Unsere Tipps und Tricks für deine nächste Radtour

Freitag, 17. Juli 2020 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Unsere Tipps und Tricks für deine nächste Radtour

Freitag, 17. Juli 2020 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Jo, mia san mit’m Radl do! Aber bevor wir losstrampeln, gilt es noch ein paar Dinge zu beachten. Wir verraten euch, worauf ihr achten müsst, bevor ihr eine längere Tour mit dem Fahrrad macht.

von Sarah Kampitsch

Beim Fernradeln kombinierst du Urlaub mit Aktivität, Landschaft und frische Luft. Und Eis essen und Sonne tanken bleiben dabei auch nicht auf der Strecke. Damit dir für deine erste Radtour – sei es nur ein Tagesausflug oder eine ganze Woche – nichts im Wege steht, haben wir uns für dich schlau gemacht. Die Sportskanonen und Outdoor-Fans Stephanie und Jojo sind im Sommer auf ihren Radeln oft tagelang quer durch Österreich unterwegs. Sie wissen, dass die richtige Vorbereitung das A und O jeder Tour ist. Hier sind ihre wichtigsten Tipps für deine erste Reise am Fahrrad.

Die Route gut vorplanen

Jojo: „Bevor es überhaupt irgendwo hin geht, sollte man sich seine Route ganz genau überlegen. Zwar kann man diese immer noch abändern, wenn man schon unterwegs ist, aber eine genaue Vorstellung davon, was man auf sich nimmt, ist unumgänglich.“

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Wähle etwa keine super anspruchsvolle Strecke mit vielen Höhenmetern, wenn du zum ersten Mal länger unterwegs bist, oder plane aus Ehrgeiz viel zu viele Tageskilometer ein. Verschiedene Regionen bergen unterschiedliche Herausforderungen. Wie fit sind du und deine Mitfahrenden? Wie tauglich ist dein Fahrrad für den entsprechenden Untergrund? Wo willst du pausieren und wo übernachten? Plane deine persönlichen Tagesziele entsprechend deiner Leistung vor und passe den Streckenverlauf an deine Fitness an.

Das richtige Rad

Stephanie: “Auf einem klassischen Damenfahrrad oder Citybike willst du keine Radtour machen, auch  wenn es im Alltag vielleicht bequem ist. Das wird nach kurzer Zeit sehr anstrengend, vor allem auf nicht asphaltierten Wegen.”

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Egal welches Fahrrad du hast oder du dir für deine Tour aussuchst: Es sollte einerseits zu dir und andererseits zu dem gewählten Gelände passen. Für Ausflüge im Gebirge oder schwieriges Gelände sind Mountainbikes und Trekkingräder die richtige Wahl, für lange Touren vielleicht sogar E-Bikes, wenn du es dir etwas leichter machen möchtest. Lass dich gegebenenfalls gut beraten und wähle ein Fahrrad, das auch auf deine Körpergröße und dein Gewicht abgestimmt ist.

Lass einen Service machen

Jojo: “Damit dir nicht plötzlich was zusammenfällt, solltest du vor deiner Tour nochmal einen Fahrrad Service machen. So stellst du sicher, dass dein Rad gut in Schuss ist und du unbedenklich starten kannst.”

Ganz essenziell zur Vorbereitung jeder Radtour ist ein Fahrradcheck, egal wie lange du planst, unterwegs zu sein. Was dir als Laie gar nicht auffällt, kann auf der Strecke schnell zum Stolperstein werden, wertvolle Kräfte zehren und im Ernstfall dich und andere gefährden. Schleifende Bremsen, falsch eingestellte Sattel und schlecht geölte Ketten müssen angepasst werden, um deine Nerven zu schonen und deine Sicherheit zu garantieren. Kennst du dich selbst nicht so gut aus, bring dein Fahrrad in eine Werkstatt und lass es ansehen – bei mehrtägigen Touren machen sich die Kosten im Nachhinein auf jeden Fall bezahlt.

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Werkstatt und Radlcafé in einem: United In Cycling in der Seestadt (c) Viktoria Klimpfinger | 1000things

Das Fahrrad richtig bepacken

Jojo: “Je nachdem, welches Fahrrad du hast, eignen sich unterschiedliche Packtaschen. Bei einem klassischen Touring-Rad gibt es vermutlich schon Gepäckträger, die mit einfachen Packtaschen bestückt werden können. Die Firma Ortlieb bietet sogenannte Gepäckroller an, die pro Tasche jeweils 10-20 Liter Fassungsvermögen haben. Da hat man auch für längere Touren genug Platz. Zusätzlich ist eine Lenkertasche für Handy und Akkugerät praktisch.”

