Praktische Tipps deine Start-Up Idee umzusetzen

Donnerstag, 3. August 2017 / Lesedauer: ca. 7 Minuten

Praktische Tipps deine Start-Up Idee umzusetzen

Donnerstag, 3. August 2017 / Lesedauer: ca. 7 Minuten

Start-Ups sprießen aktuell wie Pilze aus dem Boden. Damit aus der eigenen Idee ein richtiges Projekt werden kann, braucht es jedoch etwas mehr, als nur einen coolen Namen und etwas Glück. Am Blog haben wir ein paar Tipps für euch zusammengefasst,  die euch den Start vielleicht etwas erleichtern können.

von Luisa Lutter

Der Mann mit einer neuen Idee ist ein Spinner, bis diese sich als erfolgreich erweist“ – schon Mark Twain wusste, dass anfängliches Belächeln ganz schnell in Erstaunen und Ehrfurcht umschlagen kann, wenn eine Idee plötzlich Gestalt annimmt und die Leute diese aufgreifen.
Eine Start-Up Gründung klingt immer so einfach, doch wenn man sich einmal tiefer mit der Materie beschäftigt, merkt man, dass viele Kleinigkeiten auftauchen, an die man zuvor nicht gedacht hat. Wir wollen euch trotzdem Mut machen, denn es gibt noch so viele tolle Ideen, die wir gerne in die Tat umgesetzt sehen wollen.
Wir können hier leider keine Anleitung zum Self-Made-Millionär anbieten, haben uns aber mal umgehört und mit einigen Start-Up Gründern geredet und euch ein paar Tipps zusammengeschrieben, die den Start etwas erleichtern können. Viel Spaß beim Lesen!

Von der Idee zum Konzept

Es ist ein bisschen wie in der Schule früher: Man muss seine Hausaufgaben machen. Das heißt, Ideen arbeiten sich nicht von selbst aus. Vielen kommt da gleich der Businessplan in den Sinn. Dieser ist allerdings kein Muss, denn er wird häufig eher von Investoren und Banken angefordert und greift ein paar Schritte voraus.
Es ist fast unmöglich alles zu beherrschen, was in einem kleinen Unternehmen an Skills mittlerweile benötigt wird. Deswegen ist es wichtig gute und vertrauenswürdige Wegbegleiter zu haben. Diese müssen noch nicht einmal besonderes Wissen in einem Fachgebiet vorweisen. Es reicht schon aus, wenn sie euch in der Idee bestärken, mehr erfahren wollen und euch mit Motivation pushen. Da geht das erste Konzeptpapier wie von selbst von der Hand.
Ein guter Berater ist dabei das kleine Büchlein „Das 7-Stufen Programm“ von Felix Thönnessen aus dem Redline Verlag. Mit diesem Leitfaden lassen sich die ersten Schritte leichter strukturieren und ihr bekommt einen Überblick, was auf euch zukommt. Ein kleine Arbeitshilfe, die quasi mit euch spricht und eure Fortschritte dokumentiert.

Erste Schritte

Steht erstmal ein Grundkonzept ist es wichtig, dass ihr andere von eurer Idee überzeugen könnt. Versucht zuerst in der Familie und im Freundeskreis eure Start-Up Idee vorzustellen. Kommt es gut an, kann man über weitere Schritte nachdenken. Eine Möglichkeit ist z.B. Crowdfunding, zu deutsch „Schwarmfinanzierung“. Dort bekommt ihr eine Plattform, um eure Gründungsidee einer großen, anonymen Masse vorzustellen und so viele Leute für euch zu gewinnen. Im Idealfall schafft man es, sie zum Fördern zu animieren. Es geht dabei aber auch darum, herauszufinden wie viel Potential in der Idee steckt. Veronika Pelikan, Gründerin von Port41, eine Homepage für Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, sagt: „Viele denken, sie müssten mit ihrem Produkt ‚hausieren gehen‘. Aber es geht eher darum herauszufinden, was jemand anderer braucht.“ Denn dies macht einen enormen Unterschied aus, über den man bestenfalls Bescheid weiß. Doch das Feingefühl erlernt man beim Ausprobieren. Ein weiser Rat ist es auf jeden Fall, dass man die Crowdfunding-Seite nicht nur als Spendensammlerstelle sehen sollte, sondern als eine Möglichkeit, die Idee bereits im Anfangsstadium möglichen Interessenten näher zu bringen.

