Die schönsten Genusswanderungen Österreichs

Mittwoch, 16. August 2017 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die schönsten Genusswanderungen Österreichs

Mittwoch, 16. August 2017 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Das Wandern ist des Müllers Lust – neben körperlicher Ertüchtigung geht es aber außerdem darum, einfach mal abzuschalten und die Natur wirken zu lassen. Doch auch das leibliche Wohl darf auf keinen Fall zu kurz kommen.

von Julia Deutsch

Wo man am besten Naturgenuss mit kulinarischen Highlights verbinden kann, das präsentieren wir euch hier:

Wanderweg Donausteig

Entlang der schönen Donau, beginnend in Passau bis nach Grein, erstreckt sich der Wanderweg Donausteig. 450km entlang beider Flussufer gibt es hier wunderschöne Natur und kulinarische Köstlichkeiten zu entdecken. Wer die Schlögener Schlinge noch nie live gesehen hat, der sollte dies schleunigst nachholen – ein atemberaubender Anblick. Von der Hauptroute abzweigend führen 41 Wege ins Hinterland, die es zu entdecken gilt. Wird der Wanderer hungrig, so bietet sich ein breites Spektrum an Spezialitäten der Region zum Kosten an. Käsespezialitäten, Sauwald-Trüffel, Original Linzer Torte von Jindrak oder den „Batzlguglhupf“ aus Germteig mit Nuss, Topfen- und Powidlfüllung.

In den Gasthäusern direkt am Donausteig isst man traditionell ‚Forelle Müllerin‘, Mostkrautfleckerl oder Tafelspitz mit Cremespinat und Semmelkren. Neben wunderschönen Aussichtsplattformen ist zum Beispiel ein Besuch im Biohof Theklasien auf 413 Metern Seehöhe ein Muss. Eine naturnahe Landwirtschaft, die wilde Kräuter, Früchte und Pflanzen zu Tees, Säften, Marmeladen und Gelees verarbeitet und im eigenen Hofladen anbietet – hier nicht vergessen die unregelmäßigen Öffnungszeiten zu beachten. Geht der Wandertag zu Ende, so laden die Mönche des Stift Engelszell noch zu selbst hergestelltem Magenbitter und Trappistenbier ein.

(c) WGD Donau OÖ Tourismus GmbH_Steininger

 Schlemmerwanderung Quelltuff Lingenau

Rund um die Vorarlberger Käsestraße gibt es viel zu entdecken. Brauchtum, Kultur und kulinarische Highlights reichen sich die Hand – beste Restaurants und Produktionsstätten von hochwertigen Delikatessen findet man hier. Eine geführte Wanderung macht deshalb absolut Sinn, um die ganze Fülle der Region zu erfahren. Wie zum Beispiel zum Quelltuff Lingenau, die auch über die Negrellibrücke führt, wo das Mittagessen serviert wird. Auf Wunsch gibt es Käsknöpfle oder Bauernbrotzeit mit Pellkartoffeln. Weitere Stationen der Wanderung sind außerdem eine Imkerei und Schaubrennerei in Egg/Großdorf. Angekommen in Lingenau gibt es noch ein Käse-Schlemmermenü  mit Weinbegleitung auf Wunsch. Die Tour ist jederzeit auf Anfrage buchbar und nähere Infos findet ihr hier.

Affenberg

Die Wanderung der etwas anderen Art findet man in Kärnten: hier kommt man in den Genuss, Japanmakaken zu beobachten. Am Affenberg leben über 150 Makaken, die man auch als Schneeaffen oder Rotgesichtsmakaken kennt. Man kann beobachten, wie die Tiere interagieren, ihre Kinder aufziehen oder sich gegenseitig der Fellpflege widmen  – manche Affen gehen sogar schwimmen und tauchen. Bei der Führung mit Wissenschaftlern oder Tierpflegern erfährt man Wissenswertes rund um die Japanmakaken und hat die Chance, die Tiere persönlich kennenzulernen. Die Führungen finden täglich statt und dauern ca. 45 Minuten. Empfehlenswert ist auch eine Privatführung, bei der man mehr Zeit hat, um die Affen zu beobachten. Diese ist jederzeit nach vorheriger Terminabsprache möglich. Hier darf man die Tiere selbst füttern, bekommt Einblicke in die Forschung der Einrichtung und kann auch abseits der Wege unterwegs sein.

(c) Affenberg

Kräuterwanderweg

Der Bergkräuterwanderweg im wunderschönen Mühlviertel ist ein Ausflug der anderen Art. Hier kann man nämlich nicht nur die schöne Umgebung genießen, sondern auch Kräuter schmecken, riechen, ertasten und erfahren. Der Start der 13 Kilometer langen Tour ist in Hirschbach im Mühlkreis. Von hier aus tritt man durch die Kräuterpforte in den Pfarrergraben. Entlang dieses Pfads findet man verschiedene Kräuterstationen, die dazu einladen die herrliche Vielfalt zu genießen und sich wertvolle Informationen über die Kräuter zu Gemüte zu führen. Folgt man dem beschilderten Weg, hat man nach ca. einer halben Stunde die Möglichkeit beim Abrahamhof ein, von der Bäuerin selbstgemachtes, Kräutergetränk zu kosten. Weitere Höhepunkte sind die Besichtigung der Europäischen Wasserscheide, dem Aussichtsplatz ‚Luag‘ und das Spazieren, vorbei an riesigen Kräuterfeldern, die herrlich duften. Die österreichweit einzigartige Bergkräuterhalle in Thierberg zu besichtigen ist quasi ein Muss. Eine große Empfehlung gilt auch den beiden Gasthäusern, die während des Wanderns zum Einkehren einladen. ‚Dunzinger‘ oder auch der ‚Pammer-Wirt‘.

Südsteiermark

Die Südsteiermark ist ja berühmt für den Weingenuss in Hülle und Fülle. Doch man muss gar nicht bis in die Südsteirische Weinstraße fahren, um Kulinarik und eine wunderschöne Kulisse zu finden. Der kleine Ort St.Nikolai im Sausal ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier gibt es viele Wanderwege, die quer durch die wunderschöne Landschaft und vorbei an Weinreben leiten. Alle Wege führen nach Kitzeck, gelegen auf einer Anhöhe, bietet es einen wunderschönen Ausblick über die Gegend. Zum Einkehren empfehlen sich die zahlreichen Buschenschanken. Ganz speziell zeichnet sich Pichler Schober aus, wo man mit allerlei feinen Schmankerl verwöhnt wird. Räucherspezialitäten, Käsevariationen und natürlich Kürbiskernöl dürfen nicht fehlen – so lebt es sich in der Südsteiermark. Wenn man im prachtvollen Garten sitzt, quasi inmitten der Weinreben, dann genießt man am besten noch ein Glas des hauseigenen Weines. Sollte das Wetter nicht mitspielen, kann man hier auch herrlich in der Stub‘n entspannen und die kulinarischen Highlights kosten.

(c) www.pixelmaker.at

Wen das Wanderfieber gepackt hat, der sollte sich auch noch über die aufregendsten Wanderungen in Österreich informieren.

Titelbild: (c) WGD Donau OÖ Tourismus GmbH_Steininger

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