Entdeckt unsere Natur- und Kultur-Highlights im Alpbachtal!

Evgenia Karp vom 23.06.2021

Wer sagt, dass wir uns während der Sommerfrische zwischen Wander- und Kultur-Getaway entscheiden müssen? So beweist sich etwa das Alpbachtal als reiner Urlaubs-Tausendsassa: An dem einen Tag könnt ihr die kleinste Stadt Österreichs besuchen und die volle Dosis Kunsthandwerk tanken – und am nächsten Morgen durch eine beeindruckende Naturerlebnis-Klamm wandern. Wir zeigen euch unsere liebsten To-dos, vom Gipfelstürmen über Schrödingers Grab bis hin zur Tiroler Prügeltorte.

Alpbachtal

Der Sommer nähert sich, die Urlaubswahl steht an und ihr könnt euch einfach nicht zwischen Naturidylle und Kultur-Kick entscheiden? Wir verraten euch ein kleines Geheimnis: Müsst ihr gar nicht. Das Alpbachtal ist nämlich voll von malerischen Schluchten und romantischen Berggipfeln. Genauso finden sich hier aber auch schrullig-sympathische Besonderheiten wie Federkielstickereien, Glaskunst und der einzige Steindreher Tirols. Ihr seht schon: Das Alpbachtal ist alles andere als verschlafene Pampa. Wer sich die ultimative Alpbachtal-Experience geben will, der schnappt sich am besten die Alpbachtal Card: Diese ist bei allen Unterkünften bereits ab einer Übernachtung inkludiert und euer Schlüssel zu einer Vielzahl an Inklusivleistungen wie Sommerbergbahnen, Museen und mehr. So, jetzt aber genug geteasert – hier sind unsere Highlights!

Alpbachtal
Sommer im Alpbachtal (c) Alpbachtal Tourismus | wirlichtenab.de

Reist ins schönste Dorf Österreichs und besucht das Europäische Forum Alpbach

Wer nach dem schönsten Dorf Österreichs sucht, der stößt unweigerlich auf das malerische Alpbach. Das 2.600-Seelen-Bergdorf auf dem sonnigen Plateau des Alpbachtals wurde 1983 offiziell als solches gekürt und sein uriger Charme ist bis heute ungebrochen. Dafür sorgt der seit eh und je einheitliche Holzbaustil, der übrigens sogar durch Bauverordnungen geregelt ist. Das i-Tüpfelchen: die unglaublich niedlichen Blumenbeete, die von ausnahmslos allen Balkonen herabhängen und euch den Tag mit zusätzlichen Blütendüften versüßen! Dazu die Alpen im Hintergrund … mehr Österreich passt vermutlich nicht in ein Dorf. Doch dann die große Überraschung: Mitten unter den hölzernen Hütterln steht es, ein verglastes Monument zeitgenössischer Baukunst. Das international bekannte Congress Centrum Alpbach bildet die einzige bauliche Ausnahme im Ort und spannt dabei die gläserne Brücke zwischen Tradition und Moderne. Seit 1945 treffen sich im „Dorf der Denker“ die klügsten Köpfe der Welt, um über aktuelle Fragen unserer Zeit zu diskutieren. Ein absolutes Must-see!

Alpbachtal
Hof in Reith im Alpbachtal (c) Alpbachtal Tourismus | Matthias Sedlak

Durchwandert drei bildschöne Schluchten

Vogelzwitschern, Flussrauschen und die Alpen im Hintergrund: Grünes Herz, was willst du mehr? Wir empfehlen euch alle drei Klammen, denn jede hat ihre eigenen Vorzüge. Bei der beeindruckenden Tiefenbachklamm wandert ihr entlang der Brandenberger Ache auf dem gut gesicherten Triftsteig, einer Reliquie früherer Zeiten. Auf insgesamt sechs Kilometern findet ihr eine urige Jausenstation, einen Wasserfall sowie eine Aussichtsplattform, dabei habt ihr ständig einen schönen Blick auf das türkis schimmernde Nass. Bei der geschichtsträchtigen Kaiserklamm säumen Brücken und Steintunnel den Weg. Gegen Ende öffnet sich die Ache zu einer lieblich-ruhigen Landschaft, die zum Picknicken einlädt. Die Wanderung dauert nur 30 Minuten, kann aber um einen Rundweg verlängert werden. Wer es sich am funkelnden Flussbett nicht verkneifen kann, nach Andenken zu suchen, der ist bei der Kundler Klamm bestens aufgehoben. Hier finden Hobbygeologen 235 Millionen Jahre altes Dolomitgestein, das sich beim einzigen Tiroler Steindreher direkt am Eingang zur Klamm zu einem individuellen Erinnerungsstück schleifen lässt.

