Gastein

10 Dinge, die ihr in Gastein machen müsst

Mittwoch, 22. August 2018 / Lesedauer: ca. 9 Minuten

10 Dinge, die ihr in Gastein machen müsst

Mittwoch, 22. August 2018 / Lesedauer: ca. 9 Minuten

Erfrischung! Wer sucht sie diesen Sommer nicht? Wir haben da den idealen Ort in den Bergen für euch, in dem Abkühlung gepaart mit Aktivität und Ruhe garantiert sind. An kaum einem Platz in Österreich lässt sich die Sommerfrische so abwechslungsreich gestalten als in Gastein. Historische Orte treffen auf wunderschöne Wanderungen, Yogaplätze, Wellness und Restaurants.

 

von Jan Pöltner

Wenn ihr euren nächsten Sommerurlaub plant, solltet ihr definitiv das Gasteinertal in Betracht ziehen. Im Herzen Österreichs gelegen, beträgt die Anfahrt von keiner Ecke des Landes mehr als vier Stunden. Nun habt ihr die Qual der Wahl, welcher Ort darf es für die Unterkunft sein? Das familienfreundliche Dorfgastein, das relaxte Bad Hofgastein oder das historische Monte Carlo der Alpen, Bad Gastein? Egal, wofür ihr euch entscheidet, alle wunderbaren Plätze des Tals sind schnell erreicht, sind es doch von Dorfgastein nach Bad Gastein keine zwanzig Kilometer. Deshalb haben wir euch zehn Dinge quer durch das Gasteinertal zusammengestellt, die sich perfekt für einen Sommerurlaub eignen.

Der Gamskarkogel

Wer sich einen ersten grandiosen Überblick schaffen möchte, dem sei eine Wanderung auf den höchsten Grasberg Europas empfohlen. Von den rund 2467 Metern des Gamskarkogels genießt man einen unglaublich schönen Ausblick, der Großglockner oder Hochkönig scheinen unglaublich nah, auch das Gasteinertal lässt sich herrlich überblicken. Die Hütte am Gipfel ist im Sommer bewirtschaft, Inhaber Gottfried freut sich stets über Besuch, das obligatorische Schnapserl mit ihm muss dann natürlich auch sein. „Was brauche ich den Trubel im Tal, wenn ich das hier oben alles habe, was ich brauche“, erklärt er bei unserem Besuch.

Gamskarkogel Gastein

Willkommen am Gamskarkogel!

Recht hat er! Denn die Küche gibt einiges her, hier wird wie bei den Getränken auf Regionalität geachtet. Wir empfehlen definitiv eine Übernachtung auf der Hütte, in der 31 Betten (zuvor reservieren!) zur Verfügung stehen. Nicht nur kulinarisch wird man dann verwöhnt und darf auch selbst mit anpacken, auch der Sonnenauf- und -untergang stellen am Gamskarkogel ein unvergessliches Erlebnis dar. „Abends setze ich mich dann gerne mit den Gästen zusammen, oder versinke in einem meiner Bücher“, erzählt Wirt Gottfried. Nur einmal habe einer der Wanderer den Vogel abgeschossen: „Der fragte mich doch tatsächlich nach dem WLAN-Passwort“, lacht der Besitzer verschmitzt. Internet braucht aber auch kein Mensch da oben. Versprochen.

Ein Zustieg ist übrigens sowohl von Bad Hofgastein als auch aus Bad Gastein möglich. Die Wanderung auf den Gamskarkogel ist nicht unanstrengend, sollte also keinesfalls unterschätzt werden, das herrliche Panorama entschädigt aber für alle Strapazen.

Gamskarkogel Gastein

Was für ein Ausblick vom Gamskarkogel, wir waren begeistert!

Almjause in Dorfgastein

Auf der anderen Seite des Tals geht es nicht minder spektakulär zu, vor allem die Almjause auf der Heinrichalm in Dorfgastein hat es uns angetan. Eine familienfreundliche Wanderung führt vom Ortszentrum Dorfgasteins in drei bis vier Stunden zur auf rund 1680 Metern gelegenen Heinrichalm. Alternativ kann man auch in Unterberg, ca. zehn Fahrminuten von Dorfgastein, starten und erreicht die Hütte in etwa 1,5 Stunden. Hier hat man sich nun die bekannte Almjause redlich verdient, die Produkte stammen dabei aus der eigenen Landwirtschaft. Doch auch andere Köstlichkeiten wie Bauernkrapfen oder Kaspressknödel stehen zur Auswahl.

