Wander-Knigge: Nachhaltige Tipps für eure nächste Bergtour

Evgenia Karp vom 16.07.2021

„Das zersetzt sich eh“ ist schnell gesagt und lang bereut. Wir erzählen euch, warum Essensreste nichts im Wald verloren haben, weshalb die Toten Hosen immer noch cool sind und wie ihr eure nächste Wandertour noch nachhaltiger gestalten könnt. Ein kleines Einmaleins der Wander-Knigge.

Wander-Knigge

Die Sonne brennt, es tropft von der Stirn und die Waden wackeln schon bedrohlich. Nach gefühlten Tagen des Einen-Fuß-vor-den-anderen-Setzens und leidigen Schnaufens erreichen wir es endlich, das Zeichen des Triumphs über den Berg, das Mekka der müden Krieger: das Gipfelkreuz. Azurblauer Himmel, Schäfchenwolken und ein grünes Panorama, so weit das Auge reicht. Fast sind die Strapazen vergessen – aber eben nur fast. Denn da schleicht sie sich auch schon in unser Blickfeld, unerbittlich und einfach schiach: die achtlos weggeworfene Bananenschale. Zusammen mit den Apfelresten und einem zerknüllten Taschentuch, das seelenruhig im Wind wippt, wirkt die Ansammlung wie ein postapokalyptisches Stillleben, einzig da, um uns die hart verdiente Aussicht zu vermiesen. Kommt euch bekannt vor? Muss es nicht. Denn Almdudler setzt sich gemeinsam mit dem Österreichischen Alpenverein für mehr Achtsamkeit im alpinen Raum ein. Wir nehmen euch mit auf eine kleine Tour und geben Tipps zur richtigen Wander-Knigge beim nächsten Trip.

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Nachhaltig und hydriert auf die Bergspitze (c) Lisa Schmerold | 1000things

Die Halbwertszeit von schlechtem Gewissen

Natürlich wissen wir, dass unser Müll nicht in den Privatgarten des nächstbesten Eichhörnchens gehört. Eine Aludose braucht 400 bis 600 Jahre, bis sie vollständig abgebaut ist. Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz kommt auf etwa 450 Jahre, Damenbinden auf 500 bis 800. Doch wie sieht es mit Essensresten aus? So flott, wie sich das manch eine*r denkt, geht es auch hier nicht. Je nach Höhenlage können Bananenschale und Co bis zu fünf Jahre rumgammeln, ehe sie vollständig zersetzt sind. Die armen Waldbewohner wissen dabei nicht, dass die achtlos weggeworfenen Überbleibsel keine Zwischenmahlzeit sind, was zu Schäden an Tier und Natur führt. Die Lösung? Simpel wie genial: Abfallsackerln mitnehmen, Mist sammeln und im Tal fachgerecht entsorgen. Richtig easy geht das Ganze dank der Aktion „Saubere Berge“. Almdudler und der Österreichische Alpenverein rüsten einmal im Jahr bei ihrer Bergputz-Tour alle Alpenvereinshütten mit einem Jahresvorrat an Öko-Mistsackerln aus, die allen Bergfexen gratis zur Verfügung stehen.

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Aktion „Saubere Berge“ mit Almdudler und dem Österreichischen Alpenverein (c) Lisa Schmerold | 1000things

Gut vorgedacht ist halb gekübelt

Einige Gedanken, die ihr euch noch vor dem Wandern machen könnt, sind jene rund ums Proviant. Wer keine Lust hat, seine Würstelpackungen auf einen romantischen Ausflug in die Berge mitzunehmen, der trennt sich am besten gleich im Tal von ihnen. Klingt wie ein Beziehungsratgeber für Objektophilie, ist in Wahrheit aber eine Sache kluger Packlisten: Vorausdenken erspart euch ein unnötiges Wachstum des Mistsackerls unterwegs, ergo: weniger stinkende Schlepperei. Nehmt dazu einfach eure Rationen in wiederverwendbaren Jausenboxen mit. So müsst ihr nicht kurzfristig beim Bahnhofs-Shop zu Spontankäufen greifen und könnt den entstandenen Mist zuhause vorab fachgerecht entsorgen. Wachstücher sind ebenfalls ein heißer Verpackungstipp, falls ihr Plastik generell vermeiden wollt. Für gute Hydration und eine saubere Umwelt sorgen Mehrweg-Trinkflaschen. Wer sich unterwegs nach einer prickelnden Erfrischung sehnt, der greift zur Almdudler Original Formflasche. Nicht nur kann das Glas recycelt werden, ihr könnt auch die Flasche mehrfach wiederverwenden.

