Getestet: Die besten & schlechtesten mjam.at Restaurants

Sonntag, 26. Juni 2016 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

Getestet: Die besten & schlechtesten mjam.at Restaurants

Sonntag, 26. Juni 2016 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

Wir kennen es wohl alle: Tage, an denen der innere Schweinehund einfach nicht zu besiegen und sogar der Weg von der Couch zum Kühlschrank zu weit erscheint. Da trifft es sich doch gut, dass ein Lieferservice wie mjam.at rund um die Uhr mit so vielen unterschiedlichen Angeboten der internationalen Küche verwöhnt. Wir haben für euch Restauranttester gespielt und jene drei Angebote mit der besten Bewertung als auch die am schlechtesten bewertete Location getestet.

von Marie Amenitsch & Jan Pöltner

Jetzt mal ehrlich – wer von euch hat nicht schon einmal davon geträumt, als Essenstester zu arbeiten, sich dabei den Bauch vollzuschlagen, um danach mehr heimzurollen als zu gehen. Ja, wir, die fürchterlich arme Redaktion von 1000things hatte in den vergangenen Wochen die Gelegenheit, die besten und schlechtesten Restaurants des bekannten Food Lieferservice  mjam.at zu testen. Also dann, lest nun, ob wir geplatzt sind, warum unsere Praktikantin Marie beim indischen Essen (fast) geweint hat und ob mjam wirklich mjam ist!

Zur Info: Die Reihung der verfügbaren Lokale auf mjam.at ändert sich ständig, da die UserInnen ja laufend bewerten – also nicht wundern, wenn ihr zu anderen Ergebnissen der Bewertung kommen solltet. Jetzt aber wirklich: Viel Spaß beim Lesen und lasst es euch schmecken – es gibt nämlich noch etwas zu gewinnen!

Bio-Frische

Montagmittag und der Hunger macht sich schön langsam greifbar im Büro, was sich neben dem Magenknurren meist auch an der Laune recht gut erkennen lässt. Vor allem unser Kollege Lukas wird dann zur Diva – das Foto eines Brathuhns, das auf seinem Schreibtisch steht, kommt nicht von ungefähr. Höchste Zeit also dem entgegenzuwirken: Die mjam-Seite wird aufgerufen.

Im Bezug auf die Bewertung (99/100 Punkten) und durch das breite Angebot an Speisen fällt unsere Auswahl auf die Bio-Frische im 15. Bezirk mit Schwerpunkt auf indische Küche. Von diversen Vorspeisen, Suppen und Salaten, Rind-, Hühner- und Lammfleischgerichten sowie Thali- und Reisangeboten ist hier alles dabei und ab einem Bestellwert von 14,90€ ist die Lieferung gratis.

Die Mädchen aus dem Büro überstimmen Brathuhn-Lukas und so entscheiden wir uns für das vegetarische „Bio-Frische Thali für 2 Personen“ bestehend aus drei verschiedenen Gerichten, mit Fladenbrot, Basmatireis und einem kleinen Salat. Als Zusatzoption können die Gerichte wahlweise mild, scharf bzw. sehr scharf geordert werden – wir entscheiden uns für die goldene Mitte und schicken die Bestellung ab. Bereits 26 (!) Minuten später klingelt es und wir nehmen die dampfenden Boxen entgegen. Die Portionen sind großzügig und wir werden auch zu dritt mehr als nur satt von den Thalis, bestehend aus Kartoffeln bzw. Linsen und unterschiedlichen Gemüsesorten und garniert mit frischen Kräutern und Mandelblättchen. Man merkt, dass hier alles frisch zubereitet wird – lediglich der Salat passt nicht ganz zum Gesamtkonzept und erhält leichte Abzüge in der B-Note. Unser Favorit: Das Spinat-Thali mit Kartoffeln und Korriander. ACHTUNG: Nichts für Geschmacks-Sensibelchen, denn die Gerichte können als äußerst würzig und scharf bezeichnet werden. Unsere Praktikantin Marie seufzte mit der ein oder anderen Träne im Auge nicht nur einmal: „Verdammt, ist das scharf“ – wer von euch also die Option „sehr scharf“ wählt und alles bis zum letzten Bissen genüsslich isst, hat unseren allerhöchsten Respekt verdient. Für alle weniger „Scharfen“: die inkludierten Fladenbrote sind ideal zum Neutralisieren.

