Modelabels Österreich nachhaltig

Coole nachhaltige Modelabels aus Österreich

Dienstag, 5. Januar 2021 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Coole nachhaltige Modelabels aus Österreich

Dienstag, 5. Januar 2021 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Billiger, schneller und mehr lautet die vorherrschende Devise der Modeindustrie. Dass das aber auch anders geht, zeigen uns die immer mehr werdenden Fashion Labels, die bei ihren Kreationen auf eine umweltfreundliche Herstellung, nachhaltige Materialen und faire Arbeitsbedingungen setzen. Auch in Österreich nimmt die Zahl der Eco-Modelabels zu – einige davon möchten wir euch hier vorstellen.

von Julia Wheatley & Viktoria Klimpfinger

*Wir wollen euch auch während der aktuellen Maßnahmen inspirieren und versuchen, unsere Artikel laufend Covid-konform upzudaten. Bitte haltet euch weiterhin an die Maßnahmen. Nur wenn wir jetzt zusammenhalten und aufeinander schauen, können wir möglichst bald wieder all diese Inspiration gemeinsam genießen und zu einem halbwegs normalen Alltag zurückkehren.

Von Bergen an nicht recyclebaren Textilien bis hin zu massiven CO2-Emissionen – mittlerweile ist den meisten von uns bewusst, dass die schnelllebige Modeindustrie zu den größten Umwelt- und Klimasündern zählt. Wenn auch ihr auf der Suche nach Alternativen zu Fast Fashion seid, dann zeigen wir euch hier, wo ihr mit gutem Gewissen coole nachhaltige Mode kaufen könnt.

Consches

Mit dem Ziel, umweltfreundliche, faire und gleichzeitig auch modische Kleidung für Frauen herzustellen, rief Cornelia Lindner im Frühjahr dieses Jahres ihr eigenes Eco-Fashion-Label Consches ins Leben. Von farbenfrohen Stufenkleidern über elegante Blusen mit weiten Flötenärmeln bis hin zu gemütlichen Hoodies und Statementohrringen, beweist Cornelia mit ihren stilvollen Kreationen, dass fair gehandelte und ökologische produzierte Mode auch schick und stylisch sein kann. Designt werden die Stücke von Cornelia in Wien, produziert werden sie in kleinen Mengen in der Steiermark und in euren Kleiderschrank gelangen sie über den Consches-Online-Shop. Zur Fertigung der Kleidungsstücke werden nachhaltige Materialien – wie etwa Tencel und EcoVero – sowie „deadstock fabric“, also Stoffe, die von größeren Firmen über- oder fehlproduziert wurden, herangezogen.

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dariadéh

Die meisten von euch kennen sie wohl von Instagram, aber neben ihrer Arbeit als Influencerin, Podcasterin, Autorin und Aktivistin ist Madeleine Darya Alizadeh – aka @dariadaria – auch Gründerin des nachhaltigen Modelabels dariadéh. Mit ihrer Kollektion aus zeitlosen Basics schafft die Unternehmerin nicht nur qualitative und langlebige Produkte ganz ohne Plastik – die Kleidungsstücke werden ausschließlich aus Tencel sowie biologischen und recycelten Baumwollstoffen hergestellt –, sondern setzt sich mit einer Größenaufstellung von XXS bis XXXL für mehr body inclusivity ein. Transparenz und Aufklärung stehen klar im Mittelpunkt und so gibt Madeleine immer wieder Einblicke in die Familienunternehmen in Portugal, wo die Kleidungsstücke gefertigt werden, spricht offen über die Preiskalkulation und stellt Informationen zum Herstellungsprozess von Fair Fashion bereit. Pro gekauftem Kleidungsstück werden außerdem 50 Cent für einen karitativen Zweck gespendet.

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Ebenbild by Anma

Wenn ihr etwas Nachhaltiges für „unten drunter“ sucht, dann schaut doch mal bei Ebenbild by Anma vorbei. Aus Tencel, Bio-Baumwolle und Spitze aus Überproduktion zaubern die beiden Modedesignerinnen Jennifer Windisch und Sophie-Marie Hutterer verspielte und elegante Damen-Dessous, die angenehm und weich auf der Haut liegen. Und das ganz von Hand! Denn die Wäsche nähen die beiden Unternehmerinnen selbst in ihrer Werkstatt im 17. Wiener Gemeindebezirk. Neben den Bralettes, Höschen und Bodies findet ihr in ihrem Online-Shop außerdem kuschelige Strickmode. Perfekt für die kalte Jahreszeit!

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Montreet

Wer nicht nur dem eigenen Körper sondern auch der Umwelt etwas Gutes tun möchte, findet bei Montreet einzigartige Jacken und Leggings zum Klettern, Laufen und Radfahren. Einzigartig sind sie nicht nur in ästhetischer Hinsicht – die Kleidungsstücke wurden dieses Jahr mit den bunten Designs des Wiener Künstlers Boicut bedruckt. Auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit gilt das 2016 von Nadine Schratzberger gegründete Label als Vorreiter. Die Kleidungsstücke werden in Europa aus klimaneutralen Membranen und recycelten Materialen gefertigt; so werden Ressourcen eingespart und der CO2-Ausstoß verringert, ohne dass an der Funktionalität der Sportbekleidung Abstriche gemacht werden. Wer sich nicht ganz sicher ist oder die Outdoor-Jacken erstmal testen möchte, kann diese auch für ein paar Tage mieten. Damit aber noch nicht genug: Um die Lebensdauer der Sportbekleidung zu verlängern, kann man seine Jacke oder Leggings beim gemeinnützigen Wiener Verein Schön & Gut reparieren lassen. Falls sie dann doch nicht mehr zu retten ist, wird sie zu Taschen und anderen Accessoires weiterverarbeitet.

