Schluchten Wasserfälle Niederösterreich

Die schönsten Schluchten und Wasserfälle in Niederösterreich

Freitag, 24. Juli 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Die schönsten Schluchten und Wasserfälle in Niederösterreich

Freitag, 24. Juli 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Weißes Rauschen kann so schön sein! Besonders wenn es über schroffe Felsen ins Tal hinab stürzt. Deshalb zeigen wir euch ein paar paradiesische Wanderungen in Schluchten und zu Wasserfällen in Niederösterreich, die ihr unbedingt auf eure Sommer-To-Do-Liste setzen solltet.

von Sabrina Luger

Österreichs größtes Bundesland hat ein paar einzigartig paradiesische Orte auf Lager. Wo Wasser auf schroffe Felsen trifft, ist das Klima an besonders heißen Tagen angenehm erfrischend. Damit du dir bei deiner Wahl etwas leichter tust, haben wir schon einmal eine Liste mit den schönsten Schluchten und Wasserfällen zusammengestellt. Eins vorab: Die Wege und Brücken, die durch diese Naturoasen führen, können stellenweise rutschig sein. Deshalb brauchst du unbedingt festes Schuhwerk. Außerdem solltest du dich im Vorhinein informieren, ob die Gaststätten auch wirklich geöffnet sind, wenn du deinen Ausflug planst, damit du dann nicht mit großem Hunger vorm geschlossenen Wirtshaus stehst.

Ötschergräben mit Lassingfall und Mirafall

Die Ötschergräben sind ein Klassiker unter den Schluchten in Österreich. Nicht ohne Grund werden sie auch der „Grand Canyon Österreichs“ genannt. Am Fuße des Ötschers hat sich der Ötscherbach über Jahrtausende durch das harte Gestein gearbeitet und somit die Landschaft, die heute zum Naturpark Ötscher Tormäuer gehört, geprägt. Zwischen türkisgrünem Wasser und hartem Gestein wandert es sich besonders gut. Den ganzen Weg entlang gibt es auch immer wieder Möglichkeiten, zum Wasser zu gelangen und sich zu erfrischen. Bei einer zünftigen Jause kann man sich beim Ötscherhias für den weiteren Weg stärken.

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Eine Wanderung in den Ötschergräben ist nicht besonders anspruchsvoll, aber etwas Zeit solltest du dir schon nehmen. Die leichte Tour dauert ungefähr zweieinhalb Stunden, dabei überwindest du rund 350 Höhenmeter. Eine Wanderung bis zum Mirafall dauert etwas länger, da solltest du mit ungefähr dreieinhalb Stunden rechnen. Als Ausgangspunkt eignet sich die Ötscherbasis-Station in Wienerbruck besonders gut. Hierhin gelangt man entweder mit dem Auto oder mit der Mariazellerbahn, die in St. Pölten losfährt. Von der Station in Wienerbruck aus folgst du am besten den Beschriftungen entlang des Stausees und dann hinab zur Schlucht. Etwas weiter kommst du dann schon beim Lassingfall vorbei, der ist ungefähr 90 Meter hoch. Vorbei an der Jausenstation Ötscherhias gelangst du dann in etwa einer Dreiviertelstunde bis zum Mirafall.

Trefflingfall

Der Trefflingfall in Puchenstuben zählt zu den längsten Wasserfällen in Niederösterreich, denn er erstreck sich über eine Strecke von knapp 300 Metern. Dabei überwindet er mehrere Kaskaden und rund 120 Höhenmeter. Er befindet sich, ebenso wie die Ötschergräben im Naturpark Ötscher-Tormäuer, wo der Trefflingbach, ein Nebenfluss der Erlauf, ins Tal hinab stürzt. Wegen der vielen Abstufungen ist der Wasserfall besonders bei (Hobby-)Fotografen und Fotografinnen beliebt. Aber auch Wanderfans können die Kraft der Natur beim Trefflingfall hautnah erleben. Der Wanderweg verläuft nämlich parallel zum Wasserfall. Zum Trefflingfall selbst spazierst du vom Naturpark-Eingang Sulzbichl etwa eine halbe Stunde.

Steinwandklamm

Wer sich nach einem Abenteuer sehnt, der ist bei der Steinwandklamm in Furth an der Triesting im Bezirk Baden richtig. Rund um die geschichtsträchtige Klamm gibt es einige Erzählungen. So sollen sich Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Dörfer während der Türkenbelagerung 1683 in den Höhlen der Steinwandklamm versteckt haben. Auch das Ziel der Wanderung in der Steinwandklamm hat seinen Namen aus dieser Zeit: das Türkenloch. Das erreichst du über zwei verschiedene Wege. Zur Wahl steht eine leichtere Strecke und der Rudolf-Decker-Steig. Dieser ist wirklich nur den Schwindelfreien und Mutigeren zu empfehlen, weil der Weg über eine gut zehn Meter lange, fast senkrechte Leiter und zwei Durchgangshöhlen führt.