Alpbachtal
Tiefenbachklamm in Brandenberg (c) Alpbachtal Tourismus | Matthias Sedlak

Schaut beim Schrödinger-Grab am Friedhof Alpbach vorbei

Hätte Schrödinger geahnt, dass Katzen im 21. Jahrhundert übers Internet die Welt regieren würden, er hätte stattdessen einen Frosch in seinen Karton gesperrt. Heute ruht er – Schrödinger, nicht der Frosch – zwischen den vielen schmiedeeisernen Kreuzen des Alpbacher Friedhofs und ist zwar definitiv tot, aber in unseren Erinnerungen an den Schulunterricht zugleich auch noch ganz schön lebendig. Der in Wien geborene Wissenschaftler begründete durch seine nicht sehr tierfreundlichen Gedankenexperimente immerhin die Quantenmechanik und erhielt dafür auch den Nobelpreis für Physik. So wollen wir ihm den Flauscheohr-Fauxpas also einmal nachsehen. Irgendetwas scheint schlaue Menschen jedenfalls in das „Dorf der Denker“ zu ziehen. Denn als Erwin Schrödinger einst Alpbach besuchte, gewann der geborene Erdberger das blumenreiche Örtchen so gern, dass er kurzerhand beschloss, sich hier beerdigen zu lassen. Seinen Grabstein erkennt ihr – Achtung, Physik-Test! – an der eingravierten Schrödingergleichung.

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Schrödingergrab | (c) Alpbachtal Tourismus

Blickt einem Federkielsticker über die Schulter

Dass Sticken nicht nur ein Mittel zum Zweck ist, Kindern im Textilen Werkunterricht das ruhige Sitzen beizubringen, beweist Georg Leitner. Er ist einer von fünf Federkielstickern in Tirol und übt das besondere Handwerk bis zum heutigen Tag hauptberuflich aus: „Sicherlich könnte ich mit meinen Stunden als KFZ-Mechaniker mehr verdienen, doch das würde mich nicht glücklicher machen.“ Leitner ist eben Kunsthandwerker mit Leib und Seele. Frei nach dem Motto „Die Feder ist mächtiger als das Eisen“ bestickt er Gürtel, Taschen und Ranzen nicht mit metallenen Nähnadeln, sondern – ihr habt es schon geahnt – mit Federn. Pfauenfedern, um genau zu sein. Sie sind so robust, dass sie selbst durch das bearbeitete Rinds-, Ziegen- und Rossleder dringen und viele, viele Stunden Arbeit später filigrane Muster entstehen lassen. Die einzigartigen Waren könnt ihr im Shop in Reith erstehen, gegen einen Aufpreis auch mit eigener Wunsch-Stickerei.

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Unternehmt einen Ausflug in die Glasstadt Rattenberg – die kleinste Stadt Österreichs

Wie aus dem Mittelalter herausgefischt wirkt das zwischen Schlossberg und dem Inn eingenistete Rattenberg. Obwohl auch Wien so mancher Metropole nur ein müdes Lächeln abgewinnt, schlägt das winzige Glasstädtchen einfach alles. Mit seinen 11 Hektar Gemeindegebiet und wackeren 440 Bewohner*innen (nein, wir haben keine Null vergessen) ist es vor allem eines: niedlich. Auch, dass Städte mindestens 10.000 Einwohner zählen müssen, ist dem beherzten Rattenberg ganz gleich. Das Stadtrecht gilt hier schließlich schon seit 1393. Kleinsein schließt Großartigkeit dabei keinesfalls aus, denn das Städtchen macht sein Miniatur-Format einfach mit ganz viel Märchenbuch-Idylle wett. Die ins 19. Jahrhundert zurückgehende Glastradition hat deutliche Spuren hinterlassen, sodass ihr heute an etlichen kunstvollen Geschäften voller Glasschleifer*innen, -graveure*innen und -maler*innen mit bunten Fassaden vorbeischlendern könnt. Auch eine Glasbläserfamilie findet sich hier, der man beim Werkeln live zusehen kann. Einfach mal zu Kisslinger Kristallglas schauen und verzaubern lassen!

