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Was euch an einem Tag am Schneeberg alles erwartet

Mittwoch, 12. August 2020 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Was euch an einem Tag am Schneeberg alles erwartet

Mittwoch, 12. August 2020 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Du denkst, hohe Gipfel kannst du nur im Westen Österreichs erklimmen? Das stimmt so nicht ganz. In Niederösterreich gibt es den östlichsten und nördlichsten Zweitausender der Alpen, nämlich den Schneeberg. Was genau du dir von einem Tag dort erwarten kannst, erzählen wir dir hier.

von Sabrina Luger

Der Schneeberg ist der höchste Berg Niederösterreichs und fast auch der flächengrößte Österreichs – nur der Großglockner liegt in der Kategorie vor ihm. Auf einer Höhe von knapp über 2.000 Metern ist nicht nur das Klima anders als im Tal, sondern auch die Natur. Egal ob du lieber wandern oder doch lieber nur spazieren gehst – hier ist alles möglich, sogar Skifahren im Sommer.

Fahrt mit der Schneebergbahn

Die gute Nachricht für alle, die sich gerne ins Gebirge begeben wollen, aber dabei keine stundenlange Wanderung auf sich nehmen möchten: Mit der Schneebergbahn kommt man ganz bequem bis ganz nach oben. Die Fahrt an sich ist schon ein kleines Erlebnis. Los geht dein Abenteuer beim Bahnhof Puchberg/Schneeberg, wo der Salamander-Zug abfährt. In der Nähe des Bahnhofs gibt es einige Parkplätze, wo du dein Auto abstellen kannst. Von Puchberg aus geht es auf einer rund zehn Kilometer langen Strecke knapp 40 Minuten lang hoch zum Bergbahnhof Hochschneeberg, dem höchstgelegenen Bahnhof in ganz Österreich. Auf der historischen Strecke sind im Jahr 1897 zum ersten Mal Menschen mit der Zahnradbahn hochgefahren, 1902 auch Kaiser Franz Joseph. Heute wirst du von der Schneebergbahn in luftige Höhen gebracht. Die Bergbahn ist an Wochenenden und Feiertagen normalerweise sehr gut ausgebucht. Dementsprechend eng kann es im Zug werden. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation fährt die Bahn aber nicht mit voller Auslastung, sondern es werden weniger Tickets verkauft. Somit sollte im Zug genügend Abstand zu anderen Fahrgästen möglich sein. Maskenpflicht im Zug herrscht aktuell ebenso. Es ist also empfehlenswert, schon im Voraus zu besorgen.

(c) Ernst Merkinger | Niederösterreich Werbung

Frische Buchteln

Auf deiner Fahrt hinauf auf den Hochschneeberg wird die Schneebergbahn einen Stopp bei der Haltestelle Baumgartner machen, wo du die Möglichkeit hast, dir in der Schutzhütte flaumige, frische Buchteln zu kaufen. Der erste Gedanke mag vielleicht sein, dass man hier in eine Touristenfalle tappt, aber ganz ehrlich, wer könnte bei warmen Buchteln mit und ohne Marmelade schon nein sagen? Das Restaurant stellt sich nämlich mit dem Buchtelbacken genau auf den Fahrplan der Schneebergbahn ein, was bedeutet, dass die Buchteln genau dann ganz frisch aus dem Ofen kommen, wenn die Bahn in die Station einfährt. Den Buchtel-Stopp gibt es bei der Berg- und der Talfahrt. Wenn du beim Rauffahren also noch nicht in der Stimmung für die süße Speise bist, dann kannst du dir später für die Heimreise noch einen Proviant einpacken. Kleiner Tipp: Buchteln schmecken auch aufgewärmt noch gut!

(c) Andreas Jakwerth | Niederösterreich Werbung

Grenzenloser Ausblick

Wenn du auf dem höchsten Berg Niederösterreichs bist, dann gibt es weit und breit kaum etwas, das noch höher ist. Deshalb ist die Aussicht vom Schneeberg aus unglaublich. Nicht ohne Grund spricht man hier auch vom „Paradies der Blicke“. An klaren Tagen sollst du sogar bis in die Steiermark, die Slowakei, die ungarische Ebene und die Bucklige Welt sehen können. Der Rundwanderweg „Paradies der Blicke“ ist eine leichte, etwa einstündige Wanderung, die beim Bergbahnhof Hochschneeberg beginnt und dort auch wieder endet. Damit eignet er sich für einen kurzen, lockeren Ausflug auf den Berg.

