MAK – Museum für angewandte Kunst

Evgenia Karp vom 10.12.2021
Holt euch eure Dosis Kunst und Kultur im Museum für angewandte Kunst!
MAK

Seit 150 Jahren schon steht das prächtige Gebäude des MAK, des Museums für angewandte Kunst, am Ring und füttert uns regelmäßig mit neuen Ausstellungen aus Kunst und Kultur. Noch unter Kaiser Franz Joseph I. wurde der Prunkbau den schönen Künsten gewidmet und hat inzwischen eine beeindruckende Sammlung an Objekten und Druckwerken aus fünf Jahrhunderten zu bieten. Damit ist es weltweit eines der bedeutendsten Museen seiner Art. Wir haben euch das Spannendste rund ums MAK zusammengefasst.

MAK
James Turrell MAK lite (c) Gerald Zugmann | MAK

Fast eine Million Kunstwerke an einem Ort versammelt

Ist euch das schon einmal aufgefallen? Jedes Mal, wenn wir ins MAK schauen, sind die Ausstellungen beeindruckend abwechslungsreich und immer wieder anders. Ein „Dort war ich eh schon mal“ zählt alleine schon deswegen nicht, weil wohl niemand von uns jemals alle 900.000 Kunstwerke, Objekte und Druckwerke sehen wird, die das MAK beherbergt. Zu den Museums-Highlights zählt vor allem die Schausammlung „Wien 1900“ mit Meisterwerken der Wiener Werkstätte von Gustav Klimt, Josef Hoffmann und Koloman Moser sowie Designikonen von Otto Wagner und Adolf Loos. Doch das beste kommt noch: Ein Teil der Gegenstände – genauer gesagt 335.559 Stück (Stand November 2021) – ist digitalisiert und in der MAK-Sammlung Online zu finden. Hier könnt ihr euch virtuell durch Besonderheiten aus den Bereichen Design, Gegenwartskunst, Glas und Keramik, Möbel, Metall, dem Archiv der Wiener Werkstätte und vieles mehr stöbern.

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Gustav Klimt, Entwurfszeichnungen für einen Fries im Palais Stoclet (c) Georg Mayer | MAK

Fortschritt durch Schönheit – Josef Hoffmann

Architekt, Designer, Lehrer, Ausstellungsmacher: Das MAK widmet dem bedeutenden Künstler der Wiener Moderne Josef Hoffmann von 15. November 2021 bis 19. Juni 2022 eine Bühne. Hoffmanns Credo, Schönheit durch Gestaltung in das Leben seiner Kund*innen zu bringen, war für ihn gleichbedeutend mit ästhetischem und sozialem Fortschritt. Das zeigt sich auch in seinen Arbeiten wie dem grazilen Ruhebett, das in der Weltausstellung in Paris 1937 präsentiert wurde. Aber auch die mehr als 1.000 anderen Exponate des Allround-Talents beweisen Josef Hoffmanns Sinn für das Schöne, dem man sich in 20 Kapiteln der Schau nähern kann. Als Mitbegründer der Vereinigung Bildender Künstler Österreichs – Secession, der Wiener Werkstätte und des Deutschen und Österreichischen Werkbunds schaffte er es wie kein zweiter, Pionierdenken mit seiner vor Kunst sprühenden Architektur zu vereinen. Eine Ausstellung, die euch die Dreifaltigkeit von Form, Kunst und Design auf eine einzigartige Weise näherbringt!

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Teeservice von Josef Hoffmann (c) Georg Mayer | MAK

MAK.digiSTORIES

Ihr möchtet spannende Details der letzten Ausstellung noch einmal genießen? Oder ihr seid schon so aufgeregt vor eurem Besuch, dass ihr einen kleinen Sneak Peek erhaschen wollt? Mit MAK.digiSTORIES könnt ihr Kunst und Kultur in kleinen Dosen konsumieren und müsst dafür nicht einmal außer Haus gehen. Denn das MAK hat seine Ausstellungsinhalte digital aufbereitet und für euch im Netz zusammengefasst. Auch, wenn es natürlich nicht dasselbe ist, wie direkt vor großen Kunstwerken zu stehen – doch die digi.STORIES helfen euch beim Schwelgen in schönen Kunsterinnerungen sowie bei der Vorbereitung auf euren nächsten Museumssonntag.

MAK Bibliothek & Lesesaal

Einer der wohl schönsten Lesesäle der Stadt ist der im MAK. Lesesaal und Bibliothek bieten euch nicht nur Ruhe, sondern auch gratis Internet und Scannen bis zum A2-Format. Das Ambiente ist schlicht und trotzdem äußerst stilvoll und einfach perfekt zum Lesen und Arbeiten. Die Regale der Bibliothek sind voll mit 200.000 Büchern zu den Themen (Gegenwarts-)Kunst, Design und Architektur. Eine stolze Sammlung von 400.000 Kunstblättern mit Handzeichnungen, Grafiken, Plakaten, Fotografien und Nachlässen ergänzt das Ganze. Ein antiquarisches Schmankerl: Hier findet ihr das älteste Aktenarchiv der Welt, das ihr ebenfalls für Recherche- und Forschungszwecke nutzen könnt.

MAK-Expositur Geymüllerschlössel

Vielleicht ist es euch schon einmal aufgefallen, als ihr Richtung Pötzleinsdorfer Schlosspark unterwegs wart: das Biedermeierjuwel an der Pötzleinsgasse 102. Das sogenannte Geymüllerschlössel, benannt nach dem Wiener Handelsherrn und Bankier Johann Jakob Geymüller, ist eine Art Außenstelle des MAK und beherbergt Möbel aus dem Empire und Biedermeier, Alt-Wiener Uhren der Sammlung Franz Sobek und Interventionen zeitgenössischer Künstler und Designer. Damit ist es eine besonders großartige Schnittstelle von damals und heute. Kaum seid ihr im wunderschönen Möbeldesign der Biedermeierzeit versunken, schon hüpfen euch die Keramikskulpturen von Erwin Wurm entgegen. Definitiv einen Besuch wert!

Euch hat die Lust auf eine Museumstour gepackt? Hier haben wir euch unsere liebsten Museen in Wien zusammengefasst. Wie, kennt ihr schon alle? Wie wärs dann mit einer Museumstour à la skurril?

*Dieser Artikel ist in freundlicher Zusammenarbeit mit dem MAK entstanden.

(c) Beitragsbild | Leonhard Hilzensauer | MAK

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