Wo ihr in und rund um Wien Bio-Produkte herbekommt

Michael Haller vom 01.09.2021 (zuletzt geändert am 13.09.2021)

Bio muss nicht immer teuer sein, erst recht nicht schwer zugänglich oder etwa nur was für die kulinarische Elite. Wir haben uns schlau gemacht, wo ihr in und rund um Wien ganz einfach nachhaltig produzierte, regionale und saisonale Bio-Produkte herbekommt.

Bio-Aktionstage, Sponsored (c) Alice Bogni | 1000things

Man kann sagen, was man will: Wohnt man zwischen den Betonbauten der Großstadt, ist der nächste Bauernhof nun mal nicht gerade ums Eck. Und daher liegen als Stadtkind die Fragen nahe: Woher bekomme ich eigentlich hochwertige Bio-Produkte? Und ist bio auch wirklich dort drin, wo es draufsteht? Im Rahmen der Bio-Aktionstage 2021 sind wir für euch der Causa „Gönn dir 1 Bio-Lebensmittel in Wien“ auf den Grund gegangen und beantworten Unklarheiten: Woher bekomme ich in und rund um die City unbehandeltes Gemüse für meine Bowl? In welchem Fleisch verstecken sich keinerlei künstliche Zusätze? Und wie sieht es eigentlich mit ungespritztem Obst für die Smoothies am Morgen aus? So viele Fragen – wir liefern die Antworten.

Frisches Bio-Gemüse vom Feld (c) Alice Bogni | 1000things
Frisches Bio-Gemüse vom Feld (c) Alice Bogni | 1000things

Willkommen im Stickerwald: Wegweiser für euren Bio-Einkauf

Sind euch beim Schlendern durch die Regale schon mal die ganzen Etiketten, Labels und grünen Sticker auf den Produkten aufgefallen? Manchmal kann einen der Pickerl-Wald vor lauter Siegel verwirren. Wir klären auf: Für Lebensmittel ist „Bio“ eine geschützte Bezeichnung. Diese erkennt ihr ganz einfach am grünen EU-Bio-Logo und am AMA-Biosiegel. So weit, so gut. Doch was steckt hinter den Labels? Landwirt*innen und der Handel müssen nach speziellen EU-Verordnungen arbeiten, um ihre Produkte mit dem EU-Bio-Logo kennzeichnen zu dürfen. Diese Betriebe werden durch eine unabhängige Kontrollstelle mindestens einmal im Jahr überprüft. Schließlich gelangen diese dann zu ihrem Zertifikat und können ihre Produkte als Bio-Erzeugnisse beschriften. Und obendrauf gibts das rot-weiße AMA-Biosiegel, das zusätzlich eine hohe Produktqualität, Lebensmittelsicherheit und unsere Alpenrepublik als Herkunftsland garantiert. Wenn ihr beim nächsten Einkauf also auf Nummer sicher gehen wollt, dann achtet bei euren Lieblingsprodukten am besten auf diese Kennzeichnungen.

Bio-Produkte mit dem EU-Bio-Logo (c) Alice Bogni | 1000things
Bio-Produkte mit dem EU-Bio-Logo (c) Alice Bogni | 1000things

Make it personal: euer Bio-Futter von der Foodcoop

Abseits vom Lebensmittelhandel könnt ihr in Wien einige spannende Orte entdecken, an denen ihr ebenfalls biologisches Gemüse, Fleisch und Co erhaltet – und das oft sogar eine Spur regionaler, ressourcenschonender und persönlicher. Eine Möglichkeit sind die sogenannten Foodcoops. Ihr habt noch nie davon gehört? Foodcoops sind Zusammenschlüsse von Personen, die selbstorganisiert Bio-Produkte von lokalen Landwirt*innen beziehen. Die Mission der Vereine: Lange Transportwege vermeiden und Endkonsument*innen einen praktischen Zugang zu den Produkten gewährleisten. Das Coole daran ist, dass Mitglieder ihre eigenen Behälter und Gläser mitbringen können, um die bestellten Waren direkt abzufüllen und so Müll zu sparen. Quasi Zero Waste … but make it bio und mit saisonalen Produkten. Wenn ihr das breite Angebot der Lebensmittelkooperativen mal selbst ausprobieren wollt, dann checkt die aktuell über 35 Foodcoops der Stadt aus. Dort bekommt ihr unzählige regionale, saisonale und bio-zertifizierte Produkte fast wie aus erster Hand.

