Lesetipps Sommer

Sommerlektüre – 1000things Buchtipps für den Sommer

Samstag, 13. Juli 2019 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Sommerlektüre – 1000things Buchtipps für den Sommer

Samstag, 13. Juli 2019 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Wann hast Du zuletzt ein richtig gutes Buch gelesen? Alle, die stirnrunzelnd überlegen müssen und sich beim besten Willen nicht daran erinnern können, sind hier bestens aufgehoben. Wir präsentieren unsere ganz persönlichen Leseempfehlungen für den Sommer. Egal ob Bücherwurm oder doch eher Lese-Faultier: Mit unseren Tipps ist euch ein fesselndes Abtauchen in die Welt des geschriebenen Wortes sicher.

von 1000things Redaktion

Wer sich im Sommer danach sehnt, zwischen den Zeilen eines fesselnden Romans abzutauchen und sich von Worten in fremde Welten entführen möchte, ist hier genau richtig: bei den Buchtipps aus der 1000things-Redaktion. Von Klassikern, spannenden Krimis bis hin zu gesellschaftskritischen Neuerscheinungen erwartet euch eine bunte Auswahl an Sommerlektüre.

Den Anfang in unserer Sommerlektüre-Übersicht macht ein charmantes Buch, welches uns in vergangene Jahre zurück verschlägt. Wir lesen aus der Sicht von Hubert, welcher der Sohn einer Pensionswirtin ist, über aufmerksame Beobachtungen und Notwendigkeiten – oder eben auch nicht. Wie im Falle von Hubert, der mit seiner Mutter jedes Jahr im Sommer ihr Haus in eine kleine Pension verwandeln. Sommergäste und Routinen geben sich die Hand und doch ist in diesem einen Jahr etwas anders. Huberts Mutter versucht ihren Sohn zu verheiraten, doch dieser sieht dafür keinerlei Notwendigkeit.

Wir sind der Meinung, eine wunderschöne Sommerlektüre, die man gut und gerne in einem Rutsch durchlesen kann.

Sternstunden der Menschheit – Stefan Zweig

Weiter geht es mit unseren Sommerlesetipps: Stefan Zweig ist dabei natürlich stets eine zuverlässige und gute Anlaufadresse. Ein Buch, das in jede gut sortierte Privatbibliothek gehört. Es wird von 14 schicksalhaften Augenblicken von unterschiedlichen Ereignissen in der Geschichte berichtet. Es wechseln sich spannende Einblicke in bekannte- und wenigere bekannte Episoden der Weltgeschichte ab.

Eine Lektüre, die man gelesen haben sollte und die einem zugleich noch einen Mehrwert an Wissensauffrischung bietet.

Die Geschichte der Bienen – Maja Lunde

Diese Geschichte geht uns alle etwas an .Kein Tier wird seit Jahren so sehr diskutiert und in den Fokus gerückt wie die Biene. Dass diese wichtigen Insekten immer mehr Gefahren trotzen müssen – wie zum Beispiel Krankheiten, Pestiziden sowie allem voran dem Menschen – und vom Aussterben bedroht sind, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Albert Einstein hat angeblich einmal gesagt:

“Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.”

Fesselnd und bildhaft erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und wie die Menschheit durch ein unsichtbares Band mit der Geschichte der Bienen verknüpft ist. Die Autorin stellt zudem wichtige Fragen: Wie gehen wir um mit der Natur und den Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

Maja Lunde nimmt uns mit auf eine Reise, die nachdenklich macht und zu Gesprächen anregt. Ein wichtiges Buch, das einem noch lange im Kopf bleibt und uns die kleinen Geschöpfe nochmal auf eine völlig neue Weise näher bringt.

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Soeben habe ich #diegeschichtederbienen von #majalunde beendet und die Rezension dazu auf meinem #blog, auf dem ihr auch die ganze Rezension findet (#linkinbio ), veröffentlicht. 🐝 Das bedrückende und zum Nachdenken anregende Buch hat mich in den letzten Tagen sehr beschäftigt und besonders gelungen fand ich dabei die Aufteilung in drei sehr unterschiedlich verlaufende aber allesamt eher düstere und lediglich gegen Ende ganz wenig Hoffnung verheissene Handlungsstränge. Drei Zeitebenen, drei Kontinente, drei Familienschicksale und eine Mischung aus Sachbuch, Dystopie und Familienchronik machen definitiv Lust auf mehr. 🐝 #freiwilligewerbung #btb #btbverlag #ausgelesen #rezensiert #rezension #beendet #blogger #buchblog #bookstagram #booksarelove #nachdenklich #roman #buch #book #lesenmachtglücklich #lesenmachtsüchtig #büchersüchtig

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Aufgewacht – Angelika Gulder

Sommerlektüre der anderen Art! Es ist schon wieder Jahreshalbzeit und viele ziehen Bilanz aus den vergangenen Monaten. Wer sich eine Veränderung wünscht und nicht weiß, wie- und ob er oder sie das Leben neu anpacken kann, für all jene hat Angelika Gulde mehrere spannende Ratgeber geschrieben. Uns wurde das Bucht Aufgewacht ans Herz gelegt. Auch wenn man im ersten Moment Esoterik damit verbindet, kommt es überraschenderweise mit vielen psychologischen Tricks und Kniffen daher und begleitet einen Step by Step zu neuen Erkenntnissen.

