Wien bekommt neue CBD-Automaten

Donnerstag, 21. Februar 2019 / Lesedauer: ca. 1 Minuten

Wien bekommt neue CBD-Automaten

Donnerstag, 21. Februar 2019 / Lesedauer: ca. 1 Minuten

Von wegen verpeilter Kiffer – das Image der Hanfpflanze soll endlich ins richtige Licht gerückt werden. Daher boomt das legale CBD-Cannabis seit einiger Zeit. Und der Hype ist noch längst nicht abgeflaut: Wien bekommt in den nächsten Wochen fünf neue CBD-Automaten.

von Viktoria Klimpfinger

Jetzt erst mal ganz tief einatmen. Nein, wirklich: Inhalieren! Und die Profis halten sogar die Luft an, bis sie wieder an der Reihe sind. Aber bitte verkutzt euch nicht, wenn wir euch verraten, dass Wien demnächst fünf neue Cannabis-Automaten bekommt.

CBD ist okay

Nein, der Dealer von der nächsten Ecke setzt neuerdings nicht auf maschinelles Outsourcing, weil er gerade eine kleine Sinnkrise durchmacht. Die Cannabis-Blüten, die ihr euch aus dem Automaten holen könnt, sind völlig legal. Und zwar dank dem Wirkstoff CBD, der im Unterschied zum Wirkstoff THC nicht reguliert, weil nicht psychoaktiv ist. Im CBD-Cannabis dürfen nur maximal 0,3 Prozent THC enthalten sein.

Wo gibt’s das und was ist drinnen?

Schon seit Oktober hängt ein CBD-Automat des steirischen Unternehmens „Dr. Greenthumb“ auf der Mariahilferstraße 101. Am Mittwoch kam einer in der Sechshauser Straße 114 dazu. Weitere folgen in der Thaliastraße 2, in der Radetzkygstraße 13, beim Rennweg 67 und in der Kandlgasse 5. Wie bei ihren zigarettenhaltigen kleinen Brüdern muss man auch bei den CBD-Automaten mittels Bankomatkarte das passende Alter vorweisen. Hat der Scanner bestätigt, dass man mindestens 18 Jahre alt ist, kann man aus vier verschiedenen Blütensorten wählen, je nach Aroma und gewünschtem CBD-Gehalt. Ein Gramm kostet hier elf Euro.

CBD-Automaten

Wir haben auf der Grazer Mariahilferstraße einen CBD-Automaten entdeckt. (c) Ines Futterknecht

„Gras“ für Graz

Wien ist damit aber längst nicht die einzige Stadt Österreichs, die CBD-„Gras“ aus der Automatenklappe ziehen lässt. Und schon gar nicht ist der Wiener Wasserkopf diesmal Vorreiter. Spitzenreiter ist nämlich Graz mit stolzen zehn Geräten zur Selbst-CBD-ienung. Und auch in Lienz gibt es einen, in Leoben, in Kapfenberg, in Judenburg – die Liste ist mittlerweile ziemlich lang. Doch egal wo, die Produkte stammen alle aus der Steiermark und sind noch dazu bio. Sechsmal werden die Pflanzen während der Aufzucht kontrolliert, ob sie auch wirklich den Richtwerten der EU entsprechen. In Tirol gibt es übrigens mit den Automaten vor den Läden der „Hanfbar“ Konkurrenz.

Dringend nötiger Imagewechsel

Dr. Greenthumb ist eines von immer mehr heimischen Unternehmen, die sich zum Ziel gesetzt haben, das Bild des „versifften Kiffers“ zu relativeren und das Image der Hanfpflanze geradezurücken. Denn immerhin wirkt sie nicht nur für manche berauschend, sondern oft auch gesundheitsfördernd. Als Nutzpflanze spielt Hanf außerdem längst schon in der heimischen Landwirtschaft eine wesentliche Rolle. Immerhin kann daraus auch sehr viel gemacht werden: Textilien, Öle, Papier.

Hanf ist eben nicht gleich Hanf ist nicht gleich Hanf. Und auch „Gras“ ist letztlich nicht gleich „Gras“. Und ausatmen!

Wir haben uns mal genauer angesehen, was CBD so alles kann, und haben zwei CBD-Shops in Österreich besucht. Wenn ihr jetzt neugierig auf Graz geworden seid, verraten wir euch am Blog, was ihr in Graz unbedingt unternehmen solltet.

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