Wertvolle Kommunikation

Die Kommunikation ist das „A und O“. Egal, ob mit potentiellen Geschäftspartnern, Kunden oder intern im Team. Damit ihr gleich gut durchstartet und für die wichtigen Themen rund um Kommunikation keine offenen Fragen bleiben, empfehlen wir euch, einen Blick auf das Angebot von firmenhandy.at zu werfen. Dieser Service entlastet euch in diversen Bereichen der Kommunikation, ist spezialisiert auf Kleinunternehmer und ermöglicht euch so ein effizienteres Arbeiten.
Ihr bekommt in praktischer und kompakter  Form eine Komplettlösung für alle Technologieprobleme. Das heißt: Ob großes oder noch kleines Unternehmen bzw. Start-Up oder ob ihr als Einzelunternehmer durchstarten wollt: Hier werden euch, passend zu euren Vorstellungen, maßgeschneiderte Angebote serviert. Ihr spart Kosten indem ihr komplett individuelle Package zusammenstellen könnt.
Ob es nun im Bereich des mobilen Festnetzes die Verbindung aller Firmenhandys ist, sodass eine einheitliche Firmenrufnummer auch am Handy möglich ist oder tätigkeitsbezogene Rufberechtigungen für die Mitarbeiter. Die Möglichkeiten sind enorm und ihr müsst auch nichts mehr bezahlen, wenn ihr intern telefoniert und euch absprechen müsst. Business -und Privatgespräche sind außerdem getrennt abrechenbar. firmenhandy.at ist genauso flexibel wie eure Vorstellungen und Wünsche. Darf es der WLAN Router im Handyformat sein, damit euch eine kostengünstige Datennutzung garantiert ist und ihr jederzeit erreichbar seid. Apropos kostengünstig: Mit den diversen Package könnt ihr bis zu 96% sparen, im Vergleich zu Einzelabrechnungen.
Die Handys können z.B. praktischerweise, dank T-Mobile VPN, miteinander verbunden werden. Der gesicherte Zugang wächst daher mit eurem Start-Up ganz entspannt mit und passt sich stetig an.
Ganz genau, wie am Festnetztelefon, kann man zudem alle Annehmlichkeiten und zusätzliche Anschlüsse und Funktionen ganz nach eigenen Wünschen dazu buchen. Auch von unterwegs könnt ihr von eurem Mobiltelefon aus eure Festnetznummer senden.
Wer gerade kurzzeitig nicht erreichbar ist, da ein Brainstorming für coole neue Ideen ansteht, kann mit der Business SprachBox individuelle Mobilboxansagen kreieren. Von der Willkommensansage, hin zur Wartemusik und dem Text: Alles ist auch via Smartphone jederzeit verfügbar und je nach Bedarf kann, per Knopfdruck, die passende Mobilboxansage eingespielt werden. Noch mehr Infos und Facts erfahrt ihr hier.

(c) firmenhandy.at

Storytelling

Ein weiteres großes Stichwort ist Networking und Publicity. Ein Start-Up Baby braucht ganz viel Aufmerksamkeit und will beachtet werden. Idealerweise gibt es hinter dem Konzept eine witzige oder spannende Geschichte. Diese sollte sich schnell erzählen lassen und in den Köpfen hängen bleiben. Dadurch steigt das Interesse an der Idee.

Den Gründern von mymuesli kam die Idee zu ihrem coolen Produkt z.B. auf dem Weg zum Badesee. Auch 1000things wurde aus einer Spaßidee heraus geboren. Erfahrt hier im Interview mit kultort.at mehr zur Geschichte von 1000things und zu unserem Gründer Jan.

Noch nie war es so leicht, im digitalen Zeitalter, sein eigenes Ding auf die Beine zu stellen. Jedoch werden zeitgleich nun so viele gute Ideen auf einmal entwickelt und gepusht, dass es immer schwerer wird eine Marktlücke zu entdecken.
Woher soll man also wissen, wie man es „richtig“ angeht?  – Einfach ausprobieren?
Die Gründer von www.swell.wtf, eine online Plattform für schnelles Feedback, geben Junggründern den Rat „Just fucking do it“ mit auf den Weg. Auch sie haben vor einem persönlichen Problem gestanden und gemerkt, dass es dafür im Internet noch keine wirkliche Lösung gibt. Peter Buchroithner besaß ein Modegeschäft und stellte fest, dass viele der Kunden Probleme in der Entscheidungsfindung haben. Die Suche nach einer digitalen Lösung für schnelles Feedback verlief erfolglos und so war die Idee, zusammen mit seinen Co-Gründern Manfred Strasser und Philipp Holly, für „Swell“ sehr schnell geboren. Zusätzliche Unterstützung fanden sie in den Business Angels Hansi Hansman, Stefan Kalteis und startup300. Neben dem nötigen Kapital, helfen sie jederzeit mit ihrem Know-How und Netzwerk. Die drei Oberösterreicher sind mit ihrem Unternehmen mittlerweile nach Los Angeles gezogen. Die App könnt ihr euch hier herunterladen und noch mehr über die drei Jungs und ihre coole Idee erfahrt ihr hier.  

