Die fünf unfassbarsten Geschichten aus X Factor

Montag, 5. November 2018 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Die fünf unfassbarsten Geschichten aus X Factor

Montag, 5. November 2018 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Rote Augen oder das Stand-by-Licht des Fernsehers? Bloßes Hundegeheul oder ein Vorbote auf den Tod? Embryo oder Tintenfisch? Einige Geschichten von X Factor – Das Unfassbare haben uns nachhaltig verstört. Weil die Serie am 4. November 2018 stolze 20 Jahre alt wurde, küren wir hier ihre gruseligsten Geschichten.

von Viktoria Klimpfinger

„Können Sie Wahrheit und Lüge unterscheiden? Dazu müssen Sie über ihr Denken hinausgehen und ihren Geist dem Unglaublichen öffnen. X Factor, das Unfassbare, präsentiert von Jonathan Frakes“, haucht eine mysteriös säuselnde Männerstimme mit dramatischer Musik im Hintergrund. Schon spaziert Jonathan Frakes in ein Zimmer, das uns verdächtig an die Unterwelt in „Charmed“ erinnert, und erklärt uns anhand einer Vase oder anderen obskuren Gegenständen, warum Wahrheit und Lüge oft so nah beieinanderliegen. Gut, dass er uns vorwarnt. Immerhin müssen wir doch am Ende der Sendung selbst entscheiden, welche gruselige Story der Wahrheit entspricht und wo uns der gute Jonathan einen blutrünstigen Geisterbären aufgebunden hat.

Auch wenn wir heute längst wissen, dass der Wahrheitsgehalt der Geschichte über den feuerlegenden Poltergeist maximal darin liegt, dass Feuer heiß ist: In unserer Kindheit und Jugend – als die Serie Hochkonjunktur hatte – war es noch relativ egal, ob die Geschichten wahr oder frei erfunden waren. Gruselig waren sie auf jeden Fall.

Am Sonntag, den 4. November 2018, feierte die Sendung, die eine ganze Generation im Nachmittagsfernsehen traumatisiert hat, bereits sein 20-jähriges Jubiläum mit zwei brandneuen Folgen auf RTLII. Also dachten wir uns: Verdammt, sind wir alt! Und dann erinnerten wir uns daran, dass uns manche Folgen der Mystery-Show bis heute in unseren schlaflosen Nächten verfolgen. Deshalb haben wir hier für euch unsere Top 5 der gruseligsten X-Factor-Geschichten, die uns als Kinder nachhaltig verstört haben.

Intro

Platz 5: Der hellsehende Hund (Folge 10: „Der Blindenhund“)

Angeblich spüren Tiere ja, wenn Gevatter Tod mit seiner Sense an der Türe kratzt. So auch Blindenhund Buff, der offenbar hellseherische Fähigkeiten entwickelt hat: Jedes Mal, wenn er zu heulen beginnt, stirbt eine Stunde später jemand. Die letzten unheimlichen Erfüller dieser Prophezeiung sind Herrchen und Doggo selbst. Tragisch und verdammt creepy. Dank Buff checken wir heute noch manchmal panisch unsere Vitalzeichen, eine Stunde nachdem wir Hundegeheul gehört haben.

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Platz 4: Der Typ in der gelben Weste (Folge 35: „Kein Empfang“)

Seit dieser Geschichte hat das Wandern für manche von uns einen morbiden Beigeschmack. Und gelbe Westen, die auch. Im Wald wäscht ein Killer sein blutiges Messer ab. Als ihn ein junges Paar dabei überrascht, kommt es zu einer raschelnden und keuchenden Verfolgungsjagd durchs Dickicht. Immer wieder taucht ein Mann in gelber Weste auf, der das Paar schließlich zur rettenden Straße lotst. Als die beiden sich umsehen, bemerken sie den seit Tagen vermissten und schwer verletzten Stuart Becker. Er trägt – dam, dam, daaam – eine gelbe Weste.

