Bärlauch

Bärlauchzeit in Wien: Alles was du wissen musst

Mittwoch, 11. März 2020 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Bärlauchzeit in Wien: Alles was du wissen musst

Mittwoch, 11. März 2020 / Lesedauer: ca. 3 Minuten

Es ist wieder Zeit für unsere Lieblingsblattln: Bärlauch! Wer könnte ihn auch nicht lieben, mit seinen ausgefallenen Spitznamen, wie etwa Teufelsknoblauch. Der grüne Geschmacksallrounder darf die kommenden Wochen auf keinem Teller fehlen.

von Magdalena Mösenlechner

Wer gerne würzig speist, aber nicht selber riechen will wie eine frisch eingelegte Knoblauchzehe oder eine halbe Schüssel Aioli, der greift zum Bärlauch. Denn neben seinem intensivem Geschmack hat das Kraut einen großen Vorteil: Man dünstet seinen Geschmack nicht die nächsten drei Tage zum Leidwesen der geliebten Mitmenschen aus. Abgesehen von seinem hohen Vitamin-C-Anteil hilft Bärlauch auch gegen hohen Blutdruck. Wer nach dem alljährlichen Frühjahrsputz keinen Bedarf daran hat, der werfe den ersten Stein.

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Pflücken oder kaufen?

Natürlich findet Bärlauch sich auch abgepackt im Supermarkt-Regal, aber besser schmeckt er doch von regionalen Märkten. Nicht zu übertreffen ist klarerweise der „Selbstbrockte“. Wer selber Bärlauch sammeln möchte, sollte das zeitnah erledigen, denn junger Bärlauch schmeckt am zartesten. Außerdem ist für die etwas Kurzsichtigen unter uns im März und April die Gefahr am geringsten, Bärlauch mit den giftigen Maiglöckchen zu verwechseln. Selber pflücken ist also eher was für die Pflanzenpros unter euch.

How to Bärlauch

Wer sich dennoch traut, sollte sein Popscherl möglichst früh aus dem Bett bewegen. Früh am Tag ist der Bärlauch vom Morgentau noch am saftigsten. Das Kraut findet sich meist in schattigen Laubwäldern, vor allem unter Bäumen oder an Bachufern, leicht zu erkennen an dem starken Knoblauchgeruch und den matten Blättern. Wer umsichtig ist, pflückt auch immer nur zwei bis drei Blätter pro Pflanze, denn so kann nächstes Jahr wieder geerntet werden. Um Wien sprießt schon vielerorts das würzige Frühlingsgrün. Am Wilhelminenberg bei den Steinhofgründen werden fleißige Pflückerinnen und Pflücker meist fündig, ebenso wie im Wiener Wald. Wer nicht ganz so weit rausfahren will, kann es auch im Pötzleinsdorfer Schlosspark versuchen. Im Prater duftet es auch schon vermehrt nach Knoblauch, vor allem entlang des Stadtwanderweges.

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Auf die Teller, fertig, los!

Hat man den Bärlauch erst mal nach Hause geschafft, gehört er nur noch verspeist. Am besten gleich, und am besten frisch! Hitze tut dem würzigen Kraut nämlich gar nicht gut, denn sie mindert den Geschmack. Ähnliches gilt, wenn es ums Pürieren geht, denn davon wird Bärlauch bitter. Schlauer ist es, ihn einfach zu schneiden oder zu hacken. Um immer ein bisserl grünen Knoblauch zum Verfeinern von Gerichten parat zu haben, bietet sich Bärlauchbutter an. Dazu einfach Bärlauch hacken und in zimmerwarme Butter einrühren. Das wohl schnellste und auch einfachste Bärlauchgericht dürfte das Pesto sein. Nudelfans mörsern einfach zu gleichen Teilen Bärlauch, Pinienkerne und Parmesan. Ein Schluck Olivenöl, und fertig ist das Dinner-for-Two.

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…oder lieber doch bestellen?

Kein Waldmensch, und auch kein Koch, keine Köchin, aber trotzdem Lust auf Bärlauch? Keine Sorge, auch die Stadtpflanzerln unter uns müssen nicht leer ausgehen. Im Käuzchen etwa hat die Bärlauchzeit schon begonnen. Dort werdet ihr verwöhnt mit Klassikern wie der Bärlauch-Cremesuppe und Bärlauch-Nockerln, aber auch ausgefalleneren Gerichten, wie dem Bärlauch-Cordon Bleu. Wer mag, kann danach noch auf ein oder zwei Gläser verweilen, zum Beispiel zum allwöchentlichen Pubquiz.

Gardegasse 8, 1070

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Im Das Edelmann erwarten euch zum cremigen Bärlauch-Risotto oder zu den Bärlauch-Nudeln mit Huhn auch die passenden Weinempfehlungen. Wer es gerne mediterran mag, der wird im 1. Bezirk fündig. Bei Alborgo könnt ihr noch bis zum 22. März etwas ausgefeiltere Bärlauch-Gerichte probieren, wie etwa Octopus Carpaccio mit grünem Apfel-Gel und Bärlauch Sauce oder Pudding mit Bärlauch-Geschmack, Oblaten auf Reis und Olivenöl.

Edelmann: Gersthoferstraße 21, 1180 | Alborgo: An der Hülben 1, 1010

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Für alle „Zuagrasten“ mit Heimweh, aber auch alle Kasnudel-liebenden Wiener, bietet sich das Schlipf & Co im 8. Bezirk an. Dort könnt ihr ab sofort original Kärntner Kasnudel mit Bärlauchfülle genießen. Hier heißt es aber schnell zuschlagen – oder besser gesagt: reinhauen – denn die Bärlauchnudel wird spätestens Mitte April von der Spargelzeit abgelöst. Scheint eine schlipfrige Angelegenheit, diese Bärlauch-Saison.

Lerchenfelder Straße 112, 1080 Wien

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Wer jetzt Lust hat, sich beim Spazierengehen nach Bärlauch umzuschauen, dem sind etwa die Stadtwanderwege zu empfehlen. Auf einen direkteren Weg zum Bärlauch führen euch Wiens schönste Märkte.

(c) Beitragsbild | RitaE | Pixabay

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