Für welchen Weg du dich auch immer entscheidest, kurz vorm Ziel führen beide Wege zusammen und du erreichst das Türkenloch. An hellen Tagen wirst du in der dunklen Höhle erst einmal nichts sehen. Taste dich am besten vorsichtig voran oder schalte deine Taschenlampe ein, damit du nicht über Stufen stolperst. Sobald du die Höhle verlässt, hast du nur wenige Meter weiter einen wundervollen Ausblick. Etwas weiter durch den Wald gelangst du dann auch zur wohlverdienten Jausenpause im Gasthaus Jagasitz. Für die Erhaltung der Infrastruktur vor Ort und der Natur wird ein Beitrag von fünf Euro verlangt. Es gibt jetzt aber auch eine Kombikarte um acht Euro, da ist der Eintritt zu den Myrafällen auch dabei.

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Myrafälle

Von der Steinwandklamm aus kannst du weiter zu den Myrafällen wandern, das ist eine ungefähr vier Stunden lange Wanderung. Wenn du aber einen kürzeren Weg nehmen willst, dann kannst du direkt zu den Myrafällen fahren und dort parken. Das empfiehlt sich besonders dann, wenn du auf deine kleinen Cousinen und Cousins aufpassen musst. Die werden es dort lieben. Denn mit den elf unterschiedlichen Themenstationen sind die Myrafälle besonders für Familien und Kinder eine Traumdestination. Am Weg hinauf gibt es vieles zu entdecken. Die verschiedenen Stationen zeigen beispielsweise eine ehemalige Sägemühle oder wie Pech gewonnen wird. Beim Stauweiher gibt es auch einen Wasserspielplatz. Als pack die Badehose oder den Bikini ein! Nach ungefähr einer Stunde und ganz vielen Stufen bist du oben angekommen. Ein besonderes Highlight ist die Beleuchtung der Myrafälle von Freitag bis Sonntag von Einbruch der Dunkelheit bis etwa 23 Uhr. Der Eintritt liegt hier bei fünf Euro für Erwachsene.

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Ysperklamm

Im südlichen Waldviertel hat sich die Ysper über die Jahrtausende hinweg rund 300 Höhenmeter durch die Waldviertler Hochebene in das Yspertal vorgearbeitet. Über zahlreiche Brücken, Stiegen und Leitern kannst du auf dem Wanderweg das wundervolle Naturschauspiel beobachten. Die Ysperklamm zeichnet sich besonders durch die engen Schluchten sowie größeren und kleineren Wasserfälle aus. Deine Tour in die Ysperklamm beginnst du beim Gasthof Forellenhof, wo du in die märchenhafte Natur eintauchst. Entlang mit Moos bewachsener Steine wanderst du über Aufstiegshilfen, Steinstufen und Brücken die Klamm entlang, die besonders nach regnerischen Phasen sehenswert ist. Dann verfärbt sich das sonst glasklare Wasser allerdings bräunlich, weil durch das Regenwasser Huminsäuren aus dem Boden gespült werden. Bist du erstmal beim Ödteich angekommen, hast du einen traumhaften Ausblick ins Ysper-Weitental. Der Eintritt zur Klamm kostet für Erwachsene 3,50 Euro.

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Erlaufschlucht

Die Erlaufschlucht in Purgstall im Mostviertel ist fast noch ein Geheimtipp, aber immer mehr Menschen entdecken die unglaubliche Naturoase für sich. Wenn du entlang der Erlauf spazierst, wird dir nicht nur einmal ein perplexes „Wow“ auskommen. Das Wasser ist türkis, die Bäume und Pflanzen tragen ein sattes Grün und die felsigen Steine geben eine angenehme Kühle ab. Bei der Erlaufschlucht gibt es verschiedene Wanderrouten und ein paar Brücken. Hier kann man schon mal die Zeit vergessen – mindestens eine Stunde solltest du für die Wanderung aber in jedem Fall einplanen. Die kleinen Ufer entlang der Wege eignen sich perfekt für ein spontanes Picknick oder für Fotos. Ausgangspunkt für deine Tour ist am besten das Bowlingcenter in Purgstall. Dort gibt es dann auch eine Informationstafel mit den unterschiedlichen Routen, die dir bei der Orientierung helfen.

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Schleierwasserfall Hohenberg

Der Schleierwasserfall ist einer kleiner, aber dennoch sehr sehenswerterer Wasserfall. Wenn du in der Nähe des Traisentals bist, dann lohnt sich ein kleiner Abstecher allemal. Egal ob du mit dem Rad unterwegs bist oder mit dem Auto, der kleine Wasserfall ist gut erreichbar. Er liegt optimal in der Nähe des Traisental-Radwegs, aber auch von der Straße aus ist er bereits sichtbar. In zwei Kaskaden fällt er ins Tal, wobei du zur oberen etwa 15 Minuten hochwanderst. Beim unteren Teil des Wasserfalls gibt es auch einen kleinen Rastplatz, wo du es dir mit einer Jause bequem machen kannst. Entlang des Wasserfalls gibt es einige schattige Plätzchen sowie seichte Wasserstellen, die für Erfrischung sorgen.

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Also: Pack deine Badesachen und Wanderschuhe ein und los geht’s in die Wildnis Niederösterreichs!

Wie ihr einen schönen Sommerurlaub in Niederösterreich verbringt, verraten wir euch auf unserer Sommer-dahoam-Seite. Außerdem haben wir zehn Ausflugsziele in Niederösterreich für euch, die ihr unbedingt besuchen solltet.

(c) Beitragsbild | Veronika Micheli | 1000things

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