wiener am meisten nerven

10 Dinge, die dich als Wiener am meisten nerven

Montag, 20. März 2017 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

10 Dinge, die dich als Wiener am meisten nerven

Montag, 20. März 2017 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Wir Wiener sind ja vielerorts für unsere schlechte Laune und unser permanentes Sudan bekannt. Wenn wir uns das schon immer anhören müssen, dann wollen wir jetzt einmal ordentlich raunzen, über all das, was jedem in Wien lebenden so richtig hart am O*sch geht.

von Lisa Panzenböck

Es war kein einfaches Rennen, welche Dinge die Wiener am meisten nerven – dies nicht zuletzt weil wir als Suderanten unseres Zeichens ja immer nach neuen, potentiellen Grant-erregenden Dingen Ausschau halten. Hier unser persönliches Best-Of:

1.) Steigen Sie auch aus?

Man steht in der dichtgedrängten U-Bahn, weiß schon genau, dass der Mann links von einem zu Mittag ein Kebap verputzt hat und die Dame rechts von einem beim Auftragen des Deodorants gespart hat. Dann kommt von etwas weiter hinten die mühsame Frage „Steigen Sie auch aus?“ Die ins Wienerische übersetzt so viel bedeutet wie „Schleich di do, I wü ausse!“. Jeder weiß, was damit eigentlich gemeint ist – man kann es nun als Courage sehen, dass die Frage in schönem, freundlichen Hochdeutsch gestellt wird, anstatt in grantigem Wienerslang, oder aber es „feut einen einfach nur an“.

wiener am meisten nerven

(c) https://www.facebook.com/wienleiwand/

2.) Kassa, bitte!

Unter der Woche, halb 6 abends. Milliarden von Menschen stehen an, die gerade geschlaucht am Heimweg von der Arbeit sind, sich nur noch schnell vom Supermarkt ihres Vertrauens das heutige Abendessen holen möchten, aber halt – da gibts einen Fehler: das „nur noch schnell“. So viele Menschen und nur eine einzige Kassa ist geöffnet. Die wartende Meute wird ungeduldig; während die die Arme verschränkende, ältere Frau hinter dir nur vor sich her murmelt „Des konn’s jo ned sei“, ruft der Mann eine Positon weiter vorne „Kassa bitteeeee“. Amen – jemand kommt herbei geeilt und aus den Lautsprechern dröhnt „Liebe Kunden, wir öffnen Kassa 2 für Sie“. Na bitte, geht doch – wieso nicht bevor überhaupt so eine lange Schlange entstehen konnte? Garantiert einer der Punkte, die uns Wiener am meisten nerven, denn bei der Wartezeit an der Kassa sind wir noch ungeduldiger, als beim Warten auf die alle 2 Minuten kommende Ubahn.

wiener am meisten nerven

(c) 1000things Redaktion / Lisa Panzenböck

 3.) Sudern

Worüber häufig geraunzt wird ist schlichtweg das Sudern! Moment mal, raunzen und sudern bedeutet doch dasselbe! Jaja, uns über unser eigenes Aufregen und das unserer Mitmenschen aufregen ist fast schon ein Hobby geworden. Dabei geht es gar nicht so um die Reaktionen des Umfeldes auf das permanente Nörgeln über alles und jeden, sondern viel mehr um das Sudern an sich.

4.) A Eitrige und a 16a Blech

Aua. Diese Worte sind der Ohrenkrebs im Wienerischen. Ganz ehrlich, wer von uns Wienern sagt das heutzutage? Das dürfte wohl irgendjemand mal für besonders witzig befunden haben, es in einem Touristen-Guide niedergeschrieben haben und voilà – jetzt glaubt jeder nach Wien kommende, das is „ur leiwand“ und typisch Wien, wenn man am Würstlstand sein Käsekrainer und Bier so bestellt. Solltet ihr das gerade als Tourist lesen und die Wiener am meisten nerven wollen, dann bitte – verwendet diesen Ausdruck und the stage is yours.

היוש וינה❤ #התחלתי

A post shared by shayrozen (@shayrozen) on

5.) Die Hitze im Sommer

Uns kann mans echt nie recht machen – bei Regen sind wir grantig, Schnee in der Stadt finden wir gerade mal am 1. Tag schön und auch wenn wir das ganze Jahr sudan, wie gerne wir denn nun endlich Sommer hätten, zipft uns die erdrückende Hitze in der Innenstadt nach kurzer Zeit auch schon an. Ganz besonders dann, wenn wir den Tag über im Büro sind, oder in einer Dachgeschoss-Wohnung – aka tropischer Regenwald im Juli und August – leben.

