Technisches Museum

Technisches Museum: Unsere Jobs in der Zukunft

Sonntag, 16. Dezember 2018 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Technisches Museum: Unsere Jobs in der Zukunft

Sonntag, 16. Dezember 2018 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Müssen wir in Zukunft noch körperlich arbeiten? Und könnte es gar sein, dass wir in ein paar Jahren überhaupt gar nicht mehr arbeiten müssen? Oder sind wir schon heute austauschbar durch flinke, unermüdliche Roboter? Diese und viele weitere Fragen haben wir bei unserem Besuch der neuen Ausstellung Arbeit & Produktion im Technischen Museum genauer unter die Lupe genommen – die Antworten dazu liefern wir euch in unserem zweiteiligen Blog zur Ausstellung.

von Lukas Lindmeier

Hallo, dies ist ein vollautomatisch generierter Blog vom 1000things-Redaktionsroboter. Basierend auf deinem Leseverhalten wurden die folgenden Buchstaben und Worte in einen Text codiert, der deinen Interessen entspricht. Der 1000things-Redaktionsroboter wünscht viel Spaß beim Lesen!

Die menschliche Arbeitskraft ist ersetzbar

Die ersten Zeilen dieses Artikels lesen sich irgendwie befremdlich und gruselig? Keine Sorge, das mit dem Redaktionsroboter war ein schlechter Scherz unserer Redaktion – so weit ist es mit der Technik nicht. Noch nicht. Bis es wirklich so weit ist, braucht es noch eine/n menschliche/n RedakteurIn, die/der einem Blog das nötige Leben einhaucht. Doch ganz so abwegig ist unser Scherz dann doch nicht – immerhin werden schon heute viele Jobs vollends durch Maschinen, Computerprogramme und Roboter ersetzt. Doch welche Bereiche betrifft das – und warum versuchen wir Menschen überhaupt, Maschinen und Robotern unsere Arbeit „umzuhängen“?

Technisches Museum

Werden wir in Zukunft noch körperlich arbeiten müssen? – (c) 1000things / Jan Pöltner

Wirklich erstaunliche Antworten auf diese doch recht vagen Fragen gibt die neue Ausstellung „Arbeit & Produktion“ im Technischen Museum Wien. Dieser neue Ausstellungsteil der Reihe „weiter_gedacht_“ zeigt in drei Abschnitten, wie sich die Welt des Arbeitens und des Produzierens in den letzten Jahrzehnten verändert hat, wie sie heute funktioniert – und was sich in Zukunft noch so tun wird. Die drei Abschnitte – „In Produktion“, „In Arbeit“ und „TechLAB“ – zeigen so sehr eindrucksvoll, dass wir Menschen uns in einer sich immer schneller verändernden Welt befinden. Und mit diesem Wandel verändert sich auch die Art, wie wir arbeiten und konsumieren.

Warum wir den Wandel nicht mehr aufhalten können

Was aber genau hat die Veränderung unserer Umwelt mit uns und unserer Art und Weise zu arbeiten zu tun? Die Antwort ist im Technischen Museum Wien schnell gefunden: Wir alle sind KonsumentInnen. Ob Nahrung, Unterhaltung, Bildung, Information – wir konsumieren Dinge. Und diese Dinge müssen natürlich irgendwann produziert werden, damit wir sie überhaupt konsumieren können. Und um Dinge produzieren zu können, müssen Menschen arbeiten. Klingt soweit logisch, oder? Aber warum genau hat sich dann die Art und Weise zu arbeiten – und damit auch zu produzieren und zu konsumieren – in den letzten Jahrzehnten so drastisch verändert?

Auch diese Antwort ist schnell gefunden: Die Weltbevölkerung hat sich in den letzten 50 Jahren mehr als verdoppelt. Und damit steigt auch die Masse dessen, was von uns Menschen konsumiert wird. Kurzum: Über die Jahre mussten wir Menschen unsere Art und Weise anpassen, wie wir arbeiten und Dinge produzieren. Nur so können wir zumindest in Ansätzen daran arbeiten, dass alle Menschen die Dinge konsumieren können, die sie sich wünschen.

