Neben vielen Shops findet ihr zudem einige Lokale in dem Gewölbe, das früher als Küche für die Bahnhofsarbeiter fungierte. Ein weiterer Markt, den ihr erlebt haben müsst, ist der Bauernmarkt beim Circus Maximus. Hier könnt ihr euch durch das echte Italien kosten und gleichzeitig auf den Spuren von Romulus und Remus wandern. Die beiden sollen nämlich, der römischen Mythologie zufolge, an dieser Stelle die Stadt Rom gegründet haben.

When in Rome …

… solltet ihr euch unbedingt durch die zahlreichen Ristoranti, Pizzerie, Osterie, Trattorie, Cafés und Bars kosten – nicht umsonst ist die italienische Küche ein weltweiter Renner. Susanne verrät uns deshalb ihre absoluten Favorites in Sachen Genuss. So zum Beispiel die Osteria da Memmo, die euch in einer kleinen Seitengasse nahe des Piazza Navona mit original italienischen Antipasti verwöhnt. Wenn es lieber etwas hipper zugehen soll, könnt ihr einen kulinarischen Ausflug in das aufblühende Stadtviertel Pigneto unternehmen, wo ihr zum Beispiel in der Bar Necci zu jeder Tages- und Nachtzeit gemütlich speisen sowie trinken und dabei im Grünen sitzen könnt. Auch die beste selbstgemachte Pasta Roms gebe es, so verrät uns Susanne, ebenfalls im Pigneto-Viertel – und zwar im Ristorante Tavolo ventisette. Wer zum Dolce nie nein sagen kann, der probiert am besten das Tiramisu in der Bar Pompi, das euch garantiert ein „Mamma Mia!“ entlocken wird. Abends entführt euch die Speakeasy-Bar Jerry Thomas in die 20er Jahre und verwöhnt mit köstlichen Cocktails.

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Sehr empfehlenswert ist auch ein Besuch im Trendviertel Monti, DAS Viertel der Kunstgalerien und Weinlokale. Das Viertel dreht sich rund um die Piazzetta Madonna dei Monti, wo der charakteristische Brunnen – Fontana dei Catecumeni – einen Treffpunkt für Jung und Alt darstellt. Ihr wollt in diesem Stadtteil für die Dauer eures Aufenthalts unterkommen, dann lautet unser Geheimtipp das Monti Palace Hotel, das mit der Tiziano Terrace eine stylische Cocktailbar auf der Dachterrasse samt 180-Grad-Blick über das Monti-Viertels bietet. Allen Kunstbegeisterten ist außerdem ein Besuch in der Sacripante Gallery ans Herz zu legen, wo euch ein beeindruckender Mix aus Kunstgalerie und Bar erwartet, der nicht nur mit einzigartiger Einrichtung begeistert.

Apropos hippes Viertel: Susanne berichtet uns außerdem vom Stadtviertel Ostiense, das sich durch eine charmante Mischung aus rustikalem Industrie-Style und coolem Uni-Viertel auszeichnet. Hier lag einst der Großmarkt von Rom – heute finden sich hier spannende Kneipen und Restaurants, bunte Graffitis und eindrucksvolle Street Art sowie interessante Menschen: Kunstschaffende, Schauspielende und mehr. Kein Wunder also, dass sich hier mit den Officine Fotografiche und der Centrale Montemartini zwei interessante Ausstellungsstätten befinden. Und auch Nachteulen werden in Ostiense mit dem Club „Circolo degli Illuminati“ fündig. Hier gibt’s auf drei Floors Techno, Hip Hop und Lounge-Atmosphäre.

Rom

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Weg vom Trubel und rein ins Grüne

So schön und charmant das bunte Treiben in Rom auch ist, manchmal braucht es einfach eine ruhige Minute zwischendurch. Susanne empfiehlt uns für solche Momente den Parco Torre del Fiscale. Der in einem Außenbezirk gelegene Park spendet viel Ruhe und Entspannung – und dank der historischen Überbleibsel der antiken Wasserleitungen Acquedetto Claudio und Felice könnt ihr auch hier ein Stück römische Geschichte hautnah erleben. Zentraler gelegen, aber mindestens genauso historisch wertvoll ist der Parco Regionale Appia Antica. Für Susanne ist der an der Appia Antica – die berühmteste der Konsularstraße des alten Roms – gelegene Park einer der schönsten und faszinierendsten Orte Roms. Dort gibt es nämlich nicht nur jede Menge Grün, sondern auch einige originale Bauwerke, die vor über 2000 Jahren errichtet wurden.

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Mit Parks könnt ihr nicht so viel anfangen, dafür kann es für euch gar nicht weit genug hinaus gehen? Dann solltet ihr unbedingt diese beiden Lieblingsplätze von Susanne erkunden: Hinter dem Kapitolsplatz könnt ihr etwa direkt auf die Ausgrabungen des weltberühmten Forum Romanum schauen – ihr erlebt also ein riesiges Stück Geschichte Roms mit nur einem Blick. Auch vom Dach des Nationalmonuments „Vittorio Emanuel II“ genießt ihr einen herrlichen Ausblick. Dafür könnt ihr den Fahrstuhl nutzen und bei gutem Wetter sogar bis zum Meer sehen.

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(c) bereitgestellt

Als Touri in Rom: Must-dos und No-Gos

Yay oder nay? Wir haben Susanne gefragt, was man in Rom unbedingt einmal getan haben muss – und was nicht. In beiden Fällen sind es die kleinen Dinge des Lebens, die den Unterschied machen. Was ihr beispielsweise getan haben müsst: aus den „Nasoni (große Nasen) von Rom“ trinken. So nennt man nämlich die kleinen Trinkwasserbrunnen, die an jede Ecke der Stadt stehen. Auch zum Pflichtprogramm gehört es, einmal typisch italienisch in einer der unzähligen Bars am Tresen im Stehen einen Cappuccino und ein Cornetto (also ein Croissant) zu frühstücken. Apropos Cornetto: Außerdem empfiehlt Susanne, nach einer durchgefeierten Nacht morgens um vier Uhr, also wenn die ersten Bäckereien langsam öffnen, ein backfrisches Cornetto zu genießen. Mindestens genauso köstlich sind übrigens auch die Maritozzi con la Panna, eine Art Germteigbrötchen gefüllt mit Schlagobers – einfach himmlisch.

Rom

(c) Agefotostock

Was man in Rom eher nicht tun sollte? Ganz einfach: Susanne erzählt, dass man sich sofort als Touri outet, wenn man nach einem ausgiebigen Abendessen einen Cappuccino oder Caffè Latte bestellt – immerhin ist die Mischung aus Kaffee und warmer Milch schwer verdaulich, weshalb Italienerinnen und Italiener so spät eher auf Espressi und Co zurückgreifen. Ebenfalls ein No-Go in Rom ist das genaue Auseinanderdividieren der Rechnung im Restaurant. Nach einem Essen mit Freunden wird nämlich nur eine Rechnung bestellt und zu gleichen Teilen bezahlt. Übrigens: Die Rechnung könnt ihr easy mit den Worten „il conto, per favore“ bestellen, verrät uns Susanne. Auf der ENIT-Website findet ihr noch viele weitere wertvolle Tipps für euren nächsten Italienurlaub.

Ihr sucht nach noch mehr Reiseinspirationen von Locals? Wie wäre es dann mit unseren anderen Moments-Artikeln für Venedig, Mailand oder Triest?

(c) Beitragsbild | Javier Larrea _ AGF foto

*Gesponserter Beitrag: Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit ENIT, der italienischen Zentrale für Tourismus, entstanden.

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