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7 Dinge, die uns in den Öffis am meisten nerven – Teil 2

Donnerstag, 27. August 2020 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

7 Dinge, die uns in den Öffis am meisten nerven – Teil 2

Donnerstag, 27. August 2020 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Ach, die Wiener Öffis – herrlicher Schmelztiegel für so ziemlich alles. Im Sommer besonders für unsere entblößten Oberschenkel. Was sonst noch regelmäßig den Grant entfacht, verraten wir euch im zweiten Teil unseres Artikels über Dinge, die in den Öffis am meisten nerven.

von 1000things Redaktion

Wie heißt es doch so schön: Was sich liebt, das neckt sich. Zugegeben, diese Weisheit hat sicher einigen Jugendlichen einen etwas fragwürdigen Zugang zu balzähnlichem Verhalten eingeimpft: „Der Justin macht sich immer wieder über deine Zahnspange lustig, gibt dir fiese Spitznamen und turtelt mit deiner besten Freundin rum, Charlotte? Klar heißt das, dass er dich mag!“ An dieser Stelle ein kleiner Rat an alle Charlottes da draußen: Egal, ob der Justin dich mag oder nicht – pfeif auf ihn, am besten salopp und selbstbewusst durch die Drähte deiner Spange. Nein, was sich wirklich gern hat, das sollte sich zu allererst respektvoll behandeln. Wenn das mal klappt, kann man zu dem einen oder anderen Verbalrempler ausholen, das ist offenbar ein Zeichen von Intimität. Wir Menschen sind eben mysteriöse Wesen. Jedenfalls necken auch wir von 1000things nur aus Liebe. Und in diesem Fall trifft unsere geballte Liebe wieder einmal die Öffis.

MSN-Masken-Fails

Gerade im Sommer 2020 ist sie aus zweierlei Gründen ein heißes Thema: die MNS-Maske. Zuerst der naheliegende: Es wird auf Dauer ungewohnt heiß im Gesicht, wenn man sich selbst den eigenen warmen Atem entgegenhaucht. Und dann der sichtbarere: Offenbar schaffen es manche von uns immer noch nicht, sich die Mund-Nasen-Schutzmaske tatsächlich schützend über Mund und Nase zu ziehen. Illustrierte Erklärungen im Internet und an den Wänden mancher Stationen hier, Spötteleien und Vergleiche mit falsch angezogenen Männerunterhosen da, und trotzdem sitzen wir in den Öffis immer wieder einer FKK-Nase gegenüber, die offenbar noch immer nicht begriffen hat, das die neue Gesichtsbekleidungsvorschrift auch ihr gilt.

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Manspreading

Mindestens genauso hitzig ist die Manspreading-Debatte, die im vergangenen Jahr aufgegriffen wurde. Darauf wollen wir hier jetzt nicht zu detailliert eingehen – mit Fettnäpfchen müssen wir uns dank der verschwitzten Sitze schon genug herumschlagen. Aber auffällig ist es schon, dass manche Menschen – und wenn, dann tatsächlich überwiegend Männer – mit dermaßen gespreizten Beinen dasitzen, wie es ein Gutteil der Bevölkerung nur beim Gynäkologen tut. Wurschelt man sich dann doch etwas brüskiert auf den Sitz daneben, kann man mit großer Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass sich die Knie nicht schlagartig schließen und den Platz freigeben werden. Im Gegenteil: Dass sie für ein paar Stationen fremdkuscheln, scheint die Kniebesitzer in der Regel nicht besonders zu stören. Jene, die zum Mitkuscheln gezwungen sind, dafür umso mehr. Besonders im Sommer, wenn die Knie auch noch entblößt sind.

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Nackte Schenkel, verschwitzte Sitze

Bleiben wir noch ein wenig beim Sommer. Der ist, was den öffentlichen Nahverkehr angeht, nämlich unser saisonaler Erzfeind. Besonders, wenn wir Hotpants oder kurze Kleider tragen und uns reflexartig einen heißbegehrten Sitzplatz ergattern. Erst einmal fühlen wir vielleicht Triumpf über die präpotente Clique, die sich jetzt leider unseretwegen aufsplitten muss. Haha, willkommen im wahren Leben, ihr Youngsters. Und während wir noch siegessicher auf unserem Platz herumrutschen – Moment, wieso rutschen wir überhaupt herum? Achja, das ist unser Oberschenkelschweiß, der sich unter eine Unzahl vorangegangener Oberschenkelschwitzereien mischt. Igitt!