(c) swell

Der Onlineauftritt

Natürlich kann nicht jede Idee sofort so gut ankommen wie z.B. swell.wtf. Umso wichtiger ist es, dass ihr euer Ziel nicht aus den Augen verliert und in kleinen Details versinkt. Fragt euch stets, wohin wollt ihr mit eurem Projekt und was können andere daraus für einen Nutzen ziehen? Dies ist auch besonders wichtig für eine gelungene Homepage. Egal, welche Art von Start-Up euch vorschwebt, ein Websiteauftritt ist unumgänglich. Es ist sozusagen euer Aushängeschild und gibt erste, wichtige Informationen an Interessierte. Achtung beim Design! Stets im Hinterkopf behalten, dass die potentiellen Kunden in der Regel nur 15 Sekunden auf einer Seite verweilen. Klare Strukturen und einfache Handhabung, ohne viel Schnickschnack, erleichtern dem User das Zurechtfinden.
 Jimdo ist in diesem Fall eine mögliche erste Anlaufstelle – besonders wenn das anfängliche Startgeld sehr gering ausfällt. Die Seite bietet eine Art Baukastensystem für die eigene Homepage. Gegründet 2004 von drei jungen Deutschen, startete die Seite einige Jahre später richtig durch und fand großen Anklang in der Start-Up Szene. Mittlerweile wurden bereits unzählige Websites, die Zahl beläuft sich auf einen zweistelligen Millionenbereich,  mit Jimdo erstellt.
Genauso übersichtlich wie Jimdo sollte auch die eigene Website dargestellt werden. Mit wenigen Klicks kommt man zu dem gewünschten Ziel. Das Basispaket auf der Seite ist kostenlos. Solltet ihr aber gleich zu Beginn viel Wert auf Design legen, gibt es diverse Package-Optionen. Eine Variante beläuft sich z.B. auf 5€ im Monat und ihr habt Zugriff auf eine große Bandbreite an Tools. Mehr zu den verschiedenen Möglichkeiten erfahrt ihr hier.

(c) Jens Kreuter / unsplash

Hoch hinaus

Idealerweise hat man ein gemütliches Office, in dem man arbeiten kann. Cafés und Wohnzimmer tun es zwar für die Startphase auch, doch ist es immer hilfreich, einen Ort zu finden, wo man sich zudem mit Gleichgesinnten vernetzen und austauschen kann. Wie praktisch, dass gerade die Start Up Szene in Wien kräftig aufgemischt wird! Es entsteht das größte Start-Up Zentrum Zentraleuropas. Bei dem neuen weXelerate-Zentrum werden hundert Start-Ups in dem Nouvel Tower am Donaukanal ein neues Zuhause finden. Auf ca. 8000 Quadratmetern werden Gründer und Investoren ab kommenden Herbst eine Plattform für innovative Ideen und Kreativität bekommen.
Auf vier Ebenen werden in dem Innovations-Hub diverse Co-Working-Spaces platziert. Es gibt zudem viel Freifläche für Events, Podiumsdiskussionen und auch Gastvorträge sind geplant. Die verschiedenen 100 Start-Ups haben 100 Tage lang Zeit ihre Geschäftsideen zu launchen und werden dabei von Investoren, bekannten Unternehmen sowie Service -und Vertriebspartnern unterstützt. Wer mit seinem Konzept Teil der entstehenden Gründer-Familie sein möchte, kann sich auf der Seite von weXelerate  bewerben und hier in unserem Blogbeitrag noch mehr über das groß angelegte Projekt erfahren.

(c) 1000things Redaktion

 

Informationen in alle Richtungen
Wer sich in alle Richtungen informieren möchte, kann dies im bereits erwähnten, Portal Port41 machen. Dort sammelt die Journalistin Veronika Pelikan alle Informationen, die sie sich selbst gewünscht hätte, als sie sich in die Selbstständigkeit begab. Das Hauptaugenmerk bei Port41 liegt auf Medienentwicklungen, Positionierungen, Text und auch Verkauf. Einfach mal reinschauen und mehr über Mythen ums Gründen erfahren oder im Allgemeinen über Facts zu Finanzen und Marketing.

Abschließend ist zu sagen, dass es eine mutige  Entscheidung ist, wenn man sein eignes Start-Up gründen möchte und diesen Schritt auch wagt. All die schlaflosen Nächte und grauen Haare, die solch eine Entscheidung mit sich führt, zahlen sich hoffentlich aus. Wir sind ganz der Meinung von Thomas A. Edison, dem bekannten US-amerikanischen Erfinder und Unternehmer, der einmal sagte: „Es ist besser, unvollkommen anzupacken, als vollkommen zu zögern.“ Es könnte euch, in der schnelllebigen Zeit von heute, sonst jemand zuvorkommen.
1000things wünscht euch auf jeden Fall bei euren Vorhaben viel Erfolg und gutes Gelingen!

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(c) by rawpixel.com on Unsplash

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