Kultursalon Guckloch

Kultursalon Guckloch

Kulturprogramm und Peepshow vereint in einem Pop-Up-Festival!

Den Andrang, den das Guckloch in der Burggasse seit einigen Tagen erfährt, hat es wohl schon länger nicht mehr gesehen. Oder vielleicht sogar noch nie? Dass sich an manchen Abenden über 140 Menschen vor der schwarzen Fassade und den laut herausposaunenden Großbuchstaben „PEEPSHOW“ darüber anstellen, Selfies von sich posten und all ihren Freundinnen und Freunden stolz darüber berichten, dass sie im Puff waren, ist aber auch nicht unbedingt üblich. Dafür aber umso nachvollziehbarer: Auch wir haben uns schon des Öfteren gefragt, wie es im Inneren des Peepshow-Schuppens wohl aussieht. Wie in einem abgerockten Ranzlokal aus einer Elizabeth-T.-Spira-Doku oder vielleicht doch steril wie in einer Arztpraxis? Dank des Kultursalons Guckloch konnten wir endlich einen Blick hineinwerfen.

Pop-Up-Festival im Puff

Seit 30. Mai und noch bis 14. Juni veranstalten nämlich Petra Gradwohl und Stefan Strahammer vom Design Studio Gradhammer und Journalistin Verena Randolf im Guckloch ihr Pop-Up-Kulturfestival und funktionieren das drehende rote Samtpodest der Peepshow zur Bühne der etwas anderen Art um. Jeden Abend performen hier bekannte Namen aus Kunst und Kultur, wie etwa bereits in den vergangenen Tagen Bryan Benner, Franzobel, Maria Bill, Alicia Edelweiss und in den nächsten Tagen Christoph & Lollo, Flüsterzweieck, Clara Luzia oder Voodoo Jürgens.

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Wie Peepshow, nur anders

Der Gedanke dahinter ist klar: Kultur live erlebbar machen trotz Corona-Auflagen. Das Publikum wartet auf der Straße auf den Einlass. Etwa 15 Minuten dauert ein Set, danach werden die nächsten reingelassen und die Show beginnt von Neuem – oder geht weiter, je nach dem, wofür sich die performende Künstlerin, der performende Künstler entscheidet. Die neun Kabinen darf man maximal zu zweit betreten, für mehr Zusehende auf einmal ist ohnehin kein Platz in den dunklen Kabäuschen, deren Münzschlitze unter den quadratischen Fenstern zur Bühne und Feuchttuchspendern an den Wänden anfangs schon etwas beklemmend wirken können. (Von leibhohen Penis-Skulpturen und überlebensgroßen Bildern nackter, lasziv blickender Frauen ganz zu schweigen.) Aber darum geht es hier ja auch irgendwie, abseits aller Kunst: um die Neugierde, die Faszination mit dem Zwielichtigen, den Reiz des Verbotenen.

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Hand in Hand

Geben kann man übrigens, so viel man will. Aber am besten, man orientiert sich – der Location angemessen – an den regulären Peepshow-Preisen. Und die geben vor: ein Euro pro Minute, also etwa 15 Euro für den ganzen Auftritt. Die Einnahmen gehen eins zu eins an die Künstlerinnen und Künstler, und die sind wiederum dazu angehalten, 20 Prozent davon an Vereine abzugeben, die Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter unterstützen. Denn neben den Live-Veranstaltungen ist besonders auch diese Branche von den Corona-Maßnahmen stark betroffen.

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Du willst noch mehr sexy Content? Wir haben uns angesehen, wie das Käuzchen zum Porno-Drehort wurde. Außerdem waren wir für euch auf einer Sexpositive-Party.

(c) Beitragsbild | Viktoria Klimpfinger | 1000things

Hier entlang zur Website!

Was kostet's?

Freie Spende: Empfohlen werden etwa 15 €.

Öffnungszeiten

Der Kultursalon Guckloch findet noch bis 14. Juni 2020 statt.

19–22.30 Uhr, Einlass etwa jede Viertelstunde.

  • Location
  • Burggasse 112, 1070 Wien
Location map  Kultursalon Guckloch
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