10 Orte, an denen man in Wien noch nie gewesen ist – Teil 2

Samstag, 11. März 2017 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

10 Orte, an denen man in Wien noch nie gewesen ist – Teil 2

Samstag, 11. März 2017 / Lesedauer: ca. 6 Minuten

Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, bewegen wir uns alle gerne in uns bekannten Grätzln und besuchen immer dieselben Plätze und Cafés. Da Wien jedoch auch so viele unbekanntere Schmuckstücke zu bieten hat, die entdeckt werden wollen, präsentieren wir euch in diesem Blogbeitrag einen zweiten Teil der Übersicht über 10 Orte, an denen man in Wien noch nie gewesen ist.

von Marie Amenitsch

Nachdem wir euch bereits in einem ersten Beitrag zu 10 unbekannten Orten, an denen man in Wien noch nie gewesen ist, entführt haben, wollen wir euch auch in diesem Blog Anreize bieten, um euere gewohnte Umgebung einmal zu verlassen und noch vielleicht unbekannte Plätze in Wien zu entdecken.

Jubiläumswarte

Wien von oben ist immer eine gute Idee! Wenn es das Ganze dann auch noch völlig unentgeltlich und in Verbindung mit einer feinen Wanderung gibt, finden wir das viel zu gut, um es euch vorzuenthalten. Die Jubiläumswarte im 16. Bezirk auf dem Gallitzinberg am westlichen Stadtrand von Wien ist die perfekte Möglichkeit für einen Abstecher ins Grüne und einen Perspektivenwechsel verbunden mit Picknick, einem Rundumblick nach Westen über den angrenzenden Wienerwald nach Osten und über das Wiener Stadtgebiet. Wind im Haar und Lächeln im Gesicht sind hier garantiert und Wien zeigt sich einmal mehr von seiner schönsten Seite. Wer hier vorbeischauen will, nimmt am besten die Busse der Linie 46A oder 46B bis zur Haltestelle „Feuerwache am Steinhof“ oder „Savoyenstraße“ und genießt den etwa zwanzig minütigen Fußweg bis zur Warte. Einer der schönsten Plätze, an denen man in Wien noch nie gewesen ist.

Johann-Staud-Straße 80, 1160

Weinhandwerk

Heurige und Buschenschanken gibt’s in Wien – vor allem in den Außenbezirken –  ja sehr zahlreich, sind diese in der Hochsaison jedoch ziemlich überlaufen. Ein absoluter Liebling von uns, dessen Wohlfühlfaktor mit Worten nur schwer beschrieben werden kann, ist das Weinhandwerk, das wir durch Zufall entdeckten. Am Fuße des Bisambergs und kurz vor der Stadtgrenze versteckt sich diese grüne Oase – auch Wildkräuterbuchenschank genannt – die mit kulinarischen Köstlichkeiten und erlesenen Weinen auf euch wartet. Der Gastgarten ist wunderbar idyllisch, man sitzt unter schattenspendenden Bäumen mitten in den Weinbergen – Natur soweit das Auge reicht. Hier werden außerdem immer wieder Workshops und Seminare rund um das Thema Kräuter und Naturküche angeboten und die Location kann auch für private Gartenfeste gemietet werden. Erreichbar ist das zauberhafte Plätzchen zum Beispiel mit der Straßenbahnlinie 31 bis zur Endstation Stammersdorf und danach zu Fuß in ca. 30 Minuten. Die Saison startet ab dem 15. April, mehr Infos findet ihr hier.

Senderstraße 27, 1210

Chillen im weinhandwerk-compressed

(c) Weinhandwerk

Friedenspagode

Ein buddhistisches Symbol für den Frieden in der Leopoldstadt? Richtig gehört, bei der Hafenzufahrtsstraße im 2. Bezirk trifft man auf eine dieser rund 80 Friedenspagoden, die es weltweit gibt. Diese Stupa, also ein Bauwerk, das Buddha selbst und seine Lehre, den Dharma, symbolisiert, sticht schon von Weitem durch ihre interessante Architektur ins Auge. Sie ist 26 Meter hoch und wurde zwischen 1982 und 1983 von japanischen Mönchen errichtet. Hinkommen funktioniert am besten mit der U2 bis „Donaumarina“ und dem Bus 79A bis „Friedenspagode“, oder mit Schnellbahn bis „Praterkai“ und anschließend ebenso mit dem Bus der Linie 79A. Hier seid ihr in Wien noch nie gewesen!

