Hotel Mariandl

Filmhotel Mariandl

Ein Stück österreichische Filmgeschichte, das einige Asse im Ärmel hat.

„Mariandl, -andl, -andl aus dem Wachauer Landl, -andl!“ Im Wachauerland gibt’s tatsächlich ein Mariandl, das unser Herz im Sturm erobert hat. Es sieht nicht nur hübsch aus, sondern hat auch allerhand zu bieten. Nein, wir versprühen neuerdings keine Kitschromantik – die Rede ist natürlich vom Film Hotel Mariandl.

Gastronomischer Filmstar

Dass es diesen Namen trägt, ist natürlich kein Zufall: Das Mariandl war 1961 der Schauplatz des gleichnamigen österreichischen Spielfilms, der zu den Klassikern der heimischen Lichtspielindustrie zählt. Ein klassisches Verwechslungsspiel rund um ein heruntergekommenes und ein florierendes Hotel, ein uneheliches Kind, eine Hochzeit aus Geldnot und natürlich jede Menge Nostalgie. Da könnte man glatt meinen, wir neigen also doch etwas zu kitschiger Romantik. Aber um den Film soll es hier ja auch nicht gehen. Denn ob man nun auf Heimatromanzen aus den 60ern steht oder einfach bloß die Wachau erkunden will – das Hotel samt seinem Restaurant ist definitiv für alle etwas.

Hotel Mariandl

Das Hotel Mariandl in der Wachau. (c) Hotel Mariandl

Essen über Seilzug

Besonderes Highlight ist für uns das Essen. Denn das könnt ihr euch hier per Seilbahn servieren lassen. Ja, richtig gelesen: In einem kleinen Holzkörbchen zuckelt eure Mahlzeit direkt zu euch an den Tisch. Warum? Ein schnelles Servieren zum Salettl auf dem Atzberg, in dem ihr hier speisen könnt, würde das Servicepersonal wohl schnell an seine physischen Grenzen bringen. Der hübsche Pavillon befindet sich nämlich auf dem höchsten Punkt des Naturschaugartens, der zum Hotel dazugehört. So könnt ihr also ganz unter euch bleiben und entweder zu zweit oder in der Gruppe gemütlich schnabulieren, während ihr über die schöne Wachau blickt. Beim Reservieren wählt ihr vorab, welches der drei Packages zu euch hochrattern soll: Die „Gaumenfreude“ lösen bei euch zwischen 11:00 und 14:00 Uhr entweder Backhendl mit Erdäpfelsalat oder die originale Wachauer Saumaise mit Erdäpfel und Weinkraut aus. Pure „Verwöhnung“ gibt’s zwischen 10:30 und 16.30 Uhr mit Kaffee und Kuchen. Und süffigen „Genuss“ versprechen erlesene Weine von regionalen Winzern, ebenfalls zwischen 10.30 und 16.30 Uhr.

Hotel Mariandl

Die Weinbergbahn serviert euch das Essen bis hinauf aufs Salettl. (c) Hotel Mariandl

Durch Natur und Kunst flanieren

Aber auch ohne intimes Schlemmen ist der Naturschaugarten das Backhendl für die Augen. Er verbindet wilde Natur und Kunst zu einer eindrucksvollen Sehenswürdigkeit. Ihr flaniert hier durch natürliche Terrassen, vorbei an ausgestellten Kunstobjekten und zwischen typischen Wachauer Pflanzen, wie etwa Marillenbäumen, die das Wachauer Obstgold abwerfen, oder das Wachauer Edelweiß. Wenn ihr im Hotel Restaurant Mariandl einkehrt, ist der Eintritt frei. Wenn ihr nicht im Hotel Restaurant einkehrt, kostet er drei Euro. Der Garten ist von April bis Oktober geöffnet.

Uriges Kino

Wenn das Wetter euch den Garten vertröpfelt, ist das noch kein Grund, betröpfelt wieder nach Hause zu fahren. Im Hotel gibt’s nämlich auch ein umfangreiches wie ungewöhnliches Indoor-Angebot. Das Urwachaukino zeigt in antik anmutendem Kinoambiente österreichische Filmklassiker wie „Der Hofrat Geiger“, auf dem die Neuverfilmung „Mariandl“ beruht. Außerdem gibt’s hier einige interessante Berichte über das Hotel selbst und die Wachau an sich auf die Augen. Jedenfalls könnt ihr aus über 30 Filmen auswählen. Bedingung dafür ist, dass ihr entweder im Restaurant speist oder im Hotel übernachtet und euch vorher angemeldet habt.

Hotel und Museum in einem

Eigentlich ist ja das gesamte Hotel ein Museum der heimischen Filmgeschichte – wortwörtlich: Denn es nennt sich nebenher auch „Gunther Philipp Museum“. Dem illustren österreichischen Rennfahrer, Regisseur und Schauspieler (1918 – 2003) widmet das Hotel in allen seinen Räumen eine Vielzahl von Exponaten, die an sein umtriebiges Wirken erinnern. Vom Rennhelm bis zum privaten Fotoalbum könnt ihr hier voll und ganz dem Filmschaffenden verfallen. Und sogar an seinem Stammtisch Platz nehmen. Wenn ihr im Hotel etwas konsumiert, ist der Eintritt frei. Ansonsten kostet er drei Euro. Geöffnet ist das Museum für Neugierige von April bis Oktober jeweils mittwochs bis sonntags zwischen 10.30 und 18 Uhr.

Rudolf Prack und Conny Froboess: Mariandl

Nicht nur die heimische Filmindustrie dreht in Österreich. Auch Hollywood hat die Alpenrepublik längst als Drehort auserkoren. Apropos: Dabei sind der Traumfabrik allerdings auch einige Fehler unterlaufen.

(c) Beitragsbild | Hotel Mariandl

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Was kostet's?

ESSEN IM SALETTL
„Gaumenfreude“ (11:00 – 14:00 Uhr): für zwei Personen 49 €, jede weitere Person 24,50 €.

„Verwöhnung“ (10:30 – 16.30 Uhr): für zwei personen 29 €, 14,50 €.

„Genuss“ (10.30 – 16.30 Uhr): Preis auf Anfrage.

Ein Essen im Salettl muss vorab reserviert werden.

Die Hotelzimmer kommen auf 65 bis 140 € pro Nacht inklusive Frühstücksbuffet.

Öffnungszeiten

Hotel und Restaurant haben von April bis Oktober geöffnet. Das Restaurant öffnet im April je nach Wetterlage – meist nur an den Wochenenden.

Ruhetage des Restaurants: Montag und Dienstag

  • Location
  • Kremserstraße 2, 3620 Spitz an der Donau
Location map  Filmhotel Mariandl
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