Wer Lust hat sich diesen Sommer einmal intensiv mit sich selber, seinen Wünschen, Zielen und Bedürfnissen auseinander zu setzen, sollte einen Blick hinein wagen. Ein Buch das ein bisschen Arbeit mit sich bringt, die sich am Ende (des Sommers) aber auszahlen könnte.

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins – Milan Kundera

Auch heuer wieder dabei, ein wunderschöner Klassiker aus dem Jahr 1984. Dieser darf auch in unserer Sommerlektüre-Übersicht 2019 nicht fehlen. Der Name ist Programm: Der philosophische Roman „Unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ des tschechischen Autors Milan Kundera behandelt die existenziellen Fragen des Lebens und flechtet die philosophischen Thesen Nietzsches elegant in die verwobene Liebesgeschichte ein. Schauplatz der Handlung ist Prag zur Zeit des Kalten Kriegs. Der Chirurg Tomas und die Serviererin Teresa lernen sich in einem Lokal kennen und fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Es entwickelt sich eine innige, leidenschaftliche Liebe. Doch Tomas ist Treue fremd. Er hat unzählige Affären mit anderen Frauen, von denen Teresa weiß und unter denen sie furchtbar leidet. Denn ihr ist wiederum eine Unterscheidung von Sexualität und Liebe fremd. Nichtsdestotrotz heiraten die beiden und ziehen nach der gewaltsamen Niederschlagung des Prager Frühlings in die Schweiz. Doch dort lebt bereits die Malerin Sabrina, ebenfalls eine tschechische Emigrantin und eine der Geliebten von Tomas. Teresa droht daran zu zerbrechen und trifft eine Entscheidung.

Ein tiefsinniges und tief berührendes Werk, das mit seiner hohen poetischen Kraft und den vielzähligen philosophischen Einflüssen zwar nicht die leichteste Sommerlektüre, aber umso schöner zu lesen ist.

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Heute gibt es bei der #DieWocheDerBücher Challenge des @dumontbuchverlag eine besonders spannende Frage: Was war das schönste/bedeutendste Buch, das du je geschenkt bekommen hast? „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Milan Kundera ist nicht nur per se ein großartiges Buch, das ich bereits mehrmals gelesen habe. Es ist außerdem das erste Buch, das mir jemals geschenkt wurde, bei dem ich das Gefühl hatte, der Schenkende hat sich wirklich Gedanken gemacht, was mir gefallen könnte. Es war kein „Das Buch ist grad auf der Bestellerliste und mir fällt nichts besseres ein“-Geschenk. Oder ein „Guck hier, du bist jung und blond- ein seichter Frauenroman für dich.“-Geschenk. Mittlerweile ist es mindestens 10 Jahre her, das mir dieses Buch geschenkt wurde, aber es ist für mich immer noch ein Herzensbuch. Danke, Stefan!

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Die Ballade von Max und Amelie – David Safier

Wenn euch der Name des Autors bekannt vorkommt, habt ihr vielleicht sein Buch Mieses Karma gelesen. Das können wir euch auch sehr empfehlen. 2018 ist sein Roman Die Ballade von Max und Amelie erschienen. Wie so oft setzt sich Safier mit Schicksal und – wie in Mieses Karma – Wiedergeburt und Vertrauen auseinander. Dieses Mal begleiten wir die einäugige Hündin Narbe, die mit ihren Geschwistern auf einem Mistplatz lebt. Dann verirrt sich der wohlbehütet lebende Hund Max dorthin. Zusammen machen sich Narbe und Max auf, um den Weg zu Max‘ Zuhause zu finden. Max wird von Albträumen geplagt und die beiden erkennen bald, dass sie sich bereits in einem früheren Leben geliebt haben. Dann taucht ein Mensch aus ihrem früheren Leben aus, der nach Rache sinnt.

Der Ton dieses Romans von Safier ist definitiv ernster, als gewohnt – ein Buch, das berührt und zum Nachdenken anregt.