Vom Asbestanzug zum sensiblen Robotergreifarm

Im ersten Bereich „In Produktion“ der neuen Ausstellung „Arbeit & Produktion“ geht’s deshalb gleich voll ans Eingemachte. Ein hochgiftiger Ganzkörper-Asbestanzug, den man noch vor knapp 30 Jahren tagtäglich als Schutz vor Flammen trug, schmückt den Zugang zum vierstöckigen Bereich. Der perfekte Start ins Thema also, denn ganz schnell wird ganz klar: Die Art, wie wir produzieren, wie wir arbeiten, hat sich rasant verändert. Was bis vor gar nicht so langer Zeit Normalität war, ist heute völlig unvorstellbar – und umgekehrt.

Greifarm Technisches Museum

(c) Technisches Museum

Besonders eindrucksvoll sind deshalb im „In Produktion“-Teil die vollautomatischen Greifarme. Ausgestattet mit Hydraulikleitungen, die den Armen eine immense Kraft verleihen und mit Sensoren, die streichelweiche Bewegungen ermöglichen. Genau das ist aber in der heutigen Produktion besonders wichtig. Denn die Arme sind so nicht nur unglaublich schnell und stark, sondern auch extrem präzise – schneller, stärker und präziser als wir Menschen jemals mit unseren bloßen Händen arbeiten könnten. Apropos Hände: Dank der sensiblen Sensoren können Menschen Hand in Hand – oder besser gesagt Hand in Greifarm – vollkommen sicher mit den Robotern zusammenarbeiten. Eines hat sich also trotz des wilden Wandels nicht verändert: Die Sicherheit bei der Arbeit war und ist den Menschen wichtig. Nur das wie, das hat sich geändert.

Von individuellen Massenproduktionen, digitalen Zwillingen und Datenbergen

Wie wir bereits festgestellt haben, leben wir in einer sehr konsumorientierten Welt. Wir alle wollen Dinge unser Eigen nennen – und unsere Dinge sollen natürlich zeigen, wer wir sind und unsere Einzigartigkeit zum Ausdruck bringen. Eine wahre Herausforderung für die Produktion. Die Lösung ist die sogenannte „Mass Customization“, also die Massenproduktion, bei der sich die NutzerInnen ihr Endprodukt selbst gestalten können. Ein ausgeklügeltes System, das einerseits die Produktion vereinfacht und andererseits individuelle Produkte ermöglicht. Ein gutes Beispiel dafür, wie „Mass Customization“ funktionieren kann, ist NIKE iD. Das Gute daran: Die individuellen Produkte bleiben relativ günstig. Und im Hintergrund wachsen die Datenberge – und machen die Systeme, aber auch die Menschen hinter den Systemen noch schlauer und noch effizienter.

Apropos Daten: Schon einmal was von einem digitalen Zwilling gehört? Nein? Und was, wenn wir euch sagen, dass auch ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit einen digitalen Zwilling habt? Aber keine Panik, der Begriff klingt furchteinflößender, als er ist. Denn im Grunde ist ein digitaler Zwilling einfach eine Kopie – quasi eine digitale Simulation – eines echten Gegenstands, eines echten Prozesses oder eines Menschen. Und das ist auch gut so, denn so werden neue Erfindungen schon im Vorhinein digital ausgetestet, bevor sie überhaupt in die Tat umgesetzt werden. So kann nichts Ernstes passieren, denn Fehler werden schon erkannt, bevor sie überhaupt real werden.

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Test einer Fertigungsmaschine mit digitalem Zwilling – (c) Technisches Museum Wien / APA-Fotoservice

Und euer digitaler Zwilling? Der erwacht zum Leben, wenn ihr zum Beispiel eure nächste Reise bucht – dann tritt der digitale Zwilling nämlich sofort die Reise an, steigt in den Flieger und schlägt sich im Urlaub den Bauch voll. Im Klartext bedeutet das, dass im Hintergrund automatisiert berechnet wird, dass das Flugzeug mit eurer Buchung nun ein Stück voller ist – und dass euer Hotel nun eine Mahlzeit mehr einplanen muss.

Neugierig geworden? Dann hier entlang zum 2. Teil unseres Artikels rund um die neue Ausstellung im Technischen Museum Wien. Noch mehr coole Museen findet ihr in diesem Artikel.

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*Dieser Artikel ist in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Technischen Museum Wien entstanden.

Beitragsbild – (c) Technisches Museum Wien / APA Fotoservice

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