Nachhaltigkeit Wien

Green Vienna – 10 coole Tipps für mehr Nachhaltigkeit

Donnerstag, 13. Juli 2017 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Green Vienna – 10 coole Tipps für mehr Nachhaltigkeit

Donnerstag, 13. Juli 2017 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Unter dem Motto Green Vienna steht in diesem Beitrag ein Thema im Mittelpunkt, das zwar in Politik und Gesellschaft immer wieder auf der Agenda steht, im Alltag trotzdem oft vernachlässigt wird. Wie einfach Nachhaltigkeit in Bezug auf Natur, Umwelt und Produktionsbedingungen von jedem von uns zumindest schrittweise umgesetzt werden kann und was wir beachten können, um einen kleineren ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen, lest ihr hier.

von Marie Amenitsch & Lukas Lindmeier

Nachhaltigkeit kann so einfach sein! Wir zeigen euch unter dem Motto Green Vienna 10 coole Tipps und Locations, um für mehr Nachhaltigkeit im Alltag zu sorgen.

Citybike – mit dem Rad durch Wien

Wer komplett auf den Motorantrieb verzichten will, kann in Wien problemlos auf Pedale umsteigen: Mit über 120 Stationen, verteilt über die ganze Stadt, bieten die Citybikes die ideale Option für alle, die die Stadt sportlich entdecken oder schnell von A nach B zu kommen wollen. Die Registrierung ist easy, dauert nur ein paar Minuten und kostet lediglich einen Euro. Die Benutzung selbst ist für die erste Stunde gratis, danach kostet jede angebrochene Stunde ebenfalls einen Euro – ABER: Sobald eine Pause von nur 15 Minuten einlegt wird, beginnt die Zeitrechnung von vorne und die Weiterfahrt bleibt gratis. Mit der dazugehörigen App (erhältlich für alle Betriebssysteme) könnt ihr bereits vor dem Losfahren checken, wo die für euch passenden Möglichkeiten für die Rückgabe zu finden sind und ob bzw. wie viele freie Plätze es dort gibt.

BlaBlaCar – den Platz im Auto wirklich nutzen

Tag für Tag fahren rund 180.000 Autos über die Südosttangente – und bei kaum einem dieser Autos sind tatsächlich alle Sitze belegt. Eigentlich ein Drama, bedenkt man, welche Menge an Schadstoffen so gut wie jedes dieser Fahrzeuge in unsere Atemluft pustet. Das ist den meisten von uns bewusst. Und doch geht selten etwas über den Komfort und die Individualität einer Reise mit dem Auto. BlaBlaCar hat sich diesem moralischen Dilemma angenommen und sorgt mit einer Internetplattform dafür, dass sich Menschen mit und Menschen ohne Auto – und natürlich mit einem gemeinsamen Reiseziel – finden können. Und wird dann eine gemeinsame Fahrt angetreten, sparen sowohl Fahrer, als auch Mitfahrer nicht nur Geld, sondern teilen sich auch noch die Menge der ausgestoßenen Abgase geschwisterlich. Dazu müssen sich Reisende, die ein Auto besitzen nur bei BlaBlaCar registrieren und ihre Fahrtroute angeben. Schon bieten sie ihr Auto als Mitfahrgelegenheit an und die ansonsten leeren Plätze im Auto können von Mitreisenden in Anspruch genommen werden. Mehr zu dieser nachhaltigen Art der Autoreisen gibt’s auf der Webseite von BlaBlaCar.

Nachhaltigkeit Wien

(c) BlaBlaCar

mo2drive – auch Vespas kann man teilen

Carsharing ist ja schon lange kein Fremdwort mehr, sondern hat sich vielmehr echt schon als coole Philosophie etabliert, die nicht nur in Wien wirklich gut ankommt und immer mehr Anklang findet. Mit mo2drive gibt’s für noch mehr Flexibilität jetzt auch Vespa-Sharing in unserer Lieblingsstadt. Anders als beim Auto bleibt damit die lästige Parkplatzsuche oft erspart. Die Anmeldung ist online schnell erledigt, kostet einmalig 19€ und 15 Fahrminuten gibt’s gratis dazu. Pro Fahrminute beträgt der Kostenpunkt ansonsten 19 Cent und für’s Parken werden 7 Cent pro Minute berechnet. Die mo2drive-Vespas sind zwar im Moment eingewintert, kurven aber schon ab den ersten schönen Frühlingstagen im Frühjahr 2019 wieder durch die Straßen.

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Biofrische – Lieferservice mit gutem Gewissen

Für alle Couch-Potatos, die immer wieder der Verführung verfallen und sich Essen einfach liefern lassen wollen, sind die reichhaltigen und abwechslungsreichen Angebote von Biofrische perfekt. Der Fokus liegt hier auf indischen Speisen, die zu einem großen Teil vegetarisch und äußerst würzig sind. Gekocht wird ausschließlich mit biologischen Zutaten und das verarbeitete Fleisch stammt zu 100% von österreichischen Bio-Bauern. Großes Plus: Geliefert wird außerdem in alle 23 Bezirke. Nomnomnom.

