Wiener Linien Song

Die Wiener Linien haben jetzt einen eigenen Sommersong

Mittwoch, 26. Juni 2019 / Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Wiener Linien haben jetzt einen eigenen Sommersong

Mittwoch, 26. Juni 2019 / Lesedauer: ca. 2 Minuten

Wir fahren mit der U-Bahn – ob ihr’s glauben könnt oder nicht: So klingt er dieses Jahr, der Sommer. Zumindest wenn es nach den Wiener Linien geht. Denn die haben gemeinsam mit der österreichischen 80er-Band Minisex einen potenziellen Sommerhit am Start.

von Viktoria Klimpfinger

Wien zählt zu den Hauptstädten Europas, die am stärksten von der Klimaerwärmung betroffen sind. Nur gut 30 Kilometer entfernt hat Traiskirchen als erste Stadt Österreichs am Montag den Klimanotstand ausgerufen. Was das bringen soll? Von nun an werde man „bei jeglichen Entscheidungen” die Auswirkungen auf das Klima berücksichtigen und Lösungen bevorzugen, „die sich positiv auf Klima-, Umwelt- und Artenschutz auswirken”. Die Hoffnung ist natürlich groß, dass andere Städte in Österreich mitziehen werden. Und Wien? Wien natürlich nicht, Wien ist ja anders. Momentan sieht die Hauptstadt laut Die Presse keinen Anlass, ebenfalls den Klimanotstand auszurufen. Aber hey, kein Grund zur Klimapanik. Immerhin haben wir jetzt einen Song, der uns daran erinnert, das Auto stehen zu lassen und auf die Öffis umzusteigen.

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Minisex feat. Wiener Linien

Alles kommt irgendwann mal wieder, und vieles bekommt man doppelt zurück. Das gilt zumindest für 80er: Hätten sich Duran Duran oder Van Halen jemals gedacht, dass Zweitausendirgendwas jemand auf die glorreiche Idee kommen würde, die Leggings zu reanimieren und Synthie-Pop als Retros zu feiern? Wie ein Boomerang ist nun auch das österreichische Kind der Neuen Deutschen Welle zurück: Minisex liefert zusammen mit den Wiener Linien (nein, das ist kein ironischer MC, gemeint sind tatsächlich die Öffis) einen unterirdischen Sommerhit. Also unterirdisch im Sinne von Untergrund, Pardon. Denn seit den 80er hat sich einiges verändert: Die Pop-Band singt nun nicht mehr: „Ich fahre mit dem Auto”, sondern steigt geschlossen auf die Öffis um: „Wir fahren mit der U-Bahn” heißt der potenzielle Sound des Sommers. „Durch die Stadt, schnell im Takt. Und über uns die Straßen voll Stau, Stau, Stau.“

Minisex feat. Wiener Linien: Wir fahren mit der U-Bahn

Nach über 30 Jahren kommt der in 80er-Videospiel-Optik und weißem Anzug neben rotem Sportwagerl natürlich mit deutlich größerem Augenzwinkern daher. Denn dass Minisex gerne mit dem Auto fahren, das haben sie 1982 noch verdammt ernst gemeint:

Minisex - Ich fahre mit dem Auto

Die Asse aus dem PR-mel

Warum sie so gerne mitteilen, wie sie sich am liebsten fortbewegen, weiß keiner so genau. Aber darum geht’s ja auch nicht. Mittlerweile geht’s um die Message: Lass das Auto stehen. Gerade im schwitzigen Hochsommer hauen die Wiener Linien damit einen weitere PR-Kniff aus dem aufgekrempelten Ärmel. Den Raunzerinnen und Raunzern, die sich gerne über ungewolltes verschwitztes Aneinanderreiben beim Aussteigen oder klebrige Sitze mokkieren und die Öffis daher im Sommer großräumig umfahren, haben sie Anfang der Woche bereits etwas entgegengeworfen: Bademode! Okay, für die Öffis ist die wahrscheinlich nicht gedacht. Aber wer will denn nicht beim Plantschen in „Tschesolo” seine liebsten öffentlichen Verkehrsbetriebe von zuhause representen? Wir für unseren Teil denken ja beim Sonnenbaden an nichts anderes als an die U6. Und in unseren Wiener-Linien-Badehosen und -anzügen sind wir dann auch noch – na, wer kennt die Antwort? Richtig: U-Sexy. Der musste einfach sein.

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Apropos Öffis: In unserer Senf-Kolumne erzählt unsere Redakteurin, warum das Hinsetzen in der U-Bahn für sie eine soziale Herausforderung ist. Ihr seid totale Wiener-Linien-Fans? Wir auch. Deshalb verraten wir euch zehn Dinge, die ihr über die Wiener Linien noch nicht wusstet.

(c) Beitragsbild | Wiener Linien

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