Als Besonderheit – neben der Kulinarik – gilt der Almsee der Heinrichalm. Alle Angler, oder die, die es noch werden wollen, können sich hier versuchen, gibt es doch zahlreiche Fische im Teich. Gelingt tatsächlich ein Fang, bereitet die Hüttenwirtin den Gästen gerne den Fisch zu. Für alle, die länger bleiben wollen stehen übrigens zwölf Schlafplätze zur Verfügung, man sollte aber unbedingt im Voraus reservieren.

Yoga am Berg

Gastein bezeichnet sich zurecht als Yoga-Tal der Alpen, in kaum einem anderen Ort wird so viel zum Thema Yoga angeboten. Oder habt ihr schon einmal einen Sonnengruß direkt neben einem Wasserfall gemacht? In Bad Gastein ist das möglich, schließlich bahnt sich ein tosender Wasserfall über rund 200 Meter steil abwärts seinen Weg durch den Ort. Direkt gegenüber gibt es auf einer Plattform einen eigenen Yogaplatz. Hier könnt ihr entweder selbst eure Übungen machen oder jeden Donnerstag ab 16 Uhr eine geführte Stunde besuchen. Meldet euch dafür aber bitte beim Gasteiner Tourismusverband an. Zwei Mal im Jahr verwandelt sich das Gasteinertal zum Yoga-Hotspot der Alpen. Beim Yoga-Frühling und Herbst bieten 40 Yogalehrer für zehn Tage rund 300 Yogaeinheiten an diversen Orten im Tal. Vom 12. bis 21. Oktober könnt ihr diesmal dabei sein und Kraft für den Winter tanken.

Generell bietet das Gasteinertal so viele herrliche Yoga-Plätze, sei es in den Hotels, auf der Hängebrücke am Stubnerkogel, auf der Spitze des Gamskarkogels oder beim Yoga-Herbst sogar im bekannten Gasteiner Heilstollen.

"The questioner asks: 'I believed I was uncreative.' If you believe in that way, you will become uncreative – because belief is not just belief. It opens doors; it closes doors. If you have a wrong belief, then that will hang around you as a closed door. If you believe that you are uncreative, you will become uncreative cause what you think you are, you will consequently become.” #oshoinspired So maybe you wanna bring a little more #music #poetry #dance and #laugther into your day – let it flow #yogainspiration #yogapractice #yogalove #instayoga #yogagirl #yogaeverydamnday #yogaingastein #atmedieberge #visitgastein #water #waterfall #badgastein #flow #standingtall #open #utthitahastapadangusthasana #extendedhandtobigtoepose #happy #breeyoga #blissfullife 📷@stefannocker_creatina.at Today's class: 18.30 @dock7vienna

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Bikeabenteuer in Gastein

Klar, Gastein bietet keine ausgebauten Parks mit künstlich angelegten Strecken, aber das muss es auch gar nicht. Denn die Berge des Tals geben genügend Strecken zum Gas geben und technische Herausforderungen meistern her. Hier ist man fernab von Gedrängel und einem Massenauflauf auf den Bikestrecken, oft hat man die Strecken für sich alleine und genießt dabei auch noch einen wunderbaren Ausblick.

Für alle Schwierigkeitsgrade wird etwas geboten. In Dorfgastein etwa kann man bequem mit dem Fahrrad in der Gondel auf den Berg fahren, von oben ein herrliches Panorama bestaunen und ins Tal zurückfahren. Schweißtreibender geht es da schon in Bad Hofgastein und Bad Gastein zu. Eine wahre Herausforderung ist beispielsweise die Fahrt vom Angertal auf den 2254 Meter hohen Stubnerkogel, von oben kann man direkt nach Bad Gastein zurückfahren, eine herrliche Runde. Eine unserer liebsten Touren führt vom Ortszentrum Bad Gasteins bis zur Prossau. Leicht ansteigend geht es durch das schattige Kötschachtal bis zum Gasthof Prossau, in dem es sich wunderbar speisen lässt, und wieder zurück. Dabei wird man stets von einem munteren Bächlein begleitet, in dem man sich auch (Achtung: eiskalt) erfrischen kann.

Strudel bei der Himmelwand

Wo sind die Strudeltiger unter euch? Wer sich nicht ganz so weit in das eben genannte Kötschachtal vorwagen möchte, dem sei nämlich eine Einkehr in der Himmelwandhütte empfohlen. Vor allem das Strudelangebot der Hütte ist weit über die Talgrenze hinaus bekannt. Von der Wirtin Sigi selbst zubereitet hat man nun die Qual der Wahl, was es sein darf: Nuss, Mohn, Heidelbeere, Himbeere, Erdbeere oder Apfel? Noch viel mehr Strudelsorten als hier aufgezählt stehen zur Auswahl. Aber auch bodenständige österreichische Küche wird geboten.