Freiluft-Shopping: Biologische Lebensmittel in der Stadt

Ihr flaniert am liebsten zwischen einzelnen Marktständchen hindurch? Hierfür gibts mitten im ersten Bezirk den idealen Platz. Von Fleisch-, Wurst-, Käse- und Backwaren bis hin zum handgelesenen Bio-Wein, bei dem jede Traube einzeln vom Stock gepflückt wurde, erhaltet ihr am Bio-Bauernmarkt alles, was euer Schmankerl-Herz begehrt. Neben der Innenstadt kommt ihr auch außerhalb der City auf eure Natur-Pur-Kosten. An der Stadtgrenze habt ihr die Möglichkeit, einige Bio-Bauernhöfe zu besuchen, um vor Ort im Hofladen eure biologischen Leckerbissen quasi wie vom Feld zu shoppen. Beim Direktvermarkter im Marchfeld könnt ihr jeden Freitagnachmittag Bio-Produkte aus eigener Rinder- und Schweinehaltung beziehen. Falls ihr noch mehr Lust auf Regionalität, Saisonalität und Co habt, kommt hier ein heißer Tipp: Im September 2021 könnt ihr euch jeden Tag bei der Bio-Rätselrallye einer kniffligen Frage stellen. Mit etwas Glück sahnt ihr ein prall gefülltes Bio-Kistl oder sogar einen Urlaub am Bio-Bauernhof ab.

Bio-Produkte at home: Regionalität und Saisonalität für daheim

Apropos Bio-Kistln: Legt ihr sonntags mal wieder einen Faulenzer*innen-Tag ein? Ist euer Kater ein ausgewachsener Stubentiger und hindert euch am Rausgehen? Oder wollt ihr einfach die Küche meiden? Für Fans der guten alten Bequemlichkeit sind Lieferdienste die ideale Lösung. Damit habt ihr die Möglichkeit, täglich frische Schmankerln auch aus der Region zu bekommen. Oder ihr greift auf das breite Angebot der Bio-Kistln zurück und checkt euch Gemüse und Obst für die Mittagspause oder gönnt euch Bio-Snacks für daheim. Was bei all dem dahintersteckt? Authentische Werte, die sicherstellen, dass auf eurem Teller Bio-Lebensmittel aus hoher ökologischer und sozialer Sorgfalt landen. Wir haben einen Bio-Kistl-Anbieter im Niederösterreichischen Glinzendorf im Marchfeld besucht und waren begeistert. FYI: Wenn ihr noch mehr zu Bio-Betrieben, -Höfen und -Organisationen aus ganz Österreich erfahren wollt, findet ihr auf den bioinfo-Kanälen interessante Eindrücke und Neuerungen rund um die nachhaltige Welt der Alpenrepublik.

Bio für daheim (c) Alice Bogni | 1000things
Bio für daheim (c) Alice Bogni | 1000things

Nachhaltigkeit mit Herz: Genuss aus der Umgebung

Abseits von Wiener Schnitzel, Arnold Schwarzenegger und The Sound of Music ist Österreich auch noch für etwas ganz Spezielles bekannt. Denn vielleicht blickt das Ausland auch wehmütig über unsere Ländergrenzen, da in unserer Republik mehr als jeder fünfte Betrieb ein Bio-Betrieb (22,8 Prozent) ist. Und das schlägt sich auch in der Verfügbarkeit der Produkte nieder: Neben dem Lebensmittel-Einzelhandel und dem Direktvertrieb sprießen auch Gaststätten und Restaurants wie Eierschwammerln aus dem Boden. Dort bekommt ihr schmackhafte Wraps und Bowls aus hochwertigen Bio-Zutaten und könnt einige regionale und saisonale Gaumenfreuden erleben. Was ihr bei der Bio-Gastronomie mit auf den Teller serviert bekommt? Die Leidenschaft und das Engagement für nachhaltige und bio-zertifizierte Speisen mit Auszeichnungsgarantie. Und das schmeckt man bei jedem einzelnen Biss.

Regionale und saisonale Speisen am Teller (c) Alice Bogni | 1000things
Regionale und saisonale Speisen am Teller (c) Alice Bogni | 1000things

Ihr seht: In und rund um Wien ist der Bezug von biologisch erzeugten Lebensmitteln kinderleicht. Ob vom Biohof, vom Markt in der Innenstadt, im kleinen Bistro um die Ecke oder durch bio-zertifizierte Lieferdienste: Das Angebot von regionalen und saisonalen Produkten ist umfangreich. Wenn ihr zum Thema Nachhaltigkeit noch mehr wissen wollt, zum Beispiel wie genau es zu einer Bio-Zertifizierung kommt und welche Parameter dafür erfüllt werden müssen, klickt euch bei bioinfo rein. Für zusätzliche Insights klären euch die Bio-Aktionstage noch mehr in Sachen Bio-Produkte auf.

Seid ihr nun auf den Geschmack gekommen, mehr bio, regional und saisonal zu shoppen? Dann checkt für euren nächsten grünen Einkauf mal unseren Beitrag zu den Foodcoops in Wien aus. Wenn es mal über die Stadtgrenzen hinausgehen soll, findet ihr hier unsere liebsten Bio-Bauernhöfe in ganz Österreich.

*Gesponserter Beitrag: Dieser Artikel ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH entstanden.

(c) Beitragsbild | Alice Bogni | 1000things