Cafe Mitte: Innenausstattung

Cafe Mitte

Nix is‘ fix – und das ist gut so!

Thai-Food, schrille Barista-Kreationen und gemütliche Fernsehabende. Wer sagt, dass man nicht alles haben kann? Zumindest im Cafe Mitte in Graz keiner – im Gegenteil!

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Thailändisch im Café

„Es geht uns einfach um eine schöne Mischung“, sagt Rene Koch, einer der beiden Betreiber, „ohne striktes Konzept!“ Der eine oder andere Struktur-Fetischist wird jetzt wohl die Luft scharf durch die Zähne einziehen und manisch vom roten Faden predigen. Hier wird er aber allein schon vom ausgezeichneten thailändischen Essen besänftigt: Die Gerichte sind frisch zubereitet, leicht und mit viel kulinarischer Hingabe kreiert – das schmeckt man auch. Hungrig geht hier keiner raus: Von authentischen Frühlingsrollen über klassische Pad Thai bis zu exotischen Rice Bowls ist die gesamte Bandbreite des großen und kleinen Thai-Gusters abgedeckt. Frühstückstiger und Wochenend-Gourmets können sich sogar samstags und sonntags beim all-you-can-eat-Buffet mit regionalen Produkten einen Brunch-Bauch anschlemmen.

Thailändisch in Graz im Cafe Mitte

© Werner Krug

Barista-Specials

Nicht nur, wer auf gutes Essen steht, kehrt immer wieder gern boomerang-artig hierher zurück. Nein, hier wird sogar der profane Kaffee-Plausch zum ganz speziellen Erlebnis. Man möge ja zum Einhorn-Trend stehen, wie man will: Die einen meinen das Glitzer-Einhorn-Shirt abgeklärt-ironisch, den anderen ist es damit vollkommen ernst, und wieder andere bekommen mittlerweile nervöse Pocken und Zuckungen, wenn sie überhaupt nur an die lächelnde Unicorn-Visage denken! Aber ein Kaffee im Einhorn-Style macht selbst den größten Unicorn-Allergiker neugierig. Bevor jetzt aber die kreischenden Herden Richtung Graz stürmen, sei gesagt, dass man auch dabei im Cafe Mitte auf die bewährte Wundertüten-Philosophie setzt: „Den Einhorn-Kaffee macht jeder von uns anders“, erklärt Rene. „Und wenn einer Einhörner hasst, dann macht er eben einen Bären draus.“ Das Einhorn kommt und geht also – genauso wie sein Hype. Irgendwann. Wahrscheinlich.

Was für die Augen

Das Cafe Mitte ist aber nicht bloß ein hippes Lokal mit ausgefallener Speisekarte. Es eignet sich auch für nervöse erste Dates oder Treffen mit vorprogrammiertem peinlichen Schweigen. Denn hier gibt es überall etwas zu sehen und für einen holprigen Gesprächseinstieg zu bestaunen. Alle paar Monate stellt nämlich ein neuer Artist in Residence für einige Wochen seine Werke aus. Zurzeit ist es der österreichische Grafikdesigner und Künstler Tom Lohner. „Er stellt momentan in London und New York aus. Bei uns gibt’s die Prints seiner Werke zum Besichtigen“, erzählt Rene.

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Und wer trotz Restaurant-Kontext und gemütlicher Kaffee-Klatsch-Umgebung nicht scharf aufs Quatschen ist, der kann beim montäglichen Gruppenfernsehen mitmachen. Das Cafe Mitte besitzt nämlich eine riesige mobile Flimmerkiste, auf der auch Großereignisse wie der Superbowl gemeinsam bejubelt werden. Hier gilt aber ebenfalls: Gewohnheit ist der Feind der Kreativität! Ob die Filmabende stattfinden, hängt allerdings ganz pragmatisch davon ab, ob es Sinn macht. In der stressigen Weihnachtszeit oder während der Feriensaison steht vielen nicht der Kopf danach. Oder wenn die Gäste ohnehin am Mittwoch ins Cafe Mitte kommen, um gemeinsam den „Bachelor“ zu schauen: „Mittwochs ist bei uns zu ‚Bachelor’-Zeiten relativ viel los. Da machen wir dann nicht auch noch montags einen Filmabend“, meint Rene. Wenn aber einer stattfindet, dann hält sich das Impro-Kino-Programm strikt an die ungeschriebene Parole des Lokals: Querbeet! „Wir versuchen, immer mehr österreichisches und französisches Kino zu zeigen, aber es sind auch viele Klassiker dabei“, erzählt Rene.

Selfmade-Ambiente

Ganz abgesehen von Kunst, Kulinarik und Kino ist aber schon die Einrichtung des Cafés selbst einen Besuch wert. Denn wer schon Trend-Parolen wie „Thai-Essen“, „Einhorn-Kaffee“ oder „Artist in Residence“ schmettert, der muss irgendwann zwangsweise auch von seinen Do-it-Yourself-Möbeln erzählen. „Wir haben alles selbst gemacht“, erzählt Rene stolz. Deshalb kann sich in dem überraschend stimmigen Mix aus Industrial-Design und Vintage-Möbeln auch immer wieder mal etwas ändern. Nix is’ fix! „Wir gehen danach, wie wir selbst inspiriert sind. Das hat null Plan und das Konzept ergibt sich erst im Laufe der Zeit.“

Ausgefallenes Lokal in Graz: Cafe Mitte

© Markus Mansi

Null Plan als Konzept

Trotz absichtlicher Planlosigkeit und Drauflos-Mentalität ist das Gesamtkonzept des Cafe Mitte aber durchaus stimmiges Abbild des Hipster-Kosmos‘. Ja, richtig, Gesamtkonzept! Denn so rigoros, wie man hier dem konventionellen roten Faden aus dem Weg geht, sind die Konzeptlosigkeit und Spontaneität schließlich selbst zum Masterplan geworden. Immerhin hat das Ganze sogar eine gesellschaftskritische Agenda: „Die Menschen lassen sich im Alltag von Veränderungen oft fertigmachen“, meint Rene. „Deswegen steuern wir dagegen.“ Das spürt man, sobald man das Lokal betritt. Nicht auf ungute, zusammengeschachtelte Weise. Sondern auf eine Weise, die den stressigen, festgefahrenen Alltag zumindest für ein, zwei Stunden vor der Türe lässt.

Jetzt bist du neugierig auf die Grazer Café-Szene geworden? Dann bitte hier entlang.

Was man sonst noch so in Österreich anstellen könnte, findest du bei unseren To Do’s.

Titelbild (c) Markus Mansi

Aktuelles

Aktuelle Infos findet ihr auf der Facebook-Seite des Lokals.

Was kostet's?

Das günstigste Gericht auf der Karte ist ein kleiner gemischter Thaisalat für 3,50 Euro.

Das teuerste sind die Meeresfrüchte-Gerichte für 14,90 Euro.

Öffnungszeiten

MO – DO: 10:00 – 00:00 Uhr
FR: 10:00 – 02:00 Uhr
SA: 09:00 – 02:00 Uhr
SO: 09:00 – 00:00 Uhr

  • Location
  • Freiheitsplatz 2, 8010 Graz
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