Die schönsten Strecken zum Laufen in Wien

Montag, 24. Oktober 2016 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Die schönsten Strecken zum Laufen in Wien

Montag, 24. Oktober 2016 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Wenn man die Augen offen hält, scheint Laufen der  Volkssport in Wien. Ob am Ring, am Uni-Campus oder am Stadtrand. Kaum ein Tag, an dem man nicht irgendwo einen Jogger mit Kopfhörern und bunten Laufsachen an sich vorbeihuschen sieht. Wir haben uns deshalb auch selbst in die Laufschuhe geworfen und uns auf die Suche nach den schönsten Strecken zum Laufen in Wien begeben.

von Elisa Heißenberger & Marie Amenitsch

Wir haben uns durch die allgemeine Motivation anstecken lassen, uns neue Laufschuhe zugelegt und sind gleich mal losgejoggt. Es geht quer durch Wien, mal bergauf und bergab, dann wieder durch die Innenstadt – hier entlang zu den schönsten Strecken zum Laufen in Wien.

Prater

Der Klassiker in Wien und nicht ohne Grund. Der Prater drängt sich dem Laufbegeisterten als grüne Lunge der Stadt schon fast auf. Auf rund 6 km² gibt es Wiesen, Sport- und Spielplätze und natürlich lange, lange Wege – perfekt zum Laufen in Wien. Hier schlägt das Läuferherz höher. Die beliebteste Route ist die Prater Hauptallee. Eine nicht ganz 5km lange, schnurgerade, breite Allee, die vom Praterstern zum Lusthaus führt. Wer sich gerne durch andere Läufer motivieren lässt und es mag, wenn richtig was los ist, der ist im Prater gut aufgehoben. Vor allem auch gleich für den nächsten Sommer gut im Hinterkopf behalten: an heißen Tagen bietet der dichte Wald Schatten und ein wenig Abkühlung. Im Herbst sind die bunten Blätter wirklich berauschend. Abschalten und loslaufen.

Wer nicht von zu Hause aus weglaufen kann: Am besten den Knoten Praterstern ansteuern.

Donaukanal

Auch der Donaukanal bietet sich als langes Band, quer durch die Stadt gut als Strecke zum Laufen in Wien an. Hier ist der Flair allerdings urbaner. Man läuft auf Asphalt und Kopfsteinpflaster, direkt am Wasser des Kanals. Zwischen der Spittelau und der Rotundenbrücke führen alle paar hundert Meter Treppen hinunter. Man kann also überall einsteigen und umgeht so unnötige Anfahrtswege. Hier tummeln sich mitunter einige gleichgesinnte, Radfahrer, Spaziergänger und am Abend auch Nachtschwärmer. Vor allem im Sommer gibt es kaum Schatten und die Wärme hält sich durch das Pflaster und die durchgehende Steinmauer, die den Kanal von der Straße abschottet, bis spät. Eine perfekte Strecke um das Leben Wiens zu genießen und sich dabei auch noch sportlich zu betätigen.

Für alle, die nicht in dieser Gegend wohnen: Direkt am Kanal gibt es die U4/U2 Station Schottenring. Auch der Knoten Schwedenplatz ist ein guter Anlaufpunkt.

(c) 1000things.at / Marie Amenitsch

Augarten

Wer nicht nur kilometerlang geradeaus laufen möchte, kann im Augarten das komplette Gegenteil ausprobieren. Ein Gewirr aus Spazierwegen, teils mit meterhohen Hecken flankiert, breitet sich über eine beachtliche, gut gepflegte Fläche aus. Einmal an der Außenmauer entlang, sind gute zwei Kilometer. Wem das zu langweilig und zu wenig ist, kann sich austoben und mit Sicherheit eine Stunde joggen, ohne zweimal den gleichen Weg laufen zu müssen. Der barocke Augarten ist vor allem am Wochenende ein Treffpunkt für Familien und Naturfreunde. Dann ist hier richtig was los. Werktags ist es recht ruhig und man kann in Ruhe seine Runden drehen und die nostalgische Atmosphäre genießen, die die Anlage mit den beiden Flaktürmen erzeugt. Eine unserer liebsten Strecken zum Laufen in Wien.

Anreise: Am besten liegt die U2 Station Taborstraße. Hier steigt man am Augartenspitz aus und folgt einfach der Oberen Augartenstraße bis zum Eingang am Porzellanmuseum.

