Alleine reisen leicht gemacht: 5 Tips für einen aufregenden Urlaub

Sonntag, 2. April 2017 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Alleine reisen leicht gemacht: 5 Tips für einen aufregenden Urlaub

Sonntag, 2. April 2017 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Wer ist schonmal wirklich alleine verreist? Also nicht die Art von Reise, wo man Freunde im Ausland besucht oder zum Arbeiten in ferne Länder zieht. Sondern mehr wie Urlaub alleine, in die ‚Yoga am Strand‘ Richtung. Abgesehen von der grandiosen Instagram Ästhetik ist es aber durchaus eine gute Idee mal aus dem eigenen Leben auszubrechen und etwas zu wagen – ein Solo-Trip kann viel für die persönliche Entwicklung tun.

von Julia Deutsch

Bevor man sich also in die Wildnis stürzt, gibt es einige Punkte zu beachten und ein wenig Vorbereitung schadet nie. Deshalb präsentieren wir euch hier ausgewählte und am eigenen Leib erprobte Tips, die einen Urlaub alleine mit Sicherheit noch viel erfüllender machen können.

Reiseplanung vor Antritt

Na no na net! Jedoch ist speziell wenn man alleine verreist sehr wichtig, wenig dem Zufall zu überlassen, was Unterkunft und Aktivitäten angeht. Wer zumindest ein Minimum an Plan hat, startet viel entspannter und kann sich mehr auf sich selbst konzentrieren. Entschieden werden muss im Vorhinein, ob man eine Auszeit braucht und sich ganz alleine in die Natur begiebt, oder ob Halligalli in der fremden Stadt angesagt ist. Generell empfehlenswert sind Städte und Orte, an denen tolle Sehenswürdigkeiten warten und man viele Gleichgesinnte vermutet. Dass man so ganz alleine nicht unbedingt die gefährlichsten Gegenden der Welt bereist, flüstert ja eigentlich der Hausverstand. Ganz egal jedoch wo man sich hin verirrt,  die Unterkunft sollte unbedingt ein Hostel sein, selbst wenn Komfort für einen persönlich die höchste Maxime darstellt. Abstriche bei der Logis, machen die neuen Bekanntschaften mit crazy Backpackern wieder wett. Eine grob geplante To-Do List an Aktivitäten, Plätzen und Parties, die man besuchen möchte ist immer eine gute Idee, um Langeweile vorzubeugen. Wichtig ist jedoch, dass man sich nicht zu sehr auf sein Schedule versteift, am Ende des Tages kommt sowieso alles anders und genau das macht den Zauber des alleine Verreisens ja aus.

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Reiselektüre und Musik

Jetzt ist die Zeit gekommen, endlich die Bücher zu lesen, die man schon seit Ewigkeiten beginnen wollte. Softcover ist Pflicht, man möchte das Gepäck ja nicht unnötig beschweren. Sei es das Klischee ‚Eat Pray Love‘ oder eine Sammlung von Gedichten, in einer fremden Stadt im Park zu lesen und nebenbei die Umgebung zu beobachten wirkt entschleunigend. Eine schöne Idee ist es auch, am ersten Tag seiner Reise ganz Old School in eine Buchhandlung zu gehen und sich vom Feeling der Stadt bei der Wahl inspirieren zu lassen. Vielleicht entdeckt man beim Flanieren durch die Stadt auch einen Flohmarkt, wo sich zufällig ein interessantes Buch versteckt. Neben dem geschriebenen Wort, sorgt eine eigens kuratierte Playlist bereits bei der Anreise für gute Stimmung. Die Songs, die man im Laufe des Trips mit neuen Bekanntschaften hört, erinnern noch lange im Nachhinein an schöne Erlebnisse.

Ja sagen

Wer eher schüchtern ist, wird Anfangs vielleicht gehemmt sein, auf wildfremde Menschen zuzugehen. Im sozialen Verband des Hostels wird man jedoch praktischerweise von der Dynamik mitgetragen – man muss einfach nur Ja dazu sagen. Sei es in der Gemeinschaftsküche oder beim angebotenen Pub Crawl, es bieten sich unzählige Möglichkeiten viele interessante Personen kennenzulernen, die das eigene Weltbild vielleicht auch mal auf die Probe stellen. Neue Seiten an sich selbst entdecken, indem man spontan mit Einheimischen loszieht oder mit Menschen in den Öffis in Gespräche kommt – solange man sicher ist und sich so fühlt, ist alles erlaubt. Ein Töpferkurs im Ausland, Trommeln lernen oder spontan Raven gehen? Why not!

Tagebuch führen und fotografieren

Was bringt eine Reise zu sich selbst, wenn man nichts dokumentiert? Grundsätzlich trägt man die schönsten Momente ja sowieso im Herzen, doch die eigenen Gedanken aufzuschreiben wirkt wahnsinnig befreiend. Blättert man dann Monate oder Jahre später wieder zu diesen Seiten, so holt man sich die Stimmung und die Learnings der Reise ganz schnell wieder ins Bewusstsein. Ein kleines Büchlein für Ideen, Kritzeleien oder sonstige Hirngespinste ist schnell eingesteckt und die Handykamera für Momentaufnahmen reicht vollkommen aus. Vielleicht hat man ja genau auf dieser Reise eine zündende Idee oder schafft es, sich von schädlichen Mustern zu befreien.

Durchatmen

Bevor es endgültig losgeht, sollte man sich auf jeden Fall bewusst werden, dass man ab jetzt mit seinen Gedanken alleine ist. Was zuerst harmlos klingt, kann jedoch zu einer echten Herausforderung werden – oft ist nicht bewusst, wie sehr die Stille vom Alltag, anderen Menschen oder Abläufen ausgefüllt wird. Wer ganz entspannt und ohne zweifelnde Gedanken in ein Abenteuer startet,  kann sich glücklich schätzen. Wen kurz vor der Abreise die Nervosität plagt, dem sei eines geraten: Durchatmen. Manchmal ist an inspirierenden Sprüchen aus dem Internet doch etwas Wahres dran, denn das Leben beginnt erst außerhalb der Komfortzone interessant zu werden. Dort ist es spannend und nur hier werden die Geschichten geschrieben, die man auch 10 Jahre später noch voller Stolz erzählt. An einem Tag, an dem man zuhause Salat gegessen hat, war noch selten etwas legendär. Durchatmen funktioniert, man wird ruhiger und kann seiner Destruktivität entfliehen. Es heißt einfach mal abschalten und loslassen, weil man sowieso wenig Einfluss darauf hat, was in Folge passiert.

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Wer noch immer daran zweifelt, dass ein Urlaub alleine  eine gute Idee ist, der sollte den Schritt einfach wagen. Denn was hat man schon zu verlieren außer sich selbst für eine Weile? Verlorenheit ist nicht pauschal negativ und kann das größte Glück auf Erden bedeuten. Manchmal ist vom Winde verweht zu sein genau das was man braucht, denn nur Verlorene werden auch wieder gefunden. Man kommt vielleicht als schillerndere Version seiner selbst zurück nach Hause, einfach weil der Horizont nun ein bisschen weiter ist.

Von Reisetips zur Selbstfindung, hin zu den Lektionen des Erwachsenwerdens. Hier findet ihr 10 Dinge, die ihr in euren 20ern lernt.

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Titelbild: Unsplash / gemeinfrei

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