Himmelwand Gastein

Nomnomnom

Der Gastgarten zählt ob seines Panoramas zu den schönsten des Gasteinertals, inmitten der Natur sitzt man im Garten umgeben von zahlreichen Bergen. Sogar ein Ausblick auf die Gletscher der Tischlergruppe ist möglich.

Übrigens: geht man zu Fuß von Bad Gastein zur Hütte, passiert man kurz vor der Himmelwand eine Alpaka-Weide. Nicht immer sind die Tiere da, doch wenn dem so ist, hat man wohl die süßeste Herde des Tals vor sich.

In der Alpentherme Bad Hofgastein

Das Gasteinertal ist seit jeher ein bekannter Kurort und Platz der Entspannung. Nach dem ganzen Aktivprogramm ist da etwa die Alpentherme Bad Hofgastein ein traumhafter Rückzugsort. Auf den rund 36.000 Quadratmeter Fläche gibt es diverse Themenbereiche, in denen wohl jeder seine Vorlieben findet. In der Relax World kann man in den Luftsprudelliegen zum Beispiel den Muskelkater vom Wandern schnell vergessen. Die Family World bietet gleichermaßen Programm für Eltern und Kinder, die Speed-Rutsche in dem Bereich ist mit einer Zeitmessung verbunden und Familienduellen steht somit nichts mehr im Wege. Für alle, die es heiß mögen, ist die Sauna-World die ideale Abwechslung, darf es die Zirbensauna sein, oder ein Damfbad?

Nach dem Saunagang oder einfach zur Entspannung, kann man sich in einem der beiden Thermalwasser Badeseen im Außenbereich erfrischen. Die Seen bieten von Mai bis Oktober angenehme Temperaturen und laden zum Schwimmen ein. Das Wasser kommt dabei täglich frisch aus den Bergen, ein Novum in der Thermenwelt.

Erlebnisberg Stubnerkogel

Auf 2.300 Höhenmeter über eine 140 Meter lange Hängebrücke schreiten, was für ein Gefühl! Direkt neben der Bergstation am Stubnerkogel ist das möglich. Direkt aus Bad Gastein geht es rasch hinauf auf den Erlebnisberg Stubnerkogel. Entstanden ist die Idee zur Hängebrücke aus Spaß, erklärt Bergbahnenchef Franz Schafflinger. „Die Gäste fanden den Ausblick von den Klippen immer so toll, da habe ich gesagt, wir könnten doch einfach eine Hängebrücke dazwischen spannen.“

Hängebrücke Stubnerkogel Gastein

140 Meter lang, 28 Meter hoch, die Hängebrücke am Stubnerkogel.

Gesagt, getan – nun schwebt sie in 28 Metern Höhe und ist einer der spektakulärsten Orte des Gasteinertals. Bei Wind braucht ihr euch übrigens auch nicht zu sorgen, denn die Konstruktion hält Windspitzen von über 200 km/h stand. Von der Brücke startet auch der Rundwanderweg am Grat des Stubnerkogels. Auf dem Felsenweg gelangt man zur futuristisch anmutenden Aussichtsplattform, die einen wunderbaren Blick auf den Großglockner ermöglicht.

Aussichtsplattform Stubnerkogel Gastein

Aussicht auf die Aussichtsplattform, von ihr genießt man einen Blick auf den Großglockner.

Nach dem Erlebnis am Stubnerkogel bietet sich ein Besuch der Felsentherme Bad Gastein an. Diese liegt gegenüber von der Talstation und ist direkt über eine Brücke zugänglich. Das ist nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter mit dem ganzen Skiequipment sehr angenehm. Der Stubnerkogel ist übrigens nicht der einzige Erlebnisberg für die ganze Familie im Tal. Auch der Zirbenweg am Graukogel, der Spiegelsee und Waldspielplatz am Fulseck in Dorfgastein und die Klettersteige auf der Schlossalm bei Bad Hofgastein sind traumhafte Ausflugsziele.

Felsenweg Stubnerkogel Gastein

Der Felsenweg am Stubnerkogel. Wer traut sich?

