Habt eine herrlich entspannte Wanderung – und trefft zufällig auf ein paar Sehenswürdigkeiten im Wald.

„In die Berg’ bin i gern!“ Auch die Wiener. Und weil die außer Kahlenberg oder Wilhelminenberg nicht unbedingt rasend viele Optionen in der Stadt haben, suchen sie sich immer wieder Hausberge – wie zum Beispiel den Anninger bei Mödling.

Idyllischer Hügel

Der Anninger ist zwar mit 675 Metern über der Adria bei weitem nicht der höchste Berg Österreichs, aber definitiv zu fast jeder Jahreszeit gut für idyllische Wanderungen und rustikale Hüttenpausen. Am einfachsten ist die Anreise mit dem Auto. Das könnt ihr entweder beim Parkplatz des abgebrannten Föhrenhofs abstellen und von dort aus euren Rundweg starten. Oder ihr stellt es beim Bockerl-Wirt ab. In jedem Fall sind die Wege gut beschildert – verlaufen werdet ihr euch also nicht.

Dr. med. „Durchkriechstein“

Rundwege und Steige gibt es hier jede Menge. Aber für ein erstes Erkunden der Umgebung raten wir euch, das „Anningerhaus“ anzupeilen. Der Weg führt euch durch verwilderte Waldwege und breite Forststraßen. Daneben gibt es jede Menge interessante Höhlen und Gesteinsformationen aus Kalk zu sehen. Die bekannteste davon ist wahrscheinlich das Matterhörndl, eine Formation mit Lücke in der Mitte. Man geht davon aus, dass es früher als sogenannter „Durchkriechstein“ genutzt wurde: Wer krank war, musste von Ost nach West durch die Lücke steigen, um die Krankheit abzustreifen. Keine Sorge – ansteckend ist der Felsen sicher trotzdem nicht.

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Ehrengrab und Aussichtspunkt

Neben Gebilden der Marke „Natur“ finden sich in dieser Gegend auch zahlreiche Überbleibsel menschlicher Bauwerke. Am Rückweg zum Parkplatz Föhrenhof kommt ihr zum Beispiel beim Husarentempel vorbei. Seine massiven Säulen und sein erhöhter, glatter Boden ragen mitten im Wald monumental auf. Von hier aus habt ihr einen unglaublich weiten Blick über das Wiener Becken. An sonnigen Tagen könnten wir hier stundenlang stehen und einfach nur schauen. Doch als Aussichtsplattform ist der Tempel nicht gedacht. Denn 1813 wurde er von Joseph Kornhäusel als Kriegerdenkmal errichtet, um die gefallenen Husaren in der Schlacht bei Aspern 1809 zu ehren. Nebenbei bemerkt: Als Husaren bezeichnet man im Militär eine bestimmte Truppe innerhalb der leichten Kavallerie. Jedenfalls liegen fünf k.u.k.-Soldaten, die bei Aspern gegen die Franzosen gekämpft haben, im Inneren des Tempels begraben. Auch heute noch pflegt die Stadt Mödling sie als Ehrengräber.

Drohnenflug über Husarentempel

Ihr steht schon in den Startlöchern für die nächste Wandertour? Dann zieh dir vorher lieber unsere Tipps zum Wandern rein. Was ihr außer Wandern sonst noch alles in Österreich erleben könnt, verraten euch unsere To Do’s.

Beitragsbild (c) Stadtgemeinde Mödling

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Was kostet's?

Der Anninger ist frei zugänglich.

Auch beim Husarentempel müsst ihr keinen Eintritt zahlen.

Öffnungszeiten

Bis auf den Juli hat das Anningerhaus das ganze Jahr geöffnet.

MI–FR: 9:00–18:00 Uhr

SA u. SO: 8:00–17:00 Uhr

MO u. DI Ruhetag

  • Location
  • Föhrenhof: Meiereigasse 12, 2340 Mödling
  • Waldgasthaus Bockerl: An der Goldenen Stiege 22, 2340 Mödling
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