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Tuchfühlung mit Achselhöhlen

Aber Schweiß gehört zum Sommer nun einmal genauso dazu wie lange Schlangen vor Eisdielen und kitschige Sonnenuntergangsfotos an der Alten Donau. Dafür müssen wir uns auch nicht schämen. Allerdings ist das noch lange kein Grund, anderen unseren Schweiß unmittelbar ins Gesicht zu halten. Ist euch noch nie passiert? Dann seid ihr wahrscheinlich noch nicht in einem rappelvollen Wagon neben einer Person gestanden, für die Deo offenbar nur ein kleingeistiger Spleen zur Selbstoptimierung ist und die uns mit stolz gelüfteter Achsel die Haltegurte verfluchen lässt. Ein verstohlener Blick nach rechts und schon ist man den Ausdünstungen eines völlig fremden Menschen so nah, wie sonst nur in der Fitnessstudio-Umkleide. Kommt es dann auch noch zu einer unangekündigten Vollbremsung, weiß man schlagartig, wie sich Ben Stiller in der Basketball-Szene von Und dann kam Polly gefühlt haben muss. Yummy.

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Anstarrwettbewerbe

Keine Sorge, grauslicher wird’s nicht. Dafür aber etwas seltsam. Denn wenn das Smartphone mal den Geist aufgibt und man zufällig keine gute Lektüre parat hat, kann einem bei längeren Öffi-Fahrten schon mal fad werden. Also lässt man den Blick etwas schweifen – manchmal ist das besser als jede Reality Soap, das verstehen wir schon. Spürt man aber das fade Aug‘ eines Gegenübers minutenlang auf einem haften, fragt man sich dann doch langsam, ob einem vielleicht noch der Haferbrei vom Frühstück in der Visage pickt. Besonders eigenartig wird’s dann, wenn man ganz unbescholten zum Fenster hinausblickt (nicht etwa, um selbst jemand anderen unauffällig zu beobachten, nein, nein) und plötzlich merkt, dass einen jemand ungeniert durch die Fensterscheibe, ums Eck quasi, fixiert. Erwischt!

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Labyrinth Volkstheater

Weniger leicht erwischt man allerdings so manche U-Bahn. Besonders, wenn man sich in einer ganz bestimmten Station gefühlte Stunden lang herumtreibt: Die U2-Station Volkstheater fühlt sich manchmal an wie die verwurschelte Treppe von M. C. Escher. Geht man etwa beim Museumsquartier runter und will zur U2 Richtung Seestadt, landet man schnell einmal in der falschen Richtung. Mittlerweile sind wir uns ziemlich sicher, dass es irgendwo eine Art Gleis 9 ¾ gibt wie in Harry Potter. Aber das ist nur eine Vermutung, bitte nicht selbst ausprobieren und gegen die nächste Wand rennen, das könnte Gehirnerschütterungen verursachen (und wäre ziemlich peinlich).

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Aussteigen lassen!

Irgendwann kommt man aber doch bei der richtigen Station an. Die U-Bahn fährt ein. Und schon sammelt sich zu Stoßzeiten vor den noch geschlossenen Türen eine Menschentraube, als gäbe es da drinnen etwas gratis. Was dann folgt, ist fast schon ein Naturgesetz. Mindestens eine der aussteigenden Personen kreischt in überreiztem Ton voller Genugtuung: „Aussteigen lassen!“ Diese Parole ist quasi das Öffi-Äquivalent zum „Zweite Kassa, bitte!“ im Supermarkt. Ja, man lässt zuerst die einen aussteigen, bevor die anderen einsteigen. Das, wiederum, ist tatsächlich eine Art ungeschriebenes Gesetz.

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Noch mehr Öffi-Grant gefällig? Dann lest euch am besten unseren ersten Teil dieser Serie durch. Was ihr im Sommer in ganz Österreich alles erleben könnt, verraten wir euch auf unserer Sommer-dahoam-Seite. 

(c) Beitragsbild | Jan Pöltner | 1000things

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