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Unsere liebsten Tweets zum Launch von Kaufhaus Österreich

Dienstag, 1. Dezember 2020 / Lesedauer: ca. 7 Minuten

Unsere liebsten Tweets zum Launch von Kaufhaus Österreich

Dienstag, 1. Dezember 2020 / Lesedauer: ca. 7 Minuten

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer und Digitalisierungs-Ministerin Margarete Schramböck haben Amazon bereits im Juni den Kampf angesagt. Nun ist die mit Spannung erwartete österreichische Antwort auf den Online-Riesen online gegangen – und hat einen Tweet-Storm ausgelöst.

von Pia Miller-Aichholz

*Wir wollen euch auch während der aktuellen Maßnahmen inspirieren und versuchen, unsere Artikel laufend Covid-konform upzudaten. Bitte haltet euch weiterhin an die Maßnahmen. Nur wenn wir jetzt zusammenhalten und aufeinander schauen, können wir möglichst bald wieder all diese Inspiration gemeinsam genießen und zu einem halbwegs normalen Alltag zurückkehren.

Während Amazon dieses Jahr seine Umsätze vervielfachen konnte, hat der österreichische Handel ein ziemlich hartes Jahr hinter sich. Mit dem Kaufhaus Österreich haben sich die WKO und das Ministerium für Digitalisierung eine österreichische Antwort auf den steigenden Online-Konsum und die Übermacht von Amazon und Co. einfallen lassen. Der Launch erregte allerdings einiges an Aufsehen. Wir haben ein Best-of der Tweets zum Launch vom Kaufhaus Österreich für euch zusammengestellt.

Mit vereinten Kräften und 700.000 Euro

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer und Digitalisierungs-Ministerin Margarete Schramböck wollten die österreichische Wirtschaft im Kampf gegen Amazon und andere Online-Riesen unterstützen. Ihre Teams haben sich laut Berichten von engen, alten Bekannten ganze Nächte um die Ohren geschlagen. Und zwar für den Aufbau eines Webshops, um über die Krise zu kommen. Und während für die österreichischen Buchhandlungen vergangene Woche 200.000 Euro Soforthilfe – also etwas weniger als 200 Euro pro Unternehmen – beschlossen wurden, stellte die Regierung den Kaufhaus-Österreich-Webshop auf die Beine. Mit angeblich 700.000 Euro.

 

Pünktlich nach Black Friday, einem der stärksten Einkaufstage vor Weihnachten, ging die Seite online. Die österreichische Alternative zu Amazon trägt den Namen „Kaufhaus Österreich“.

 

Auf die Suche, fertig, … oh!

Na dann suchen wir mal. Zum Beispiel nach Schuhen, wie die Frau Ministerin Schramböck.

 

Blöd nur, dass die Suche auf der Plattform die Treffsicherheit eines Kirtag-Besuchers nach fünf Jägermeister-Red-Bull hat.

 

 

Kein Witz. Wir haben es getestet.

 

(c) 1000things (Screenshot)

 

Mit der Klopapier-Bestellung nach Hause im dritten Lockdown wird‘s also nichts.

 

Die Sache mit dem Internetz

Achsooo, Moment, wir haben alle grundlegend was falsch verstanden, wie uns ein netter Mann mit schwarz-türkisem Hintergrund auf Twitter wissen lässt. Naja, wenn wir nicht ordentlich die Gebrauchsanweisung lesen, können wir ja nicht wissen, dass das gesamte Internet in seinem Suchverhalten seit Jahrzehnten auf dem Holzweg ist.

 

Die Einzelprodukt-Suche gibt’s nicht. Stattdessen soll man nach einem Ort oder einem bestimmten Shop suchen, oder in einer der Produktkategorien browsen.

 

 

Amazon schlottern die Knie.

 

 

NOT.

 

 

Vielleicht erklären uns Mahrer und Schramböck auch nochmal genauer, wie das mit dem Internetz eigentlich funktioniert.

 

Versteckte Strategie?

Oder haben wir alle die Absichten der Regierung falsch verstanden?

Erste Wartungsarbeiten abgeschlossen

Nach den ersten Beschwerden war die Seite gestern prompt für Wartungsarbeiten offline, die eine dezente Verbesserung der Suchgenauigkeit brachte – dezent. Man ist gespannt, was sich das Power-Duo Mahrer/Schramböck als nächstes einfallen lässt, um den Wirtschaftsstandort Österreich aufs internationale Parkett zu befördern.

 

Bekanntlich zählt ja der gute Wille.

 

Jetzt aber nicht so negativ.

Im Zweifelsfall kann man einfach ein Online-Trinkspiel daraus machen.

 

Und etwas Gutes hat die ganze Sache ja schon auch.

 

Lob aus der (Tages-)Presse

Übrigens scheint die Redaktion der Tageszeitung Krone beim Online-Shopping erfolgreicher gewesen zu sein. Jedenfalls findet die das Kaufhaus Österreich ganz toll.

 

Ein mittlerweile sehr anerkannter internationaler Beobachter für Absurdes bis Ultra-Komisches weltweit, äußerte sich übrigens bereits in einer Talkshow über die österreichische Antwort auf Amazon.

 

Und jetzt entschuldigt uns bitte, wir starten eine neue Runde Suchmaschinen-Roulette.

Wir haben übrigens unsere eigene Liste an österreichischen Unternehmen mit Online-Shops zusammengestellt. Die hat zwar keine Suchmaschine, aber die Kategorien sind ordentlich sortiert – Alpakawolle unter Fashion & Accessoires, und so. Und wenn ihr echte Wiener Weihnachtsgeschenke sucht, haben wir da auch ein paar Empfehlungen für euch.

(c) Beitragsbild | 1000things (Screenshot)

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