Wien ist eine der unfreundlichsten Städte der Welt

Dienstag, 3. Dezember 2019 / Lesedauer: ca. 2 Minuten

Wien ist eine der unfreundlichsten Städte der Welt

Dienstag, 3. Dezember 2019 / Lesedauer: ca. 2 Minuten

Das Expat City Ranking 2019 kürt Wien wieder einmal zu einer der unfreundlichsten Städte der Welt. Auf welchem Platz die österreichische Hauptstadt in Sachen Unfreundlichkeit liegt und was die Befragten sonst noch so über Wien denken, erfahrt ihr hier.

von Viktoria Klimpfinger

Ja, ja, Wien ist die lebenswerteste Stadt. Das belegt die berühmte Mercer-Studie seit zehn Jahren in Folge. Angesichts der unbestreitbaren Schönheit unserer Hauptstadt ist es nur gerechtfertigt, dass die meisten Wienerinnen und Wiener dieses Ranking mit stolzgeschwellter Brust vor sich hertragen, wenn ihnen irgendwer ihr schönes Wien madig machen will. „Mei Wien is’ net deppert“ – da hat Ex-Bürgermeister Michael Häupl schon ganz recht. Aber ein bisserl unfreundlich ist es halt.

Wiener Grant ist kein Mythos

Das, was man den Wienerinnen und Wienern ohnehin immer schon gern unterstellt, hat das „Expat City Ranking 2019“ erneut bestätigt: Der Wiener Grant kann schon ziemlich ungut sein, wenn er ohne Vorwarnung in den Öffis oder auf der Straße über einen hereinbricht. Offene Aggression mit Sprüchen wie „Heast Oida, schleich di!“ und „Wos is’, Deppata, suachst an Bahöö?“ sind da aber nur die Spitze des Eisbergs. Viel subtiler und nuancenreicher zeigt sich der Hang der Wienerinnen und Wiener zum Granteln in Sätzen wie „Steigen Sie aus?“ Jemand außerhalb dieses Kosmos’ würde mit dieser Frage zunächst eine höfliche soziale Interaktion in den öffentlichen Verkehrsmitteln verbinden. Diesen Fehler macht man in Wien nur einmal. Ähnlich wie die Abercrombie-and-Fitch-Verkäufer, die einen mit einem fröhlichen „Hi! How are you?“ im Geschäft begrüßen, aber verdammt verwirrt reagieren, wenn man ihnen ehrlich erzählt, wie es einem geht, reagiert man auch in Wien, wenn der oder die Gefragte antwortet: „Nein, ich stehe hier nur so rum.“

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Sprachliche Schwierigkeiten für Expats

Ich mein’, Oida? Das will doch keiner wissen! Denn die Frage „Steigen Sie aus?“ steht für Vieles, nur nicht für soziales Interesse. Meistens bedeutet sie einfach: „Schieb dich auf die Seite, Wappla, ich will aussteigen.“ Kein Wunder also, dass Wien laut Expat City Ranking 2019 zur drittunfreundlichsten Stadt der Welt gewählt wurde. Die Umfrage des Münchner Unternehmens Inter-Nations richtete sich an mehr als 20.000 Expats, also an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für ihre Firmen im Ausland arbeiten. Ein Großteil der Befragten gab außerdem an, dass man als Expat in Wien ohne die Kenntnisse der Landessprache aufgeschmissen ist, was Wien in dieser Kategorie lediglich den 63. Platz von insgesamt 82 bescherte.

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Große Lebens- und Umweltqualität

Auch wenn etwas weniger als die Hälfte der Expats angegeben hat, dass man in der Donaumetropole nur schwer Freunde findet, schneidet Wien in der Gesamtwertung ziemlich gut ab: Insgesamt konnte es sich mit Rang 23 im Vergleich zum Vorjahr um elf Plätze nach vorne katapultieren. Das ist vor allem der Lebensqualität zurückzuführen – in dieser Kategorie machte Wien den fünften Platz. Und in Sachen Umweltqualität konnte es mit dem dritten Platz sogar ein Stockerl holen. Immerhin!

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In Wien weihnachtet es ja schon sehr. Ihr habt klassisch Wienerisch aber schon wieder einen Mordsgrant auf Punsch und Glühwein? Wir zeigen euch ein paar g’schmackige Alternativen. Was ihr in Wien so alles anstellen könnt, verraten euch unsere To Dos.

(c) Beitragsbild | W A T A R I | Unsplash

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