Frau am Strand während Sonnenuntergang

Alleine reisen leicht gemacht: 5 Tipps für einen aufregenden Urlaub

Dienstag, 18. Juni 2019 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Alleine reisen leicht gemacht: 5 Tipps für einen aufregenden Urlaub

Dienstag, 18. Juni 2019 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Seid ihr schon mal wirklich alleine verreist? Also nicht die Art von Reise, wo man Freunde im Ausland besucht oder zum Arbeiten in ferne Länder zieht. Sondern wirklich Urlaub alleine, in die Richtung Yoga am Strand. Abgesehen von der grandiosen Instagram-Ästhetik, allein auf weiter Flur zu sein, ist es durchaus eine gute Idee, mal aus dem eigenen Leben auszubrechen. Ein Solo-Trip kann viel für die persönliche Entwicklung tun.

von Julia Deutsch

Bevor ihr euch also in die Wildnis stürzt, gibt es einige Punkte zu beachten – und ein wenig Vorbereitung schadet nie. Deshalb präsentieren wir euch hier ausgewählte und am eigenen Leib erprobte Tipps, die euren Solo-Urlaub noch viel erfüllender machen können.

Gute Reiseplanung

Na, no na net! Jedoch ist speziell wenn ihr alleine verreist sehr wichtig, wenig dem Zufall zu überlassen, was Unterkunft und Aktivitäten angeht. Wer ein Minimum an Plan hat, startet viel entspannter und kann sich mehr auf sich selbst konzentrieren. Ihr müsst im Vorhinein entscheiden, ob ihr eine Auszeit wollt und euch allein in die Natur begebt, oder ob ihr Halligalli in fremden Städten wollt. Davon ausgehend wählt ihr Städte und Orte, an denen tolle Sehenswürdigkeiten auf euchn warten und ihr mit vielen Gleichgesinnten rechnen könnt. Dass ihr so ganz alleine nicht unbedingt die gefährlichsten Gegenden der Welt bereist, flüstert ja eigentlich der Hausverstand.

Ganz egal jedoch, wohin ihr euch verirrt, wählt als Unterkunft unbedingt ein Hostel, selbst wenn Komfort für euch persönlich die höchste Maxime darstellt. Abstriche bei der Logis machen die neuen Bekanntschaften mit crazy Backpackern wieder wett. Eine grob geplante To-Do-List an Aktivitäten, Plätzen und Parties, die ihr besuchen wollt, ist immer eine gute Idee, um Langeweile vorzubeugen. Wichtig ist jedoch, dass ihr euch nicht zu sehr auf euren Plan versteift, denn am Ende des Tages kommt sowieso alles anders und genau das macht den Zauber einer Reise alleine ja aus.

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Reiselektüre und Musik

Jetzt ist die Zeit gekommen, endlich die Bücher zu lesen, die ihr schon seit Ewigkeiten beginnen wollt. Softcover ist Pflicht, ihr wollt das Gepäck ja nicht unnötig beschweren. Sei es der Klischee-Selbstfindungs-Roman Eat Pray Love oder eine Sammlung von Gedichten, euch ganz der Lektüre zu widmen, nichts Anderes im Kopf, ist herrlich entschleunigend. Ihr könnt aber auch einfach am ersten Tag eurer Reise ganz old school in eine Buchhandlung gehen und euch bei der Wahl eurer Reiselektüre vom Feeling des jeweiligen Ortes inspirieren lassen. Vielleicht entdeckt ihr beim Flanieren durch eine Stadt auch einen Flohmarkt, wo sich zufällig ein interessantes Buch versteckt. Neben dem geschriebenen Wort, sorgt eine eigens kuratierte Playlist bereits bei der Anreise für gute Stimmung. Die Songs, die man im Laufe des Trips mit neuen Bekanntschaften hört, erinnern noch lange im Nachhinein an schöne Erlebnisse.

