Route 66

Ein Roadtrip entlang der Route 66 im Vulkanland

Dienstag, 28. Juli 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Ein Roadtrip entlang der Route 66 im Vulkanland

Dienstag, 28. Juli 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Österreichischer Whiskey, kreativer Käse, regionales Pesto und Kurorte mit viel Urlaubsfeeling – die steirische Route 66 überrascht euch von Ilz hinunter bis zur slowenischen Grenze mit einem kulinarischen und abwechslungsreichen Roadtrip-Programm. Packt eure sieben Sachen und auf ins Vulkanland!

von Magdalena Mösenlechner

Einmal im Leben auf der Route 66 cruisen, den Wind in den Haaren fühlen und die Freiheit spüren – ein To Do, das viele von uns auf ihrer Bucketlist haben. Wer sich das Geld für transatlantische Flugtickets sparen möchte, oder Amerika einfach nicht so great again findet, kann auf die steirische Version zurückgreifen. Denn im Vulkanland führt euch die Genuss-Straße B66 an allerlei Sehenswertem vorbei. Ein Roadtrip für alle Sinne!

Ruotkers – House of Whiskey, Gin & Rum

Bekannterweise werden in der Steiermark gern die Gläser erhoben. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Wein, doch nicht bei Ruotkers, direkt an der Gleichenberger Straße, wie die B66 auch heißt. Aus regionalen Rohstoffen und leidenschaftlichem Handwerk entstehen hier Rum, Whiskey und Gin. Nach einem Besuch im House of Whiskey verlegt ihr die Weiterfahrt auf der Route 66 aber doch lieber auf den nächsten Tag. Denn abgesehen vom Stöbern im Shop könnt ihr hier auch eine Führung durch die Produktion und des Fasskellers unternehmen, aber natürlich auch die hauseigenen Sorten probieren. Es wird immer wieder mit verschiedenen Verkostungsevents aufgewartet, wie etwa Rum um die Welt, bei denen ihr allerlei internationale Rumsorten geschmacklich erfahren dürft. Also behaltet vor einem Besuch am besten die Website im Auge.

Lembach 16, 8333 Riegersburg

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Gsellmanns Weltmaschine

Nur wenige Fahrminuten von der steirischen Route 66 entfernt findet ihr in einer kleinen Ortschaft namens Kaag auf einem unscheinbaren Bauernhof ein echtes Kuriosum. Inspiriert von einem Besuch der Brüssler Weltausstellung begann hier im Jahre 1958 der Bauer Franz Gsellmann den Bau seiner Weltmaschine. Hunderte von Glühbirnen und alle möglichen mechanischen Teile und glänzenden Gegenstände – etwa ein Roulette-Rad, eine Waschmaschinentrommel und auch ein Andreaskreuz – wurden von ihm über einen Zeitraum von 23 Jahren zu einem fauchenden, leuchtenden, furiosen Ungetüm zusammengezimmert. Beim Besuch der Maschine erfahrt ihr noch mehr über sein Schaffen dieses ungewöhnlichen Kunstwerks und könnt dabei die schrille Maschinerie auch in Aktion erleben.

Kaag 12, 8332 Edelsbach

Weltmaschine

(c) Magdalena Mösenlechner | 1000things

Fromagerie zu Riegersburg

Nicht einfach nur Käse, sondern gleich wahre Käsekunst, erwartet euch in Riegersburg. Der diplomierte Käsesommelier Bernhard Gruber bezeichnet sich selbst als Cheese Artist, und das nicht ohne Grund. Denn der ehemalige Koch kreiert mittlerweile die ausgefallensten, aber auch schmackhaftesten Käsesorten, von denen wir bislang gehört haben: von Schafskäse mit kandierter Mango und Rose über Vulkanlandcheddar mit Buchenasche und Schabziggerklee bis hin zu Rohmilchkäse mit Uhudler und Hanf. Wer gewissenhaft speisen möchte, ist hier ebenfalls richtig. Bei der Herstellung des Käses wird auf Regionalität, Fairtrade und Zutaten aus biologischer Landwirtschaft geachtet. Ihr könnt auch gerne ein genaueres Auge auf die Produktion werfen, etwa bei einer der Führungen, die auf Voranmeldung möglich sind. Dabei dürft ihr den kreativen Käse natürlich auch verkosten, auf Wunsch sogar mit Weinbegleitung.

Bergl 2, 8333 Bergl

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zotter Schokoladen Manufaktur

Ihr seid richtige Schoki-Freaks und könnt eine angebrochene Tafel niemals liegen lassen? Bei uns seid ihr richtig. Und in der zotter Schokoladen Manufaktur auch. Hier findet jeder Schokotiger, wonach ihm beliebt. Die Besichtigung der Manufaktur besteht nämlich zum größten Teil aus einer einzigen wiederkehrenden Aktivität: Kosten, Kosten, Kosten. Ob ihr euch dabei für wagemutige Kreationen wie etwa Insekten-Schokolade oder Grammel-Schoki entscheidet oder doch eher beim klassischen Schokobrunnen verweilt, ist euch überlassen. Die Führung dauert etwa zwei Stunden und wir raten euch, viel Süßhunger mitzubringen. Am besten schlagt ihr nicht schon in den ersten Räumen voll zu, da wirklich noch genug Schokolade auf euch zukommt und es schade wäre, wenn ihr schon bei der Hälfte nicht mehr könnt.

