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Die gruseligsten Orte in Wien

Samstag, 31. Oktober 2020 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Die gruseligsten Orte in Wien

Samstag, 31. Oktober 2020 / Lesedauer: ca. 4 Minuten

Wer zu Halloween auf der Suche nach etwas Gruselstimmung und Gänsehaut ist, ist an diesen Orten Wiens bestens aufgehoben. Wir entführen euch mal an den Wiener Stadtrand und meist hinab in den Untergrund und meist geht es in die Vergangenheit. Eine spannende Erkundungstour ist euch sicher!

von 1000things-Redaktion

*Wir wollen euch auch während der aktuellen Maßnahmen inspirieren und versuchen, unsere Artikel laufend Covid-konform upzudaten. Bitte haltet euch weiterhin an die Maßnahmen. Nur wenn wir jetzt zusammenhalten und aufeinander schauen, können wir möglichst bald wieder all diese Inspiration gemeinsam genießen und zu einem halbwegs normalen Alltag zurückkehren.

Wien hat von schönen und romantischen Plätzchen bis hin zu spannenden und gruseligen Orten alles zu bieten. Passend zur Jahreszeit – immerhin stehen Allerheiligen und damit auch Halloween vor der Tür – stellen wir euch ein paar letzterer Sorte vor. Die sind natürlich nicht nur zu dieser Jahreszeit sehens- und besuchenswert, aber vielleicht ist Halloween genau die richtige Gelegenheit, um sie endlich auf eurer To-do-Liste abzuhaken.

Michaelergruft

Hinab gestiegen in den Wiener Untergrund, zu einem der schaurigsten Orte in Wien. Ein Besuch der Michaelergruft ist garantiert nichts für schwache Nerven. Unterhalb der Michaelerkirche empfängt euch nach dem Abstieg über die schmale, steile Treppe die kahle Gruft mit morbiden Erinnerungen an die Vergangenheit. Nahe der Hofburg könnt ihr hier 300 Jahre alte Särge und Mumien bestaunen. Die Zeugnisse vergangener Tage sind nicht nur ziemlich mystisch, sondern auch historisch besonders interessant. Mit einer Sammlung von 250 Särgen und Sarkophagen aus der Zeit der Renaissance und des Barock erwartet euch hier eine der wichtigsten historischen Gruften in Österreich. Donnerstag bis Samstag um 11 und 13 Uhr könnt ihr die Michaelergruft im Zuge einer Führung besichtigen. Aber Achtung: Zwischen 20. Dezember 2020 und 2. Jänner 2021 finden keine Touren statt. Tickets gibt’s um 7 Euro für Erwachsene und um 3 Euro für Kinder.

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Friedhof der Namenlosen

Allein der Name sorgt schon für eine leicht schaurig Vorahnung und zeugt von der Morbidität dieses Ortes. Weniger bekannt als der Zentralfriedhof, befindet sich dieser Ort, dessen Name bereits Düsteres vermuten lässt, in Wien beim Alberner Hafen im 11. Bezirk. Seinen Titel verdankt der Friedhof der Tatsache, dass hier vorrangig Menschen begraben wurden, die von 1840 bis 1940 im Hafenbereich von der Donau angeschwemmt wurden. Bei vielen dieser Toten ist weder klar, wie sie gestorben sind, noch sind ihre Identitäten geklärt. Der Friedhof ist in zwei Teile gegliedert. Der erste und ursprüngliche Friedhof der Namenlosen ist heute zur Gänze verwildert und von Bäumen überwachsen. Besonders bei Einbruch der Dunkelheit oder im Herbst, wenn sich die Nebelschwaden über die Gräber ziehen, kann es einem hier kalt über den Rücken rinnen. Übrigens: Vielleicht ist euch der Friedhof aus dem Film Before Sunrise ein Begriff.

