5 wichtige Wörter als Deutscher in Wien

Dienstag, 18. Oktober 2016 / Lesedauer: ca. 2 Minuten

5 wichtige Wörter als Deutscher in Wien

Dienstag, 18. Oktober 2016 / Lesedauer: ca. 2 Minuten

Es lockt jährlich zahlreiche neue Studenten und Arbeitssuchende in die schöne Stadt. Man ist im Ausland und doch irgendwie nicht. Sprachbarrieren? So gut wie nicht vorhanden – oder doch? Wir haben hier einmal fünf wichtige Ausdrücke zusammengefasst, die ihr als Zugezogene unbedingt kennen solltet. Schaut in den Blog und lernt dazu.

von Luisa Lutter

Es gibt bei weitem mehr Begriffe, die man als Deutscher generell in Österreich in seinen Sprachgebrauch aufnehmen sollte. Doch wen es  speziell nach Wien verschlägt, der hat nochmal ganz eigene Raffinessen und Wortwendungen zu erlernen. Hier verrate ich meine top five, die ich mir ganz schnell angewöhnen musste, als ich vor einigen Jahren frisch nach Wien kam.

Die Sache beim Einkauf

Wer einen guten Einstand in der neuen Stadt möchte, sollte sich sogleich beim Shopping korrekt verhalten und niemals eine „Tüte“ für seine Einkäufe beim Bezahlen fordern. Der strafende Blick der Person hinter der Kassa wird einen auf ewig verfolgen. Sagt es euch ansonsten vorab x mal auf oder schreibt es euch hinter die Ohren, aber in Wien heißt es Sackerl!

Ihr umgeht dieses Problem natürlich leicht, wenn ihr einfach gleich euren coolen Spritzwein-Beutel dabei habt und so ganz nachhaltig unterwegs seid.

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Auf eine Tasse …

Besonders Studenten brauchen ihre tägliche Dosis Koffein und damit ihr diese auch bekommt und nicht gleich am frühen Morgen beim Bäcker angeraunzt werdet, sprecht es lieber gleich korrekt aus. In Wien heißt das schwarze Zaubergebräu nicht „Kaffè“, also mit kurzem ‚e‘ und ohne langes ‚a‘, sondern wird mit einem langen ‚é‘ ausgesprochen. Als kleiner Trost, es sind noch keine Wortakrobaten vom Himmel gefallen und nach Jahren in Wien entfährt mir dennoch oft bei der Bestellung ein plumpes “ Einmal Kaffè, bitte“.

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Lange Erklärung kurzer Sinn

Entweder man versteht was hinter dem einfachen Satz „das geht sich aus“ steckt oder  nicht. Es bedeutet so viel wie „passt schon oder haut hin“. Im Alltag erleichtert es einem großes Herumgerede. Warum diese Aussage in Deutschland noch nicht geläufig ist, bleibt ein Mysterium. Fest steht, in Wien geht sich vieles aus, egal ob zeitlich, geldtechnisch und und und. Ohren auf und beim nächsten Gespräch mit den Lieblingsösterreichern genau hingehört.

Hast du mal Feuer?

Klar, jeder versteht es wenn man nach einer Zigarette fragt. Doch auch hierfür haben die Wiener ihre eigenes Wort: Tschick. Wenn eine Person zudem fragt, ob man ihr eine Tschick schnorren kann, sollte man nicht gleich losrennen und wahllos Menschen ansprechen. Schnorren bedeutet in diesem Fall „geben“.  Und ganz wichtig ist auch das Wörtchen: Ofen. „Rauchst du einen Ofen mit“? – Diese Frage irritierte mich beim ersten Hören doch sehr, allerdings klärte sich rasch auf, was sich dahinter verbirgt und mit einem entspannten Grinsen auf den Lippen nahm ich auch dieses Wort in meinen Wortschatz mit auf.

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Wenn der Hunger kommt

… darf es gerne mal eine Eitrige sein. Nein, da müssen sich nicht die Nackenhaare aufstellen. Diese schmackhafte und etwas scherzhafte Umschreibung bezeichnet einen Käsekrainer, eine Wurst mit Käse im Inneren, welcher beim Reinbeißen halt etwas nach Eiter aussieht. Trotzdem unbedingter Probierungsmuss! Einer der Imbisse, wo die Eitrige absolut himmlisch sein soll, ist der Bitzinger im 1.Bezirk.

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Natürlich gibt es bei Weitem noch mehr Wörter und wir sind dabei unsere Liste zu ergänzen. In diesem Sinne Bussi und Baba!

Hier geht’s zum zweiten Teil.

Fotos:
Beitragsbild: (c) https://www.facebook.com/smoonr

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