Weltcafé – Essen gehen fair und bio

Ihr geht doch lieber zum Essen aus? Dann könnt ihr das mit gutem Gewissen im Weltcafé tun. Das bezieht nämlich all seine Produkte von Anbietern, die nach gewissen Standards und Zertifikaten fair und bio produzieren. An den Wänden hängen unterschiedliche Bilder von diversen Künstlern, die sich von den gemütlichen Sofas aus gut bewundern lassen. Es gibt ausgesuchte Speisen und auch einen super Brunch. Die Speisekarte ist zwar eher überschaubar, aber gespickt mit Einflüssen der internationalen Küche. Besonders die Mehlspeisen sind eine Wucht und zu einem großen Teil vegan.

Schwarzspanierstraße 15, 1090 Wien

Swing Kitchen – auch Fast Food kann nachhaltig sein

Davon, dass auch Fast Food nichts mit minderer Qualität zu tun haben muss, wird jeder überzeugt, der der Swing Kitchen – dem ersten veganen Burgerlokal in Wien – einen Besuch abstattet. Nachhaltigkeit hat hier einen hohen Stellenwert, sowohl in Bezug auf die verwendeten Lebensmittel als auch bei den Verpackungen, die aus Recycling- oder verrottbaren Materialien bestehen. Die Burger und Fries sind einfach himmlisch und können in der entspannten Atmosphäre des Lokals genossen oder dank der praktischen Take-away Alternative mitgenommen werden.

Schottenfeldgasse 3, 1070 / Operngasse 24, 1040 / Josefstätterstraße 73, 1080

Regional und saisonal einkaufen

Fahr nicht fort, kauf im Ort! Eine Saga, die vielerorts auch schon für Werbezwecke genutzt wird, die Thematik jedoch auf den Punkt bringt. Warum Bücher, Haushaltsgeräte und Co immer online bestellen und über den Atlantik liefern lassen, wo man dieselben Produkte möglicherweise auch im eigenen Wohnort erstehen könnte? Somit hinterlässt man nicht nur einen deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck, sondern unterstützt auch regionale Unternehmen. Dasselbe gilt für Lebensmittel: Müssen es im Dezember wirklich die Erdbeeren sein? Allgemein gilt außerdem: Bio-Lebensmittel tragen zum Klimaschutz bei, gering verarbeitete Lebensmittel sind umweltschonender als Tiefkühl-Produkte, Hühnerfleisch ist aus CO2-Sicht besser als Schweinefleisch, und das wiederum besser als Rindfleisch.

(c) 1000things.at / Marie Amenitsch

Zerum – faire Öko-Mode im 7. Bezirk

Modisch fair geht’s auch im stylischen Zerum in der Kirchengasse zu, das mit moderner und hipper Öko-Mode begeistert. Der Name leitet sich von „Serum“ ab, also dem Heilmittel, und spiegelt so den Anspruch und die Philosophie des jungen Modelabels wider: fair, nachhaltig und individuell. Die Modekollektionen, die hier erhältlich sind, werden ausschließlich nachhaltig und fair in Österreich produziert. In der hellen und freundlichen Geschäftslocation findet man neben Bio-Shirts, Longsleeves, Jutebeuteln, Gymbags und süßen Spruchkettchen auch die heißbegehrten Soulbottles. Couch-Potatos aufgepasst: Das Zerum bietet euch die Möglichkeit eines umfangreichen Onlineshops. Wer immer noch Zweifel hat, ob sich faire Mode und supertrendiges und individuelles Design verbinden lassen, sollte spätestens nach einem Besuch im Zerum überzeugt sein.

Kirchengasse 13, 1070

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Sackerl brauch ich nicht, danke!

Beim Shoppen gilt: Plastik sparen, Plastik sparen, Plastik sparen! Es sind oft die kleinen Dinge, die jedoch so viel bewirken können. Eines davon, das sich auch leicht in unseren Alltag integrieren lässt, wäre es, beim Einkaufen auf die Plastiksackerln zu verzichten und lieber auf coole Stoff- und Jutetaschen zu setzen. Die sind gleichzeitig ein super Hingucker. Immerhin machen vermehrt Supermarktketten und Shops auf das Vermeiden der Sackerln aufmerksam und verwenden recyclebares Material bzw. Papier oder lassen die Kunden ihre eigenen Behälter mitbringen, wie einige Filialen von dm oder SPAR. Außerdem plädieren wir für die Verwendung von wieder befüllbaren Glasflaschen, statt immer wieder Plastikflaschen zu kaufen, die man ohnehin nur einmal verwendet und dann wegwirft.

Strom aus!

Die wohl einfachste Möglichkeit, im Alltag effektiv nachhaltig zu sein, lautet schlicht und einfach: Strom aus! Denn entgegen der oft verbreiteten Meinung laufen im Standby, Sleep- oder Energiesparmodus Netzteile und Transformatoren der Elektrogeräte sehr wohl weiter und verbrauchen Massen an nutzlosem Strom. Dieser Anteil am Stromverbrauch beträgt knapp 15 Prozent. Abschaltbare Steckerleisten oder der Standbykiller „Click“, der zwischen Steckdose und Elektrogerät gelegt wird, sind deswegen wirklich sinnvolle und nachhaltige Alternativen und für jeden Haushalt.

(c) cc0 / pixabay.com

Am Blog zeigen wir euch die coolsten Second-Hand-Shops der Stadt. Außerdem halten wir euch während unserer Nachhaltigkeitswoche mit allen möglichen Themen rund ums Umweltbewusstsein auf dem Laufenden.

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