Leseliste

Leseliste für die kalten Tage

Montag, 9. Januar 2017 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Leseliste für die kalten Tage

Montag, 9. Januar 2017 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Sich mit einem guten Buch, einer warmen Decke und einem heißen Tee auf die Wohnzimmercouch legen und den Rest der Welt einfach mal vergessen. Dafür ist der Winter da! Wir haben hier eine Liste einiger Bücher für euch, die euch die kalten Tage schöner gestalten und euren Lesehorizont mit alten und neuen Bestsellern erweitern.

von Lisa Panzenböck

Wer nach literarischem Stoff für die kalten Tage sucht, der wird hier bei unserer Leseliste – einer Mischung aus Klassikern und neuen Büchern – fündig.

 

#1 All das Licht, das wir nicht sehen können 

Dieser berührende Roman über den 2. Weltkrieg muss definitiv auf unsere Leseliste für die kalten Tage. In Anthony Doerrs mitreißendem Leseerlebnis wird abwechselnd aus den Perspektiven zweier junger Menschen um 1944 erzählt. Zum einen erfahren wir über das Leben der in Saint-Malo lebenden, blinden Marie und zum anderen über das Leben des technisch hochbegabten, in Deutschland lebenden Waisenjungen namens Werner. Über die Schattenseiten des Kriegs in Deutschland und Frankreich, die sich stellenden Hürden in solch einer Zeit ohne Eltern aufzuwachsen und über einen kostbaren Schatz, der die augenscheinlich so verschiedenen Leben der beiden Teenager plötzlich verbindet. Hier handelt es sich um keinen klassischen, tristen Kriegsroman, da Anthony Doerr auf sprachlich elegante Weise einen packenden Roman schrieb, der – sowohl erbarmungslos, als auch bedachtsam- zeigt, was Krieg aus Träumern macht.

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#2 Amerikanah 

In „Amerikanah“ versetzt uns die Bestseller-Autorin Chimamanda Ngozi Adichie zurück in das Nigeria der 90er Jahre, wo sich die beiden Jugendlichen Ifemelu und Obinze in einander verlieben. Als Ifemelu beschließt dann jedoch in die USA studieren geht und Obinze illegal nach London einwandert, wird die Beziehung der beiden, die sich nun zwischen drei Kontinenten abspielt, auf eine harte Probe gestellt. Neben der einschneidenden Liebesgeschichte geht es allerdings auch darum, welche Hürden einer jungen, afrikanischen Frau Ende des 20. Jahrhunderts nach wie vor in den Vereinigten Staaten das Leben erschweren, denn Ifemelu muss erst lernen, dass „Schwarzsein“ hier eine politisch-soziale Bedeutung hat. Sie thematisiert den Alltagsrassismus in ihrem eigenen Blog namens „Raceteenth“ und gibt uns als Leser auch immer wieder EInblicke in ihren, zu einem späteren Zeitpunkt total erfolgreich werdenden, Blog. Der internationale Bestseller, der auch autobiografische Züge aufweist, wurde in 37 Sprachen übersetzt und hat einige Preise gewonnen – dies vollkommen zurecht.

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#3 Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Harry Potter Fans aufgepasst – dieses Buch nach Motiven aus dem gleichnamigen Schulbuch in Hogwarts, sollte zweifelsfrei auf eurer Leseliste stehen. Das von J.R. Rowling geschriebene Originaldrehbuch handelt von dem Magiezoologen Newt, der einen Zwischenstopp in New York einlegt, plötzlich entwicht allerdings ein paar der magischen Geschöpfe aus seinem Koffer, die er nun dringend wieder einsammeln muss, denn, abgesehen davon, dass die Tierwesen allerhand Unsinn anstellen und die magische Welt enttarnen, ist eine der Kreaturen auch besonders gefährlich. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, doch wer einmal im Harry Potter Fieber war, der wird dieses Werk garantiert ebenso lieben.

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#4 Wer die Nachtigall stört 

„Nimm meinetwegen Blauhäher aufs Korn, soviel du willst, und sieh zu, ob du sie treffen kannst. Aber vergiss nicht, dass es Sünde ist, auf eine Nachtigall zu schießen.“ Dies sind die vermutlich berühmtesten Worte aus dem von Harper Lee geschriebenen, zeitlosen Klassiker, der unbedingt ein Plätzchen auf eurer Leseliste braucht. Der in den 60ern erschienene Roman, der die Nachtigall lediglich als Sinnbild verwendet, handelt von dem Abgeordneten und Anwalt Atticus Finch und seinen beiden Kindern Jem und Scout und deren mysteriösen Nachbarn Arthur „Boo“ Radley. In der Kindheitsidylle macht sich jedoch der in den Südstaaten in den 1930er Jahren überall spürbare Rassismus breit – vor allem dann, als Atticus die Pflichtverteitigung eines schwarzen Mannes aufnimmt, dem vorgeworfen wird, eine Frau vergewaltigt zu haben. Der Anwalt, wie auch seine Kinder, werden fortan als „Negerfreunde“ bezeichnet, obwohl der Angeklagte ganz offensichtlich unschuldig ist – bleibt also abzuwarten, wie der Fall letztlich gelöst wird und was der Nachbar Boo damit zu tun hat. Der mit dem Pulitzer-Preis gekrönte Roman, der von Kindheit und Südstaatenrassismus handelt, ist einer der Klassiker moderner, amerikanischer Literatur.

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#5 Der Kameramörder 

Thomas Glavinic at his best! In dem in der Ich-Perspektive erzählten Roman bleibt die Identität des Ich-Erzählers – und somit der Hauptperson – verborgen. Eine gewisse Sonja wird als Lebensgefährtin des Erzählers geschildert, und man weiß, dass die beiden zusammen mit einem befreundeten Ehepaar ein Wochenende in der Weststeiermark verbringen. Sachlich, ohne viel Gefühl und Interpunktion beschreibt der Mann diesen Aufenthalt bis in’s kleinste Detail. Die gute Stimmung des scheinbar angenehmen Ausflugs wird plötzlich getrübt, als zwei Kinder im Nachbarort stereben, weil ein Mann sie gezwungen hat, von einem Baum zu springen. Die geographische Nähe, der Fakt, dass der Mord mit einer Videokamera aufgezeichnet wurde und die große mediale Berichterstattung wecken große Neugierde bei den beiden Paaren, mehr über den Mord zu erfahren. Ein bis zum Schluss spannender Kriminalroman!

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Wer lieber fernsieht als liest, für den haben wir hier die Serien-Highlights zu Jahresbeginn.

Für noch mehr Tipps solltet ihr unseren WhatsApp Service nützen, hier findet ihr eine genaue Anleitung.

Fotos:
(c) unsplash.com & pixabay.de / gemeinfrei

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