Hütten übernachten Österreich

Schöne Hütten zum Übernachten in Österreich

Donnerstag, 25. Juni 2020 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Schöne Hütten zum Übernachten in Österreich

Donnerstag, 25. Juni 2020 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Wie heißt es doch so schön? Das Wichtigste am Wandern sind die Pausen. Das haben wir uns zu Herzen genommen und uns angesehen, in welchen Hütten in Österreich es sich auch über Nacht besonders gemütlich pausieren lässt.

von 1000things Redaktion

Was ist das Beste an einer Hütte? Die Käsespätzle? Der Apfelstrudel? Der Schnaps? Jein! Wir finden, das Beste ist, dass man nach einer langen Wanderung die Nacht am Berg verbringen kann und nicht gleich wieder alles runter gehen muss, was man tagsüber mühsam bergauf gelatscht ist. Zumindest nicht am gleichen Tag.

In einer Hütte in den Bergen zu übernachten, ist aber nicht nur etwas für Faule, sondern bedeutet Naturerlebnis und Entschleunigung pur. Nicht ohne Grund heißt es: „In den Bergen zu leben bedeutet immer Schrittgeschwindigkeit“. Von der Basic-Selbstversorgungshütte bis hin zum Luxus-Chalet ist in den Alpen alles zu finden. Wir haben einige Geheimtipps und besonders empfehlenswerte Hütten für euch gesammelt.

Hochmölbinghütte – Steiermark

Die Hochmölbinghütte ist auf 1.683 Metern Seehöhe an den Ausläufern der Warscheneckgruppe in der Steiermark zu finden. Die Schutzhütte ist fast 100 Jahre alt und überzeugt mit einem traumhaften Ausblick auf die Tauplitzalm. Der Aufstieg von Schönmoos zur Hütte selbst dauert etwa zweieinhalb Stunden und man erklimmt dabei 600 Höhenmeter. Auch von der Hütte aus lässt es sich wunderbar wandern – wie etwa auf dem Klettersteig Hochtausing (1.823 Meter 1,5 – 2 Stunden), zur Kreuzspitze (2.327 Meter – 2,5 Stunden) oder bis zum Gipfel des Schrocken (2.281 Meter – 3,5 Stunden). Eingebettet in Wälder und auf einer idyllischen Alm überzeugt die Unterkunft gerade wegen ihrer Einfachheit. Perfekt zur Entschleunigung passt, dass es dort weder Internet noch Handyempfang gibt. Anstatt zu duschen reinigt man sich im Waschbecken. Die Preise starten bei acht Euro für eine Nacht im Matratzenlager, es gibt aber auch Zimmer zu mieten. Sogar Hunde sind in der heimeligen Hütte willkommen, müssen aber angemeldet werden. Besonders gut schmeckt dort übrigens der Kaiserschmarrn.

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Almgasthaus Glocknerblick – Kärnten

Auf 2.050 Metern Seehöhe mitten in der Kärntner Bergwelt im Nationalpark Hohe Tauern ist das hübsche Almgasthaus angesiedelt. Die Zimmer hier sind etwas luxuriöser und starten bei 43 Euro. Auch die Küche lässt sich nicht lumpen und verwöhnt ihre Gäste mit Kärntner Kasnudln, Schweinsbraten und Jägerpfandl. Bergsteigerinnen und Bergsteiger, aber auch Hobbywanderinnen und Hobbywanderer kommen hier auf ihre Kosten. Mit etwas Glück bekommt man auch Murmeltiere, Steinböcke, Adler und Bartgeier zu Gesicht. Diese Hütte überzeugt nicht nur mit ihrer Atmosphäre, sondern vor allem wegen des beeindruckenden Glocknerblicks. Seit Kurzem ist die Unterkunft auch Teil des Alpen-Adria-Trails.

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Gowil-Alm – Oberösterreich

Die Gowil-Alm versinnbildlicht genau das, was man sich unter Almidylle vorstellt. Die kleine Hütte, auf 1.375 Metern Seehöhe über Spital am Pyhrn gelegen, bietet nicht nur die weltbesten Heidelbeerpalatschinken, sondern auch familiäre Atmosphäre zum Wohlfühlen. Hier merkt man sofort den Zusammenhalt zwischen den Wandernden – laue Abende verbringt man selbstverständlich gemeinsam mit Schnaps und Bier vor der Hütte. Der kleine Pyhrgas (2.023 Meter) und der Große Pyhrgas (2.244 Meter), die beiden Hausberge, liegen wortwörtlich direkt vor der Haustüre und eignen sich hervorragend für Wanderungen. Ihren Namen verdankt die Alm übrigens einem französischen Soldaten namens Gauville. Er hielt sich zu Kriegszeiten auf der Alm auf und versteckte sich dort vor den feindlichen Truppen. Im 19. Jahrhundert wurde dann aus dem französischen Namen einfach “Gowil”, weil das in Österreich ja sonst niemand aussprechen kann.

