Nachhaltige Geschenke

Nachhaltige Geschenkideen für Weihnachten

Donnerstag, 29. November 2018 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nachhaltige Geschenkideen für Weihnachten

Donnerstag, 29. November 2018 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Wir stehen auf Nachhaltigkeit. So sehr, dass wir sie am liebsten verschenken würden. Gesagt, getan! Damit Weihnachten dieses Jahr nicht wieder zu einer sinnlosen Materialschlacht ausartet, haben wir ein paar Ideen für nachhaltige Geschenke gesammelt.

von Luisa Lutter & Viktoria Klimpfinger

Leise rieselt die Kohle – durch unsere Finger. Weil wir unsere Lieben aber auch so gerne beschenken! Damit die verpulverten Moneten dieses Jahr wenigstens Sinn ergeben, haben wir uns ein paar Geschenke überlegt, die der Nachhaltigkeit auf die eine oder andere Weise dienen. Von schicken, wieder befüllbaren Trinkflaschen bis zu Pullis mit dramatischen Motiven könnt ihr so nicht nur Freude schenken, sondern auch ein gutes Gewissen.

Umweltbewusste Flaschen

Einen Zahn, den man der allgemeinen Plastikproblematik leicht selber ziehen könnte, wären die PET-Flaschen. Man kann sie einfach und stilsicher durch zahlreiche wieder befüllbare Varianten ersetzen. Und die eignen sich auch optimal als kleines Weihnachtsgeschenk. Die Soulbottle behauptet zum Beispiel, die sauberste Trinkflasche der Welt zu sein. Und zwar deshalb, weil die Flaschen fair, klimaneutral, schadstoff- und plastikfrei sind. Noch dazu sind die Soulbottles mit ihren unzähligen hippen Motiven richtig schön. Mit einem Stückpreis um die 24,90 Euro sind sie vielleicht nicht unbedingt die günstigsten Flaschen, aber immerhin halten sie lange. Und von jedem Kauf geht ein Euro an Trinkwasserprojekte. Erstehen könnt ihr sie in einigen Geschäften, wie zum Beispiel bei Thalia oder online.

Auch die 24bottles machen unterm Weihnachtsbaum einiges her. In pastelligen Farben und eleganten Formen hält ihr rostfreier Stahl eure Getränke nicht nur einige Stunden kühl, sondern auch plastikfrei. Gemeinsam mit Rete Clima kompensiert 24bottles die CO2-Belastung bei der Herstellung durch die Beteiligung an Wiederaufforstungsprojekten. Insgesamt 1500 Bäume in fünf Ländern wurden bereits gepflanzt, die den CO2-Verbrauch um 101.050 Kilo reduzieren. Eure 24bottle könnt ihr entweder in Geschäften wie dem City Shop von Fräulein Anna in der Goldschmiedgasse 4-6 in Wien erstehen oder online bestellen.

Marmeladen und Chutneys kochen

Der Joghurt ist einen Tag über dem Ablaufdatum? Der Apfel hat eine braune Stelle? Zack, hinein in den Mistkübel. Die Wegwerfgesellschaft lässt grüßen. Doch anstatt Obst und Gemüse wegzuwerfen, kann man es ganz einfach weiterverarbeiten. Besonders Marmeladen und Chutneys bieten sich zum Verschenken an. Je nach Vorliebe des Beschenkten kann man Lebkuchen, Pfeffer, Zimt oder andere Gewürze beimengen und so eine ganz persönliche Marmelade kreieren. Die Mischung wird in ein dekoratives Glas gegeben, mit einem schönen Etikett aus dem Papierwarenladen versehen und mit einer Schleife geschmückt. Geschenke solcher Art sind nicht nur köstlich, sondern zeigen auch, dass man sich Gedanken gemacht hat über die Vorlieben des Empfängers.