Wanderung zum Reedsee

Die Wanderung zum Reedsee ist auch unter Gasteinern ein Muss. Bei unserem Aufstieg haben wir eine Gruppe Einheimischer getroffen: „Diese Tour ist für viele Bewohner ein jährlicher Fixpunkt, für uns ist sie die schönste im ganzen Tal.“ Vom Kötschachtal erfolgt ein sehr steiler Anstieg (definitiv keine Familienwanderung) hinauf zum Reedsee. Startet nicht zu spät, sonst müsst ihr diesen Teil in der prallen Sonne gehen und das kann richtig unangenehm werden. Nach ca. 1,5 – 2h Aufstieg erreicht man den auf 1831 Metern gelegenen Reedsee und damit einen der schönsten Gebirgsseen der Alpen. Im Sommer kann er richtig warm werden, 16 Grad aufwärts sind keine Seltenheit, ihr solltet deshalb unbedingt eure Badesachen mitbringen. Von den zahlreichen Uferstellen hat man einen einzigartigen Ausblick auf den klaren See und die dahintergelegenen Gletscher der Tischlergruppe. Lasst euch hier eure mitgebrachte Jause schmecken, denn Achtung, die Hütte am Reedsee ist nicht bewirtschaftet.

Reedsee Gastein

Willkommen beim Reedsee, ein Gefühl wie in einem kanadischen Nationalpark.

Wer möchte, kann noch weiter aufsteigen und gelangt über einen wunderschönen Wanderweg zur Graukogel Bergstation, von wo man mit dem Sessellift ins Tal fahren oder in zwei weiteren Gehstunden nach Bad Gastein absteigen kann. Alternativ kann man den aus dem Kötschachtal wieder absteigen und dann z.B bei der obengenannten Himmelwand eine Rast einlegen.

Flying Fox in Bad Gastein

Ihr sucht den ultimativen Adrenalinkick? Dann haltet euch gut fest, denn in Kürze hebt ihr ab und schwebt 60 Meter über Bad Gastein, angenehmer Wind strömt euch entgegen. Okay, zumindest in der Vorstellung. Doch das kann schnell Wirklichkeit werden, denn seit 2015 gibt es den Flying Fox im historischen Ortskern. Dabei schwebt ihr gut festgegurtet mit Spitzen von bis zu 50km/h über das Gasteinertal. Genießt ein herrliches Gebirgspanorama und eine kleine Erfrischung, denn ihr gleitet auch über den berühmten Bad Gasteiner Wasserfall, nicht selten bekommt man hier ein paar Tropfen ab.

Das Abenteuer ist übrigens ganzjährig, also nicht nur im Sommer, möglich. Auch Kinder über 1,30 Meter Körpergröße können sich am Flying Fox austoben.

sommer.frische.kunst

Nicht nur diejenigen, die Aktivität oder Entspannung suchen kommen auf ihre Kosten. Gastein hat doch tatsächlich auch eine ziemlich hippe Kunstszene! Jährlich findet im Sommer in Bad Gastein das sommer.frische.kunst Festival statt, bei dem der Ort zum Alpenmekka für zeitgenössische Kunst wird. Künstler wie Friedrich Liechtenstein oder die deutsche Schauspielerin Nora Tschirner ließen sich hier bereits inspirieren und sind regelmäßige Gäste. Die künstlerische Leiterin des Festivals, Andrea von Goetz, erklärt sich im Interview mit dem Gastein-Blog die Popularität so: „Die Kombination raus aus den Messehallen und der Stadt und rauf auf den Berg und trotzdem spannende Positionen an ungewöhnlichen Orten sehen zu können, das ist glaube ich die Mischung, die uns so erfolgreich macht.“

Auf drei Themenbereiche fokussiert sich sommer.frische.kunst. Bei der Akademie geben bekannte Künstler Einblick in ihre Arbeit und zeigen den Teilnehmern neue Zugänge. Artist in Residence bietet die Möglichkeit, Kunsterfahrung zu sammeln. Zahlreiche Künstler aus aller Welt kommen von Juli bis September nach Bad Gastein und präsentieren ihre Werke bzw. Technik und lassen sich vom Monte Carlo der Alpen zu weiteren Kreationen inspirieren. Als dritter Aspekt dient der Freiraum, Kunst ihren Platz zu bieten, drei Orte Bad Gasteins dienen dabei als Galerie für Ausstellungen und Installationen.

Ihr seht, Gastein bietet für jeden wunderbare Programmpunkte und Abwechslung. Habt ihr gewusst, dass ihr auf unserer Website Aktivitäten fürs ganze Land findet? Lasst euch von unseren zahlreichen To Do’s inspirieren und speichert sie euch registriert auf eurer eigenen To Do List ab.

Beitragsbild: (c) Österreich Werbung, Fotograf: Christof Wagner

*Gesponserter Beitrag. Mit freundlicher Unterstützung von Gastein.

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