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Mögt ihr Hunde und Liebesgeschichten? Dann ist "Die Ballade von Max und Amelie" möglicherweise auch was für euch. Ich habe den Roman letztes Jahr von einer Freundin zum Geburtstag bekommen. Sie wusste, dass ich David Safier mag und hat es mir auf Verdacht mitgebracht. Jetzt habe ich nach einer langen English-books-only-Phase mal wieder ein deutsches Buch zur Hand genommen. Das Witzige an David Safier ist, dass er fast immer aus der Sicht von Frauen schreibt – oder zumindest weiblichen Figuren. Damit beweist er, dass Männer und Frauen gar nicht so unterschiedlich ticken wie viele behaupten. Safier hat Frauen jedenfalls voll drauf. 😉 "Die Ballade von Max und Amelie" ist nicht so witzig wie seine anderen Bücher – zumindest bis jetzt – aber es ist mal was anderes, die Welt durch die Sicht einer Hündin zu sehen. Gut, die Tiere sind natürlich stark vermenschlicht, aber anders funktioniert so eine Geschichte auch gar nicht. Mal schauen, wie es mit den beiden Hundis weitergeht. Glaubt ihr eigentlich an Wiedergeburt? 😀 😊 😄 #bookstagram #bookish #bookaddict #buchblogger #buchliebe #instabooks #booksofinsta #bookworm #bücherwurm #büchereule #liebe #liebesgeschichte #hunde #dogs #davidsafier #dieballadevonmaxundamelie #rosen

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Der Fall Collini – Ferdinand von Schirach

Gerade erst ist der Film Der Fall Collini mit Elyas M’Barek ins Kino gekommen. Die Vorlage dafür ist ein bereits 2011 erschienener Roman von Ferdinand von Schirach. Von Schirach ist nicht nur Schriftsteller, sondern auch Strafverteidiger und setzt sich in seinen Büchern regelmäßig mit Rechtsfragen auseinander. Die Geschichte dreht sich um den Mord an einem hoch angesehenen deutschen Industriellen, oder genauer um das, was danach kommt. Ermordet wird er vom pensionierten Mercedes-Arbeiter Fabrizio Collini – scheinbar grundlos. Der junge Anwalt Caspar Leinen übernimmt die Pflichtverteidigung des Angeklagten. Zwei Dinge erschweren den Fall wesentlich: Das Mordopfer war der Großvater seines besten Freundes. Und Collini schweigt beharrlich. Leinen beginnt also, zu recherchieren und schlägt damit ein dunkles Kapitel der deutschen Justizgeschichte auf.

Wie gewohnt liefert Ferdinand von Schirach eine spannende, komplexe Geschichte, die einen nicht loslässt.

Der Hunderjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten – Jonas Jonasson

Könnt ihr euch noch an den alten Herren erinnern, der zu seinem 100. Geburtstag durch ein Fenster aus dem Alterheim ausgebüchst ist und ein unwahrscheinliches Abenteuer erlebte? Sehr gut, denn 2018 er ist zurück gekommen – nicht ins Altersheim, sondern in unsere Bücherkästen. Allan Karlsson beendet im aktuellen Buch seinen Dauerurlaub auf Bali für ein neues Abenteuer, das ihn ungeplant in ein ganz anderes Abenteuer stolpern lässt. Er muss während einer Ballonfahrt über dem Meer notlanden und wird zufällig von einem nordkoreanischen Kriegsschiff gerettet. Der weltweite Atom-Konflikt spitzt sich empfindlich zu und Karlsson, der sich ja wunderbar mit Atombomben auskennt, hat er alle Hände voll zu tun, den Mächtigen weltweit auf die Finger zu schauen und ihnen beim Regieren mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Wie auch beim ersten Buch könnt ihr euch auf eine komplexe, aber geschickt verwobene Geschichte freuen.

Das Café am Rande der Welt – John Strelecky

Was ist der Zweck unserer Existenz? Eine große Frage, mit der sich die Menschheit schon lange auseinandersetzt. Der gestresste Manager John wird in diesem Buch mit ihnen konfrontiert, als er im Café der Fragen landet. Auf der Speisekarte stehen sie: Warum bist du hier? Hast du Angst vor dem Tod? Führst du ein erfülltes Leben? Er gerät über die Fragen mit der Serviererin Casey, dem Koch Mike und Ann, einer Frau, die Stammgast im Café ist, in ein tiefes Gespräch.

Das ist sicher keine leichte Sommerkost, sondern ein Buch, das stark zum Nachdenken und Reflektieren anregt. Auch dafür sind Ferien da. Schließlich lässt uns Reflexion wachsen.

Natürlich lesen wir im Sommer am liebsten draußen! Wohin ihr euch aber mit eurem Lieblingsbuch bei Schlechtwetter zurückziehen könnt, zeigen euch unsere gemütlichsten Lese-Cafés in Wien. Wenn euch mal danach ist, das Buch kurz wegzulegen, findet ihr bei unseren To Dos jede Menge Alternativprogramm.

(c) Beitragsbild | Ben White | Unsplash

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