(c) 1000things.at / Marie Amenitsch

Steinhofgründe

Am äußersten Stadtrand versteckt sich das Naherholungsgebiet Steinhofgründe. Schon fast im Wiener Wald, etwas erhöht, hinter der psychiatrischen Krankenanstalt Baumgarten. Sanfte Hügel, Obstbäume, Wiesen und Spazierwege laden Naturfreunde zum Laufen ein. Hier geht es nicht mehr flach dahin. Man muss schon mit ein paar Steigungen rechnen, die einen kurzfristig ins Schwitzen bringen. Da es aber genug verschiedene Wege und ständig Abzweigungen gibt, kann sich jeder seine persönliche Lieblingsroute suchen. Wer hier her kommt, ist zwar auch selten alleine unterwegs, kann sich aber sicher sein, dass fast alle das selbe suchen: Ruhe, Abstand vom Rummel in der Stadt, ein Stück unberührte Natur.

Wer hier seine Runden drehen möchte, muss etwas Zeit einplanen – aber es lohnt sich. Am besten den 48A bis zum Otto-Wagner-Spital nehmen, dann einfach durch die Anlage hinauf, an der Kirche vorbei und schon ist man im Grünen.

hier bleib ich gerne 🌻

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Ring

Weil ich sogar im Zentrum immer wieder fleißige Läufer sehe, habe ich auch einmal eine Runde auf der Ringstraße gedreht. Die großzügigen Rad- und Fußwege bieten sich in der Tat an um nach der Arbeit noch ein wenig Joggen zu gehen. Kopfhörer rein und der Rummel lenkt gar nicht mehr so sehr ab. Der Verkehr ist kein Problem, allerdings muss man sich drauf einstellen, immer wieder an einer Ampel aufgehalten zu werden. Wen das nicht aus seinem Rhythmus bringt, der ist hier gut aufgehoben und spart sich vermutlich eine komplizierte Anfahrt, denn fast alle Öffis führen irgendwann am Ring vorbei. Außerdem grenzen ständig Parks an die Route und man kann kurz in den Burggarten, den Stadt- oder Rathauspark abtauchen oder am Karlsplatz seine Runden drehen.

laufen in wien

(c) Philipp Wieser

Lainzer Tiergarten

Für alle, die es etwas herausfordernder mögen: Der Lainzer Tiergarten ist riesig und es geht bergauf. Wer bei Tiergarten an Zoo denkt, der liegt falsch. In diesem Naturschutzgebiet spaziert, wandert oder eben läuft man seiner Wege und stößt mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit auf frei lebende Wildschweine und Rehe. Ein Lageplan informiert am Eingang über verschiedene Routen von einem bis zu neun Kilometern. Meist Runden – Start und Ziel am selben Tor, aber es bietet sich auch an, den Park an einem andern der sechs Tore wieder zu verlassen. Die Wege sind gut ausgeschildert.
Das gesamte Gebiet ist bewaldet, aber es gibt immer wieder Wiesen und Aussichtspunkte, die einen atemberaubenden Blick über Wien bieten. Ein gebührender Lohn für die Anstrengung.

Öffentlich ist das Nikolai Tor am besten zu erreichen. Einfach mit der U4 bis Hütteldorf fahren und den Schildern folgen. Über die Öffnungszeiten informiert man sich am besten hier.

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Donauinsel

Zu guter Letzt muss auch noch die Donauinsel genannt werden, die bei der Aufzählung der schönsten Strecken zum Laufen in Wien nicht fehlen darf. Hier können eindeutig die längsten Strecken zurückgelegt werden. Auf 21 Kilometern Länge kann sich jeder so lange auspowern, wie die Kondition reicht. Die Wege sind breit und asphaltiert, aber meistens auch gut frequentiert. Radfahrer, Inline-Skater und Spaziergänger tummeln sich hier in Scharen neben ehrgeizigen Läufern und Amateuren. Schnell zu erreichen und doch abseits des Trubels ist die Donauinsel nicht umsonst das Lieblings-Freizeit-Ziel vieler Wiener.  Auf die Insel geht’s mit der U6 und der U1.

🦆

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Euch hat die Entdeckungslust gepackt? Ihr euch hier unsere 10 Geheimtipps für Wien zu Gemüte führen oder euch über 10 Orte, an denen man in Wien noch nie gewesen ist, informieren.

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