Nachhaltige Geschenkideen

Doku statt Hollywood

Wer sich viele Gedanken zu nachhaltigen Geschenken macht, soll auch sicher sein, dass man beim Beschenkten auf fruchtbaren Boden stößt. Manche Menschen benötigen noch einen Schubs in die richtige Richtung. Für diesen Anlass bietet es sich an, statt der obligatorischen Blockbuster-DVD unterm Weihnachtsbaum, die eine oder andere spannende und informative Doku zum Thema Nachhaltigkeit zu erstehen. Passend dazu schenkt man einen Filmabend mit Popcorn und Co., sodass man im Anschluss gleich über das Thema sprechen und mögliche Ideen für eine Umsetzung anregen kann. Einer der Klassiker dieses Genres ist unserer Meinung nach Plastic Planet:

Trailer zu Plastic Planet Doku

Patenkind mit grünen Blättern

Eine weitere mögliche Umsetzung wäre, einen Baum zu pflanzen. Klingt zwar einfach, ist aber vor allem für Menschen ohne Garten nicht so easy. Bevor ihr durch die öffentlichen Parks lauft und dort wie wild mit euren Setzlingen die Flora durcheinanderbringt, schenkt euren Lieben doch einfach eine Baum-Patenschaft. Die Österreichischen Baumfreunde vergeben Patenschaften für Bäume, die sie in heimischen Gemeinden pflanzen, um dort die Lebensqualität zu erhöhen. Eine Patenschaft für zehn Jahre kostet 250 Euro, für einen Obstbaum nur 60 Euro. Welche Bäume noch einen Paten suchen und wo in Österreich sie stehen, erfahrt ihr auf der Website der Baumfreunde.

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Eine Box voller gesunder Überraschungen

Immer wieder bekommt man Pralinen und Schokoschachteln zu Weihnachten geschenkt. Manch einer muss sich an die eigene Nase fassen, denn wie oft haben wir selber schon verpackungsreiche Süßwaren verschenkt, weil es bequem und einfach ist? Dabei gibt es gerade Schoki zur Weihnachtszeit im Übermaß. Eine ähnliche, viel gesündere Variante ist gar nicht so weit davon entfernt. Anstatt einer Verpackung könnt ihr eine schöne, wiederverwendbare Brotbox erstehen und diese mit regionalen Produkten vom Markt oder aus dem Bioladen befüllen. Optional kann man auch eine Biokiste vom Bauernhof aus der Region verschenken. Farbenfroh, köstlich und definitiv eine Abwechslung zwischen all dem Süßkram zu Weihnachten.

Ungemütliche Weihnachtspullis

Ein weiterer Weihnachtsklassiker sind die typischen Weihnachtspullis mit teils kreischend-kitschiger Motivik. Um ihnen dieses Jahr ein bisschen mehr Sinn zu geben als bloß das Verursachen von Augenschmerzen, könnt ihr dieses Jahr auf Weihnachtspullis mit ernster Message setzen. Der WWF versendet ab einer Spende von 150 Euro einen UNCOZY SWEATER, damit man bei all der weihnachtlichen Gemütlichkeit nicht darauf vergisst, dass es draußen noch viel zu tun gibt. Von Hurrikans über schmelzende Eisschollen bis zu Plastikflaschen im Meer musste ein einziger Pulli wohl noch nie so viele katastrophale Motive aushalten. Außer vielleicht einer von Lady Gaga. Und der UNCOZY SWEATER sorgt nicht nur nachhaltig für ein gemütliches Weihnachtsfest, sondern ist auch selbst nachhaltig produziert worden. Er stammt aus einer Schweizer Strickwarenfabrik und besteht zu 100 Prozent aus südamerikanischer Bio-Merinowolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung. Der Erlös aus dem Pulli-Verkauf fließt zur Gänze in die WWF-Projekte gegen den Klimawandel.

Damit ihr speziell in Wien umweltbewusster durchs Leben gehen könnt, haben wir am Blog ein paar Tipps für euch gesammelt. Nachhaltigkeit, die Spaß macht: Tischler Samuel Karl verwandelt ausgediente Instrumente in neue Möbel.

Beitragsbild (c) rawpixel / Unsplash

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