Umgekehrter Adventskalender

Mittwoch, 29. November 2017 / Lesedauer: ca. 1 Minuten

Umgekehrter Adventskalender

Mittwoch, 29. November 2017 / Lesedauer: ca. 1 Minuten

Dass kleine Ideen Großes bewirken können, beweist die coole Aktion Umgekehrter Adventskalender, die von Wien ausgehend derzeit ganz Österreich, Deutschland und die Schweiz erobert. Wir finden das Projekt großartig und präsentieren euch, wie auch ihr in der Vorweihnachtszeit damit absolut unkompliziert Bedürftigen helfen könnt.

von Marie Amenitsch

Nur noch wenige Tage, bis das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet und somit der Countdown zum Weihnachtsfest eingeleitet wird. Was eigentlich die besinnlichste Zeit des Jahres sein sollte, ist jedoch für viele meist das Gegenteil – Konsumwahnsinn, Zeitstress und Hektik dominieren im Advent. Umso cooler finden wir das Projekt „Umgekehrter Adventskalender“, das einmal mehr erinnert, worum es zu Weihnachten eigentlich wirklich gehen sollte: Um Liebe, Zusammenhalt und ein soziales Miteinander.

„Umgekehrter Adventskalender“ – so funktioniert’s:

Das Prinzip ist einfach und gerade deshalb so easy zu verwirklichen und richtet sich an all jene, denen es am Nötigsten zum Leben fehlt: Ab dem 1. Dezember legt man jeden Tag eine Sachspende, also einen Hygieneartikel, ein haltbares Lebensmittel, Socken, eine Haube, Handschuhe etc. in eine kleine Kiste. Am 24. Dezember spendet man diese Box dann einer Institution, die einem selbst zusagt und die man gerne unterstützen möchte. „Das kann das Pfarramt nebenan aber auch genauso der Augustin-Verkäufer sein„, so Initiator Daniel Böhm. Man ist somit an keine Institution zwingend gebunden und kann selbst entscheiden, wem man zu Weihnachten eine Freude bereiten möchte.

Daniel Böhm erzählt uns, dass er diese Idee schon vor einigen Jahren gemeinsam mit seiner WG umgesetzt hat und sie in diesem Jahr gemeinsam mit Streetlife Wien wieder aufleben lassen wollte. Streetlife Wien widmet sich dem Wert des öffentlichen Raums und bietet allerlei Anreize und auch Möglichkeiten, diesen bestmöglich zu nutzen. Die Aktion „umgekehrter Adventskalender“ macht somit also auf Seiten des öffentlichen Raums aufmerksam, die eben auch dazugehören, denn Obdachlosigkeit und Armut sind nach wie vor von großer gesellschaftlicher Relevanz. Dass die Idee so großen Anklang findet, ist ein wunderbarer Glücksfall. So sind nämlich bereits sowohl Volkshilfe als auch die Caritas auf das Projekt aufmerksam geworden und nehmen die Boxen am 24. Dezember gerne entgegen. Auch in Stuttgart setzt das Rote Kreuz das Projekt „Umgekehrter Adventskalender“ als Kampagne um, ebenso wie die Schweizer Tafel.

(c) 1000things.at / Marie Amenitsch

Wer das Projekt nicht alleine umsetzen möchte, kann dies auch super in den Büro- oder WG-Alltag integrieren. Einfach eine gemeinsame Box besorgen und aufteilen, wer wann etwas hineingeben möchte. Wir von 1000things werden die Aktion auf jeden Fall unterstützen und finden das Projekt „Umgekehrter Adventskalender“ absolut mitmachenswert.

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