Ja sagen

Wer eher schüchtern ist, wird Anfangs vielleicht gehemmt sein, auf wildfremde Menschen zuzugehen. Im sozialen Verband des Hostels werdet ihr jedoch praktischerweise von der Dynamik mitgetragen – ihr müsst einfach nur „Ja!“ dazu sagen. Sei es in der Gemeinschaftsküche oder beim angebotenen Pub Crawl, es bieten sich unzählige Möglichkeiten viele interessante Personen kennenzulernen, die das eigene Weltbild vielleicht auch mal auf die Probe stellen. Es gibt viele Wege, neue Seiten an euch zu entdecken. Ihr könnt spontan mit Einheimische losziehen oder mit Menschen in den Öffis ins Gespräch kommen – solange ihr sicher seid und euch gut fühlt, ist das alles schön und wertvoll. Ein Töpferkurs im Ausland, Trommeln lernen oder spontan Raven gehen? Okay!

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Tagebuch führen und fotografieren

Was bringt eine Reise zu euch selbst, wenn ihr nichts dokumentiert? Grundsätzlich tragt ihr die schönsten Momente ja sowieso im Herzen, doch die eigenen Gedanken aufzuschreiben ist wahnsinnig befreiend. Blättert ihr dann Monate oder Jahre später wieder in diesen Seiten, holt ihr euch die Stimmung und die Learnings der Reise ganz schnell wieder ins Bewusstsein. Ein kleines Büchlein für Ideen, Kritzeleien oder sonstige Hirngespinste ist schnell eingesteckt und die Handy-Kamera reicht für Momentaufnahmen vollkommen aus. Vielleicht habt ihr ja genau auf dieser Reise eine zündende Idee oder schafft es, euch von schädlichen Mustern zu befreien.

Durchatmen

Bevor es endgültig losgeht, solltet ihr euch auf jeden Fall bewusst werden, dass ihr ab jetzt mit euren Gedanken alleine seid. Was zuerst harmlos klingt, kann jedoch zu einer echten Herausforderung werden – oft ist nicht bewusst, wie sehr die Stille vom Alltag, anderen Menschen oder Abläufen ausgefüllt wird. Wer ganz entspannt und ohne zweifelnde Gedanken in ein Abenteuer startet, kann sich glücklich schätzen. Wen kurz vor der Abreise die Nervosität plagt, dem sei eines geraten: durchatmen. Manchmal ist an inspirierenden Sprüchen aus dem Internet doch etwas Wahres dran, denn das Leben wird wirklich erst außerhalb der Komfortzone interessant.

Dort ist es spannend und nur hier werden die Geschichten geschrieben, die ihr auch zehn Jahre später noch voller Stolz erzählt. An einem Tag, an dem ihr Zuhause Salat gegessen habt, war noch selten etwas legendär. Durchatmen funktioniert, ihr wird ruhiger und könnt eurer Destruktivität entfliehen. Schaltet einfach ab und lasst los, denn ihr habt sowieso wenig Einfluss darauf, was als nächstes passiert.

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Wer noch immer daran zweifelt, dass ein Urlaub alleine eine gute Idee ist, der sollte den Schritt einfach wagen. Denn was habt ihr schon zu verlieren, außer euch selbst für eine Weile? Verlorenheit ist nicht pauschal negativ und kann das größte Glück auf Erden bedeuten. Manchmal ist vom Winde verweht zu sein genau das was ihr braucht, denn nur Verlorene werden auch wieder gefunden. Ihr kommt vielleicht als schillerndere Version eurer selbst zurück nach Hause, einfach weil der Horizont nun ein bisschen weiter ist.

Generell lernen wir aber ohnehin viel in unseren Zwanzigern. Für mehr Tipps, abonniert unseren täglichen Whatsapp-Service und unseren wöchentlichen Newsletter.

(c) Beitragsbild | Leio McLaren | Unsplash18

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