Hafenzufahrtsstraße, 1020



Katakomben Stephansdom

Alle von uns sind wohl schon des Öfteren vorbeigekommen, doch haben wir ihnen keine Beachtung geschenkt so wird der Eingang zu den Katakomben des Stephansdoms jedoch oft übersehen. Das bekannte Wiener Wahrzeichen ragt nämlich nicht nur schön in die Höhe, sondern geht auch schön schaurig weit in die Tiefe. Zu den Katakomben gibt es allerhand Geschichten zu berichten, obwohl man einige davon vielleicht lieber nicht unbedingt erfahren möchte. Wer einen Rundgang buchen möchte, kann dies direkt im Stephansdom tun. Eine Tour dauert knappe 30 Minuten. Kostenpunkt beträgt 5,50€ und die Führung kann zwischen 10-11.30 Uhr sowie um 13.30 Uhr und um 16.30 Uhr gebucht werden.

Stephansplatz 3, 1010

Finalmente 🙈😍🇦🇹

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Café Weidinger

Schauplatz Gürtel – wo sich das Hupen der entnervten Autofahrer in das quietschende Reifenbremse einreiht, glaubt man kaum, eine solche entschleunigende Oase zu finden, an der man in Wien noch nie gewesen ist. Mit dem Café Weidinger ist dies jedoch der Fall und die Zeit scheint hier stehengeblieben zu sein scheint. Sieht es von außen vielleicht nicht gerade so einladend aus, überzeugt das Innere jedoch vom Gegenteil. Egal,ob zum Kaffeetrinken, Zeitung lesen, Diskutieren oder Kartenspielen – hier findet man genau das, was man unter Wiener Kaffeehauskultur versteht. Die unterschiedliche Kundschaft, die hier von 7 Uhr am Morgen bis 1 Uhr in der Nacht ein- und ausgeht, ist wohl der beste Beweis dafür. Zum Essen gibt’s passend dazu die traditionellen Schmankerln wie Gulasch, Toast und verschiedene Strudelvariationen. Unser Geheimtipp: Die Kegelbahn im Keller und der schattige Gastgarten. Dieser kann mit seiner Ruhe in der so lauten und belebten Umgebung des Gürtels fast schon etwas unwirklich erscheinen.

Lerchenfelder Gürtel 1 , 1160

Bio Feigenhof

Etwas außerhalb in Simmering, aber immer noch in Wien, befindet sich ein idyllisches Fleckchen Erde. Wer Ruhe sucht und zudem noch Feigen mag, ist hier genau richtig: Auf dem Hof von Frau Kujal und Herrn Thiesz dreht sich alles um die schmackhafte Frucht. Der Gastgarten ist im Sommer üppig grün und herrlich entspannend für die Großstadtgewöhnten Augen. Wer einen Sitzplatz ergattert, steht so schnell nicht wieder auf. Es gibt in dem großzügigen Hofladen allerlei zur Verkostung und auch Gemüseraritäten und eine Feigenplantage im Glashaus zu bestaunen.

Das Hinkommen ist mit der U3-Station Simmering und im Anschluss mit der Buslinie 73A bis zur Haltestelle Hörtengasse zu bewältigen. Von dort aus 50 Meter zurück auf der Kaiserebersdorfer Straße bis hin zur Nr. 135, dort in den Weg (Privatzufahrt) mit der Feigenhofbeschilderung rechts einbiegen. Und voilà – schon seid ihr dort.Alles in allem bietet der Feigenhof einen herrlichen Wochenendausflug mit Erholungscharakter. Unbedingt ein paar frische Feigen für zuhause mitnehmen – ein optimaler Genuss um sich im hektischen Alltag wieder an die kleine Oase in Simmering zu erinnern. Mit dem 11. März startet heute der Hof in die neue Saison.

