Umgekehrter Adventskalender

Dienstag, 26. November 2019 / Lesedauer: ca. 1 Minuten

Umgekehrter Adventskalender

Dienstag, 26. November 2019 / Lesedauer: ca. 1 Minuten

Dass kleine Ideen Großes bewirken können, beweist auch heuer die coole Aktion Umgekehrter Adventskalender, die von Wien ausgehend ganz Österreich, Deutschland und die Schweiz erobert. Wir finden das Projekt großartig und zeigen euch, wie auch ihr in der Vorweihnachtszeit damit absolut unkompliziert Bedürftigen helfen könnt.

von Marie Amenitsch

Nur noch wenige Tage, bis das erste Türchen des Adventkalenders geöffnet und somit der Countdown zum Weihnachtsfest eingeleitet wird. Was eigentlich die besinnlichste Zeit des Jahres sein sollte, ist jedoch für viele meist das Gegenteil – Konsumwahnsinn, Zeitstress und Hektik dominieren den Advent. Umso cooler finden wir das Projekt „Umgekehrter Adventskalender“, das uns daran erinnert, worum es zu Weihnachten eigentlich wirklich gehen sollte: um Liebe, Zusammenhalt und ein soziales Miteinander.

So funktioniert’s

Das Prinzip ist einfach und richtet sich an all jene, denen es am Nötigsten zum Leben fehlt: Ab dem 1. Dezember legt man jeden Tag eine Sachspende, also einen Hygieneartikel, ein haltbares Lebensmittel, Socken, eine Haube, Handschuhe und Ähnliches in eine kleine Kiste. Am 24. Dezember spendet man diese Box dann einer Institution, die einem selbst zusagt und die man gerne unterstützen möchte. „Das kann das Pfarramt nebenan aber auch genauso der Augustin-Verkäufer sein“, hat uns Initiator Daniel Böhm schon im Vorjahr erzählt. Man ist somit an keine Institution zwingend gebunden und kann selbst entscheiden, wem man zu Weihnachten eine Freude bereiten möchte. Eine Übersicht über mögliche Abgabestellen findet ihr online.

Obdachlosigkeit und Armut gehen uns alle etwas an

Daniel Böhm erzählt uns, dass er diese Idee schon vor einigen Jahren gemeinsam mit seiner WG umgesetzt hat und sie mit Streetlife Wien wieder aufleben lassen wollte. Streetlife Wien widmet sich dem Wert des öffentlichen Raums und bietet allerlei Anreize und auch Möglichkeiten, diesen bestmöglich zu nutzen. Die Aktion „Umgekehrter Adventskalender“ macht somit also auf Seiten des öffentlichen Raums aufmerksam, die eben auch dazugehören, denn Obdachlosigkeit und Armut sind nach wie vor von großer gesellschaftlicher Relevanz. Dass die Idee in den vergangen zwei Jahren so großen Anklang fand, ist mehr als Anreiz genug, dies auch heuer wieder fortzusetzen.

(c) Marie Amenitsch | 1000things.at

Wer das Projekt nicht alleine umsetzen möchte, kann dies auch ideal in den Büro- oder WG-Alltag integrieren. Einfach eine gemeinsame Box besorgen und aufteilen, wer wann etwas hineingeben möchte. Wir von 1000things werden die Aktion auf jeden Fall unterstützen und finden das Projekt „Umgekehrter Adventskalender“ absolut mitmachenswert.

Wir haben uns außerdem angesehen, welche Alternativen es zum klassischen Schoko-Adventkalender noch so gut. Auch wenn euch Punsch und Glühwein bereits jetzt zum Hals raushängen, haben wir einige ebenbürtige Varianten von Heißgetränken gefunden.

(c) Beitragsbild | Streetlife Wien

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