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10 Dinge, die dich als Wiener am meisten nerven

Montag, 20. März 2017 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

10 Dinge, die dich als Wiener am meisten nerven

Montag, 20. März 2017 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Wir Wiener und Wienerinnen sind ja vielerorts dafür bekannt, dass wir viel und gerne sudern. Wenn wir uns das schon immer anhören müssen, dann wollen wir jetzt einmal ordentlich raunzen, über all das, was allen in Wien Lebenden so richtig hart am O*sch geht.

von 1000things-Redaktion

*Die Corona-Krise hat uns nach wie vor fest im Griff. Wir bemühen uns, unsere Artikel möglichst aktuell und unsere Tipps Covid-konform zu halten. Da sich die Maßnahmen aber laufend ändern, zählen wir ebenso stark auf eure Eigenverantwortung und Solidarität. Tragt eure Masken und haltet Abstand, damit wir diese Krise möglichst schnell überwinden und danach wieder umso ausgelassener zusammen feiern können.

UPDATE: Oktober 2020

Es war kein einfaches Rennen um nur zehn Dinge die Wiener und Wienerinnen am meisten nerven – dies nicht zuletzt, weil wir als Suderanten unseres Zeichens ja immer nach neuen potenziell Grant-erregenden Dingen Ausschau halten. Hier unser Best-of:

Steigen Sie auch aus?

Der Bus oder die U-Bahn fährt gut befüllt aus einer Station aus und schon tönt aus einer Ecke des Fahrzeugs eine uns allen bekannte Frage: „Steigen Sie auch aus?“ Am Ende des Satzes steht ein Fragezeichen, aber tatsächlich ist er eine an die Allgemeinheit gerichtete Botschaft: „Ich will in der nächsten Station aussteigen und möchte, dass ihr mich alle durchlasst.“ Am liebsten würde man dem bereits nervös von einem auf den anderen Fuß steigenden Fahrgast erklären, dass man nicht vorhat, auf halber Strecke zwischen Stationen das Fahrzeug zu verlassen, dass man aber selbstverständlich den Fluchtweg freimachen wird, sobald es in einer Minute in der dafür vorgesehenen Station stehengeblieben ist, die Türen aufgegangen sind und sich die gesamte Passagiersituation soundso neu arrangiert.

wiener am meisten nerven

(c) https://www.facebook.com/wienleiwand/

Zweite Kassa, bitte!

Unter der Woche, halb 6 Uhr abends. Milliarden von Menschen befinden sich gerade geschlaucht am Heimweg von der Arbeit sind und haben noch einen Abstecher in den Supermarkt gemacht. Sie wollten sich schnell noch etwas zum Abendessen holen. Wobei „schnell“ schnell hinfällig wird, wenn sich an der einzigen geöffneten Kassa dann eine meterlange Schlange von Menschen bildet. Die wartende Meute wird ungeduldig; Während die ihre Arme verschränkende, ältere Frau hinter dir nur vor sich her murmelt „Des konn’s jo ned sei’“, ruft ein Mann weiter vorne „Kassa bitteeeee“. Amen. Jemand kommt herbei geeilt und aus den Lautsprechern dröhnt „Liebe Kunden, wir öffnen Kassa zwei für Sie“. Na bitte, geht doch, wieso nicht bevor überhaupt so eine lange Schlange entstehen konnte? Garantiert einer der Punkte, die uns in Wien am meisten nerven, denn bei der Wartezeit an der Kassa sind wir noch ungeduldiger, als beim Warten auf die alle drei Minuten kommende U-Bahn.

wiener am meisten nerven

(c) Lisa Panzenböck

Sudern

Worüber häufig geraunzt wird ist schlichtweg das Sudern! Moment mal, raunzen und sudern bedeutet doch dasselbe! Jaja, uns über unser eigenes Aufregen und das unserer Mitmenschen aufzuregen ist fast schon ein Hobby geworden. Dabei geht es gar nicht so um die Reaktionen des Umfeldes auf das permanente Nörgeln über alles und jeden, sondern viel mehr um das Sudern an sich.

Die Sache mit der Maske

Ist man dieser Tage unterwegs, ist ein Mund-Nasen-Schutz ein stetiger Begleiter. Möchte man meinen. Aber auch nach mehreren Monaten mit Corona befinden es einige Menschen nach wie vor nicht für nötig, einen solchen in den paar Lebenslagen aufzusetzen, in denen es Gebot ist. Oder sie finden eine kreative Weise, ihn so aufzusetzen, dass er seinen Zweck nicht annähernd erfüllt. Dass dieser kleine Akt der Solidarität zugunsten eines halbwegs normalen gemeinsamen Alltags während der Corona-Pandemie immer noch ein Problem für manche darstellt und man sogar dafür beschimpft wird, wenn man Menschen höflich bittet, ihre Maske ordentlich aufzusetzen, nervt.

