Weihnachten 2020

Unser Senf: Weihnachten 2020 – was wir durch Corona (hoffentlich) gelernt haben

Dienstag, 22. Dezember 2020 / Lesedauer: ca. 1 Minuten

Unser Senf: Weihnachten 2020 – was wir durch Corona (hoffentlich) gelernt haben

Dienstag, 22. Dezember 2020 / Lesedauer: ca. 1 Minuten

Weil ein bisschen Würze im Leben nie schaden kann, geben wir euch mit dieser Kolumne regelmäßig unseren Senf dazu: Wir erzählen euch, was uns beschäftigt, was uns nervt und was uns zum hysterischen Lachen bringt. Eure Käsekrainer könnt ihr zwar nicht darin eintunken, aber dafür ist unser Senf auch gratis. Dieses Jahr ist alles anders. Auch Weihnachten. Wir haben uns überlegt, was wir daraus lernen können.

von Eva Reisinger

*Wir wollen euch auch während der aktuellen Maßnahmen inspirieren und versuchen, unsere Artikel laufend Covid-konform upzudaten. Bitte haltet euch weiterhin an die Maßnahmen. Nur wenn wir jetzt zusammenhalten und aufeinander schauen, können wir möglichst bald wieder all diese Inspiration gemeinsam genießen und zu einem halbwegs normalen Alltag zurückkehren.

Bratwürstel und Sauerkraut bei den Eltern, belegte Brötchen bei der Tante Marie und dem Onkel Hansi, dazwischen eine Kaffeejause bei der Omama und abends noch ein paar Biere mit Freundinnen und Freunden. Am nächsten Tag geht alles wieder von vorne los, nur auf der anderen Seite der Familie.

Die Verwandtschaftsbesuche häufchen sich an den Weihnachtstagen an wie die Kekse im Bauch. Bei einer Befragung 2018 gaben 33 Prozent an, mit Weihnachten vor allem Familienbesuche und -feste zu verbinden. Nicht ganz die Hälfte der Befragten empfand die Zeit auch als stressig.

Eine neue Art zu feiern?

Dieses Jahr ist durch Corona alles anders. Lange war es ungewiss, ob man die Familie zu Weihnachten überhaupt sehen kann. Die aktuelle Situtaion erlaubt es mittlerweile, jedoch muss man sich selbst überlegen, wie alle Beteiligten möglichst sicher durch die Feiertage kommen.

Wer also die Familie sehen will, sollte sich testen lassen und davor möglichst die sozialen Kontakte nochmal zusätzlich einschränken. Dieses Jahr eignet sich sicher nicht dafür, dass mal wieder “alle zusammenkommen” oder für ein “großes gemeinsames Fest”. Jeder Kontakt bedeutet Risiko. Darum versuchen viele, das Ganze heuer möglichst einzugrenzen und einmal tatsächlich klein zu halten. Eben nur den Kern der Familie zu sehen und trotzdem darauf zu achten, dass niemand allein oder auf der Strecke bleibt. So fallen bei einigen Menschen nun viele Pflichttermine weg: Hier noch schnell ein Besuch und dort noch schnell Geschenke hinbringen. Dabei die immer gleichen oberflächlichen Gespräche, weil keine Zeit bleibt, wirklich miteinander zu reden.

2020 zumindest kein Verwandtschafts-Burnout

Nach dem Verwandtschafts-Marathon fühlt man sich sonst regelmäßig leer und noch fertiger als vor den Feiertagen. Dieses Jahr scheint ein guter Zeitpunkt zu sein, das zu reflektieren. Sich zu fragen: Was ist mir wirklich wichtig? Wer hat sonst niemanden? Wer wird eh von vielen anderen besucht? Und benötigen wir wirklich so viele Geschenke?

Vielleicht wird die Zeit so tatsächlich einmal ein bisschen besinnlich. Vielleicht erspart sich die eine oder andere Familie den emotionalen Supergau. Und wer weiß, vielleicht wird heuer die Stille Nacht ja mal wirklich ein bisschen still. Und ja vielleicht, wer weiß das schon, rieselt der Schnee dieses Jahr. Irgendetwas Gutes muss 2020 ja schließlich haben.

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Darf’s noch ein bisserl mehr Senf sein? Unsere Autorin erinnert sich, warum Garagenparties ihre Jugend so geprägt haben. Auf unserer Winter-Dahoam-Seite findet ihr außerdem jede Menge Inspiration für euren Winter in Österreich.

Eva Reisinger wuchs irgendwo im Nirgendwo in Oberösterreich auf. Sie war Österreichkorrespondentin für das junge Magazin des ZEIT-Verlags, kann einen Doppelliter Bier anschreien und am 14. Jänner erscheint ihr erstes Buch „Was geht, Österreich?“. Sie lebt als freie Autorin in Wien.

(c) Beitragsbild | Jason Vigeland | Unsplash

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