in Wien nich nie gewesen

10 Orte, an denen man in Wien noch nie gewesen ist

Samstag, 28. Januar 2017 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

10 Orte, an denen man in Wien noch nie gewesen ist

Samstag, 28. Januar 2017 / Lesedauer: ca. 5 Minuten

Dass Wien so viel mehr zu bieten hat, als die uns allen gut bekannten Lokale, Cafés und Touristenattraktionen beweisen wir einmal mehr mit diesem Blogbeitrag. Auf der Spur von Mythen, Geheimnissen und längst vergangener Tage präsentieren wir euch in diesem Blogbeitrag 10 Orte, an denen man in Wien noch nie gewesen ist und die zu Unrecht viel zu wenig Aufmerksamkeit erfahren.

von Marie Amenitsch

Wir waren für euch abseits der allbekannten Pfade und Plätze Wiens unterwegs und präsentieren euch 10 Orte, an denen man in Wien noch nie gewesen ist.

Alberner Hafen

Hierhin hat es wohl noch die Wenigsten von euch hin verschlagen und auch wir sind äußerst überrascht, als wir uns unsere Wege durch die hintersten Ecke Simmerings – fast schon an der Grenze zu Schwechat – bahnen. Gleich vorweg: die Anfahrt mit den Öffis ist etwas mühsam, wir haben uns deshalb für den Drahtesel entschieden, mit dem man entlang der Donau und vorbei am Freudenauer Hafen das Ausflugsziel recht gut erreicht und zu diesem mystischen Ort, an dem wohl viele in Wien noch nie gewesen sind, kommt.
Es ist ruhig hier, fast schon gespenstisch und man glaubt, an einem Filmset gelandet zu sein. Der Hafen selbst erinnert mit seinen riesigen Getreidespeichern an die Landungsbrücken in Hamburg und geht auf die Zeit des Nationalsozialismus zurück.

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(c) Alberner Hafen / https://www.instagram.com/osapixi/

Friedhof der Namenlosen

Wandert man ein Stückchen weiter, kommt man außerdem zum „Friedhof der Namenlosen“, der vielleicht aus der Hollywood-Schnulze „Before Sunrise“ ein Begriff sein mag. Versteckt hinter Bäumen und Sträuchern lässt es sich hier auf spannende Erkundungstouren gehen und besonders wenn sich der Nebel wie ein Schleier über das Areal legt, kann es hier richtig unheimlich werden.

Sternwartepark

Dass die Universität Wien für ihre wunderbaren Räumlichkeiten und imposanten Treppenhäuser, Gänge und der Hogwarts ähnlichen Bibliothek, ja weit bekannt ist, ist nichts Neues mehr. Etwas entlegen, dafür umso besonders ist es bei der Fakultät für Astronomie und Astrophysik im 18. Bezirk. Man meint in einer anderen Welt gelandet zu sein, denn sowohl das Innere des Gebäudes als auch der weitläufige Park haben einen so mystischen Charakter. Wenn ihr also das nächste Mal zum Spazierengehen im Cottageviertel unterwegs seid, kehrt dem Türkenschanz den Rücken zu und taucht hier ab, an einem der Orte, an denen man in Wien noch nie gewesen ist.

Böhmischer Prater

Eine wunderbar mystische Umgebung erwartet euch, wenn ihr entlang der Pfade des Böhmischen Praters wandert. Dieser befindet sich auf dem Laaer Berg am Rande des Laaer Waldes im 10. Wiener Gemeindebezirk. Genau wie im Wiener Prater gibt es auch hier ein Riesenrad, welches als erstes Riesenrad weltweit mir nur einem Masten aufgebaut wurde. Das 25,1 Meter hohe Riesenrad bietet vom Laaer Berg aus ein tolles Panorama über Wien bis in den Wienerwald, zum Kahlenberg und Schneeberg. Besonders im Herbst wird hier alles in eine wunderbare Atmosphäre getaucht und erstrahlt in einer Farbenpracht, die Jung und Alt begeistert. Früh morgens, wenn sich der Nebel wie ein Schleier über die Umgebung legt, ist es hier besonders mystisch und zauberhaft.

#süßetram

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Museum für Schwangerschaftsabbruch und Verhütung

Gleich vorweg, das ist kein Aprilscherz, das Museum gibt es wirklich und entführt auf einen äußerst informativen historischen Streifzug durch die Geschichte der Verhütung. Beginnend bei den alten Ägyptern bis hin zu den heutigen Methoden erfährt man hier so einiges Wissenswertes aus den unterschiedlichen Kulturen. Weiters wird auch die Entwicklung des Schwangerschaftstests thematisiert. Besonders die Einblicke in die gesetzlichen Debatten rund um die Erlaubnis des Schwangerschaftsabbruchs sind in Verbindung mit den präsentierten Fällen besonders spannend.