mjam indisch

Hayaci Sushi Bar

Da wir bei uns im Office einfach nie genug von Sushi bekommen können und asiatisch definitv einer der Klassiker bei Essenslieferungen ist, steht dieses bei unserer nächsten Bestellung auf der Agenda. Mit 98 von 100 Bewertungspunkten fällt unsere Wahl auf die Hayaci Sushi Bar im 9. Bezirk. Wie auch bei der vorigen Bestellung ist die Übersicht über die „10 meist bestellten Gerichte“ sehr hilfreich bei der Auswahl und wir entscheiden uns für einen Mix aus Yaki Tori, Mini-Frühlingsrollen (5 Stk.), Veganes Sushi (klein) und ein Sake-Set (klein). Abgerundet wird unsere Bestellung von einem japanischen Bier. Bei den Extras lassen wir uns dann leider in die Irre führen und ordern Wasabi, obwohl dieser – wie sich später heraus stellt – sowieso im Preis inbegriffen ist.

21,20€ und hungrige 58 Minuten später, erneut das heiß ersehnte Türklingeln. Mit guter Laune marschiert ein Asiate in unser Büro und wünscht: „Mahlzeit!“ Wir sagen „Arigato“ und können die ausgezeichnete Bewertung  bestätigen: Die einzelnen Sushis zeichnen sich durch super frische Qualität aus, vor allem vom veganen Sushi sind wir begeistert – Ingwer, Sojasauce und Wasabi sind zahlreich in der Lieferung inkludiert. Einziges Manko: Das lauwarme Bier und die etwas lange Lieferzeit – auch wenn diese fairerweise bereits bei der Bestellung so bemessen wird.

chinafraß

Pizzeria Toscana 

Ein klassischer Freitagabend: Bevor die Nacht zum Tag gemacht und gehörig gefeiert wird, braucht man dementsprechend auch eine gutes Abendessen, um sich danach den ein oder anderen Gin-Tonic zu gönnen. Was eignet sich dafür besser als eine deftige Pizza? Mit 100 von 100 Bewertungspunkten werden wir auf die Pizzeria Toscana im 8. Bezirk aufmerksam. Das wollen wir jetzt aber schon genau wissen, die 100 muss man sich schließlich erstmal verdienen.

Die Auswahl fällt bei den vielfältigen Angeboten gar nicht so leicht, vor allem da jede Pizza durch die Zugabe diverser Extras individualisiert werden kann. Bei uns fällt die Wahl dann im Endeffekt auf die vegetarische Pizza Verdura (mit Artischoken, Brokkoli, Spinat, Paprika), die Pizza a la Chef (mit Prosciutto und Mascapone) und mit der Pizza Margarita darf auch der Klassiker nicht fehlen. 50 Minuten später (außerhalb der Rush-Hour sicher noch schneller) der überraschende Anruf: „Hallo, ihre Pizzen sind in vier bis fünf Minuten da“ – sehr nett –  so können wir uns aus Hungergründen gleich unten vor der Tür platzieren. Auch wenn es dann eher zehn Minuten werden, tun diese der Qualität der Pizzen nichts ab: Sie schmecken einfach köstlich und versetzen einen zumindest geschmacklich hunderte Kilometer Richtung Süden nach Italien. Der Pizzaboden ist knackig und hauchdünn und auch der Belag kein Einheitsbrei aus bunt zusammengewürfelten Zutaten, sondern mit viel Liebe belegt und nicht zu deftig. Absolut top!

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Avanti

Trommelwirbel, jetzt wird’s spannend: Mit nur 62 Rating-Punkten werden wir bereits beim Lesen der diversen User-Bewertungen, wo von nicht gelieferten Bestellungen, Lieferzeiten von über 2 Stunden und nicht identifizierbaren Speisen die Rede ist, mehr als nur neugierig auf die Pizzeria Avanti im 15. Bezirk. Guten Mutes und recht positiv gestimmt durchforsten wir die Angebote des Restaurants, das unter den Schlagworten „italienisch, Pizza, Schnitzel“ aufgelistet ist. All dies findet sich auch reichlich auf der Speisekarte, ergänzt durch unterschiedliche Salate, Pasta und Desserts. Hängen bleiben wir besonders bei den amerikanischen Pizzen mit doppeltem Boden und die „Long Island Pizza“ mit Sardellen, Thunfisch und Meeresfrüchten bringt uns zum Schmuzeln.