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Rattenberg am Inn (c) Alpbachtal Tourismus | Johann Erhard

Genießt die Sonne auf der Gratlspitze

Zu einer guten Portion Sommerfrische gehört auch die eine oder andere Wanderung. Wir sind uns außerdem sicher, dass eine geheime Tiroler Regel lautet: Wer hier Urlaub macht, der muss mit seinen Zehen mindestens einen Berggipfel berühren. Wir raten euch zur 1.899 Meter hohen Gratlspitze, dem Hausberg Alpbachs. Hier werden eure Strapazen mit einer atemberaubenden 360-Grad-Aussicht belohnt, die alle Anstrengungen sofort vergessen macht. Besonders beliebt sind die Sonnenaufgangs- beziehungsweise Sonnenuntergangstouren, und das zurecht. Denn der Anblick der ersten und letzten Sonnenstrahlen, die das Tal mit ihrem goldenen Licht fluten, ist einfach unbeschreiblich! Wenn ihr per Auto anreist, parkt am besten bei der Holzalm. Von dort aus seid ihr in rund 1,5 Stunden am Gipfelkreuz. Wer ab Alpbach losstapft, wandert über den Steinweg zum Hösljoch und von dort über den Grat bis zum Gipfel. Dauer: etwa 3,5 Stunden. Taschenlampe für den Hin- oder Rückweg einstecken!

Alpbachtal
Am Gratlspitz (c) Alpbachtal Tourismus | G. Grießenböck

Esst eine waschechte Brandenberger Prügeltorte

Nein, keine Sorge: Das ist kein metaphorischer Schmäh wie der Wiener Watschenbaum. Wenn ihr bei Hermann Mader in Kramsach eine Brandenberger Prügeltorte bestellt, werdet ihr nicht hochkant aus dem Geschäft gedroschen. Stattdessen bekommt ihr eine liebevoll von der ganzen Familie kreierte, regionale und obendrein richtig köstliche Spezialität. In ihrer Form erinnert sie an einen etwas exzentrisch geratenen Baumkuchen, und auch die Assoziation mit dem Prügelstock scheint nicht weit her. Schmecken tut sie aber herrlich nach Keksteig und eignet sich daher hervorragend zum Kaffee. Den Namen erhielt die Tiroler Torte vom Zylinder, der über offenem Feuer – ähnlich wie bei Obelix‘ Spanferkel – gedreht wird. Auf ihn wird der Eierschwerteig (zu gleichen Teilen Eier, Mehl, Zucker und Butter) gegossen. Durch gleichmäßiges Auftropfen entsteht so die besondere Oberfläche. Um nichts anbrennen zu lassen, lässt der Meisterbäcker sein Werk keine Sekunde aus den Augen – und das für ganze zwei Stunden. Gut Schmaus braucht schließlich Weile.

Jetzt, wo ihr schon mal euren Urlaub im Alpbachtal geplant habt, wollt ihr vielleicht noch ein wenig weiter durch Tirol cruisen? Hier findet ihr 10 weitere Ausflugsziele in Tirol, die ihr nicht verpassen solltet. Und wer nicht genug von der Idee eines Bergpanoramas bei Sonnenuntergang bekommen kann, dem raten wir hier zu den schönsten Spots für romantisches Alpenglühen.

*Dieser Artikel ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Alpbachtal Tourismus entstanden.

(c) Beitragsbild | Der Zireiner See im Rofan | Alpbachtal Tourismus | G. Grießenböck