Bergl 56, 8333 Riegersburg

zotter schokoladen manufaktur

(c) Lisa Panzenböck | 1000things

Pestonarrisch

Der sympathische, kleine Einfrau-Betrieb, ebenfalls im schönen Riegersburg, dreht sich nur um eines: Pesto – und das in allen Variationen: ganz klassisch mit Rucola, saisonal mit Bärlauch, ausgefallen mit Rosenblüten oder steirisch mit Kürbiskernen. Hier finden alle Pastafans, was ihr Herz begehrt. Auch dieser Betrieb legt großen Wert auf Nachhaltigkeit, Regionalität und biologischen Anbau. Die Gründerin Sabine Brändle hegt und pflegt ihren eigenen Laissez-Fair-Garten, in dem alles so wachsen darf, wie es der Natur gerade passt. Der etwa ein Hektar große, bunt bepflanzte Acker liegt nur wenige 100 Meter vom Geschäftslokal entfernt. Auf Anfrage könnt ihr ihn besichtigen oder auch ein Picknick dort genießen. Genuss findet ihr aber auch im Geschäft selbst, gibt es dort doch die Möglichkeit, sich gratis durch die diversen Pesto-Sorten zu kosten.

Riegersburg 26, 8333

Pestonarrisch

Blätter werden getrocknet zur Weiterverarbeitung (c) Magdalena Mösenlechner | 1000things

Riegersburg

Die vorangegangenen Stopps eures Roadtrips entlang der Route 66 führten euch schon in das pittoreske Örtchen im Vulkanland. Wir wollen es aber noch einmal gesondert hervorheben, zahlt es sich doch wirklich aus, hier etwas länger Halt zu machen. Die sanften Hügel um die Ortschaft, die steilen Straßen durch die Altstadt und natürlich die imposante Burganlage, die auf einem Vulkankegel thront, machen Riegersburg zu etwas ganz Besonderem. Spaziert gemütlich hinauf zur Burg oder nehmt noch etwas gemütlicher den Aufzug. Bequemlichkeit hat allerdings ihren Preis: 6 Euro kosten Rauf- und Runterfahrt pro Person, da ist das Eintrittsticket zur Burg allerdings noch nicht inbegriffen. Wem gehen und fahren zu Mainstream ist, der kann auch etwas actionreicher den Weg zur Burg erklettern. Egal welche Art von Erklimmungsmethode ihr wählt, hoch oben werdet ihr in der Burg-Taverne mit einem kühlen Drink und einer unfassbaren Aussicht belohnt. Ein besonderes Highlight ist auch die Greifvogelwarte direkt an der Burg, wo ihr mit Steinadlern, Uhus und Schnee-Eulen auf Tuchfüllung gehen könnt. Mehrmals täglich könnt ihr vor Ort die Flugshows bewundern und über die edlen Tiere staunen.

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Styrassic Park

Nach all der Schlemmerei noch eine kleine Zeitreise gefällig? Wobei das Wort klein hier wohl etwas fehl am Platz ist, denn 66 Millionen Jahre ist schon ein Zeiterl. Im Styrassic Park an der Gleichenberger Straße dreht sich nämlich alles um Dinosaurier. Hier habt ihr die einzigartige Möglichkeit, die ausgestorbenen Urzeitgiganten hautnah zu erleben. Spannende Hintergrundfakten, ein 9-D-Kinoerlebnis und ein acht Meter großes und 18 Meter langes T-Rex-Skelett locken Besuchende aus allen Altersgruppen in den Themenpark. Auch körperlich austoben könnt ihr euch im Styrassic Park, etwa auf dem Kletterparcours oder auf der Riesenseilrutsche. Wer nach so viel Action etwas Ruhe vor der Weiterfahrt benötigt, kann im angrenzenden Baumhotel hoch in den Wipfeln sein Nachtlager aufschlagen.

Dinoplatz 1, 8344 Bad Gleichenberg

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Bad Radkersburg

Das Ende der abwechslungsreichen Route 66 markiert nicht etwa Missouri oder Santa Monica, sondern die Mur-Auenlandschaft um den schönen Kurort Bad Radkersburg. Die idyllische Landschaft der Südoststeiermark wechselt sich in der Grenzstadt kurz vor Slowenien ab mit historischen Bauten. Vor allem überwältigt uns hier aber eines: nämlich Urlaubsfeeling. Bad Radkersburg wartet mit jeder Menge mediterranem Flair und Sonnenstunden auf. Das Wort Bad im Namen kommt hier auch nicht von ungefähr, immerhin dürfen sich doch nur waschechte Kurorte damit schmücken. Die sehr beliebte Parktherme macht sich also die ortseigene Thermalquelle zunutze. Wer sich eher zu den Badesee-Plantschern und -Plantscherinnen zählt, kann unweit vom Zentrum auch im idyllischen Liebmannsee baden.

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Ihr wollt noch mehr USA-Feeling in Österreich genießen? Wir haben da ein paar Tipps für euch auf Lager, wie etwa den österreichischen Grand Canyon oder auch das hiesige Pendant zur Golden Gate Brücke. Noch mehr Urlaubsinspiration findet ihr auf unserer Sommer-dahoam-Seite.

(c) Beitragsbild | Mario Schmidt | Pixabay

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