Cafemima

Mittwoch, 16. März 2016 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Cafemima

Mittwoch, 16. März 2016 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Wir haben uns verliebt. Mal wieder. In Wien und einen dieser Orte, der mit unvergleichbarem Charme und Individualität in seinen Bann zieht: Das Cafemima am Karmelitermarkt im zweiten Bezirk lockt mit Kaffee, Speisen, österreichischen Weinen und heimeliger Wohnzimmeratmosphäre.

von Marie-Dorothée Amenitsch

Ein viel zu kalter und grauer Nachmittag im März am Karmelitermarkt, der noch nicht ganz aus dem Winterschlaf erwacht zu sein scheint. Mitten in all der Tristesse sticht die karminrote Fassade des Cafemima sofort ins Auge, als wir uns den Weg durch die Marktstände bahnen und lädt ein, dort einzukehren. Gesagt, getan!

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Schon beim Eintreten schlägt uns der Duft von Kaffee und Frühlingsblumen entgegen und die Wärme zieht uns in ihren Bann. Der Winter draußen ist schlagartig vergessen, scheint man doch in einem großen Wohnzimmer gelandet zu sein. Das Interieur ist bunt zusammengewürfelt, Vintage-Möbel, Shabby-Chic, große Holztische, viele bunte Lichter, Kerzen, Lampions und Lichterketten hüllen die Location in eine schummelige Stimmung. Die Klänge von „Of Monsters and Men“ und die zahlreichen Bilder an der Wand tun ihr übriges, um dem Café einen ganz individuellen Touch zu verpassen.

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Wir entscheiden uns für einen Tisch hinten in der Ecke an der großen Fensterfront – verhüllt mit verspielten Vorhängen – und lassen den einzigartigen Flair auf uns Wirken. Als Sitzgelegenheiten dienen unter anderem auch Europaletten, die bemalt und verschönert mit Stoffen und Kissen ein äußerst schickes Bild abgeben.

Wie persönlich und individuell das Café tatsächlich ist, wird spätestens bestätigt, als Besitzerin Marion Stromberger den Namen „Mima“ als Mischung des eigenen Namens mit jenem der Tochter „Mia“ entlarvt. „Ich habe immer schon leidenschaftlich gerne gekocht und wollte ein kleines Mittagslokal für Laufkundschaft eröffnen. Vor zwei Jahren hat sich die Möglichkeit mit dieser Location hier am Karmelitermarkt  ergeben. Es ist zwar dann doch etwas größer geworden, als ursprünglich geplant – aber da gibt es sicherlich Schlimmeres!“, lacht die gebürtige Wienerin.

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Als Frühstückslokal mag es vielleicht einigen von euch ein Begriff sein und auch der Schanigarten im Sommer ist sehr begehrt, das Cafemima hat jedoch noch so viel mehr zu bieten:
Es gibt jeden Tag ein individuelles Essensangebot: ein Menü, bestehend aus Vor- und Hauptspeise, das für 8,70€ ganztags erhältlich ist. Großteils ist dieses vegetarisch bzw. sogar vegan: „Die Leute fragen einfach immer öfters danach und haben Lust, Neues zu probieren „, erklärt Marion. So dominieren unterschiedliche Getreidesorten, viel saisonales Gemüse und Hülsenfrüchte die Tagesgerichte.


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Die Produkte hierfür sind weitgehend biologisch, werden von den benachbarten Marktständen bezogen und täglich eingekauft:„Wir haben alle ein ganz persönliches Verhältnis zueinander. Das Gemüse kommt vom Händler schräg gegenüber, das Hühnerfleisch von den Hühnerladies, die Eier sind Weideeier vom Eierhändler, der jeden Samstag hier am Bauernmarkt seine Waren verkauft.

Vorgeplante Einkaufslisten oder fertige Wochenmenüs hat Marion nicht, sie will nicht so gebunden sein und sich auch vom eigenen Gusto und ihrer Tagesverfassung leiten lassen, um zu experimentieren und immer wieder  neue Gerichte auszuprobieren.
Nicht nur am Karmelitermarkt sondern auch im Cafemima selbst ist Samstag mit Abstand der stärkste Tag. Für alle, die sich hier ein ausgedehntes Frühstück gönnen wollen, lohnt es sich früher aufzustehen, da an diesem Tag keine Reservierungen entgegen genommen werden, „man verliert sonst die ganze Laufkundschaft, wenn alles reserviert ist!“, so die 31-Jährige. Die Frühstücksvariationen sind vielfältig und reichen vom klassischen Wiener Frühstück (mit Bio-Schinken der Fleischerei Thum und Gebäck der Bäckerei Felzl), über das vegane Frühstück bis hin zum ganz individuellen mima Frühstück. Besonders begehrt ist auch der warme Porridge mit frischen Früchten der Saison, nomnomnom.

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Als die Sprache auf das bunte und einzigartige Interieur kommt, muss die Café-Besitzerin lächeln und sie erzählt, dass sie alles selbst gemacht und zusammengetragen hat. Die Innengestaltung sei ihr ganz besonders wichtig, sie möchte, dass sich die Kundschaft rundum wohl fühlt. „Es ist mittlerweile sogar so, dass mir die Gäste Sachen bringen, sie kommen mit Bildern oder Lampions und schenken es mir“ , schmunzelt Marion. Stammkundschaft, Familien und Studierende – sie alle gehen hier täglich ein und aus, genießen neben dem Essen den Fairtrade-Kaffee der Kaffeeröstung Fürth, den hausgemachten Pfefferminztee, oder ein Achterl der zahlreichen österreichischen Weine, die sich auf der Karte finden lassen.

Im Sommer ist das Café ein heißer Tipp, – im wahrsten Sinne des Wortes – um im Schanigarten von der Sonne zu profitieren, das Markttreiben zu beobachten und das multikulturelle Gewusel zu genießen. Wie Marion schon vorab verrät, ist für die kommende Saison auch die Erweiterung der Angebote durch einige Cocktails eingeplant. Man darf also gespannt sein und den ersten lauen Abenden erwartungsvoll entgegenfiebern.

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Marion selbst steht jeden Tag als erste im Lokal, erledigt die Einkäufe und zieht sich dann in die kleine Küche zurück. Dort zaubert sie neben den Gerichten, die auf der Speisekarte stehen auch jeden Tag  frischgebackene Süßspeisen: Kuchen, Brownies, Bananenbrot – oder wonach auch immer ihr gerade ist.  Mit Hilfe und Unterstützung ihres Freundes Roli lassen sich das Muttersein und die Arbeit – ihre beiden großen Lieben und Leidenschaften – jedoch gut verbinden.

Das Cafemima kann außerdem für private Veranstaltungen und Parties gemietet werden, ist ein Nichtraucherlokal und hat definitiv Potential, zum Szenenlokal des Grätzls ernannt zu werden.
Eine bezaubernde und einzigartige Location, die wir sicherlich ganz schnell wieder besuchen werden und auch euch wärmstens ans Herz legen möchten.

Wenn ihr jetzt wortwörtlich auf den Geschmack gekommen seid und Lust habt, etwas Neues zu probieren, gibt’s hier im Blog auch eine Übersicht über tolle Locations zum Kaffeetrinken z.B. im 5. und 15. Bezirk – schaut doch vorbei!

Dieser Beitrag wurde gesponsert vom Cafemima 

 

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