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Platz 3: Die fremde Frau im Spiegel (Folge 1: „Die Frau im Spiegel“)

Schon mit der ersten Folge der ersten Staffel hat es X Factor damals geschafft, unsere Beziehung zu Spiegeln für immer zu verändern. Als Mona nach einem Nervenzusammenbruch aus dem Krankenhaus nach Hause zurückkehrt, sieht sie im Flurspiegel im ersten Stock ständig ein und dieselbe Frau. Nicht sich selbst natürlich. Das wäre nicht so unheimlich, außer vielleicht nach einer durchzechten Partynacht. Als Mona eines nachts alleine zuhause ist, weil ihr Ehemann über Nacht wegbleibt, deckt sie den Spiegel vor Lauter Angst ab. Im Schlaf wird sie von einem Einbrecher überrascht und vor den Spiegel gezerrt. Als er ihr ein Messer an den Hals hält, fliegt das Laken vom Spiegel und darin ist wieder die blutverschmierte Fremde zu sehen, der der Einbrecher an Monas Stelle die Klinge unters Kinn drückt. So etwas schockt sogar hartgesottene Verbrecher: Er taumelt vor Schreck zurück und fällt die Treppe hinunter. Also hat sie der verwünschte Spiegel letztlich sogar gerettet. Toll. Uns hilft das allerdings herzlich wenig, wenn wir nachts mit zusammengekniffenen Augen an unserem Spiegel vorbeigehen.

Die Frau im Spiegel

Platz 2: Die Nanny mit den roten Augen (Folge 12: „Rote Augen“)

Bis heute liefern wir uns ein erbittertes Wettstarren mit dem roten Licht unserer technischen Geräte, sobald wir das Licht abschalten. Ist das wirklich nur der Fernseher? Zu verdanken haben wir diese eigenartige Phobie der X-Factor-Geschichte, in der eine Kreatur mit roten Augen nachts einige Familienmitglieder in Atem hält. Der Familienvater tut das zwar als Einbildung ab. Aber das Kindermädchen hat verdächtig gerötete Augen…

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Platz 1: Die Tintenfisch-Geburt (Folge 20: „Schwanger“)

Ist es ein Food-Baby? Ist es ein echtes Baby? Nein, es ist ein Tintenfisch! Na, erinnert euch das an etwas? Uns zumindest schon. Und zwar an die unserer Meinung nach verstörendste X-Factor-Geschichte, die unsere Einstellung zu Geburt und Babys nachhaltig verkorkst hat. Immerhin ist eine Geburt allein ja schon ziemlich eklig. Das zu toppen, erfordert also schon ein gewisses Maß an perverser Fantasie. Und was wäre perverser als ein mehrarmiges, glitschiges Wesen, das in einem Bauch wohnt? Jetzt haben wir eigentlich schon alles verraten: Eine Frau denkt sie ist schwanger. Nach einem negativen Untersuchungsergebnis geht ihr Arzt von einer Zyste aus. Als er sie operativ entfernen will, stößt er auf einen unerwarteten, zappelnden Bauchbewohner: einen Tintenfisch. Ew. Einfach nur: Ew. In ihren Bauch ist er angeblich gekommen, weil die Frau beim Schwimmen ein befruchtetes Tintenfischei verschluckt hat. Klingt nur logisch – immerhin wird man ja auch vom Küssen schwanger. Oder so.

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Nachdem wir für euch gerade unsere größten Fernseh-Traumata aufs Neue durchlebt haben, brauchen wir jetzt erst mal eine Gruselpause und vielleicht eine kleine Embryostellung-Session im Eck. Oder wir ziehen uns einfach etwas weniger Nervenaufreibendes rein. Vielleicht die Gummibärenbande.

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Jetzt haben wir euch in Flimmerkistenstimmung gebracht? Dann zieht euch doch unsere spannendsten Serien für kalte Tage rein. Doch lieber mehr Action? Unsere To Do’s liefern euch jede Menge Alternativen zum Fernsehen.

Beitragsbild (c) Masaaki Komori / Unsplash

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