Bambi – Eine Geschichte aus dem 18. Bezirk

Dienstag, 2. März 2021 / Lesedauer: ca. 2 Minuten

Bambi – Eine Geschichte aus dem 18. Bezirk

Dienstag, 2. März 2021 / Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Geschichte von Bambi eroberte dank Walt Disney schon vor vielen Jahren die Kinderherzen dieser Welt. Zusammen mit Klopfer, Blume und anderen Waldfreunden erlebt der kleine Hauptprotagonist viele Abenteuer. Wusstet ihr aber, dass die Story von Bambi in Wien geschrieben wurde und es außerdem eine Diskussion um Bambi gibt?

von Luisa Lutter

*Wir wollen euch auch während der aktuellen Maßnahmen inspirieren und versuchen, unsere Artikel laufend Covid-konform upzudaten. Bitte haltet euch weiterhin an die Maßnahmen. Nur wenn wir jetzt zusammenhalten und aufeinander schauen, können wir möglichst bald wieder all diese Inspiration gemeinsam genießen und zu einem halbwegs normalen Alltag zurückkehren.

„Nicht euer Ernst…“ werden wohl viele als Erstes denken. Aber doch, es ist wahr! Der kleine Bambi ist ein echter Wiener! Erdacht im und auf viele Abenteuerreisen geschickt worden aus dem 18. Bezirk. Wir haben uns auf eine Geschichtstour begeben, um mehr über den Autor und die Hintergründe Bambis zu erfahren. Wir wünschen euch viel Freude beim Lesen!

Bambis Geburtsort: Wien

Noch heute erinnert eine Marmor-Tafel am Zaunpfeiler des Hauses in Währing an Felix Salten. Er ist quasi Bambis Vater, er schrieb die Buchvorlage für Walt Disney. Unauffällig steht es dort – weiß auf grauem Granit. Wenn man nicht mit wachen Augen durch die Straße läuft, fällt es kaum auf. Das Haus bettet sich in die elegante Gesamtkulisse der schönen Cottagegasse ein.

Versucht man, mehr über Bambi zu erfahren, sind die Fakten leider ziemlich ernüchternd: Zur Person Felix Salten gibt es einiges zu berichten, doch Bambi kommt nicht wirklich vor. Es war eine von mehreren Geschichten, die er 1923 veröffentlichte. Der Hund von Florenz und die Jugend des Eichhörnchen Perri sind weitere Geschichten, die zeitgleich mit Bambi erschienen sind. 1928 schaffte es das Buch unter dem Titel Bambi. A Life in the Woods in die englische Übersetzung. Alle drei Geschichten wurden im späteren Verlauf, im Jahre 1942, von Walt Disney verfilmt. Hierbei wurde die chinesische Malerei als Inspiration für die Naturbilder im Film verwendet.

Bambi fasziniert und begeistert nach wie vor zahlreiche Kinder. Die Geschichte von dem süßen Racker und seinen liebevollen, teilweise frechen Waldfreunden berührt und auch als erwachsener Mensch hat man sicherlich schon mal in den Film, mit Verwandten oder den jüngeren Geschwistern, reingeschaut. Falls nicht, solltet ihr das schnell nachholen, denn Bambi ist (Wiener-) Kult und lässt fast kein Auge trocken!

Die Tafel gibt Auskunft | (c) 1000things Redaktion | Luisa Lutter

Ciao bello – Bambi und seine Namensgebung

So ein kurzer und griffiger Name, zudem noch putzig. Die Italiener*innen sagen zu ihren Kindern im Allgemeinen nicht ohne Grund Bambini. Der Name unseres kleinen Helden leitet sich genau daher ab. Bambi ist ein kleines Kind, wenn auch nur eine halbe Portion. Daher wurde flott die Abkürzung Bambi daraus gemacht.

Bambi regt Diskussionen an

Ihr fragt euch sicherlich, warum der kleine Bambi Diskussionen anregt. Wir antworten euch: Habt ihr schon einmal hinterfragt, was Bambi genau ist? Auch auf die Gefahr hin, dass wir euch nun eine Kindheitsillusion nehmen, aber Bambi ist leider kein Rehkitz. Zumindest nicht im Film. Unser kleiner, neugieriger Freund ist dort vielmehr ein echtes Weißwedelhirschkalb. Klingt nicht ganz so niedlich. Wissen wir. Allerdings ist es dennoch einmal wichtig, diesen Fakt auf Papier zu bringen. Oh, Stichwort: Auf dem Papier, also im Buch von Felix Salten, ist Bambi allerdings noch immer ein Rehkitz. Na, verwirren wir euch? Damit ihr euch nicht in Gedanken-Ästen verheddert, wie Bambi später mit seinem sprießendem Geweih in den Bäumen, klären wir das große Fragezeichen lieber schnell auf: Felix Salten hat Bambi ja auf dem Papier durch österreichische Wälder springen lassen. Als Walt Disney allerdings die Filmrechte erstand, mussten sie aus dem Rehkitz ein Weißwedelhirschkalb machen, da es in Amerika keine Rehe gibt.

Aufgekommen ist die Diskussion zuletzt, als Walt Disney den Film „Bambi 2 – Der Herr der Wälder“ in die Kinos brachte. Die Deutsche Wildtier Stiftung (Dewist) hat darauf aufmerksam gemacht, dass sich Rehkitze und Weißwedelhirschkälber zwar mit ihren weißen Punkten sehr ähneln, aber doch zwei verschiedene Gattungen sind.
Wir hoffen, dass ihr beim nächsten Filmabend mit eurem neu erlangten Wissen auftrumpfen könnt.

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Ihr kennt euch außerdem auch im wunderschönen 18. Bezirk gar nicht wirklich aus? Dann schaut doch mal bei unseren 10 Tipps vorbei, die euch verraten, was ihr alles in Währing machen könnt!

(c) | Beitragsbild | Vincent van Zalinge | Unsplash

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