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PV Vienna

Ihr wisst in der Früh oft nicht, was ihr anziehen sollt? Diesem Problem will Viktoria Peschl mit ihrem gleichnamigen Fair Fashion Label PV Vienna Abhilfe schaffen. Seit 2018 kreiert die 25-jährige Modedesignerin zeitlose und vielseitig kombinierbare Kleidungsstücke, mit denen frau sich sowohl in formalen als auch in relaxten Settings wohl fühlt. Bequem und elegant zugleich ist auch ihre fast ausschließlich monochrome Herbst- und Winterkollektion. Diese umfasst unter anderem elegante Culottes, coole Jumpsuits, wallende Röcke und figurschmeichelnde Kleider. Bei der Auswahl der Stoffe stehen Nachhaltigkeit und Regionalität an erster Stelle. Genauso wie in der Produktion, denn „vom ersten Entwurf bis hin zur letzten Naht entsteht alles in Wien“, wie Viktoria auf ihrer Website schreibt. Neben dem PV Vienna Online-Shop findet ihr Viktorias schicke Kreationen außerdem in ihrem Atelier in der Stumpergasse 11 in Wien.

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The Slow Label

Wer Anna-Laura Kummer bereits auf Instagram und YouTube folgt, weiß, dass sich die Bloggerin und Aktivistin schon seit mehreren Jahren für mehr Nachhaltigkeit einsetzt und ihre Community mit Tipps zu Themen wie Eco Fashion und veganer Ernährung inspiriert. 2019 ging die junge Unternehmerin noch einen Schritt weiter und gründete ihr eigenes Fair Fashion Unternehmen – The Slow Label. Um eine Alternative zum Status Quo der Modewelt, wo ein Trend den anderen jagt, zu schaffen, setzt Anna-Laura mit ihren Kollektionen auf zeitlose und vielseitig kombinierbare Basics. Die Kleidungsstücke werden aus Tencel, Bio-Wolle und Bio-Baumwolle in Europa und Marokko unter fairen Bedingungen produziert. Neben ultraweicher Strickmode, minimalistischen Blusen und Oversized Mänteln findet ihr im Online-Shop von The Slow Label außerdem nachhaltige Unterwäsche von Organics Basics und Yoga-Bekleidung von Girlfriend Collective.

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Valle ō Valle

Ein Kleidungsstück, das sich mit fast jedem Outfit kombinieren lässt, ist der Kimonorah von Valle ō Valle. Mit ihrer Kreation verbindet Norah Joskowitz, die Gründerin des Eco-Fashion Labels, Kimono und Cardigan. Das Ergebnis: eine bequeme, fast bodenlange „Jacke” mit seitlichen Einschnitten, langen Ärmeln und eingenähten Taschen. Gefertigt werden die Kimonorahs – die in den beiden Größen Drama und Size verfügbar sind – ausschließlich aus nachhaltigen Materialien in der EU. Neben dem Klassiker findet ihr im Valle ō Valle Online-Shop außerdem eine kürzere, hüftlange Version – den Kimonorah Shorty. Diesen gibt es auch als One Size für Männer. Wenn ihr die wallenden Hingucker lieber vorher anprobieren möchtet, dann schaut doch einfach mal im Valle ō Valle Shop in der Mollardgasse 30 im 6. Bezirk in Wien vorbei.

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liebhaben

Das noch relativ neue Wiener Fair-Fashion-Label liebhaben ist im Dezember 2020 mit seinem Webshop online gegangen. Dort könnt ihr euch durch schlichte Shirts, Sweater und Unterwäsche aus Bio-Baumwolle oder TENCEL Modal stöbern. Fair Fashion bedeutet in diesem Fall, dass soziale, ökologische und ökonomische Mindestanforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sichergestellt werden. Und nicht nur die Mode selbst ist hier besonders fair, sogar die biologisch abbaubare Verpackung ist umweltfreundlich. Entweder ihr lasst euch eure Bestellungen CO2-neutral mit der Österreichischen Post liefern, oder ihr bestellt via Click & Collect.

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Neben Fair Fashion Labels sind auch Vintage-Shops eine gute Alternative, um im Kleidungsschrank auf mehr Nachhaltigkeit zu achten. Ein guter Anfang sind diese coolen Second-Hand-Läden in Wien. Ihr habt genug vom Shoppen? Dann zeigen wir euch, wie ihr mit diesen einfachen Upcycling-Ideen neuen Pepp in eure Wohnung bringen könnt.

(c) Beitragsbild | Priscilla du Preez | Unsplash

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