In der Regel kommen zwei große Packtaschen hinten ans Rad. Die Kombi aus Sattel- und Lenkertaschen, die vorne angebracht werden, ist meist auch eine gute Idee. Dabei ist die Gewichtsverteilung entscheidend für den Trage- und Fahrkomfort: 60 Prozent des Gewichts verteilt man nach hinten und etwa 40 Prozent nach vorne.

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Richtig anziehen

Stephanie: “Eingepackt werden auf jeden Fall normale Sportklamotten, Regenjacke und Regenhose. Nicht zu viel mitnehmen – schließlich muss man ja auch alles tragen.”

Beim Langstrecken Fahrradfahren wie beim Sporteln generell gilt: Hauptsache praktisch. Dünne Funktionsunterwäsche, Radlhosen und enge Funktions-Shirts leiten Feuchtigkeit ab und schützen vor Kälte durch Schwitzen. Der Zwiebellook bewährt sich auch hier am besten. Wichtig ist wasserabweisende Oberbekleidung für jede Wetterlage, etwa eine dünne Windjacke aus atmungsaktivem Material. Festes Schuhwerk gehört ebenso zur Grundausrüstung, um sicheres Fahren auch auf schwierigem Gelände oder bei höherer Geschwindigkeit zu garantieren.

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An den Akku denken

Jojo: “Sehr praktisch ist vorne eine Lenkertasche, in die man Handy oder GPS-Gerät und Ladegerät reinpacken kann, damit man immer Akku hat. Es gibt nichts Blöderes, als wenn unterwegs irgendwo der Akku ausgeht und du keine Ahnung mehr hast, wo du bist.”

Wo es dich auch hin verschlägt: Selbst mit der besten Routenplanung willst du nicht auf eine gute Navigation verzichten. Wenn der Akku mittendrin abbricht kann dir schnell die Freude an der Tour vergehen. Wenn du kein eigenes GPS-Gerät hast, lässt sich mit Google Maps die Strecke durch Höhenmeter- und Entfernungsmessung auch super vorausplanen. Eine Smartphone-Halterung an der Lenkerstange hilft dir bei der sicheren und praktischen Navigation. Als Ladegeräte eignen sich Powerbanks, die du abends an einer Steckdose auflädst, oder am Rad installierte Charger, die deine Räder während des Strampelns frisch mit Strom versorgen.

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Übernachtung im Freien

Stephanie: “Wenn du von Hütte zu Hütte radelst, brauchst du an sich kein Zelt. Falls du aber mal dein Tagesziel nicht erreichst, weil du dich verfährst und vielleicht nicht mehr einchecken kannst, ist es von Vorteil, etwas Leichtes für den Notfall dabei zu haben. Ein Not-Zelt sozusagen. Dafür eignen sich ultraleichte Ein-Personen-Sportzelte und Wurfzelte, die du gar nicht erst aufbauen musst. Auch schön sind Hängematten, die du einfach zwischen zwei Bäumen aufhängst. Ein Schlafsack ist auch wichtig.”

Zelt und Schlafsack werden hinten und ganz unten in die Packtaschen gepackt und sollten möglichst leicht sein. In Sport- und Outdoorgeschäften bekommt ihr die passenden Versionen.

Werkzeug nicht vergessen

Jojo: “Wichtige Dinge, an die die meisten nicht denken, sind Ersatzschläuche und -reifen, Pumpen und Werkzeug. Wenn dir irgendwo unterwegs der Reifen aufgeht, was bei langen Strecken schon mal passieren kann, hast du ein Problem. Pack auf jeden Fall einen zusätzlichen Reifen ein, zwei Schläuche, eine Minipumpe und ein kleines Werkzeugtool.”

Zur Grundausstattung bei deiner Fahrradtour gehört immer ein Toolkit mit den wichtigsten Werkzeugen, sodass du für alles gewappnet bist. Flickzeug, ein Schlüssel zum Umstellen von Sattel und Lenker, ein Fläschchen Fahrradöl und natürlich eine Fahrradpumpe dürfen auf keinen Fall fehlen. Ersatzschläuche und -räder sind bei längeren Touren auch eine gute Idee und ersparen dir im Ernstfall sehr viel Zeit.

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Allgemein gilt gerade für Radl-Neulinge: Take it easy! Lieber nicht sofort eine ganze Woche drauf los fahren, sondern mit Tagesausflügen starten oder realistische Etappen mit kleinen Tageskilometer-Zielen setzen. Man muss ja nicht gleich Rekordzeiten setzen: Beim langsamen Radfahren lässt sich die Landschaft umso schöner genießen. Also rauf aufs Radl und los getourt – der Sommer wird lang und sonnig!

Wenn ihr noch nach passenden Radltouren sucht, haben wir ein paar schöne Inspirationen für euch. Außerdem versorgen wir euch auf unserer Sommer-dahoam-Seite mit jeder Menge Input für einen aktiven Sommerurlaub in Österreich.

(c) Beitragsbild | Pixabay

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