Kurpark Oberlaa

Kurpark Oberlaa

Hier blüht alles, was die Fantasie erlaubt – und noch viel mehr!

Wenn wir „Kurpark“ hören, denken wir automatisch an die Sommerfrischler der Wiener Hautevolet, die besonders in den vorigen Jahrhunderten in Kurorten wie Reichenau und Co. residierten. Doch dafür müsste man eigentlich gar nicht raus aus der Stadt. Immerhin gibt’s in Favoriten auch einen wunderschönen Kurpark.

Im Garten von Japan bis zurück ins Barock

Der Kurpark Oberlaa liegt am Südosthang des Laaer Berges und erstreckt sich über rund 860.000 Quadratmeter. Besucher können durch die unterschiedlichsten Themenbereiche und Gartenanlagen streifen, wie etwa durch den Allergiegarten, den Barocken Brunnengarten, den Japanischen Garten oder das Blumenlabyrinth. Verlaufen könnt ihr euch hier allerdings nicht, da das Labyrinth aus nur einem Weg besteht. Besonders beeindruckend sind die betretbaren Terrassen, an denen stufenweise Wasser herabfließt. Wenn ihr euer Wasser lieber still und algig mögt, dann sitzt es sich an einem der Teiche sehr gemütlich – und noch dazu nie ganz allein. Neugierige Entenfamilien oder skeptische Schwäne machen hier ihre Runden, weil sie es gewohnt sind, von vornehmlich älteren Damen mit fragwürdig vielen Semmeln gefüttert zu werden.

Oberlaa

(c) 1000things Redaktion /VIktoria Klimpfinger

Die flauschigen Anrainer

Doch das sind längst nicht alle gefiederten und haarigen Bewohner des Kurparks. Im  Streichelzoo könnt ihr auf Tuch-, oder eher Fellfühlung mit allerlei Nutztieren wie Schafen, Ziegen oder Gänsen gehen. Aber auch ihre ausgefalleneren Verwandten leben Tür an Tür. Da kann es schon mal passieren, dass euch ein Pfau über den Weg stolziert.

Kurpark Oberlaa

Geschorenes Schaf im Streichelzoo. (c) 1000things Redaktion/Viktoria Klimpfinger

Regionale Küche mit Panorama

Zwar war gerade die Rede von Nutztierrassen, aber genutzt werden sie hier zum Glück wohl nur zum Streicheln. Wenn ihr euch in der Panoramaschenke beim Haupteingang ein Schnitzel gönnt, ist es also ziemlich sicher nicht das Pobäckchen des Bruders vom kleinen Schweinchen, das ihr gerade eben noch gestreichelt habt. Und gut schmeckt sie auch noch, die traditionelle regionale Küche, die man euch hier auftischt.

Kurpark Oberlaa

Einer der Spielplätze im Kurpark. (c) 1000things Redaktion/Viktoria Klimpfinger

Der Laaer Berg als Stummfilmkulisse

Wahrscheinlich fragt ihr euch schon die ganze Zeit, was ein riesengroßer Kurpark mitten im 10. Bezirk verloren hat. Das war so: Die „Wiener Internationale Gartenschau 1964“, oder kurz: WIG, im 22. Bezirk war ein so großer Erfolg, dass man eine neuerliche ausrichten wollte. Also funktionierte man das Gebiet am Laaer Berg, das früher der Ziegelherstellung unter wüstesten Bedingungen diente, zu einem Gartenparadies um. Der Erfolg blieb auch bei der „WIG 1974“ mit 2,6 Millionen Besuchern nicht aus. Übrigens nennen manche Anwohner den Kurpark heute noch so: „Gehen wir spazieren in der WIG?“

Sie war allerdings nicht der einzige Anlass, der dem Kurpark Prominenz verlieh: Das ehemalige Ziegel-Areal diente weit vor seiner Gründung in den 1920ern als Kulisse für zahlreiche bekannte Stummfilme des Studios „Sascha-Filmindustrie“. Die Überbleibsel davon findet man heute in der „Filmstadt“ im Park. Im Sommer zollt man dieser Geschichte dort mit einem Open-Air-Kino an dem Filmteich Tribut, wo etwa 1922 die Großproduktion „Sodom und Gomorrha“ gedreht wurde.

Oberlaa Filmstadt

Filmteich. (c) 1000things Redaktion/Viktoria Klimpfinger

Ihr wollt noch mehr Überraschungen im 10. Bezirk? Dann seht euch doch mal den versteckten Vergnügungspark im Böhmischen Prater genauer an. Was es in unseren Bezirken sonst noch alles zu erleben gibt, zeigen euch unsere To Do’s.

Hier geht's zur Website der Stadt Wien!

Öffnungszeiten

März und Oktober 6:00-20:00 Uhr
April und September 6:00-21:00 Uhr
Mai bis August 6:00-22:00 Uhr
November-Jänner 6:00-18:00 Uhr
Februar 6:00-19:00 Uhr

  • Location
  • Laaer-Berg-Straße, 1100 Wien
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