Dolomitenhütte – Tirol

Eine der schönsten Hütten des Landes ist zweifelsfrei die Dolomitenhütte. Gebaut wurde sie aus dem Holz der Lärche, die auch rund um sie noch wächst. Lärchenschindel, Holzvertäfelung, Edelweiß, Jägerstüberl und Kaminbar – eine Hütte also wie aus dem Bilderbuch. Dazu kommen großzügige moderne Fensterfronten und kluge Wohnkonzepte. Auf 1.616 Metern Seehöhe lädt die Hütte zum Schlafen mit einem unvergesslichen Blick auf die Dolomiten ein. Von hier aus lässt es sich hervorragend wandern, bergsteigen, klettern und mountainbiken oder einfach nur genießen. Die Zimmerpreise starten bei 45 Euro, die Sanitäranlagen teilt man sich. Wer hier nächtigen will, sollte unbedingt früh reservieren, weil diese Hütte sehr beliebt ist.

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Wolayerseehütte – Kärnten

Wie der Name es schon vermuten lässt, steht die Hütte direkt am Wolayersee. Dieser liegt auf beeindruckenden 1.951 Metern Seehöhe direkt im Herzen der karnischen Alpen, umringt von beeindruckenden Gipfeln wie der Hohen Warte, der Seewarte und dem wuchtigen Seekopf. Die Wolayerseehütte ist nicht nur ein wichtiger Stützpunkt des Karnischen Höhenweges, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderungen vom Tal herauf. Seit Kurzem kann man dort auch eine Kletterausbildung in allen Schwierigkeitsgraden absolvieren. Die Übernachtungspreise starten bei 13 Euro pro Person im Bettenlager und bei 20 Euro im Zimmer. Und wer alpine Wanderungen vor sich hat, braucht Stärkung! Auf der Speisekarte finden sich zum Glück viele Leckereien wie Speckbrot, Schnitzel und selbstgemachter Apfelstrudel.

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Alpenpark Turracher Höhe – Steiermark und Kärnten

Wer auf der Suche nach einer modernen und luxuriösen Hütte für viele Personen ist, wird beim Alpenpark Turracher Höhe fündig. Die modernen Holz-Chalets inmitten der Gurktaler Alpen bieten unter anderem auch Sauna, Innen-Whirlpool und Außen-Jacuzzi als absolute Highlights. Neben den dementsprechenden teuren Chalets gibt es auch gemütliche Apartments zu buchen, die bereits bei 50 Euro je nach Saison starten. Im Winter bietet das Gebiet 42 Pistenkilometer zum Schneewedeln und im Sommer unzählige Wanderrouten.

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Aufgrund der aktuellen Hygienemaßnahmen bitten einige Hütten die Gäste, ihre Decken und Polster selbst mitzubringen. Das bedeutet, dass ein Hüttenschlafsack somit nicht ausreichend ist, sondern man einen Sommerschlafsack und Polster im Gepäck haben sollte. Infos dazu sind auf den Seiten der jeweiligen Hütten zu finden.

Wer jetzt noch nicht so ganz die richtige Hütte für sich gefunden hat, kann sich auf Plattformen wie Hüttenland oder bei Mondial durchklicken und dort traumhaft schöne Hütten finden. Wer gerät bei einer kuscheligen Almhütte für Zwei oder dem Panoramahütten-Traum mit Sauna nicht ins Schwärmen? In diesem Sinne: Glück auf! Berg frei! Und Hals- und Beinbruch!

Wenn ihr euren Hüttenaufenthalt gleich mit einer mehrtägigen Wanderung verbinden wollt, dann schaut euch unbedingt unsere Weitwanderwege für Einstiegerinnen und Einsteiger an. Noch mehr Inspiration für euren Sommerurlaub in Österreich findet ihr auf unserer neuen Sommer-dahoam-Seite.

(c) Beitragsbild | Pixabay

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