Almdudler
Hydriert nachhaltig (c) Lisa Schmerold | 1000things

You’ll never drive alone

Hand aufs Herz: Im Auto zu unverschämt lauter Musik gröhlen macht einfach mehr Spaß, wenn mindestens ein genauso irrer Mensch miteinstimmt. Nicht nur könnt ihr so endlich eure Dance Moves choreographieren und im Kanon zu Britney Spears singend durch die Landschaft rauschen, ihr helft damit auch der Umwelt. Denn spätestens, wenn wir in einem kilometerlangen Stau stecken, wundern wir uns, wie die Autobahn aussehen würde, wenn jedes Auto voll belegt wäre. Ist es für euch also möglich, dann koordiniert doch eure Anreise gleich mit euren Hiking-Buddys und nutzt auch Park-and-Rail-Möglichkeiten. Denn am umweltfreundlichsten ist immer noch die Fahrt mit dem guten alten Zug. Obwohl ihr dort die Lautstärke beim Gruppen-Karaoke wohl etwas dämpfen solltet, schadet ein bisschen Dudeln ja trotzdem nie. Daher: Almdudler Mate & Guarana ausprobieren. Befeuchtet nicht nur die Kehle, sondern gibt auch Energie für die bevorstehende Tour.

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Wenn die Natur ruft

Zwischen Gneisgestein, Latschen und abgöttisch schönen Landschaften passiert es plötzlich: Mama Natur erinnert uns eindringlich daran, dass auch wir ihre Kinder sind. Und zwar in Form einer drückenden Blase. Häufig dann, wenn wir seit einigen Höhenmetern die Baumgrenze und damit die Möglichkeit eines blickdichten Natur-Lokus passiert haben. Zwar trainieren wir selbst noch fleißig unsere Ninja-Techniken, um den blanken Popsch vor fremden Blicken zu schützen, geben aber gerne Tipps, wie ihr den Zorn der Bergbewohner*innen besänftigt, in deren Garten ihr gerade euer Geschäft verrichten wollt. Das Wichtigste: Klopapier gewinnt gegen Taschentuch. Die Reißfestigkeit von letzterem kommt nämlich von mehreren Lagen und bestimmten Herstellungsverfahren. Dadurch benötigen die beliebten Tränentrockner starke fünf Jahre, um vollständig abgebaut zu werden. Toilettenpapier ist dagegen speziell dafür gemacht, sich rasch zu zersetzen und sollte daher euer Wiping of Choice sein. Dann ist‘s auch halb so schlimm, wenn ihr euer Wischpapier nicht im Zippbeutel wieder mit ins Tal nehmen wollt.

Schöne Aussichten (c) Lisa Schmerold | 1000things

Litern statt Littern

Immer wenn ich dich besuch‘, fühl‘ ich mich grenzenlos/Alles andere ist von hier aus so weit weg/Ich mag die Ruhe hier, zwischen all den Bäumen/Als ob es den Frieden auf Erden wirklich gibt“. Umweltbewusstsein mit den Toten Hosen erklären – check. Allerdings hat sich hier ein kleiner Metaphern-Fehler versteckt. Denn so grenzenlos wie Campino sollten wir uns beim Wandern nicht verhalten, schließlich sind wir „nur zu Besuch“. Okay, genug der Song-Zitate und hin zu weiteren Tipps. Wer sich gern einen Glimmstängel gönnt, greift am besten auf eine praktische Erfindung zurück: den Taschenaschenbecher. Während ihr wachen Auges und offenen Öko-Mistsackerls den Berg hinauftrottet, könnt ihr übrigens ein paar Karmapunkte sammeln und den Mist, den ihr am Weg seht, gleich mitnehmen. Alles beachtet? Gut. Dann folgt jetzt die Belohnung: ein erfrischender Almdudler, das ultimative After-Hike-Getränk, das die Strapazen sofort vergessen macht.

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Den Moment genießen (c) Lisa Schmerold | 1000things

Ihr wollt die Tipps gleich ausprobieren? Dann checkt unsere coolsten Sommerwanderungen in Österreich aus und lasst euch zum nächsten Bergtrip verleiten! Für alle, die vorher wissen möchten, wie sie am besten ihren Wanderrucksack packen und ihre Füße frei von Blasen halten, bitte hier entlang.

*Gesponserter Beitrag: Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Almdudler Limonade A. & S. Klein GmbH & Co KG entstanden.

(c) Beitragsbild | Lisa Schmerold | 1000things