10 Dinge, die jeder Tourist besser kennt als die Wiener

Samstag, 11. Januar 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

10 Dinge, die jeder Tourist besser kennt als die Wiener

Samstag, 11. Januar 2020 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Als Tourist in Wien hat man es nicht leicht: Es gibt so viel zu erleben und entdecken. Wir haben einmal die 10 Dinge zusammengeschrieben, die jeder Tourist ganz sicher besser kennt als die Wiener.

von Luisa Lutter

Bereit für eine Challenge? Kennt ihr schon alle Touristen-Highlights in Wien: Wir präsentieren euch nachstehend zehn Dinge, die alle Touristen besser kennen als die Wienerinnen und Wiener selbst. Viel Freude beim Lesen und wir sind gespannt, ob wir mit unserer Auflistung recht haben.

Die 343 Stufen zum Stephansdom hinauf

Den Auftakt zu unseren zehn Dingen, die jeder Tourist besser kennt als die Wiener, muss natürlich der Stephansdom machen. Die stolzen 343 Stufen hinauf zur Aussichtsplattform des Stephansdom wären nicht so abgewetzt, wenn sich nicht tagtäglich tausende von übermotivierten Touristen und Touristinnen hochschieben und sich oben um den besten Platz drängeln würden. Wien wird übrigens nicht umsonst die Stadt des Windes genannt. Oben angekommen empfängt die Schaulustigen erst einmal eine ordentliche Wind-Watsche. Das haben die Wiener nicht nötig, sie bestaunen ihren Steffl lieber von unten, vom Kaffeehaus aus und trinken in aller Seelenruhe währenddessen eine gepflegte Melange. Nur keine Hektik.

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Die teure Schnellverbindung CAT zum Flughafen

Viel mehr als Kopfschütteln haben die in Wien Lebenden wohl für den CAT nicht übrig. CAT ist die Abkürzung für die City Airport Train. Dies ist ein Shuttlezug, der auf der Pressburger Bahn ohne Zwischenhalt vom Flughafen Wien in Schwechat  bis zum Bahnhof Wien Mitte pendelt. In nur 16 Minuten saust der Zug zum Flughafen beziehungsweise in die Innenstadt und erleichtert das Portemonnaie damit ebenfalls ganz flott um zwölf Euro pro Fahrtrichtung. Die Wienerinnen und Wiener haben zwar von dem Zug schon gehört und ihn sicherlich auch schon gesehen (mit der grünen Farbe ist er wohl kaum zu übersehen),
doch bringt sie nichts aus der Ruhe. So kann er oder sie sich auch gelassen eine Viertelstunde mehr Zeit nehmen und lieber den normalen Regionalzug wählen, welcher regelmäßig auf der selben Strecke verkehrt. Dieser kostet im Übrigen nur 1,80 Euro Aufpreis zum normalen Wiener Öffi-Ticket. Wer sich nicht gleich als Tourist outen und das Geld lieber für Mitbringsel ausgeben möchte, weiß also, was zu tun ist.

Durch Schloss Schönbrunn spazieren

Besonders am Wochenende kann man das Schloss Schönbrunn schon von Weitem nicht verfehlen. Die Touristenströme quetschen sich in die U4 und werden alle an einer Station wieder ausgespuckt. Die Wienerinnen und Wiener trifft man meistens mit Besuch aus aller Welt vor Ort an. Einmal hoch bis zur Gloriette, Aussicht genießen und noch schnell auf den ältesten Zoo der Welt verwiesen und dann nichts wie raus aus dem Touri-Hotspot. Auf dem Rückweg darf der Wiener sich dann noch zahlreiche Fakten über die kaiserlichen Prunkräume anhören, da der begeisterte Gast natürlich eine Führung mitmachte. Doch bevor der Gast zu sehr an den Nerven der in Wien Lebenden und somit am Watschenbaum rüttelt, geht es bei uns weiter zu einer kulinarischen Eigenheit …

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Sacher Torte im Café Sacher essen

„Man hat Wien nicht mit allen Sinnen gekostet, wenn man nicht auch eine Sacher Torte vernascht hat.“ So oder so ähnlich muss das Gerücht wohl im Ausland kursieren. Anders kann man sich die Schlangen vor dem Hotel Sacher nicht erklären. Ein jeder Wien-Gast hat scheinbar auf seiner To-do-Liste das Verspeisen einer Sacher Torte im Café Sacher zu stehen. Die Wienerinnen und Wiener schlängeln sich galant durch die anstehenden Massen und freuen sich, dass ihre Lieblingscafés (in denen es meistens auch eine vorzügliche Sacher Torte gibt!) noch als Geheimtipp gelten.