Am Himmelreich 325, 1110 Kaiserebersdorf

(c) Bio Feigenhof / facbeook

Kleinster Weingarten Wiens

Nur 100 Quadratmeter und eine Lage mitten am historischen Schwarzenbergplatz, machen den kleinsten Weingarten Wiens zu etwas ganz Besonderem, befindet sich dieser ja an einem ziemlichen Verkehrsknotenpunkt. Betrieben wird dieser heute vom bekannten Weingut Mayer und er geht auf einen gewissen Herren Gerdenitsch zurück, der das Haus am Schwarzenbergplatz Nummer 2 – das „Palais Wiener von Welten“  – betreute und im Jahr 1924 erfolgreich den ersten Rebstock setzte. Jahr für Jahr ist bis heute Anfang Oktober die Ernte das große Highlight im kleinen Garten. Sämtliche Weinprominenz Wiens (natürlich inklusive Bürgermeister) versammelt sich, um die Trauben der 60 Weinstöcke zu ernten. Daraus werden dann etwa 50 Flaschen Wein produziert, die dann in weiterer Folge versteigert werden. Hierbei handelt es sich um einen, für Wien typischen, „Gemischte Satz“, der Kennern zufolge wirklich gute Qualität aufweist. Heißer Tipp für alle auf der Suche nach Orten, an denen sie in Wien noch nie gewesen sind.

Schwarzenbergpl. 2, 1010

Wasserturm

Viele haben dieses „Wahrzeichen“ von Favoriten, wie es liebevoll bezeichnet wird, wohl schon das ein oder andere mal erspäht, doch nur die Wenigsten waren vor Ort. 1899 wurde der Turm an der Triesterstraße, ursprünglich als Wasserspeicher für höher gelegene Bezirksteile gedacht, errichtet und ist mit seinem markanten 67-Meter-Ziegelbau heute nicht mehr aus der Szenerie wegzudenken. Über eine 203 Meter lange, spiralförmige Rampe mit anschließender Wendeltreppe gelangt man zu einer Aussichtsplattform auf knapp 50 Meter. Dort erschließt sich ein mehr als sehenswerter Blick in alle Himmelsrichtungen. Die Besichtigung ist bei Voranmeldung gratis. Für den Sommer ist außerdem der angrenzende Wasserspielplatz ein heißer Tipp für alle Kleinen und großen Kinder.

Mühlwasser

Dass Wien auch so allerhand idyllische Natur(bade)plätze zu bieten hat, ist ein einer der vielen Pluspunkte, für die uns zahlreich Menschen aus anderen Großstädten beneiden. Hat man so doch die wunderbare Möglichkeit, schnellstens der Alltagshektik zu entfliehen. Egal ob ihr im oberen oder unteren Mühlwasser in die Natur eintaucht, ihr habt an langen Ufern die Möglichkeit, mal eben dem Alltag zu entfliehen und euch in der Ruhe zu verlieren. Es werden euch schattige Plätzchen geboten, aber auch Flecken für Sonnenanbeter gibt es zu Genüge. Sehr beliebt ist das Mühlwasser auch als Naturbadeplatz. Idealerweise kommt man an diesen Ort, an dem viele in Wien noch nie gewesen sind, mit dem Rad oder auch den Öffis. Denn vor allem das Schillerwasser punktet neben seiner wunderbaren Naturidylle auch mit einer Bushaltestelle (Schillwasserweg).

MAK Lesesaal

Wien ist ja für die fulminante Nationalbibliothek, die Bibliothek in der Hauptuniversität und auch für die Wienbibliothek im Rathaus über die Stadtgrenzen hinweg bekannt, begeistern diese neben literarischen Schätzen auch mit einer solch imposanten Architektur. Deshalb geht’s an diesen Orten meist auch recht geschäftig zu und die Lesesäle sind gut ausgelastet oder auch überfüllt. Wir haben eine gute Alternative für euch, an der wohl viele in Wien noch nie gewesen sind: Der MAK Lesesaal ist auch am Wochenende geöffnet und er bietet euch neben neben mehr Ruhe auch gratis Internet und Scannen bis A2. Gelesen und gearbeitet wird in schlichtem, weißem und stilvollem Ambiente. Hier können Bücher zum Thema (Gegenwarts-)Kunst, Design, Architektur und allerlei anderer spannender Gebieten durchforstet werden. Zudem steht für euch, im Bezug zur angewandten Kunst, das älteste Aktenarchiv der Welt auf Abruf bereit. Montags geschlossen, an allen anderen Tagen von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, die Benützung ist frei.

Stubenring 5, 1010

Study sundays at the beautiful museum of applied arts 📚 #picturesquevie #sundays #mak

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Na, Lust bekommen neue Plätze und Ecken in eurer Lieblingsstadt zu entdecken? Hier findet ihr noch wesentlich mehr To Do’s und kulinarische Highlights.

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