6.) Die U6

Kaum vergeht ein Tag in Wien, an dem nicht irgendwer über die U6 sudat. Der Gestank, die sonderbaren Menschen, das Getümmel, die hässlichen Plastiksitze, die vielen, am Boden liegenden Gratis-Zeitungen,… Ich könnte noch ewig so weiter machen! Fühlt euch eingeladen, für „die U6“ jedes, euch den Tag verschlimmernde öffentliche Verkehrsmittel, einzusetzen. Gott sei Dank wirds bald wieder warm, da bleibt man mit seinen Ausdünstungen so schön an den Grinds-Sesseln in den Öffis kleben.

7.) Den ekelhaften Geruch in der Station Stephansplatz

Ach, der unzuordenbare Gestank in der U1-Station Stephansplatz darf in einer Liste der Dinge, die die Wiener am meisten nerven natürlich keineswegs fehlen. Man braucht seine Augen ja nicht einmal öffnen und weiß sofort, dass dieser nicht definierbare und dennoch unverwechselbare ganz klassisch in der Haltestelle Stephansplatz sein muss. Wisst ihr, warum es hier eigentlich so „feut“? Beim Bau der Station in den 70er Jahren spritzte man ein Bodenverfestigungsmaterial auf organischer Basis in den Boden, damit dieser nicht nachgibt und der Stephansdom nicht sinkt. Dank der hierbei stattfindenden chemischen Reaktion entsteht Buttersäure, die mit dem Grundwasser aussickert und unsere Nase jedes Mal aufs Neue mit diesem ekelerregenden Gestank verwöhnt.

To the future! 🚇⚡️💨

A post shared by EZJ (@ethanzjohnson) on

8.) Der Billa am Praterstern

Ok, der Billa hat zweifelsfrei eine Existenzberechtigung, zumal er ja der Erstversorger schlechthin ist, wenn einem außerhalb der gewohnten Einkaufszeiten der anderen Supermärkte am Sonntag um 6 am Abend einfällt, dass man noch gerne ein Gulasch für 10 Leute kochen möchte. Nichtsdestotrotz gehört der Supermarkt, bei dem man auf Grund der unzählbaren Menschenmassen bei jedem Besuch das Gefühl vermittelt bekommt, dass ab morgen nie wieder irgendwo Lebensmittel eingekauft werden können, zu jenen Punkten, die uns Wiener am meisten nerven und die man nach Möglichkeit gerne meidet. Wobei so ein von Grant, Ungeduld und oftmals auch polizeilichen Einsätzen gezeichneter Ausflug in diesen Supermarkt schon Erlebnischarakter hat.

9.) Die Mozarttypen am Stephansplatz

In ihren unverwechselbaren, an den großen Wolfgang Amadeus erinnernden Outfits spazieren sie in der Gegend um den Stephansplatz herum und wollen einem Tickets für alles mögliche der Wiener Kulturszene andrehen. Angequatscht wird man auf Englisch, wobei es immer wieder schön zu beobachten ist, wenn manche von uns ihnen als pampige Antwort ein angefressenes „Schau I aus wia a Tourist?“ geben.

10.) Rechts stehen, links gehen..

… ist das so schwer? Montagmorgen. Alle sind gehetzt, großteils schlecht drauf, ohnehin schon zu spät und dann stehen zwei nette Herrschaften auf beiden Spuren der Rolltreppe und plaudern – auf Deutsch! Den Touristen verzeiht man es ja noch irgendwie, anderes Land andere Sitten und so, aber ganz ehrlich – als Wiener muss das nicht sein, außer man will den Hass sämtlicher, vorbeiwollender Menschen in geballter Ladung abbekommen. Auch wenn man sich durch das Überholen auf der linken Spur vielleicht nur zwei Minuten zeit erspart – da gehts ums Prinzip. aus basta.

wiener am meisten nerven

(c) unsplash / gemeinfrei

 

Wer noch immer nicht genug von Dingen, die die Wiener am meisten nerven hat, für den hab wir alles, was man über die U6 wissen muss und eine Liste von Dingen, die man in Wien nicht tun sollte.

Wer noch immer nicht genug Tipps hat, sollte sich zu unserem WhatsApp Service anmelden, damit bekommt ihr täglich Empfehlungen auf euer Handy. Hier findet ihr eine Anleitung.

×
×
×
Blogheim.at Logo