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Einkaufen am  Naschmarkt

Hin und wieder bemüht sich der Wiener sowie die Wienerin schon zum Naschmarkt, doch wird dort selten Obst oder Gemüse gekauft. Eher trifft man sich zum gemeinsamen Spritzer Trinken in einem der Lokale. Nebenher kann man dann auch noch den ein oder anderen Schmäh über die Touristen machen, die schnell noch die letzten Besorgungen für die Lieben daheim von der Liste abhaken wollen.

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Die Innere Stadt vom Fiaker aus erleben

Ein Phänomen, das nur den Touristen vorbehalten ist, wäre auch mit den oft umstrittenen Fiakerfahrten gefunden. Kaum ein Wiener oder Wienerin kann sich das gewohnte Bild der Kutschen aus Wien wegdenken. Doch in die Kutsche steigen? Herr und Frau Wien tanzen in diesem Fall wohl bestenfalls einen „Rückwärtswalzer“.

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Aufstehen für die Morgenarbeit in der Spanischen Hofreitschule

Bleiben wir noch kurz bei dem Thema Pferde, in Bezug auf die Dinge, die Wien-Besucherinnen und Besucher besser kennen als die Wienerinnen und Wiener selbst. Die Einheimischen können dem Besuch zwar die Stallungen unweit der Hofburg zeigen, doch eine Führung oder gar eine Vorführung der Morgenarbeit der Spanischen Hofreitschule haben wohl die wenigsten je live miterlebt.

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Das Anstehen beim Café Central und Figlmüller

Willkommen in der Touristen- Hochburg im eh schon überfüllten 1. Bezirk: Der Figlmüller lockt die Besucher mit 110-jähriger Geschichte und Wirtshauskultur. Zugegeben, die Schnitzel sind gut und auch Wienerinnen und Wiener kehren bei Heißhunger und selbstverständlich nur in Begleitung von Besuch aus dem Ausland, gern ein. Doch ist das Reservieren zu empfehlen, da man sonst lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss. Der Fakt, dass alle drei Lokale nur wenige hundert Meter voneinander entfernt sind, ändert daran herzlich wenig.

Auch im Café Central gibt es nichts umsonst und trotzdem stehen die Gäste aus der ganzen Welt Schlange und warten mit Engelsgeduld, bis sie in dem Traditionscafé im Palais Ferstel mit einer über 140-jährigen Geschichte Platz nehmen dürfen. Das Café Central wurde auch „Schachhochschule“ genannt. Alfred Polgar und Leo Trotzki waren die gefürchtetsten Spieler. Heute sieht man wohl keine bekannten Gesichter und Größen der Literatur mehr. Die Wienerinnen und Wiener wüssten aber so oder so nicht, warum er oder sie für eine teure Mehlspeise unverhältnismäßig lange anstehen sollte.

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Eine Eitrige am Würstelstand bestellen

Doch mysteriöser Weise wird den Touristen stets empfohlen eine Eitrige zu essen, da es wohl so typisch Wien sei. Ein Gerücht, das sich hartnäckig hält. Bestellen Wiener und Wienerinnen tatsächlich an der Imbissbude eine Eitrige? Fragt man einmal nach, dann hat kaum jemand je eine Eitrige gegessen beziehungsweise höchstens einmal bestellt – mit ordentlichen Damenspitz. Oh, Passendes Stichwort:

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Eine Führung durch die Ottakringer Brauerei

Damenspitz und Kater am nächsten Tag bekommen die Wienerinnen und Wiener wohl eher vom typischen 16er Blech, jedoch nicht von der Führung durch die Ottakringer Brauerei. Der Rundgang dauert rund eine Stunde, führt durch die einzelnen Produktionsschritte und endet mit einer Bierverkostung. Während die Touristen ihre Köpfe zu all den neuen, wissenswerten Fakten wiegen, wippen die Wiener und Wienerinnen die Köpfe zur Musik. Denn sie kennen eher die angeschlossenen Veranstaltungsräumlichkeiten der Ottakringer Brauerei, in denen ständig Konzerte und Messen stattfinden.

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Die vorangegangenen Zeilen waren ein Appetitanreger? Ihr wollt nun noch mehr touristischen Input erhalten? Wir präsentieren euch 100 Dinge, die man in Wien machen muss. Wo es in Wien die besten Schnitzel gibt, verraten wir euch natürlich ebenfalls gerne. Wir hoffen, ihr habt Heißhunger auf Wien bekommen.

(c) Beitragsbild | John Tuesday | Unsplash

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