Masche Popp & Kretschmer

Warum die Riesenmasche auf der Kärntner Straße dieses Jahr nicht hängt

Mittwoch, 2. Dezember 2020 / Lesedauer: ca. 1 Minuten

Warum die Riesenmasche auf der Kärntner Straße dieses Jahr nicht hängt

Mittwoch, 2. Dezember 2020 / Lesedauer: ca. 1 Minuten

Wien hat längst die Weihnachtsbeleuchtung aufgedreht. Doch eines fehlt: die ikonische, überdimensional große Schleife über dem Popp & Kretschmer. Wir haben nachgefragt, wo das Mascherl bleibt.

von Viktoria Klimpfinger

*Wir wollen euch auch während der aktuellen Maßnahmen inspirieren und versuchen, unsere Artikel laufend Covid-konform upzudaten. Bitte haltet euch weiterhin an die Maßnahmen. Nur wenn wir jetzt zusammenhalten und aufeinander schauen, können wir möglichst bald wieder all diese Inspiration gemeinsam genießen und zu einem halbwegs normalen Alltag zurückkehren.

Wenn in Wien die Weihnachtsbeleuchtung angeht, folgt darauf jedes Jahr eine Sache wie das Rentierrudel Rudolfs leuchtender Nase: das obligatorische Ich-war-zur-Weihnachtszeit-in-Wien-spazieren-Foto von der gigantischen roten Schleife über dem Modehaus Popp & Kretschmer auf der Kärntner Straße. Jedes Jahr außer – wie könnte es anders sein – 2020. Aufmerksamen Flaneurinnen und Flaneuren ist es längst mulmig aufgestoßen: Die Masche fehlt! Dem mussten wir alten Kitschfans natürlich nachgehen.

Ohne Lichter keine Schleife

Auf Anfrage von 1000things bestätigte uns der Geschäftsführer des Modehauses Rainer Trefelik das, was viele schon vermutet haben: Die Schleife ist dieses Jahr nicht etwa spät dran oder hat sich im Kalender geirrt, sondern wird generell nicht aufgehängt. Das liegt laut Trefelik daran, dass der überdimensionale Wandschmuck von der Stadt Wien als verkehrsgefährdend eingestuft wurde, weil speziell die leuchtenden Flasher der Schleife eine zu große Ablenkung für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer darstellen würden. Ohne diese Flasher dürfe man sie zwar problemlos aufhängen, aber dann wäre das Ganze wohl nur halb so festlich. Außerdem sieht Trefelik das in Anbetracht der vielen anderen Lichterketten in der Stadt auch nicht gerechtfertigt. Deshalb verzichtet man zumindest dieses Jahr lieber komplett auf das Riesenmascherl.

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Zu große Ablenkung

Die Pressestelle des Magistrats für Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheit bestätigt uns, dass „zu stark leuchtende oder blinkende Leuchtkörper in unmittelbarer Nähe zum Verkehrsgeschehen“ wie die Schleifen-Flasher als Gefährdung für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gelten und weist darauf hin, dass die Behörde schon vor Längerem darauf hingewiesen habe.

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Typisch 2020

Ob sich daran etwas ändern wird oder man vielleicht doch in Zukunft auf die Flasher verzichtet, ist ungewiss. Für dieses Jahr steht jedenfalls fest: So aufgemascherlt Wien auch bereits ist, auf seine größte Masche muss es heuer verzichten. Und setzt damit diesem vermaledeiten Jahr 2020 die Schleife auf, die es verdient – keine.

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Aber keine Sorge, ein paar Highlights gibt’s auch dieses Jahr im Dezember in Wien. Auf unserer Corona-Seite versorgen wir euch außerdem mit vielen Artikeln für die Zeit des Lockdowns. 

(c) Beitragsbild | Popp & Kretschmer

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