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Jüdischer Friedhof Rossau

Und ein weiterer Friedhof darf in unserer Aufzählung nicht fehlen. Immerhin haben diese mit ihrer Geschichtsträchtigkeit und den Geschichten, die sie über die dort liegenden erzählen, eine starke Anziehungskraft auf uns. Wie heißt es auch im berühmten Lied von Georg Kreisler so schön: „Der Tod, das muss ein Wiener sein!“ Der Jüdischen Friedhof Rossau ist einer dieser versteckten Orte, die mit einer mystischen Grundstimmung in den Bann ziehen. Ziemlich versteckt, in der Seegasse gelegen, ist er außerdem der älteste jüdischen Friedhof Wiens. Mitglieder der jüdischen Gemeinde wurden zwischen 1540 und 1783 in dem 2.000 Quadratmeter großen Areal begraben. Zugänglich ist der Friedhof über das heutige Seniorenheim in der Seegasse 9-11. Ein gut verstecktes Stück Geschichte!

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First Escape

Einer der gruseligsten Orte in Wien ist der Escape Room First Escape in der Wiener Innenstadt. Er verspricht mit unterschiedlichen Quests puren Nervenkitzel. Das Konzept von Escape Rooms besteht darin, sich durch geschicktes Lösen von Rätseln aus einem Raumkomplex zu befreien. Bei First Escape erwartet euch ein völlig neues Level an Hightech und audiovisuellen Überraschungseffekten, die euch in eine absolut realistische Umgebung führen, Spannung und jede Menge Spaß garantieren. Der historische Backsteingewölbekeller reicht bis zu zwei Etagen unter die Erde. Die Umgebung ist somit perfekt für die spannenden, teils gruseligen und vor allem gefinkelten Quests, die in Kleingruppen gemeistert werden können. Bei den vier Settings erwarten euch je nach Belieben eine Fantasy-Geschichte in einer mittelalterlichen Burg, eine Spukgeschichte in einem 60er-Jahre-Hotelzimme, ein Erlebnis in der Staatsoper des klassischen Wiens der 1880er-Jahre, das einen geplanten Anschlag auf Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth involviert, und ein Virtual-Reality-Quest, bei der ihr es im Mittelalter mit einem machtbesessenen Dämon aufnehmt.

Himmelpfortgasse 17, 1010

(c) Aris Venetikidis

Bestattungsmuseum

Wo, wenn nicht in Wien, ist ein Bestattungsmuseum zu erwarten? Natürlich findet ihr es quasi in der Wiener Hauptstadt des Todes, am Zentralfriedhof. Im Museum sind über 250 Originalobjekte rund um den Tod und das Sterben in Wien zu sehen, außerdem Bild- und Videomaterial aus den Archiven der Bestattung und der Friedhöfe Wien. Unter anderem bekommt ihr skurrile Objekte zu sehen aus einer Zeit, in der man fürchtete, lebendig begraben zu werden. Nach eurem Besuch im Museum bietet sich noch ein Spaziergang über den Zentralfriedhof an, der übrigens der zweitgrößte Friedhof Europas ist. Anlässlich seines 250. Geburtstages ist Beethoven und seinen Zeitgenossen und -genossinnen übrigens eine Sonderausstellung gewidmet. So sind etwa die Totenmasken von Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert zu sehen. Das Museum ist Montag bis Freitag von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet und von 1. März bis 2. November zusätzlich auch samstags von 10 bis 17.30 Uhr.

Zentralfriedhof, Tor 2, Untergeschoß der Aufbahrungshalle, Simmeringer Hauptstraße 234, 1110

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Katakomben unter St. Stephan

Oft wird der Eingang zu den Katakomben des Stephansdoms schlichtweg übersehen. Das bekannte Wiener Wahrzeichen ragt aber nicht nur schön in die Höhe, sondern geht auch schaurig weit in die Tiefe. Um die Katakomben ranken sich allerhand Geschichten, obwohl man einige davon vielleicht lieber nicht unbedingt erfahren möchte. Wer einen Rundgang buchen will, kann dies direkt im Stephansdom ohne Voranmeldung tun. Eine Führung dauert knappe 30 Minuten. Der Eintritt kostet 6 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder bis 14 Jahre. Von Montag bis Samstag gibt es um 10, 11, 14, 15 und 16 Uhr eine Führung, am Sonntag und an Feiertagen um 14, 15, und 16 Uhr.

Stephansplatz 3, 1010

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Am Blog haben wir außerdem die besten Programmpunkte für Halloween in Wien für euch. Wenn ihr nach diesen Ausflügen noch nicht genug habt, könnt ihr euch einen Film von unserer Liste mit Halloween-Filmen für starke Nerven anschauen.

(c) Beitragsbild | @nulf72 | Instagram

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