Bei uns fällt die Wahl schließlich auf eine Pizza Tricolore mit Ruccola, Tomaten, Schafskäse und Spinat und eine Lasagne. Um sicher zu gehen, entscheiden wir uns für die Barbezahlung und schicken die Bestellung ab. Der Blick auf die Uhr verrät, es ist 19.10 Uhr und die Lieferzeit wird zwischen 45 und 50 Minuten bemessen. Als auch die angeforderte Bestellbestätigung per Sms eintrudelt, sind wir uns einig, dass das Ganze doch gar nicht so schlimm werden kann.

Als um 20.15 Uhr jedoch immer noch kein Essen da ist, fragen wir telefonisch mal nach, wie es denn mit unserer Bestellung aussehe. Am anderen Ende der Leitung, hinter lauter FM4 Musik, die auch aus unserem Radio erklingt, die ermutigende Antwort:“ Ist schon unterwegs“. Also heißt es Finger kreuzen!

20.18 Uhr, es klingelt. Zwar die ersten Minuten vom Tatort verpasst, aber außer einer Leiche ist ohnehin noch nicht viel passiert. Wir nehmen unsere Bestellung entgegen und stellen mit angenehmer Überraschung fest, dass uns immerhin 10% Rabatt auf die Bestellung gewährt wurden. Außerdem war der Lieferant wirklich super süß. Die angeforderte Rechnung ist zwar per Hand auf einen Zettel geschmiert,  und wird von wunderbaren Fettflecken verziert. Aber in diesem Moment völlig egal, Hauptsache ESSEN!

Neugierig werden die Speisen geöffnet und inspiziert: Die Pizza ist wohl tempertiert, sieht – abgesehen von der dezenten Fettschicht, die sich über den Belag ziert – aber eigentlich sehr appetitlich aus. Dies bestätigt sich auch beim ersten Bissen: Saftiger Teig, wie erwartet etwas zu fettiger Belag, aber ansonsten wirklich schwer in Ordnung und durch Spinat, Tomaten und Schafkäse eine wirklich aromatische Verbindung. Nur von letzterem hätte es gut und gerne etwas mehr sein können. Auch um die Lasagne ist es ganz gut bestellt. Sie ist zwar keine geschmackliche Explosion, aber auf jeden Fall genießbar und auch noch warm. Wir sind fast schon ein wenig enttäuscht, hatten wir uns doch darauf eingestellt, den Lieferservice in seiner Bewertung so richtig auseinander zu nehmen…

Unser Urteil: Wir finden, dass die 62 Punkte in der Bewertung im Bezug auf die lange Lieferzeit mehr als gerechtfertigt sind. Die Qualität der Speisen spricht dennoch eine etwas andere Sprache und verdient somit ein höheres Rating. Sehr fair finden wir außerdem den Preiserlass.

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…ein Leben als Restaurant Tester?

Was wir aus der ganzen Sache neben jeder Menge Spaß und fast ausschließlich super leckerem Essen mitnehmen? Das Wissen, wie unglaublich anstrengend es sein kann, Foodblogger zu sein, denn bei den ständigen Bemühungen, gute Fotos zu machen und alle Eindrücke fest zu halten, kann es dann schnell passieren, dass die Gerichte kalt sind, bevor man überhaupt zu essen begonnen hat. Jammern auf hohem Niveau, eh klar.

Mit dem Angebot von mjam haben wir eigentlich immer das gefunden, wonach die Mehrheit gerade Lust hatte. Allergene werden aufgelistet und die Bedienung der Seite ist sowohl am Smartphone als auch im Browser übersichtlich und super easy. Und bei vier Bestellungen drei Mal sehr gut und ein Mal mittelgut gegessen zu haben ist auch ein Schnitt, der sich sehen lassen kann.

Wer jetzt Lust bekommen hat, selbst Essen zu bestellen und den mjam-Service auszuprobieren, der sollte unbedingt bei unserem Gewinnspiel mitmachen, wo ihr 3*25€ mjam-Gutscheine gewinnen könnt. Mahlzeit!

Dieser Artikel wurde gesponsert mjam.at

Fotos:

(c) Titelbild /mjam / istockphoto.com / shironosov
(c) restliches Bildmaterial/ 1000things.at / Jan Pöltner / Marie Amenitsch

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