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Die Hitze im Sommer, die Kälte im Winter, die fehlenden Übergangszeiten

Uns kann man es echt nie recht machen. Bei Regen sind wir grantig, Schnee in der Stadt finden wir gerade mal am ersten Tag schön, ab Tag zwei schimpfen wir über den Gatsch und das gestreute Salz, dass uns die Schuhe verätzt. Im Winter sudern wir, dass wir am liebsten einfach wieder Sommer hätten. Und im Sommer macht uns die drückende Stadt-Hitze zu schwitzenden Ungustln mit verdammt kurzer Zündschnur. Aber hey, der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung ist die Selbsterkenntnis.

Der ekelhaften Geruch in der Station Stephansplatz

Ach, der gute alte Gestank in der U1-Station Stephansplatz darf in einer Liste der Dinge, die die Wiener am meisten nerven natürlich keineswegs fehlen. Wisst ihr, warum es hier eigentlich so „feut“? Beim Bau der Station in den 70er-Jahren spritzte man ein Bodenverfestigungsmaterial auf organischer Basis in den Boden, damit dieser nicht nachgibt und der Stephansdom nicht sinkt. Dank der hierbei stattfindenden chemischen Reaktion entsteht Buttersäure, die mit dem Grundwasser aussickert und unsere Nase jedes Mal aufs Neue mit diesem ekelerregenden Gestank verwöhnt, der stark an Erbrochenes erinnert.

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Der Billa am Praterstern

Okay, der Billa am Praterstern hat zweifelsfrei seine Existenzberechtigung, zumal er ja der Erstversorger schlechthin ist, wenn einem außerhalb der gewohnten Supermarkt-Einkaufszeiten einfällt, dass man unbedingt eine Tafel Schokolade braucht. Nichtsdestotrotz meiden wir den Supermarkt nach Möglichkeit. Die unzählbaren Menschenmassen geben einem das Gefühl, es sei der letzte Supermarkt-Tag angebrochen. Wobei, bei so viel Grant und Ungeduld in der Luft wird man Zeuge einiger origineller Alltagsg’schichten, die unterhalten.

Die Mozarttypen, die uns Konzertkarten andrehen wollen

In ihren unverwechselbaren, an den großen Wolfgang Amadeus erinnernden Outfits spazieren sie in der Gegend um den Stephansplatz herum und wollen einem Tickets für Konzerte andrehen, die für Touristen und Touristinnen gedacht sind. Angequatscht wird man auf Englisch, wobei es immer wieder schön zu beobachten ist, wenn manche von uns ihnen als pampige Antwort ein angefressenes „Schau i aus wia a Tourist?“ entgegnen.

Rechts stehen, links gehen …

… ist das so schwer? Montagmorgen. Viele haben mit dem Beginn der neuen Arbeitswoche zu kämpfen, viele sind ohnehin schon zu spät und dann stehen zwei nette Herrschaften auf beiden Spuren der Rolltreppe und plaudern gemütlich. Bei aller Liebe: Kann man das Gespräch nicht einfach auf der entsprechenden Seite auf zwei verschiedenen Stufen stehend führen? Mittlerweile müsste die Rolltreppen-Etikette doch allen klar sein. Machen wir das Navigieren durch die Öffis bitte nicht aufwändiger als nötig.

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Unfreundliches Service-Personal im Kaffeehaus

Auf die Gefahr hin einen kleinen Shitstorm auszulösen: Nein, es ist auch in Wien nicht okay, wenn Kellner oder Kellnerinnen unfreundlich zu den Gästen sind. Wer Unfreundlichkeit mit Wiener Charme gleichsetzt, hat Letzteren nicht verstanden. Wir alle lieben den schwarzen Humor der Wiener und Wienerinnen, den Schmäh, der eben ihren Charme ausmacht. Aber den ach-so-typischen Wiener Grant als Entschuldigung dafür zu nehmen, dass man in den traditionellen Kaffeehäusern häufig mal an eine schlecht gelaunte und unwillige Servicekraft gelangt, ist sehr inopportun. Wenn nach mangelhaftem Service dann noch pikiert darauf hingewiesen wird, dass man kein Trinkgeld gegeben hat – danke für den Hinweis, Sherlock –, ist das echt einfach nur mehr nervig.

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Wir haben eine Reihe spannender Fakten über die Wiener Öffis für euch gesammelt. Neben vielen To Dos für Wien, auch speziell für den Herbst dahoam, verraten wir euch auch, was ihr in Wien lieber bleiben lasst.

(c) Beitragsbild | Andre Hunter | Unsplash
(c) Facebook-Beitragsbild | 傅甬 华 | Unsplash

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