Wie man im Alltag ganz einfach Gutes tun kann

Freitag, 14. Dezember 2018 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Wie man im Alltag ganz einfach Gutes tun kann

Freitag, 14. Dezember 2018 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Spenden? Ja, unbedingt? Aber wofür? Und wie eigentlich? Und – Halt, Stopp! Bevor euch der Schädel schwirrt, haben wir ein paar einfache Alternativen für euch. Painless Giving heißt der Trend, mit Mikrospenden, die oft an Produkte oder Dienstleistungen geknüpft sind, problemlos im Alltag etwas Gutes zu tun. Welche Möglichkeiten es in Österreich gibt, erfahrt ihr hier.

von Viktoria Klimpfinger

UPDATE: Dezember 2019

Besonders um die Weihnachtszeit ist neben Konsumrausch und Dauer-Fressorgien vor allem eines immer wieder Thema: das Geben! Doch im vorweihnachtlichen Alltagstrubel wird oft selbst das zum Stress: Wofür soll man spenden? Die Caritas? Amnesty International? Oder vielleicht doch lieber Greenpeace? Und vor lauter Nachdenken und Aufschieben ist März und die besinnlichen Gedanken sind längst dem Grübeln übers Osternesterl gewichen. Deshalb haben wir ein paar Möglichkeiten rausgesucht, mit denen ihr ganz einfach und problemlos das Spenden in euren Alltag integrieren und damit nicht nur zu Weihnachten helfen könnt. Denn auch die kleinste Geste ist viel mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein – je mehr Tropfen, desto schneller kühlt der Stein ab!

Suppe mit Sinn

Manchmal hilft schon ein heißes Süppchen und die Sorgen sind vergessen. Mit „Suppe mit Sinn“ lindert man damit nicht nur die eigene Winter-Melancholie, sondern hilft auch noch jemandem, der mehr braucht als bloß eine warme Suppe. Die alljährliche Winterhilfsaktion der österreichischen Tafeln hat über 200 Gastronomiebetriebe im ganzen Land rekrutiert. Sie widmen vom 1. November bis zum 31. Dezember eine Suppe auf ihrer Speisekarte der Tafel. Bereits mit einem Euro können die Tafeln bis zu zehn Armutsbetroffene mit geretteten Lebensmitteln versorgen. In welchen Lokalen die Suppe zur Spendenbox wird, erfahrt ihr auf der Website von Suppe mit Sinn.

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Einmal Christkind spielen

Wenige Anblicke bereiten in der Weihnachtszeit mehr Freude, als das Leuchten von Kinderaugen, während sie sich voller Freude über die vielen, bunten Packerl unter dem Weihnachtsbaum hermachen. Doch dieses Bild ist nicht in jedem österreichischen Haushalt Gang und Gäbe, denn beinahe jedes fünfte Kind in Österreich ist von Armut betroffen, was die Eltern in Sachen Bescherung vor eine große, finanzielle Herausforderung stellt. Doch was wäre die besinnlichste Zeit des Jahres ohne ein kleines Weihnachtswunder! Bereits zum siebten Mal bereitet die Österreichische Post AG gemeinsam mit dem Samariterbund unter der Aktion „Spielen Sie Christkind“ Kindern aus ganz Österreich eine Freude, indem kostenlos Geschenkpakete verschickt werden. Und dieses Jahr wird Gutes tun noch ein wenig einfacher: einfach Geschenk besorgen, das Paket mit dem Hashtag #TeamChristkind versehen und es gratis bei der Post aufgeben. Die Packerln werden dann an neun Sammelstellen des Samariterbundes verteilt. Ihr möchtet sozial benachteiligten Kindern zu Weihnachten eine Freude machen? Dann werdet ein Teil des #TeamChristkind und schenkt doch dieses Jahr ein Stück Weihnachtszauber.

(c) Österreichische Post AG

Aufgeschobener Kaffee

Wie wär’s nach der Suppe mit einem gemütlichen Kaffee? Der Caffè sospeso (aufgeschobener Kaffee) stammt ursprünglich aus Neapel. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts war es in vielen Bars üblich, nicht nur den eigenen Kaffee zu bezahlen, sondern gleich noch einen zweiten dazu, im Voraus quasi. Der Barista notiert das Zukunftskäffchen und schenkt ihn auf Nachfrage an einen Bedürftigen aus. Mittlerweile gibt’s den Caffè sospeso auch in einigen Lokalen in Deutschland und Österreich. Aufschieben könnt ihr euren Kaffee etwa in Wien im Tachles am Karmeliterplatz. In St. Pölten geht das im Café Emmi in der Linzer Straße.

Nach Kärnten hat den Caffè sospeso der pensionierte Landesbedienstete Gordon Kelz mit seiner Initiative „Café der Nächstenliebe“ gebracht. Das Café Arcobaleno in Klagenfurt und das Café Luis in Villach machen etwa mit. Im Café Hahn in St. Veit könnt ihr sogar nicht nur Kaffee anschreiben lassen, sondern auch Speisen.

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Essen fairteilen

Auch selbstgemachtes Essen kann man problemlos spenden – oder selbstgekauftes, das man selbst nicht mehr rechtzeitig verputzen kann. Durchschnittlich 157.000 Tonnen angebrochenes und original verpacktes Essen werfen österreichische Haushalte jährlich in den Müll. Dabei kann man es dank der Fairteiler im ganzen Land ganz einfach mit anderen teilen. In diesen öffentlichen Regalen oder Kühlschränken könnt ihr Übriggebliebenes oder Frisches abgeben und andere können es sich problemlos holen. Wo ihr die Fairteiler im ganzen Land findet und ob sie bestimmte Öffnungszeiten haben, erfahrt ihr auf der Website von Foodsharing.

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Aufrunden im Supermarkt

Wie oft sagt man beim Bäcker: „Danke, passt schon“, wenn man euch den einen Cent Retourgeld in die Hand drücken will? Denn was machen schon ein paar Cent, außer die Geldbörse schwer? Verdammt viel, wenn man sie richtig einsetzt. Bei Billa, Merkur, Penny, Bipa, Sutterlüty und Ströck könnt ihr mit den Worten „Aufrunden, bitte“ nicht nur euer Börsel entlasten, sondern dabei auch noch anderen helfen. Wenn ihr die Kaufsumme in diesen Partnerläden auf den nächsten 10-Cent-Betrag aufrunden lasst, geht die Differenz an die Hilfsprojekte der Caritas in ganz Österreich. Bis jetzt sind schon über eine Million Euro zusammengekommen. So viel zum Tropfen und dem heißen Stein.

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Online-Shopping mit sozialem Bonus

Aber nicht nur beim analogen Einkaufen kann man problemlos spenden. Auch das Online-Shopping kann anderen zu Gute kommen. Auf Plattformen wie www.shop2.help.net wählt ihr zuerst einen Online-Shop aus, dann die Organisation, für die ihr spenden wollt, und schon gehen ein paar Prozent eurer Einkaufssumme an eine gute Sache.

So einfach kann es also sein, ein bisschen Liebe in den Alltag zu integrieren!

Ihr wollt nicht nur im Alltag, sondern auch zu besonderen Anlässen etwas Gutes tun? Wir haben am Blog ein paar soziale Geschenkideen für euch, mit denen ihr nicht nur Freude, sondern auch ein gutes Gewissen schenkt. Apropos gutes Gewissen: Auch nachhaltige Geschenkideen haben wir für euch gesammelt.

(c) Beitragsbild | Kat Yukawa | Unsplash

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