Leopold Museum

Katharina Kiesenhofer vom 01.03.2020
Wer noch nicht im Leopold Museum war, war noch nicht in Wien: Inmitten des MuseumsQuartiers findet ihr eine der größten Präsentationen der Wiener Moderne.

Das MuseumsQuartier zählt seit jeher zu unseren Lieblingsplätzen in Wien: Auf dem weitläufigen Areal entspannen sich Studierende in den bunten Enzis und mehrere Lokale laden zum gemütlichen Beisammensitzen ein. Häufig können auf der freien Fläche auch kuriose Kunstinstallationen bestaunt werden – und ebenso künstlerisch geht es auch in den rundum liegenden Museen zu. Das größte und meistbesuchte Haus ist das Leopold Museum: Immerhin befindet sich hier eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen der österreichischen Moderne und die größte Egon-Schiele-Sammlung der Welt.

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Leopold Museum Wien: Auf den (Pinsel-)Spuren von Schiele und Co.

Es kommt uns vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass wir den Vorschlag eines Museumsbesuches noch mit einem gelangweilten Augenrollen quittierten. Doch ungefähr mit der ersten eigenen Stromabrechnung sind wir dann doch der Kulturresistenz des Teenagerdaseins entwachsen: Plötzlich packt uns die Lust, in die Welt von Kunst und Kultur einzutauchen. Und dabei steht das Leopold Museum nicht umsonst ganz weit oben auf der Liste der Evergreens. Denn hier sind die größten Künstler der österreichischen Moderne vertreten: von Oskar Kokoschka über Gustav Klimt bis hin zu Koloman Moser, Josef Hoffmann und Emilie Flöge. Und wer gerne auch einen Blick in das Kunstschaffen anderer Kulturen wirft, wird in der Sammlung genuiner Objekte aus Afrika und Ozeanien fündig. Immerhin dienten diese Skulpturen häufig als wichtige Inspirationsquelle.

GUSTAV KLIMT: Tod und Leben © Leopold Museum | Manfred Thumberger

Fünf Jahrzehnte Sammlerleidenschaft

Kern der Sammlung Leopold ist die österreichische Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, insbesondere die Werke von Gustav Klimt und Egon Schiele. So war der Stifter des Museums, Rudolf Leopold, schon leidenschaftlicher Schiele-Sammler, bevor dessen Werke überhaupt angesehen waren. Die einzigartige Dauerpräsentation „Wien 1900. Aufbruch in die Moderne“ sollte sich kein Wien-Fan entgehen lassen. In lichtdurchfluteten Sälen begegnet ihr hier neben Gemälden und Zeichnungen auch kostbarem Kunsthandwerk und Mobiliar aus der Zeit der Wiener Werkstätte. Die gesamte Sammlung Leopold umfasst dabei weit über 6.000 Exponate und es dauerte beachtliche fünf Jahrzehnte, bis sie zusammengetragen war.

Egon Schiele © Leopold Museum

Sonderausstellungen im Leopold Museum

„Kunst ist urewig“, wie Egon Schiele auf gut Wienerisch zu sagen pflegte. Das Leopold Museum hingegen könnte sich diesen Spruch tatsächlich ins Programm heften: Denn mehr als 120 hochkarätige Sonderausstellungen haben seit der Eröffnung des Museums im Jahr 2001 die permanente Sammlung ergänzt. So zeigt das Leopold Museum momentan die Fokus-Ausstellung „The Body electric“ mit Werken von Egon Schiele und Erwin Osen. Und die einzigartige Ausstellung des lang vergessenen Multitalents Emil Pirchan könnt ihr noch bis Anfang Juli 2021 bewundern.

Cafße Leopold im Leopold Museum Wien
Café Leopold im Leopold Museum Wien

Wer Schmausen und Staunen verbinden möchte, der ist übrigens im Café Leopold direkt über dem Leopold Museum gut aufgehoben: Hier erwartet euch nicht nur ein spannender Mix aus asiatischer Küche und österreichischen Schmankerl, sondern auch ein einmaliger Ausblick auf das Treiben im MuseumsQuartier. Mit dem „Sunny Side Art“ Package könnt ihr übrigens Frühstück und Museumsbesuch verbinden – und einen Audioguide gibt’s auch dazu. Für alle, die gerne noch höher hinauf möchten, bietet die MQLibelle am Dach des Leopold Museum
einen coolen Aussichtspunkt. Geheimtipp: Der Kiosk verkauft köstliche Mini-Leberkassemmerl!

Ihr möchtet noch mehr Unternehmungen in Wien Neubau entdecken? Wir verraten euch, was ihr im 7. Bezirk erleben müsst. Oder habt ihr genug von Kunst und Kultur? Diese Spielebars laden zu einem ausgiebigen Brettspiel-Abend ein.

(c) Beitragsbild | Leopold Museum, Wien | Foto: Julia Spicker

*Dieses Infoprofil ist in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Leopold Museum Wien entstanden.

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