Gabenzaun

Wie du obdachlose Menschen momentan unterstützen kannst

Donnerstag, 26. März 2020 / Lesedauer: ca. 2 Minuten

Wie du obdachlose Menschen momentan unterstützen kannst

Donnerstag, 26. März 2020 / Lesedauer: ca. 2 Minuten

In Deutschland hängen immer mehr Menschen ihre Spenden für Obdachlose und Armutsgefährdete an Gabenzäune. Wäre das auch in Österreich eine Option? Und wie können wir sonst noch helfen?

von Viktoria Klimpfinger

*Die Corona-Krise hat uns nach wie vor fest im Griff. Wir bemühen uns, unsere Artikel möglichst aktuell und unsere Tipps Covid-konform zu halten. Da sich die Maßnahmen aber laufend ändern, zählen wir ebenso stark auf eure Eigenverantwortung und Solidarität. Tragt eure Masken und haltet Abstand, damit wir diese Krise möglichst schnell überwinden und danach wieder umso ausgelassener zusammen feiern können.

UPDATE: Oktober 2020

Die Corona-Krise und der Lockdown im Frühjahr haben eines ganz klar gezeigt: Es gibt die, die zu Hause bleiben können, und die, die es nicht können. Etwa, weil sie weiterhin arbeiten gehen müssen, um das System am Laufen zu halten, oder aber, weil sie kein Zuhause haben. Die Corona-Maßnahmen trafen und treffen obdachlose und armutsgefährdete Menschen besonders hart. Wie ist helfen trotz Social Distancing und Mindestabständen möglich?

Spenden an Zäunen

Die Initiative Manege Hilft hat in Berlin vor einiger Zeit sogenannte Gabenzäune ins Leben gerufen. Das sind Zäune, an denen die Zivilbevölkerung Sackerln mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und allem, was hilft, aufhängt und bei denen sich obdachlose Menschen frei bedienen können. Mittlerweile tauchen solche Zäune in ganz Deutschland auf. Die Idee für diese Aktion stammt ursprünglich aus Hamburg, wo es solche Gabenzäune bereits seit zwei Jahren im öffentlichen Raum gibt. In Graz und Wien haben Studierende 2017 im Rahmen einer ähnlichen Initiative im Winter warme Jacken zur freien Entnahme an Bäume gehängt.

Auch in Wien machte die Zivilbevölkerung im Frühjahr mobil und errichtete ebenfalls Gabenzäune, oder Hilfe-Zäune, wie sie hier heißen werden. Einige Standorte findet ihr etwa hier:

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Niederschwellige Initiative

Eine lobenswerte und engagierte Zivilinitiative ist das definitiv. Außerdem zeige die Bevölkerung damit, dass Obdachlose in dieser Krisenzeit gesehen und respektiert werden, betont Perrine Schober von von SHADES TOURS. Die Versorgung der Obdachlosen in Wien sei im Moment eine ziemliche Herausforderung, auch aufgrund der vielen Menschen, die ihre Jobs verloren haben, sei der Bedarf an Lebensmittelspenden stark gestiegen.

Der große Vorteil solcher Zäune ist mit Sicherheit ihre Niederschwelligkeit, sowohl für die Spendenden als auch für jene, die auf die Spenden angewiesen sind. Damit diese Initiative bei ihnen ankommt, muss aber nicht nur die Zivilbevölkerung zum Mitmachen aufgerufen werden, sondern vor allem sollten jene, an die sich diese Spenden richten, darüber informiert werden, dass es diese Zäune gibt und dass sie sich auch daran bedienen dürfen.

Direkte Spenden an die Organisationen

Gleichzeitig sei es aber auch immens wichtig, dass man den betreffenden Hilfseinrichtungen wie dem Neunerhaus oder der Caritas direkt hilft, sagt Schober. Denn gerade diese Einrichtungen brauchen momentan besonders tatkräftige Unterstützung. Die private Initiative Frühstück im Park gibt im Esterhazypark jeden Mittwoch zwischen 7.30 und 10 Uhr stärkende Mahlzeiten aus geretteten Lebensmitteln für obdach- und wohnungslose Menschen aus.

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Finanzielle Unterstützung

Aber auch auf Geldspenden sind die Organisationen momentan besonders angewiesen, um bedürftige Menschen angemessen versorgen zu können. Das Neunerhaus veranstaltet am 2. November 2020 bereits zum 20. Mal seine Kunstauktion, deren Erlös direkt in die Angebote für obdach- und wohnungslose Menschen fließt. Aufgrund der aktuellen Situation findet die Auktion sowohl im MAK als auch online statt. Wie ihr die Organisationen unterstützen könnt, erfahrt ihr auch auf deren Websites:

Caritas

Neunerhaus

VinziWerke

Straßenzeitung Augustin

´s Häferl

Obdach Wien

Verein Obdachlosenhilfe Schwester Grata

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Auch in eurem direkten Umfeld könnt ihr helfen, und zwar mit der Nachbarschaftschallenge. Außerdem zeigen wir euch einige neue Initiativen, die sich aufgrund der Corona-Krise gebildet haben.

(c) Beitragsbild | missmadlock | Instagram

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