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Reichlich Wanderrouten

Der Bergbahnhof Hochschneeberg, den du mit der Schneebergbahn erreichst, ist ein guter Ausgangspunkt für unterschiedliche Wanderungen. Als kurze, leichte Wanderung eignet sich, wie bereits erwähnt, der Rundgang „Paradies der Blicke“. Wenn du den Gipfel des Schneebergs erklimmen möchtest, dann empfehlen wir die sieben Kilometer lange Plateauwanderung, die ebenfalls beim Bahnhof Hochschneeberg beginnt und endet. Für besonders Wanderfreudige gibt es auch geführte Wanderungen bei Vollmond, bei Sonnenaufgang oder zu bestimmten Themen. Auf dem Schneeberg gibt es auch Hütten, die mit Hausmannskost und Bier auf dich warten. Am besten Informierst du dich auf der Website von Puchberg über aktuelle Touren.

Grünbachsattel bei Puchberg (c) Franz Zwickl | Wiener Alpen

Ganzjähriges Skifahren

Im Sommer skifahren? Klingt unmöglich, ist es in der Regel auch, am Schneeberg aber nicht. In Puchis Welt in Puchberg am Schneeberg gibt es die Wunderwiese, auf der man auch bei hohen Temperaturen den Skihang hinunterwedeln kann. Auf der speziellen Kunststoffmatte fühlt es sich an, als ob du auf Schnee carven würdest. Dabei hast du ein T-Shirt an und keine dicke Jacke. Die Plastik-Piste ist 5.000 Quadratmeter groß. Ski kannst du dir im Sommer sowie im Winter vor Ort beim Verleih ausborgen. Es gibt aber auch Alternativen für alle, die nicht auf dem Snowboard oder auf den Ski ins Tal brettern wollen. Du kannst nämlich auch mit der Reifenrutsche den Hang hinabflitzen. Das macht besonders Kindern Spaß!

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Abkühlung am Wasserfall

Wenn du dein Bergabenteuer auch mit einer Erfrischung am Wasser verbinden willst, dann ist ein Abstecher zum Sebastianwasserfall ratsam. Der Wasserfall ist zwar nicht besonders groß, spektakulär aber allemal. Außerdem bist du von Puchberg aus sehr schnell dort, denn vom Parkplatz spazierst du ungefähr 20 Minuten hin. Besonders im Sommer ist das Wasser, das über die Felsen viele Meter in die Tiefe stürzt, besonders schön zu beobachten. Nach einer Wanderung kannst du dich hier etwas erholen und erfrischen. Stärkung gibt’s in der nahegelegenen Wasserfallhütte.

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Abtauchen in die Geschichte

Bereits die Fahrt mit der Schneebergbahn ist in ihrer Form geschichtsträchtig. Wenn du aber noch mehr Geschichte erleben willst, dann solltest du eine der Ruinen am Fuße des Schneebergs besuchen. Die Burgruine Losenheim und die Burgruine Puchberg prägen die Landschaft rund um den höchsten Berg Niederösterreichs. Aufgrund umfassender Renovierungsarbeiten sind sie heute in sehr gutem Zustand und auch für Besucher und Besucherinnen begehbar. Wenn du eine Tour durch eine der Burgen machen möchtest, musst du im Vorhinein einen Termin vereinbaren.

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Ein Paradies im Paradies besuchen

Marias Land ist ein kleines „Öko-Freizeitparadies“, das vom Massentourismus verschont bleibt und als Geheimtipp gilt. Es liegt zwischen Rax und Schneeberg im Wiener Hochquellschutzgebiet. Erreichen kannst du die Naturoase mit der Schneebergbahn, wenn du bis zur Station Hengsthütte fährst und von dort aus hinwanderst. Wenn du möchtest, kannst du natürlich auch von Puchberg aus hinwandern. Ganz besonders sind hier die Seen, in denen Eismeersaiblinge – das sind lachsartige Fische – großgezogen werden. Ebenso besonders in Marias Land ist das Angus Beef. Alle Spezialitäten können in einem der Restaurants vor Ort probiert werden oder beim Ab-Hof-Verkauf für Zuhause mitgenommen werden.

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Noch mehr Inspiration für euren Sommer dahoam in Niederösterreich gibt’s auf unserer eigens dafür eingerichteten Seite. Außerdem stellen wir euch am Blog Orte vor, die idyllische Sommerfrische versprechen.

(c) Beitragsbild | Andreas Jakwerth | Niederösterreich Werbung

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