Mariahilfer Gürtel 37/1. Stock, 1150

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(c) Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch / Pressefotos

Die Jugendstiltoilette

Ein absolutes Highlight, das in fast jedem Wien Reiseführer angeführt ist, ist mit dem wohl schönsten „stillen Örtchen“ Wiens zu nennen. 1905 wurden in Wien über fünfzig öffentliche Toiletten „unterirdische Bedürfnisanstalten für Menschen beiderlei Geschlechts“ errichtet, um die hygienischen Zustände der Stadt zu verbessern. Die erste davon ist die Jugendstiltoilette am Graben, die heute unter Denkmalschutz steht, aber noch immer in Betrieb ist und die man zumindest einmal gesehen haben muss.

In den relativ versteckt gelegenen Keller kommt man über die streng nach Geschlechtern getrennten Abgänge und taucht unten angekommen in eine längst vergangene Zeit ein. Für nur 50 Cent wird man mit den für den Jugendstil typischen Farbtönen, Formen und Materialien wie Eichenholz, Messing und Glas belohnt – alles sauber und in top Zustand.

Graben 22, 1010

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(c) By PictureObelix (Own work), via Wikimedia Commons

krypt.

In unserer Aufzählung über coole Locations, an denen man in Wien noch nie gewesen ist, darf auch die gut veresteckte Bar krypt nicht fehlen. Wer sich Eintritt zu dem in acht Meter Tiefe gelegenen Raum verschaffen möchte, der muss die Klingel betätigen und wird von einem Seco in Empfang genommen. Unten angelangt zieht die schummrige Lichtstimmung des Kellergewölbes sofort in den Bann. Einrichtungstechnisch zählt das krypt, mit Sicherheit zu den schönsten Bars in Wien: Glitzernde Luster an der Decke, stylische Designermöbel und ein schwarzer Fischgrät-Boden aus Marmor. Großes Plus gibt’s auch für die durchaus moderaten Getränkepreise, besonders im Hinblick auf die herausragende Qualität der Drinks. Reservieren kann man nicht, früh dort sein lohnt sich also und geöffnet ist Mittwoch und Donnerstag ab 18 Uhr und Freitag und Samstag ab 20 Uhr.

Wasagasse 17, 1090

Kunsteisbahn Enegelmanns

Eislaufen über den Dächern der Stadt? Das geht auf der Kunsteisbahn Engelmann im 17. Bezirk und das schon seit 1909. Die Eisbahn galt zur damaligen Zeit aus bahnbrechende Erfindung und ist noch heute ein so beliebter Ort für Jung und Alt. Die diesjährige Saison dauert noch bis zum 12. März und geöffnet ist täglich ab 9 Uhr. Im Sommer verwandelt sich das Areal in Wiens höchstgelegenen Fußballplatz.

Schirmfachgeschäft Brigitte

Einen weiteren Geheimtipp für alle auf der Suche nach Orten, an denen sie in Wien noch nie gewesen sind, haben wir zu bieten. Im Herzen von Wien in unmittelbarer Nähe zum Schwedenplatz findet man schon seit 100 Jahren dieses traditionelle Fachgeschäft, das sich dem Verkauf von Regenschirmen verschrieben hat. Eine große Auswahl an hochwertige Regenschirme der Marken Doppler und Knirps gibt es zu erstehen und der Kunde wird ganz der Etikette entsprechend als wahrer König behandelt. Mit all denn klassischen Schirmen fühlt man sich hier gleich ein paar Jahrzehnte zurückversetzt.

Franz-Josefs-Kai 27, 1010

Wotrubakirche

In Liesing, mitten im 23. Gemeindebezirk findet man eine Kirche, die durch ihr einzigartiges Design und Architektur ins Auge sticht. Die Wotrubakirche, auch Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit genannt, ist eine römisch-katholische Kirche aus Betonblöcken, die zwischen 1974 und 1976 erbaut wurde. Die Entwürfe stammen Bildhauers Fritz Wotruba und wurden gemeinsam mit den Plänen des Architekten Fritz Gerhard Mayr erbaut. Die Architektur zeichnet sich durch die Stapelung von 152 rohen Betonblöcken aus, wodurch sich im Inneren spannende Lichtmuster ergeben. Wer sich selbst ein Bild von der ganz besonderen Kirche machen möchte, der kann mit der S-Bahn bis Liesing und dann mit dem Bus der Linie 60A bis Lindauergasse fahren. Eine der wohl coolsten Locations, an denen man in Wien noch nie gewesen ist.

Ottillingerplatz 1, 1230

when god plays jenga #architecture

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Hier entlang geht’s zu Teil 2 der Übersicht.

Auf der Suche nach neuen Locations und Erlebnissen? Bei uns im Blog findet ihr viele nützliche Infos, Veranstaltungstipps und kulinarische Highlights, die ständig erweitert und upgedatet werden und darauf warten, euch einmal mehr von Wiens Vielfalt zu überzeugen.

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